Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Kirchentag will Auseinanderdriften der Gesellschaft zum Thema machen

Kirchentag will Auseinanderdriften der Gesellschaft zum Thema machen

25.05.2018News

Die „gespaltene Mitte“ der Gesellschaft sei ein ganz zentrales Thema, sagte Kirchentagspräsident Hans Leyendecker

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©epd-Bild/Friedrich Stark

Kirchentagsgeneralsekretärin Julia Helmke, Kirchentagspräsident Hans Leyendecker und die westfälische Präses Annette Kurschus (von links).

München (epd). Der Deutsche Evangelische Kirchentag 2019 in Dortmund wird das Auseinanderdriften der Gesellschaft zu einem inhaltlichen Schwerpunkt machen. Die „gespaltene Mitte“ der Gesellschaft sei ein ganz zentrales Thema, sagte Kirchentagspräsident Hans Leyendecker in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

„Obwohl es uns heute so gut geht wie wohl nie zuvor, haben die Ängste vieler Menschen zugenommen, was nicht allein mit einer Aversion gegen Flüchtlinge oder den Islam zu tun hat, sondern mit Problemen im eigenen Umfeld – am Arbeitsplatz oder in der Stadt“, fügte er hinzu. Es sei deshalb ein wichtiges Projekt des nächsten Kirchentages, dass „diese möglicherweise auch diffusen Ängste eine Stimme bekommen“.

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Briten können mit Alexa beten

Briten können mit Alexa beten

25.05.2018News

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London (epd). Der Sprachassistent von Amazon, Alexa, kann in Großbritannien nun auch beten. Möglich macht das ein neuer Dienst der Kirche von England. Auf Kommando liest Alexa das Gebet des Tages vor, betet ein Morgen- oder Abendgebet oder spricht einen Segen vor einer Mahlzeit. Außerdem kann Alexa Fragen zur Taufe beantworten, kennt sich mit Hochzeiten aus und weiß über Beerdigungen Bescheid. Der Sprachassistent ist auch in der Lage, die nächste Kirche in der Nähe zu finden.

Adrian Harris, Leiter der Digitalabteilung der Kirche von England sagte dem christlichen Radiosender „Premier Christian Radio“: „Plattformen wie Alexa geben der Kirche die Möglichkeit, die Menschen mit Gott zu verbinden und den Glauben in ihr tägliches Leben einzubauen, sei es über tägliche Gebete oder Fragen zum Christentum.“ Zudem biete der Dienst eine hervorragende Möglichkeit, die Menschen mit ihrer Kirchengemeinde zu verbinden, deshalb sei der Service, die nächste Kirche vor Ort zu finden, so wichtig.

Die Kirche von England plant, das Angebot auch für die Sprachassistenten von Google und Apple zu starten. Dass die Kirche von England technischen Neuerungen nicht abgeneigt ist, zeigte sich erst vor ein paar Wochen, als sie bekanntgab, die Kartenzahlung in 16.000 Kirchen einzuführen, da immer weniger Menschen Bargeld bei sich hätten.

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„Antisemitismus ist in der Mitte der Gesellschaft zu finden“

„Antisemitismus ist in der Mitte der Gesellschaft zu finden“

25.05.2018News

Interview mit Dagmar Pruin, Geschäftsführerin von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, zum 60. Jubiläum der Initiative

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Vor 60 Jahren wurde Aktion Sühnezeichen Friedensdienste auf der EKD-Synode im Berliner Johannesstift gegründet. Eine der beiden Geschäftsführerinnen, Dagmar Pruin, spricht über die Arbeit und neue Herausforderungen angesichts von wieder zunehmender Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.

©epd-Bild/Uwe Lewandowski

In einem Sommercamp der „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ legen freiwillige Jugendliche aus Polen, Weissrussland, Deutschand und Spanien Ruinen in der KZ-Gedenkstätte Augustaschacht in Hasbergen bei Osnabrück frei.

Vor 60 Jahren wurde Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) gegründet. Was hat die Initiative jungen Leuten heute zu sagen?

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Deutsche Lutheraner reisen nach Rom

Deutsche Lutheraner reisen nach Rom

24.05.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Landesbischof Gerhard Ulrich ist Delegationsleiter bei der Privataudienz mit Papst Franziskus.

Hannover (epd). Eine Delegation deutscher Lutheraner trifft am 4. Juni in einer Privataudienz mit Papst Franziskus zusammen. Er freue sich auf den Gedankenaustausch und den Dialog, „wie wir den Geist des ökumenischen Reformationsjubiläums weitertragen können“, erklärte der Delegationsleiter und Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), in Hannover. „Wir halten am Ziel der vollen Gemeinschaft fest und wollen als deutsche Lutheraner einen Beitrag dazu leisten.“

Die von Papst Franziskus immer wieder angesprochenen Themen wie der Einsatz für die Armen und das Engagement für den Frieden könnten nur gemeinsam angegangen werden, sagte der Nordkirchen-Bischof Ulrich dem Evangelischen Pressedienst (epd). Trotz aller Unterschiede zwischen Lutheranern und Katholiken gebe es viele Gemeinsamkeiten. Ulrich: „Die Kirche der Zukunft wird eine ökumenische sein oder sie wird gar nicht Kirche sein.“ Als Gastgeschenk will Ulrich ein karitatives Projekt für Obdachlose finanziell unterstützen.

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Brücken erneuern in Novi Sad

„Ökumenisch zu sein, ist nicht in Mode“, sagt der Generalsekretär der KEK, Heikki Huttunen. Kirchen in Europa kümmerten sich heute verstärkt um ihre eigenen Belange, betrieben „Nabelschau“ und schärften ihr Profil gegenüber anderen, erklärt er. Die Delegationsleiterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für Novi Sad, Petra Bosse-Huber, hält es ebenfalls „für nicht mehr selbstverständlich“, auch andere kirchliche Standpunkte als nur die eigenen wahrzunehmen.

Über die traditionellen Streitthemen zwischen den Kirchen hinaus, wozu vor allem das Verständnis der Institution Kirche zählt, scheiden sich die Geister etwa an den Themen Homosexualität und Migration. Die Gräben tun sich hier weniger zwischen den christlichen Konfessionen als vielmehr zwischen den geografischen Regionen auf, die in der Konferenz Europäischer Kirchen vertreten sind. Die KEK vereint alle großen christlichen Konfessionsfamilien mit Ausnahme der Katholiken, in ihr sind Protestanten, Anglikaner, Orthodoxe und Altkatholiken vertreten. Die Kirchen agieren auch flächenmäßig zwischen Island und Armenien, zwischen Portugal und der Türkei.

Das gemeinsame christliche Zeugnis

Schon im Vorfeld des Treffens wurden die unterschiedlichen Auffassungen deutlich. Bei einer Konsultation der KEK zur Zukunft Europas seit Juni 2016 verwiesen Norwegens Protestanten bei Fragen der Migration auf den universellen Gültigkeitsanspruch der Menschenrechte, während Tschechiens Schlesische Evangelische Kirche etwa vor „grenzenloser Mildtätigkeit“ gegenüber Migranten und sexuellen Minderheiten warnte. Allerdings sind die Positionen nicht überall verhärtet, meistens waren die Wortmeldungen in der Konsultation differenziert. Die ungarischen Kirchen etwa legitimierten zwar einerseits den Grenzzaun gegen illegale Migranten, wiesen aber zugleich auf die Fremdenfeindlichkeit im Land hin. 

Dafür, dass sich Gräben nicht vertiefen, werben sowohl die KEK wie auch die EKD. Die Vollversammlung könne helfen, sich wieder stärker um „das gemeinsame christliche Zeugnis zu kümmern“, hofft KEK-Generalsekretär Huttunen, selbst finnisch-orthodox. Kommunikation sei das Schwierigste und zugleich Wichtigste, meint EKD-Auslandsbischöfin Bosse-Huber: „mich verständlich machen, den anderen verstehen und nicht gleich meine Klischees als Verständnishilfe über alles zu legen“.

Diskussionen, Workshops und die Wahl eines neuen Vorstands

Gelegenheit zur Kommunikation ist in Novi Sad eine Woche lang gegeben. Zum Thema Europa tauscht sich Bosse-Huber auf einem Podium mit dem Ehrenoberhaupt der anglikanischen Weltkirche, Justin Welby, sowie mit Metropolit Emmanuel von Frankreich als Vertreter der orthodoxen Kirche aus. Diskussionen sind auch zu Gastfreundschaft, Gerechtigkeit und Zeugnisgeben geplant.

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Diakonie: Pflege-Sofortprogramm „leider ein Witz“

Essen (epd). Das Sofortprogramm Pflege von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stößt auf deutliche Kritik bei der Diakonie. „Dieser Aktionsplan ist leider ein Witz“, sagte der Präsident des evangelischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Lilie, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Mit diesen 13.000 Symbolstellen gewinnen wir nichts in diesem Land.“ Spahn stehe vor einer Bewährungsprobe. Der Minister müsse nachhaltige Reformen durchsetzen.

Auch die pflegepolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Nicole Westig, kritisierte, das Sofortprogramm sei eine Nebelkerze. „Bereits jetzt können offene Stellen nicht besetzt werden, der Markt ist leergefegt“, sagte Westig den Zeitungen. In Deutschland sind laut Bundesregierung mehr als 35.000 Pflegestellen derzeit nicht besetzt.

Die Eckpunkte als erster Schritt

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, lobte die Eckpunkte als ersten Schritt. Doch der zweite müsse jetzt umgehend folgen. „Jetzt sofort müssen wir konkrete Vorschläge in Gesetze gießen, wie wir zügig nicht nur mehr Pflegekräfte finanzieren, sondern wie wir sie finden und im Beruf halten“, sagte Westerfellhaus den Funke-Zeitungen. Erfolgsversprechend seien eine gute Bezahlung, Arbeitszeitreduzierung bei vollem Lohnausgleich sowie neue Ausbildungskonzepte vom Pflegehelfer bis zum Uni-Abschluss.

Mit zusätzlichen Pflegekräften und mehr Geld will die Koalition aus Union und SPD den Anfang machen für eine Trendumkehr in der Alten- und Krankenpflege. Der Gesetzentwurf soll in Kürze vorliegen. Den Eckpunkten zufolge, auf die sich die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD verständigt haben, sollen 13.000 neue Fachkraftstellen in Altenheimen geschaffen werden. Jede der rund 13.000 stationären Einrichtungen soll davon profitieren. Gefördert werden außerdem die Ausbildung von Pflege-Nachwuchs und Investitionen in die Digitalisierung, um Pflegekräfte von Bürokratie zu entlasten. 

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Rausgehen und zusammen feiern am Nachbarschaftstag

Rausgehen und zusammen feiern am Nachbarschaftstag

23.05.2018News

Ein Internetportal will Nachbarn zusammenbringen – und dabei die Erfahrungen von Kirchengemeinden nutzen

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Michael Vollmann, Geschäftsführer von nebenan.de, erzählt im Interview, was zum europäischen Tag der Nachbarn am 25. Mai 2018 möglich ist, wie Menschen sich besser begegnen können und welche Rolle evangelische Gemeinden dabei spielen können.

©epd-Bild/Rainer Oettel

Der Verein „nebenan.de“ will den Menschen Begegnungen in ihrer Nachbarschaft ermöglichen (Archivbild).

Was passiert am Nachbarschaftstag?

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Gemeinschaft wird hier großgeschrieben

Gemeinschaft wird hier großgeschrieben

22.05.2018News

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©evangelisch.de/Claudius Grigat

Unterricht in der Evangelischen Grundschule Freienseen.

Jemand klatscht, ganz laut und rhythmisch. Jemand anderes macht mit, noch im Laufen die Treppe hinunter. Dann auf einmal ganz viele, Kinder und Lehrkräfte. Bis ganz bald alle klatschen und sämtliches Reden und Lachen verstummt. Und das soll es auch. Auf einmal sind alle konzentriert und schauen auf Schulleiterin Eva Walldorf, die leise zu sprechen beginnt, sobald es still ist: Wie jeden Morgen fängt der Morgenkreis, den die ganze Grundschule Freienseen gemeinsam feiert, mit einem Lied an, das Eva Walldorf ankündigt. Dann gibt es „Ansagen“ von allen, die etwas mitzuteilen haben: Heute ist Fußballpause. Und es wird festgelegt, wer in der Pause ans Klavier darf. Und dann gibt es noch ein Lied.

So beginnt ein ganz normaler Dienstag in Freienseen, einem Stadtteil der ländlichen Gemeinde Laubach im hessischen Landkreis Gießen, am Rande des Naturparks Vogelsberg. Früher gab es hier, wie in den meisten Dörfern eine traditionelle Dorfschule. Als die zugemacht wurde, mussten die Kinder aus dem Dorf weit fahren. Die Menschen aus Freienseen wollten ihre Dorfschule zurück. Unterstützung fanden die rund 100 Eltern in der dafür gegründeten Initiative beim evangelischen Pfarrer vor Ort. Ulf Häbel war es auch, der das Anliegen schließlich auf der Synode der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau vor 20 Jahren zur Sprache brachte. Da hatten alle möglichen anderen Träger schon abgewunken. Die evangelische Landeskirche aber sagte „ja“ zur neuen Dorfschule von Freienseen.

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Jeden Tag ein kleines Stückchen Pfingstwunder

Jeden Tag ein kleines Stückchen Pfingstwunder

19.05.2018News

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©epd-Bild/Gerhard Bäuerle

Matthias Jendrek ist einer von 13 Mitgliedern im Übersetzungsteam der BasisBibel.

Pfingsten – das ist das christliche Fest, an dem es der Bibel zufolge ein Wunder gab: Die Jünger Jesu, erfüllt vom Heiligen Geist, predigen vor Menschen aus vielen verschiedenen Ländern. Und alle verstehen sie auch ohne Dolmetscher in ihrer eigenen Sprache.

Heute, rund 2.000 Jahre später, tragen Menschen wie Matthias Jendrek dazu bei, dass die biblische Botschaft auch ohne ein solches Wunder verstanden werden kann. Der 35-jährige katholische Theologe arbeitet in der Deutschen Bibelgesellschaft in Stuttgart und ist einer von 13 Mitgliedern im Übersetzungsteam der BasisBibel.

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Früherer EKD-Ratsvorsitzender Engelhardt stellt Autobiografie vor

Früherer EKD-Ratsvorsitzender Engelhardt stellt Autobiografie vor

18.05.2018News

Das Buch entstand in fünf ausführlichen Interviews mit den Theologen Ulrich Bayer und Hans-Georg Ulrichs

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©epd-Bild/Christine Suess-Demuth

Der frühere badische Landesbischof Klaus Engelhardt (Mitte) präsentierte in Karlsruhe seine Autobiografie in Form eines Gesprächs. Mit dabei: Der frühere badische Landesbischof Ulrich Fischer (links) und der amtierende Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh (rechts).

Karlsruhe (epd). Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),  Klaus Engelhardt (86), hat autobiografische Erinnerungen vorgelegt. Der Band mit dem Titel „Anvertrautes. Klaus Engelhardt im Gespräch“ sei ein „historisches Zeugnis ersten Ranges“, sagte der Vorsitzende des Vereins für Badische Kirchengeschichte, Johannes Ehmann, bei der Präsentation in Karlsruhe. Das Buch entstand in fünf ausführlichen Interviews mit den Theologen Ulrich Bayer und Hans-Georg Ulrichs. Er ist im Kohlhammer-Verlag Stuttgart erschienen.

In den Gesprächen erinnert sich der frühere EKD-Ratsvorsitzende und badische Landesbischof an seine Kindheit in einem badischen Pfarrhaus während des Nationalsozialismus, seine Nachkriegsjugend in Heidelberg und an sein Studium in den 1950er Jahren. Engelhardt leitete die Evangelische Landeskirche in Baden von 1980 bis 1998 und war von 1991 bis 1997 Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

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EKD-Ratsvorsitzender: Christen sollen sich für Demokratie engagieren

EKD-Ratsvorsitzender: Christen sollen sich für Demokratie engagieren

18.05.2018News

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Schwerte/Hannover (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, fordert von Christen in verantwortlichen Positionen Engagement in aktuellen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. „In Zeiten eines nicht mehr selbstverständlich vorhandenen Konsenses über Grundorientierungen braucht es Menschen, die sich mit Leidenschaft für eine lebendige und von sozialer Verantwortung geprägte Demokratie engagieren“, sagte Bedford-Strohm laut Mitteilung im nordrhein-westfälischen Schwerte. Christen sollten dabei in der ersten Reihe stehen, betonte er in seinem Festvortrag anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Evangelischen Studienwerkes Villigst.

„Teil der DNA“

Gesellschaftliche Verantwortung ist laut Bedford-Strohm „Teil der DNA“ des Begabtenförderungswerks der evangelischen Kirchen in Deutschland, das 1948 nach dem Ende der NS-Herrschaft ins Leben gerufen wurde. „Das Evangelische Studienwerk wurde gegründet, um junge Menschen zu ermutigen und zu befähigen, ihren Glauben auch in der Gesellschaft zu bezeugen und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen aus der Kraft des Glaubens entgegenzutreten“, erklärte der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof, der selbst ehemaliger Stipendiat der Einrichtung ist.

Gegenwärtig fördert das Studienwerk fast 1.200 Studierende aller Fachrichtungen sowie 200 Promovierende, wie die Einrichtung auf ihrer Internetseite mitteilt. Zu den bekanntesten Alumni zählen die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann, Sachsens ehemaliger Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) und der verstorbene Autor und Moderator Roger Willemsen.

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Diakonie und Caritas verlangen höhere Hartz-IV-Leistungen

Osnabrück (epd). Diakonie und Caritas dringen auf eine andere Berechnung der Hartz-IV-Sätze, in deren Folge deutlich höhere Leistungen gezahlt werden müssten. Nach Berechnungen der Diakonie liegt der tatsächliche Bedarf für Alleinstehende und Alleinerziehende rund 150 Euro höher, was zu einem Regelsatz von 560,23 Euro führen würde. Diakonie-Präsident Ulrich Lilie nannte es in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ „willkürlich und unsachgemäß“, dass Einzelansprüche in den vergangenen Jahren vom Gesetzgeber herausgerechnet worden seien.

Die Bundesregierung hat laut einem Bericht des TV-Magazins „Monitor“ in den vergangenen Jahren den Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger systematisch nach unten gerechnet. Auf diese Weise spare sie jährlich rund zehn Milliarden Euro, berichtete das Magazin am 17. Mai. Grund für den zu niedrigen Regelsatz seien fragwürdige Berechnungen des Existenzminimums, die bestimmte Ausgaben wie etwa für Alkohol, Tabak, Verkehrsmittel oder Reisen nicht vollständig berücksichtigten, hieß es.

Streichungen würden vor allem die zwei Millionen Kinder in Deutschland treffen

Außerdem gelten als Referenzgruppe seit 2011 nicht mehr die einkommensschwächsten 20 Prozent der Bevölkerung, sondern nur noch 15 Prozent. Caritas-Präsident Peter Neher kritisierte dieses Vorgehen als „nicht nachvollziehbar“. Der Chef des katholischen Wohlfahrtsverbandes sprach sich in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ dafür aus, Hartz-IV-Empfängern zudem einen flexiblen Aufschlag für besondere Ausgaben zu zahlen.

Lilie sagte, die Streichungen würden vor allem die zwei Millionen Kinder in Deutschland treffen, die in Familien leben, die Hartz IV beziehen. „Malstifte, ein Eis im Sommer, Zimmerpflanzen oder ein frischer Blumenstrauß, ein Weihnachtsbaum oder eine Haftpflichtversicherung – wer Sozialleistungen erhält, soll darauf verzichten müssen“, sagte der Präsident des evangelischen Verbandes. Das sei nicht akzeptabel.

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„Gemeinsam engagiert: Theologische Grundlage bietet organisatorischen Handlungsspielraum“

„Gemeinsam engagiert: Theologische Grundlage bietet organisatorischen Handlungsspielraum“

18.05.2018News

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„Gemeinsam engagiert: Theologische Grundlage bietet organisatorischen Handlungsspielraum“, lautete das Motto einer EKD-weiten Tagung, die vom 16. bis 18. Mai in der Evangelischen Bildungsstätte auf Schwanenwerder stattgefunden hat. Die Tagung wurde veranstaltet in Kooperation der Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau, Gemeindedienst der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayern, Landeskirchenamt und Arbeitsstelle Ehrenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, der Evangelischen Akademie zu Berlin und der Evangelischen Kirche in Deutschland.

„Wir sind große Schritte gegangen in dieser Zeit“, so Rolf Becker, Mitarbeiter im Projektbüro Reformprozess im Kirchenamt der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) bei seinem Abschluss der Tagung. „Und wir haben noch große Schritte vor. Diese Schritte sind beschrieben und die Tagungsteilnehmenden haben eine gemeinsame Weiterarbeit verabredet.“

Am gestrigen Donnerstag wurden in unterschiedlichen Formen Impulse vorgetragen. In ihrer Rede sagte die Berliner Theologin Kristin Menzel: „Ehrenamt ist nur ein Aspekt des Priestertums aller Getauften. Wollen wir diesen Aspekt theologisch fassen, müssen wir Vielfalt betrachten und das ist nicht immer einfach. Denn dann müssen wir den Pastorenberuf auch vom Ehrenamt her denken, aber eben nicht nur.“ Die Aufgaben der Ehrenamtskoordination müsse in Kirche durchdekliniert werden, wenn die Rollen der verschiedenen Akteure neu und klar beschrieben werden sollen, so Menzel.

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„Frieden geht“ – Staffellauf gegen Rüstungsexporte

18.05.2018News

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Mit einem Staffellauf durch ganz Deutschland wollen Friedensaktivisten gegen Rüstungsexporte demonstrieren. Die Aktion „Frieden geht“ beginnt am 21. Mai im baden-württembergischen Oberndorf und endet am 2. Juni mit einer Abschlusskundgebung in Berlin. Die Trägerorganisationen, zu denen etwa die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) sowie Attac zählen, fordern einen Exportstopp von Kriegswaffen und anderen Rüstungsgütern. Sie kritisieren, dass deutsche Waffen an menschenrechtsverletzende und kriegsführende Staaten exportiert würden. Mit diesen Waffen würden Millionen von Menschen in die Flucht getrieben und getötet.

„Es ist höchste Zeit, dass den Worten Taten folgen“

Der Staffellauf „Frieden geht“ sei ein wichtiger Beitrag, um auf die Gefahren von Rüstungsexporten hinzuweisen, ist der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms überzeugt. Die Strecke führt entlang der Standorte von Firmen, die in die Rüstungsproduktion involviert sind. „Deutschland gehört nach wie vor zu den größten Rüstungsexporteuren in der Welt. Diesen Skandal öffentlich und bewusst zu machen, dafür ist diese Aktion sehr wichtig“, betont Renke Brahms. Er freue sich, dass auch kirchliche Gruppen und Verbände diesen Staffellauf unterstützen und sich beteiligen werden.

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Claussen: Platz für christliche Symbole im öffentlichen Raum

Claussen: Platz für christliche Symbole im öffentlichen Raum

17.05.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

„Deutschland ist kein religiös geprägter Staat, aber ein Staat, der Religion fördert“, sagt EKD-Kulturbeauftragter Johann Hinrich Claussen. Deswegen sollten christliche Symbole einen Platz im öffentlichen Leben haben.

Bonn (epd). Christliche Symbole sollten nach den Worten des Kulturbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Johann Hinrich Claussen, einen Platz im öffentlichen Raum haben. Der deutsche Staat sei zwar säkular, sollte aber nicht in vorauseilendem Gehorsam religiöse Themen vermeiden, sagte Claussen am 16. Mai bei den Bonner Gesprächen der EKD zum Thema „Religiöse Symbole im öffentlichen Raum“.

Zugleich beurteilte er den Beschluss der bayrischen Landesregierung, Kreuze im Eingangsbereich aller Landesbehörden aufzuhängen, kritisch. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte erklärt, das Kreuz werde nicht als christliches Symbol aufgehängt, sondern als Zeichen der kulturellen Prägung. Es werde mit dem Kreuz als Identitätssymbol gespielt, aber inhaltlich bleibe man vage, sagte Claussen. „Man spitzt die Lippen, aber pfeift nicht richtig.“

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Weltkirchenrat ruft zu Solidarität mit Opfern der Kriege auf

Weltkirchenrat ruft zu Solidarität mit Opfern der Kriege auf

17.05.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

„Während der ÖRK 2018 sein 70-jähriges Bestehen feiert, beten wir zu Gott, dass der Heilige Geist gegenwärtig sein möge inmitten all der Konflikte in Israel und Palästina, in Syrien und auf der koreanischen Halbinsel“, schreiben die Präsidenten des Weltkirchenrats. (Foto: Archivbild)

Genf (epd). Der Weltkirchenrat hat die Christen aufgerufen, sich an die Seite der Opfer von Ungerechtigkeit, Gewalt und Krieg zu stellen. Die Kraft des Heiligen Geistes ermögliche Solidarität mit den leidenden Menschen und den Einsatz für Frieden und Versöhnung, betonte der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf anlässlich des Pfingstfestes am 20. Mai.

Die Welt sei gezeichnet von wachsenden sozialen Spaltungen und schwer lösbaren bewaffneten Konflikten, heißt es in dem Schreiben der acht Präsidenten des Ökumenischen Rates der Kirchen. „Wenn die Kirchen und der ÖRK für die Opfer und all jene, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, eintreten und für sie die Stimme erheben, ist der Heilige Geist am Werk und setzt Gottes Plan, das Leben zu fördern, um“, schreiben die Präsidenten.

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„Außersynodale Opposition“ und Politisches Nachtgebet

„Außersynodale Opposition“ und Politisches Nachtgebet

17.05.2018News

In den 1960er Jahren begehrten junge Theologinnen und Theologen gegen die institutionalisierte Kirche auf

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Frankfurt a.M. (epd). Die Wirkungsgeschichte der 68er-Bewegung ist umstritten. Der CSU-Politiker Alexander Dobrindt etwa ist der Meinung, dass bis heute als Folge der damaligen Umwälzungen eine linke Meinungselite am Werk ist, die eine im Grunde bürgerliche Mehrheit beherrscht. Dagegen, so provozierte Dobrindt Anfang des Jahres, sei eine bürgerliche Revolution nötig. Und der CSU-Mann nimmt auch gleich das Christentum mit ins revolutionäre Boot: „Das Konservative und das Christliche sind keine Gegensätze, sondern bilden eine unauflösliche Einheit.“

Diese Einheit gab es einmal. Die hohe Zeit des Christlich-Konservativen war die Ära Adenauer. In den 1950er und frühen 1960er Jahren waren mehr als 90 Prozent der Westdeutschen Kirchenmitglieder, 50 Prozent der Katholiken besuchten den Gottesdienst. Die Volkskirchen definierten die gesellschaftlichen Normen in der Familienpolitik, bei den Rollenbildern von Mann und Frau, bei Sexualität, Erziehung und Bildung. Regelmäßig vor Wahlen verlasen die katholischen Hirten ihren Schäfchen einen Brief, in dem stand, wie sie zu wählen hatten: konservativ.

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Schweringer „Hakenkreuz-Glocke“ soll abgehängt werden

Schweringer „Hakenkreuz-Glocke“ soll abgehängt werden

16.05.2018News

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©epd-Bild/Lechler/Hannoversche Landeskirche

Die Kirchenglocke der evangelischen Kapellengemeinde von Schweringen (bei Nienburg), bei der Unbekannte das Hakenkreuz und einen Teil der NS-Inschrift entfernt haben.

Schweringen (epd). Die umstrittene Hakenkreuz-Glocke im niedersächsischen Schweringen bei Nienburg wird abgehängt und durch eine neue Glocke ersetzt. Der evangelisch-lutherische Kirchenkreisvorstand in Nienburg habe am 15. Mai in einer fünfstündigen Sitzung über das weitere Verfahren mit der Glocke beraten und sei nach intensiver Diskussion zu diesem Beschluss gekommen, sagte Superintendent Martin Lechler in Nienburg. „Wir hoffen, unsere Entscheidung führt bei einer Mehrheit der Bevölkerung zu Verständnis“, sagte er.

Der Umgang mit der Glocke hatte in dem 800-Einwohner-Dorf für heftigen Streit gesorgt. Gemeindepastor Jann-Axel Hellwege hatte eine Entscheidung des Gemeindevorstands angefochten, der die Glocke behalten und weiter nutzen wollte. Die 1934 gegossene und aufgehängte Glocke war im Herbst stillgelegt worden. Kurz vor Ostern wurde sie von Unbekannten beschädigt, die heimlich das 35 mal 35 Zentimeter große Hakenkreuz und Teile einer nationalistischen Inschrift mit einem Winkelschleifer wegfrästen. Die Glocke ist seitdem unbrauchbar. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

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Susann Pásztor mit Evangelischem Buchpreis ausgezeichnet

Susann Pásztor mit Evangelischem Buchpreis ausgezeichnet

16.05.2018News

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©epd-Bild/Christine Süß-Demuth

Die Schriftstellerin Susann Pásztor für ihren Roman „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ den Evangelischen Buchpreis 2018 erhalten.

Karlsruhe (epd). Die Schriftstellerin Susann Pásztor hat den Evangelischen Buchpreis 2018 erhalten. Sie bekam die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Roman über Sterbebegleitung mit dem Titel „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“  in Karlsruhe. Der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, überreichte die Auszeichnung.

Mit ihrem Buch habe die Autorin das Ritual der Sterbebegleitung öffentlich gemacht und der Gesellschaft einen Einblick in das Sterben von Menschen und in die Hospizbewegung gegeben, sagte Sabine Horn vom Hospiz- und Palliativ-Verband Baden-Württemberg in ihrer Laudatio. Sie dankte Pásztor für ihren „witzig-spritzigen und zugleich doch auch sehr leisen und feinfühlig charakterisierenden Roman“, der sie zum Lachen und zum Nachdenken gebracht habe.

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Ratsvorsitzender grüßt Muslime zum Ramadan

Ratsvorsitzender grüßt Muslime zum Ramadan

16.05.2018News

Zu Beginn des muslimischen Fastenmonats verurteilt Heinrich Bedford-Strohm Angriffe auf Gläubige aller Religionen

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Hannover (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat den Muslimen zum Start des Fastenmonats Ramadan Wünsche für eine friedliche und versöhnliche Zeit übermittelt. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm rief dabei zugleich zu einem friedlichen Miteinander der Religionen auf. Der islamische Fastenmonat, der am 16. Mai begonnen hat, endet am 15. Juni mit dem Zuckerfest.

„Auch innerhalb von Religionsgemeinschaften gibt es manchmal Spannungen und Verletzungen, die nur schwer zu heilen sind“, fügte Bedford-Strohm hinzu, der auch bayerischer Landesbischof ist. Es dürfe nicht sein, „dass in einem Land, in dem das Recht auf Religionsfreiheit besteht, Menschen, die sich in der Öffentlichkeit als Juden, Muslime oder Christen zu erkennen geben, deshalb diskriminiert, beleidigt oder angegriffen werden“.

Bedford-Strohm verurteilte zugleich, dass „religiöse Stätten wie Moscheen zum Ziel von Anschlägen werden oder – wie im Falle jüdischer Einrichtungen – in diesem Land seit Jahrzehnten unter Polizeischutz stehen müssen. Wie kann es sein, dass Menschen der Meinung sind, ihren eigenen Glauben dadurch glaubhafter zu leben, dass sie den Glauben anderer herabsetzen oder verachten?“

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