Brüdergemeinde startet Zahlungen an missbrauchte Heimkinder

Brüdergemeinde startet Zahlungen an missbrauchte Heimkinder

23.04.2018News

Für Betroffene besteht die Möglichkeit, bis Ende Juni 2020 einen Antrag auf Anerkennungsleistung zu stellen

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Korntal (epd). Die Evangelische Brüdergemeinde Korntal und Wilhelmsdorf will in Kürze mit Zahlungen an ehemalige Heimkinder beginnen, die seelisch und körperlich missbraucht wurden. Damit gehe der Aufklärungs- und Aufarbeitungsprozess der Missbrauchsfälle in die Abschlussphase, teilte die Brüdergemeinde am 20. April in Korntal bei Stuttgart mit. Die Aufklärerin Brigitte Baums-Stammberger habe bisher 112 Interviews mit ehemaligen Heimkindern geführt. Eine unabhängige Vergabekommission habe alle Anträge auf Zahlung einer sogenannten Anerkennungsleistung bearbeitet und Beträge von unter 5.000 bis 20.000 Euro für die Betroffenen festgelegt. Der Aufklärer Professor Benno Hafeneger habe die Untersuchung des Archivmaterials weitestgehend abgeschlossen. Ein Abschlussbericht soll am 7. Juni öffentlich vorgestellt werden. „Auch nach Abschluss des dokumentierten Aufarbeitungsprozesses besteht für Betroffene die Möglichkeit, bis Ende Juni 2020 einen Antrag auf Anerkennungsleistung zu stellen“, teilte die Brüdergemeinde mit.

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Superintendent warnt vor Schlussstrich bei Erinnerung an NS-Verbrechen

Superintendent warnt vor Schlussstrich bei Erinnerung an NS-Verbrechen

23.04.2018News

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Warschau/Detmold (epd). Der lippische Landessuperintendent Dietmar Arends hat in der polnischen Hauptstadt Warschau die Notwendigkeit der Erinnerung an die NS-Verbrechen hervorgehoben. In Deutschland werde immer wieder die Forderung laut, es müsse doch einmal Schluss sein mit dem Erinnern, sagte der evangelische Theologe in einem Gottesdienst in Warschau zum 75. Jahrestag des Beginns des Aufstands im Warschauer Ghetto am 19. April 1943. „Nein, es darf nicht Schluss sein mit dem Erinnern“, betonte der oberste Repräsentant der Lippischen Landeskirche laut Redetext. „Nur wenn wir uns erinnern, können wir davor bewahrt werden, dass Ähnliches wieder geschieht.“

Arends äußerte sich besorgt darüber, „dass Antisemitismus in Deutschland und an anderen Orten wieder um sich greift“. Als Nachfahren der Menschen, die an vielen Orten in Europa unsagbare Verbrechen begangen hätten, müssten Deutsche aus der Verantwortung der Erinnerung heraus solchen Tendenzen entschieden entgegentreten.

Arends war gemeinsam mit Vertretern der Lippischen Landeskirche, der Stadt Detmold, Schülern von Detmolder und Lemgoer Gymnasien sowie Mitgliedern der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit nach Warschau gereist. Ein Grund für die Gedenkfahrt war, dass der SS-Befehlshaber Jürgen Stroop, der für die Niederschlagung des Aufstands im Warschauer Ghetto mit Tausenden Toten verantwortlich war, aus Detmold stammte. Stroop wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs von einem polnischen Gericht zum Tode verurteilt und hingerichtet.

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Aufrufe zum Tragen der Kippa

Aufrufe zum Tragen der Kippa

23.04.2018News

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©epd-Bild/Christopher Clem Franken

In Berlin und Frankfurt am Main wird zu Solidaritätsaktionen mit der jüdischen Gemeinschaft aufgerufen.

Berlin (epd). Nach dem Übergriff auf zwei Kippa tragende Männer in Berlin geht die Debatte um die Sicherheit von Juden in Deutschland weiter. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sprach am 20. April im Deutschlandfunk von einer neuen Qualität des Antisemitismus. Er hätte sich einen solchen Vorfall vor zehn Jahren nicht vorstellen können. Die rote Linie habe sich verschoben. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte der Zeitung „Die Welt“, er sei nicht bereit, das hinzunehmen. Auch der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) verurteilte judenfeindliche Angriffe.

Am 17. April waren zwei Männer, die die jüdische Kopfbedeckung trugen, von einem Arabisch sprechenden Mann im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg mit einem Gürtel angegriffen worden. Gegen den mutmaßlichen Täter wurde inzwischen Haftbefehl erlassen. Laut Polizei handelt es sich um einen 19-jährigen Palästinenser aus Syrien. In einem auf Facebook veröffentlichten Video bestreiten er und ein weiterer Tatverdächtiger antijüdische Motive des Angriffs. „Wir sind nicht feindlich gegenüber Juden. Wir sind keine Antisemiten“, erklären sie in dem am 19. April veröffentlichten Video.

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Diakonie ruft zu mehr humanitärer Hilfe für Syrien auf

Diakonie ruft zu mehr humanitärer Hilfe für Syrien auf

23.04.2018News

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Berlin (epd). Vor der Syrien-Konferenz am 24. und 25. April in Brüssel ruft die Diakonie Katastrophenhilfe zu mehr humanitärer Hilfe für die Menschen in dem arabischen Bürgerkriegsland auf. „Das Geld darf nicht nur ein weiteres mal mit großer Geste öffentlichkeitswirksam zugesagt werden, es muss auch nachprüfbar, verlässlich und kontinuierlich in konkrete humanitäre Hilfsprogramme vor Ort fließen“, erklärte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Zugleich äußerte sie die Hoffnung auf ein Friedenssignal. Zu der Konferenz laden die EU und die UN ein.

Füllkrug-Weitzel erklärte, wegen mangelnder Zahlungsdisziplin der Gebernationen hätten UN-Organisationen einen Teil der für Syrien zugesagten Mittel an lokale Hilfswerke stoppen müssen. „Das ist ein humanitäres Desaster und riesiger Skandal“, sagte Füllkrug-Weitzel. Nach ihren Worten finanziert die Bundesregierung Hilfen direkt nur in den Oppositionsgebieten in Syrien. In Regierungsgebieten werde ausschließlich über die Vereinten Nationen finanziert, die aber wegen mangelnder Zahlungsmoral anderer Staaten machtlos seien. Kirchliche und private Hilfswerke könnten jedoch über ihre Partner auch in regierungskontrollierten Gebieten verlässlich tätig sein.

Mehr als 13 Millionen Syrerinnen und Syrer benötigen aktuell humanitäre Hilfe, mindestens drei Millionen sind aber nur schwer oder gar nicht erreichbar. „Helfer vor Ort versuchen unermüdlich, ein Stück Humanität in diesen unmenschlichen Konflikt zu bringen“, sagte Füllkrug-Weitzel. Dabei gehe es eben nicht nur um den Schutz vor Bomben. „Zu einem würdevollen Leben gehört auch, ein Dach über dem Kopf zu haben und sich nicht zwischen lebensnotwendiger Medizin und Essen entscheiden zu müssen.“

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Käßmann: Küng hat Konfessionen und Religionen zusammengebracht

Käßmann: Küng hat Konfessionen und Religionen zusammengebracht

23.04.2018News

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©epd-Bild/Gerhard Bäuerle

Wenige römisch-theologische Theologen hätten sich wie Hans Küng (Bild) für eine Annäherung der christlichen Kirchen, aber auch der Religionen engagiert, sagte Margot Käßmann.

Tübingen (epd). Die Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann, hat den Einsatz des katholischen Theologen Hans Küng für die Ökumene gewürdigt. Wenige römisch-theologische Theologen hätten sich wie er für eine Annäherung der christlichen Kirchen, aber auch der Religionen engagiert, sagte die ehemalige hannoversche Landesbischöfin am 20. April in Tübingen. Die Theologin sprach bei einem Festakt zu Küngs 90. Geburtstag, den er am 19. März gefeiert hatte.

In ihrem Vortrag zu „Reformation und Toleranz“ sagte Käßmann, dass die Decke der religiösen Toleranz in Deutschland dünn sei. Das zeigten Debatten um die Beschneidung von Jungen als religiöses Ritual, konfessionellen Religionsunterricht, Moscheebauten, das Tragen von Kopftüchern oder die Akzeptanz eines Kreuzes im Gerichtssaal. Sie erinnerte daran, dass die Bedeutung des Wortes Toleranz sei, andere Positionen zu „ertragen“. Die Reformation war der Theologin zufolge in verschiedenen Bereichen intolerant, etwa in Glaubensfragen, in ihrer Befürwortung von Waffengewalt und im Blick auf andere Religionen. Gleichzeitig habe es eine „Lerngeschichte der Toleranz“ gegeben, die vom Augsburger Religionsfrieden 1555 bis zur Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre zwischen Lutheranern und Vatikan 1999 reiche. Der ursprünglich kirchlich gedachte Begriff der „versöhnten Verschiedenheit“ könnte auch passend sein für die religiöse Toleranz. Von einem „Religionsmischmasch“ halte sie aber nichts, betonte Käßmann. Die Festrednerin lobte Küngs Projekt „Weltethos“, das ethische Basisstandards suche, die von allen Religionen und Kulturen bejaht werden könnten. Die jüngere Geschichte habe laut einer Studie des Weltethos-Instituts gezeigt, dass religiöse Akteure in aller Welt auch zur Verminderung von Gewalt in politischen Konflikten beigetragen hätten. Das betrachte sie als „ungeheure Ermutigung“, sagte die Theologin.

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Altkanzler Schröder schenkt der Marktkirche Hannover ein „Reformationsfenster“

Altkanzler Schröder schenkt der Marktkirche Hannover ein „Reformationsfenster“

23.04.2018News

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Hannover (epd). Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) schenkt der evangelischen Marktkirche in Hannover ein rund zwölf Meter hohes Buntglasfenster. Allein die Kosten für Material, Herstellung und Einbau würden auf 100.000 Euro geschätzt, sagte Marktkirchen-Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann dem Evangelischen Pressedienst (epd). Sie bestätigte damit einen Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Entworfen wurde das „Reformationsfenster“ von dem Maler, Grafiker und Bildhauer Markus Lüpertz (76), einem persönlichen Freund Schröders. Lüpertz gehört zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart. Das Kunstwerk werde eine Bereicherung für die spätmittelalterliche Kirche sein, sagte Kreisel-Liebermann: „Das ist attraktiv und spannend für die Stadt.“

Zu Diskussionen anregen

Für die Herstellungskosten habe Schröder einen Kreis von Firmen, Institutionen und Privatleuten als Sponsoren gewinnen können. Das Künstler-Honorar zahle der Altkanzler aus eigener Tasche. Schröder fühlt sich der Marktkirche verbunden, er hat dort selbst schon eine Bürgerpredigt gehalten. Die zentrale Marktkirche ist die größte und älteste Kirche in Hannover und gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt.

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"Wie wollen wir in Verschiedenheit zusammenleben?"

"Wie wollen wir in Verschiedenheit zusammenleben?"
Der Eintritt zum Tag der "Offenen Gesellschaft" am 28. April, 15 bis 19 Uhr, in der Trinitatiskirche ist frei!Original Link
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"Wie wollen wir in Verschiedenheit zusammenleben?"

„Traum und Albtraum. Die Wunden unserer Zivilisation: Martin Luther King und seine jüdischen Weggefährten“ ist der Titel der Veranstaltung in der Reihe „Offene Gesellschaft“ am Samstag, 28. April, von 15 bis 19 Uhr in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4.

Seit dem 17. Jahrhundert ist die Erfahrung der Sklaven in Amerika Zwangsarbeit, die auf Kosten der Freiheit und der Gesundheit der Schwarzen, den Wohlstand und den Reichtum der Weißen begründet: Arbeit auch um den Preis der Vernichtung. Mit Martin Luther King, der vor fast genau 50 Jahren in Memphis Tennessee ermordet wurde, haben viele gegen diese Erfahrung den Traum gesetzt: „I have a dream …“ Es wird kommen der Tag, da werden die Sklaven, die Kinder der Sklaven und die weißen Herren und ihre Kinder zusammen sitzen: Geschwister an einem Tisch…“ Die Erfahrung der Juden in der Schoah ist Vernichtung unter dem Deckmantel der Arbeit: In den 1960er Jahren haben einige Rabbiner in USA gemeinsam mit vielen Schwarzen und mit Martin Luther King dieser Erfahrung die prophetische Vision entgegengesetzt von einer anderen Gesellschaft, in der „Gerechtigkeit und Frieden sich küssen“ und in der Gewaltlosigkeit stärker ist als Brutalität. Das Seminar wird den Alpträumen menschlicher Versklavung von Exodus bis Philemon nachspüren und uns die Träume der Propheten, Rabbiner und Bürgerrechtler/ innen um Martin Luther King wieder bewusst zu machen versuchen.

Gefragt wird: „Wie wollen wir in Zukunft in Verschiedenheit zusammenleben?“ Die Trinitatiskirche bietet an diesem Nachmittag einen offenen Erfahrungs- und Experimentierraum an, in dem den Albträumen menschlicher Versklavung nachgegangen wird. Die Träume der Rabbiner und der BürgerrechtlerInnen um Martin Luther King rücken ins Zentrum. Das Seminar der Melanchthon-Akademie ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Internationalen Versöhnungsbund. Referenten sind Pfarrer i. R. Marten Marquardt, Pfarrer Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, und Pastor Lucas Johnson, Koordinator des Internationalen Versöhnungsbundes. Die Teilnehmenden sind zu Impulsvorträgen, Gesprächen und Begegnungen eingeladen.

Um eine Anmeldung unter Telefon 0221/93 18 03-0 oder anmeldung@melanchthon-akademie.de wird gebeten. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.www.melanchthon-akademie.dewww.offene-gesellschaft.kirche-koeln.de

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25. April: "Religions go green" in der Melanchthon-Akademie

25. April: "Religions go green" in der Melanchthon-Akademie
Tacheles reden: Umwelt und Nachhaltigkeit im jüdisch-christlich-muslimischen DialogOriginal Link
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25. April: "Religions go green" in der Melanchthon-Akademie

Juden, Christen und Muslime teilen die Sorge um die Schöpfung. Und Gottes Weisung, in ihr mit allen Mitgeschöpfen zu leben. Die jeweiligen Traditionen, Schriften und Moralvorstellungen bringen in diese gemeinsame Sorge je eigene Perspektiven und Motivationen. Die säkularen globalen Nachhaltigkeitsbewegungen motivieren und regen alle an, Traditionen und religiöse Impulse konkret und alltäglich werden zu lassen. Auf der Tagung der Melanchthon-Akademie am Mittwoch, 25. April, von 9.30 Uhr bis 17 Uhr, kommen die Teilnehmenden mit religiös motivierten Umweltbewegungen in Berührung – unter anderem mit „Jews go green“ und der Organisation „HIMA e.V.“, die für eine neue Bewegung des Einsatzes aus jüdischer bzw. islamischer Perspektive stehen. Die Teilnahme kostet 20 Euro, ermäßigt 15 Euro.

Veranstalter: Melanchthon-Akademie, Evangelisches Schulreferat Köln, Katholisches Schulreferat Köln und Leverkusen im Erzbistum Köln, Kinderlehrhaus e.V., GEE-Pädagogische Akademie, Erzbischöfliche Bibel- und Liturgieschule, Referat für Dialog und Verkündigung im Erzbistum Köln, Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V.

Dozenten: Bischöfin i. R. Bärbel, Wartenberg-Potter, Köln, Kuratoriumsvorsitzende des Instituts für Theologische Zoologie an der Uni Münster; Asmaa El Maarofi-Ulzheimer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Islamische Theologie der Uni Münster; und Rabbiner David Geballe, Jüdische Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen

Ort:Melanchthon-Akadmie, Kartäuserwall 24b, 50678 Kölnanmeldung@melanchthon-akademie.dewww.melanchthon-akademie.de

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Weltkirchenrat dringt auf einen Friedensvertrag auf der koreanischer Halbinsel

Weltkirchenrat dringt auf einen Friedensvertrag auf der koreanischer Halbinsel

20.04.2018News

Ein konstruktiver Dialog müsse die gefährliche Eskalation gegenseitiger Drohungen ablösen, erklärte der Generalsekretär des Rates, Olav Fykse Tveit

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Genf (epd). Der Weltkirchenrat hat die vorsichtige Annäherung zwischen den USA und Nordkorea begrüßt. Ein konstruktiver Dialog müsse die gefährliche Eskalation gegenseitiger Drohungen ablösen, erklärte der Generalsekretär des Rates, Olav Fykse Tveit, in Genf. Er äußerte die Hoffnung, dass der Weg zu einem förmlichen Friedensvertrag zwischen Nordkorea und Südkorea freigemacht werden könne. Seit 1953 besteht ein Waffenstillstand, der den Koreakrieg faktisch beendete.

Tveit hob positiv hervor, dass US-Präsident Donald Trump den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-Un persönlich treffen wolle. Eine Begegnung könnte laut US-Diplomaten Ende Mai oder Anfang Juni stattfinden. In den Gespräch soll es um das Atomwaffenprogramm der Nordkoreaner gehen. Die USA verlangen einen Verzicht Kims auf Massenvernichtungswaffen. Ein Ort der Zusammenkunft ist noch nicht bekanntgegeben worden.

Der Ökumenische Rat der Kirchen setzt sich Jahren seit für eine friedliche Kooperation der beiden koreanischen Staaten ein. Im ÖRK sind rund 350 Kirchen mit mehr als 500 Millionen Gläubigen zusammengeschlossen.

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Hilfswerks-Generalsekretär: Protestanten in Syrien sehr verunsichert

Hilfswerks-Generalsekretär: Protestanten in Syrien sehr verunsichert

20.04.2018News

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Leipzig/Beirut (epd). Die jüngsten Luftangriffe westlicher Verbündeter in Syrien haben unter Protestanten in dem Bürgerkriegsland große Furcht ausgelöst. „Es ist eine große Unsicherheit da“, sagte der Generalsekretär des Leipziger Gustav-Adolf-Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Enno Haaks, nach einem Treffen mit syrischen Pfarrern in Beirut. „Die Fragen, wie geht es weiter, welche Zukunft haben wir, sind immer da“, sagte Haaks dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Haaks nahm vom 18. bis zum 20. April in der libanesischen Hauptstadt an Konsultationen mit der Evangelischen Kirche in Syrien und im Libanon teil. Dazu waren demnach auch evangelische Pfarrer aus Aleppo, Damaskus, Hama, Homs und Latakia angereist. Insgesamt haben die protestantischen Gemeinden in Syrien laut Haaks rund 5.000 Mitglieder. 

„Eine wirkliche Perspektive hat hier keiner aufgezeigt“

Hoffnung auf Frieden sei da, „aber eine wirkliche Perspektive hat hier keiner aufgezeigt“, erklärte Haaks weiter. Seine Gesprächspartner hofften, dass „fremde Mächte“ Syrien verließen. Auch sagten die Pfarrer, sich unter dem Schutz des Militärs von Syriens Machthaber Baschar al-Assad sicher zu fühlen.

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Jurist und EKD-Ratsmitglied Joussen: Kirchen werden mehr zu einem normalen Arbeitgeber

Bochum (epd). Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), wonach kirchliche Arbeitgeber nicht von jedem Stellenbewerber eine Religionszugehörigkeit verlangen dürfen, erschüttert nach Auffassung des Arbeitsrechtlers Jacob Joussen nicht die Grundfesten des Verhältnisses zwischen Kirchen und Staat. „Mit dem Urteil werden die Kirchen ein wenig mehr zu einem normalen Arbeitgeber. Sie behalten aber eigenständige Rechte“, schreibt der Bochumer Juraprofessor in einem Gastbeitrag für „epd sozial“, die Fachpublikation des Evangelischen Pressedienstes (epd) für die Sozialbranche.

Die Kirchen könnten nach dem Luxemburger Urteil vom 17. April weiterhin von Stellenbewerbern die Kirchenzugehörigkeit verlangen, erläutert Joussen, der auch Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Sie müssten nun aber nachvollziehbar – und im Klagefall auch vor Gericht – begründen können, warum die Zugehörigkeit im jeweiligen Fall wesentlich ist und warum diese Anforderung verhältnismäßig ist. Sie müssten stärker als bisher darauf achten, nicht mit dem staatlichen Diskriminierungsverbot zu kollidieren.

Der EuGH entschied am 17. April in Luxemburg, dass solch eine Anforderung an einen Bewerber „objektiv geboten“ sein müsse. Es müsse ein direkter Zusammenhang zwischen der Konfession und der fraglichen Tätigkeit bestehen (AZ: C-414/16).

Faktisch wird sich nach Joussens Überzeugung wenig ändern

Im konkreten Fall ging es um die konfessionslose Berlinerin Vera Egenberger, die sich 2012 erfolglos beim Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung beworben und daraufhin wegen religiöser Diskriminierung geklagt hatte. Über den Ausgang des Verfahrens, in dem Egenberger eine Entschädigungszahlung durchsetzen will, muss nun das Bundesarbeitsgericht in Erfurt befinden.

Joussen ist davon überzeugt, dass der Kirche die Begründung im Einzelfall gelingen wird, wenn die Art der Tätigkeit die Religionszugehörigkeit verlangt – etwa bei einer lehrenden oder seelsorgerischen Tätigkeit. Aber auch dann, wenn die Umstände der Tätigkeit dies verlangen - etwa weil nur so die kirchliche Außenwirkung herstellbar ist. „Das ist in einem Krankenhaus bei pflegenden Berufen wahrscheinlicher als beim Parkplatzwächter“, so Joussen.

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Grußbotschaft zum 70. Jubiläum des Staates Israel

Grußbotschaft zum 70. Jubiläum des Staates Israel

19.04.2018News

Die Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland gratulierte allen Bürgerinnen und Bürgern Israels

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©Pixabay/stinne24

Die Feierlichkeiten zum 70. Jubiläum der Gründung des Staates Israel dauern über 70 Stunden.

Die Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland (KLAK) gratulierte allen Bürgerinnen und Bürgern Israels zum 70-jährigen Bestehen Ihres Staates mit einer Grußbotschaft. Darin bringt die Konferenz Ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass Jüdinnen und Juden in Israel in Selbstbestimmung und politischer Souveränität leben können. Bis auf den heutigen Tag sei „der Staat Israel auch Rettungsort und Zuflucht vor Verfolgung und Ausgrenzung für Viele“.

Gleichermaßen äußert die KLAK Ihre Sorge über die Diffamierung des Staates Israel, die es seit der Gründung bis heute gibt. Doch ohne die Anerkennung der Existenz des Staates Israel in gesicherten Grenzen „kann es keinen Frieden und Ausgleich mit den palästinensischen und arabischen Nachbarn geben“.

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Neue Frühlingspflanzen im Sinnesgarten

Neue Frühlingspflanzen im Sinnesgarten
Pflanzaktion der Antoniter Siedlungsgesellschaft und Grube & Räther GmbH in der Brühler Demenz-WGOriginal Link
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Neue Frühlingspflanzen im Sinnesgarten

Neue Frühlingspflanzen im Sinnesgarten

„Bei dem Wetter gibt es keine Ausrede!“, lachte Sven Berkowicz, und motivierte so bei strahlendem Sonnenschein Bewohnerinnen und Bewohner der Demenz-WG in Brühl-Vochem zum Mitmachen bei der Pflanzaktion im großen Sinnesgarten der Wohngemeinschaft. Berkowicz ist Teamleiter des Gartenpflegeteams, der Grube & Räther GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Antoniter Siedlungsgesellschaft (ASG). Zusammen mit ASG-Geschäftsführer Guido Stephan schleppte er eine volle Transporter-Ladung Pflanzen herbei, die die beiden mit Unterstützung einiger Bewohnerinnen und Bewohner in Kübel und in die Erde einpflanzten.

Neben Narzissen und Hornveilchen, die dem Garten sogleich wunderschöne Frühjahrsfarben verleihen, gibt es verschiedene Sträucher und Bäumchen, die Sinnespflanzen, wie Berkowicz erklärte. Denn die gepflanzten Johannisbeeren, Blaubeeren, Brombeeren und Himbeeren sollen noch in diesem Jahr reifen und können mit allen Sinnen – optisch, haptisch, geruchlich und vor allem geschmacklich – wahrgenommen werden. Das sogenannte Naschobst sei pflegeleicht, erläuterte der Gärtner, und lade jederzeit zum Zugreifen und Naschen ein.

Bei allen Wohnanlagen selbst Hand angelegtFür Guido Stephan war die Aktion gleichzeitig eine kleine Weiterbildung in Sachen Gärtnern. Unter Anleitung von Berkowicz grub er an verschiedenen Stellen die passenden Löcher für die Pflanzen und versah sie mit Dünger – rein biologisch versteht sich –, Pflanzenerde und ausreichend Wasser. „Ich finde das gut, in allen Bereichen der ASG mal mitzuarbeiten“, sagte er und fügte lachend hinzu: „Wir bieten Gartenarbeit an, da muss ich doch auch wissen, wovon ich rede. Hinterher kann ich dann sagen, ich habe bei allen Wohnanlagen selbst Hand angelegt.“ Pflanzaktionen gab es zuvor auch schon in den Demenz-WGs in Lindlar und am Matthiaskirchplatz, deren Vermieter, so wie in Brühl-Vochem, ebenfalls die ASG ist.Wahre Freude beim EinpflanzenBewohnerinnen und Bewohner der WG, die das Ganze zunächst neugierig aus der Ferne beobachteten, kamen nach und nach dazu und entwickelten eine wahre Freude beim Einpflanzen der blühenden Gewächse in die großen Blumenkübel. Die Frage der Platzierung war schnell mit allen geklärt: so nah wie möglich an der Wohnung auf der Terrasse, damit alle möglichst viel davon haben. Auch anwesende Angehörige zeigten sich begeistert von der Aktion. „Können Sie das in meinem Garten nicht auch mal machen“, scherzte eine und erhielt prompt die Antwort, dass man die Grube & Räther GmbH selbstverständlich auch für private Gartenarbeiten anfragen könne.

Froh, einen Beitrag zu leisten„Die Arbeit mit den dementiell erkrankten Menschen, die hier von Angehörigen, Pflegedienst und der Wohnkonzepte Schneider gGmbH, die die Wohngemeinschaften begleitet, geleistet wird, ist sehr wertvoll und wir als ASG sind froh, dass wir unseren Beitrag dazu leisten können“, erklärte Stephan. Dazu gehörten auch Aktionen wie das Bepflanzen eines Sinnesgartens.

Die ASG hat vier Demenz-WohngemeinschaftenVier Demenz-Wohngemeinschaften hat die ASG in den letzten Jahren errichtet. Alle Projekte werden stark nachgefragt. Die ASG fungiert als Bauherr und Vermieter. Mieter ist jeweils eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die sich aus den Angehörigen der älteren Menschen zusammensetzt. Die GbRs werden durch die gemeinnützige GmbH Wohnkonzepte Schneider fachkundig begleitet und moderiert. Dies entlastet die Angehörigen von vielen Fragen und Unsicherheiten und sorgt dafür, dass die Wohngemeinschaften im Zusammenspiel mit den beauftragten Pflegediensten optimal funktionieren.

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Junge Theologen diskutieren über europäische Synode

Junge Theologen diskutieren über europäische Synode

19.04.2018News

17 junge evangelische Theologinnen und Theologen trafen sich in Breslau und spachen über die Zukunft des Protestantismus

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©Evangelischer Bund/Daniel Lenski

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Protestantischen Forums für Junge Theologie“ bei einem Besuch in Kreisau.

Alex Clare-Young steht auf dem Balkon des Evangelischen Zentrums in Breslau und kratzt sich an seinem Stoppelbart. Unten fährt die hellblaue Straßenbahn durch die Hauptstraße der traditionsreichen schlesischen Stadt. „Wir sind so unterschiedlich und bilden doch eine Gemeinschaft. Wir reden und beten, wir lachen und klagen gemeinsam und sind alle gleichermaßen auf der Suche, gemeinsam im Verständnis füreinander zu wachsen“, fasst der 26-jährige Schotte seine Eindrücke der letzten Tage zusammen.

Clare-Young ist einer von 17 jungen Teilnehmern, die aus ganz Europa in Breslau zusammengekommen sind, um für fünf Tage über die Zukunft des Protestantismus in Europa zu sprechen. Einige von ihnen sind bereits Pfarrer, andere arbeiten an ihrer Doktorarbeit. Die meisten studieren allerdings noch, so wie auch Clare-Young in Cambridge: „In meinem College sind wir nur wenige Theologiestudenten meiner eigenen Kirche. Deshalb tut es gut zu sehen, wie viele unterschiedliche Menschen in ganz Europa bereit sind, Verantwortung für ihre Kirchen zu übernehmen.“

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Bayrische Landessynode macht den Weg frei für offizielle Segnungen homosexueller Paare

Bayrische Landessynode macht den Weg frei für offizielle Segnungen homosexueller Paare

19.04.2018News

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©epd-Bild/Jörn Neumann

Die Arbeitsgruppe schlug der Landessynode vor, dass Segnungen für homosexuelle Paare künftig möglich sein sollen - dass Pfarrerinnen und Pfarrer aber nach ihrem Gewissen entscheiden dürfen und nicht zu einer solchen Segnung gezwungen werden dürfen.

München/Schwabach (epd). In der Nacht auf den 19. April hat die bayerische evangelische Landessynode bei ihrer Frühjahrstagung in Schwabach beschlossen, offizielle Segnungen homosexueller Paare zu ermöglichen. Eine Arbeitsgruppe hatte dafür der Landessynode ihren Abschlussbericht zur Abstimmung vorgelegt. Darin schlug sie vor, dass solche Segnungen künftig möglich sein sollen - dass Pfarrerinnen und Pfarrer aber nach ihrem Gewissen entscheiden dürfen und nicht zu einer solchen Segnung gezwungen werden dürfen. Dem hat sich die Synode nach einer kontroversen Debatte angeschlossen. Bei ihrer Vorschlagsfindung hat die Arbeitsgruppe auch die „Ehe aus evangelischer Sicht“ beleuchtet.

Im Abschlusstext der Arbeitsgruppe wird zu Beginn festgehalten, dass die Ehe aus evangelisch-lutherischer Sicht kein Sakrament ist – im Gegensatz übrigens zur katholischen Kirche. Martin Luther bezeichnete die Ehe einst als „weltlich Ding“. Auch für den Augsburger Theologieprofessor Bernd Oberdorfer gehört die Ehe nicht in die Heilsordnung, sondern in die Schöpfungsordnung. Die Arbeitsgruppe führt daher an, dass der Staat den Schutz der Institution Ehe garantiere – und nicht die Kirche. Der kirchliche Traugottesdienst sei nach reformatorischem Verständnis ohnehin ein Segnungs- und Fürbittengottesdienst anlässlich einer weltlichen Eheschließung.

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Evangelische Kirche Köln ist für den Erhalt des Armenier-Mahnmals

Evangelische Kirche Köln ist für den Erhalt des Armenier-Mahnmals

19.04.2018News

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©Manfred Wegner

Das Mahnmal wurde am 15. April 2018 von der Initiative „Völkermord erinnern“ aufgestellt. Der Granatapfel sei ein Symbol der Trauer über den Völkermord an den Armeniern, so die Initiative.

Köln (epd). Die evangelische Kirche in Köln und die Kölner Melanchthon-Akademie haben sich für den Erhalt des umstrittenen Mahnmals zur Erinnerung an den Völkermord an den Armeniern ausgesprochen. In einem Offenen Brief an Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) forderten Stadtsuperintendent Rolf Domning und Akademie-Leiter Martin Bock, dem Denkmal möglichst schnell und unbürokratisch einen prominenten und anerkannten Platz in der Stadt zu geben, wie der Kirchenverband am 18. April in Köln mitteilte. Das Denkmal war am 15. April ohne städtische Genehmigung errichtet worden. 

Die Stadt Köln hatte am 16. April angekündigt, das von der Initiative „Völkermord erinnern“ aufgestellte Mahnmal entfernen und einlagern zu wollen. Die Aktion sei der Stadt nicht angekündigt worden und nicht von ihr genehmigt gewesen. Die Stadt verwies zudem darauf, dass es bereits einen Gedenkstein für die Opfer des Völkermords an den Armeniern in Köln gebe. Die armenische Gemeinde in Köln ist nach eigenen Angaben mit 5.000 Mitgliedern die größte in Deutschland.

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Pfarrerin werden – „Das Evangelium lauter verkündigen“

Pfarrerin werden – „Das Evangelium lauter verkündigen“

20.04.2018News

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Welcher Zauber wohnt dem Anfang des Pfarrerberufs inne? Welche Hoffnungen, Ängste und Herausforderungen sind damit verbunden? Die Journalisten Markus Bechtold und Anika Kempf von evangelisch.de begleiteten die angehende Pfarrerin Irmela Büttner ein Jahr lang auf ihrem Weg ins Berufsleben. In der dritten Folge der vierteiligen Serie wird sie feierlich ordiniert. Dabei verspricht sie nicht nur, das Evangelium lauter zu verkündigen, sondern auch die Sakramente recht zu verwalten.

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©evangelisch.de

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