Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Jurist und EKD-Ratsmitglied Joussen: Kirchen werden mehr zu einem normalen Arbeitgeber

Bochum (epd). Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), wonach kirchliche Arbeitgeber nicht von jedem Stellenbewerber eine Religionszugehörigkeit verlangen dürfen, erschüttert nach Auffassung des Arbeitsrechtlers Jacob Joussen nicht die Grundfesten des Verhältnisses zwischen Kirchen und Staat. „Mit dem Urteil werden die Kirchen ein wenig mehr zu einem normalen Arbeitgeber. Sie behalten aber eigenständige Rechte“, schreibt der Bochumer Juraprofessor in einem Gastbeitrag für „epd sozial“, die Fachpublikation des Evangelischen Pressedienstes (epd) für die Sozialbranche.

Die Kirchen könnten nach dem Luxemburger Urteil vom 17. April weiterhin von Stellenbewerbern die Kirchenzugehörigkeit verlangen, erläutert Joussen, der auch Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Sie müssten nun aber nachvollziehbar – und im Klagefall auch vor Gericht – begründen können, warum die Zugehörigkeit im jeweiligen Fall wesentlich ist und warum diese Anforderung verhältnismäßig ist. Sie müssten stärker als bisher darauf achten, nicht mit dem staatlichen Diskriminierungsverbot zu kollidieren.

Der EuGH entschied am 17. April in Luxemburg, dass solch eine Anforderung an einen Bewerber „objektiv geboten“ sein müsse. Es müsse ein direkter Zusammenhang zwischen der Konfession und der fraglichen Tätigkeit bestehen (AZ: C-414/16).

Faktisch wird sich nach Joussens Überzeugung wenig ändern

Im konkreten Fall ging es um die konfessionslose Berlinerin Vera Egenberger, die sich 2012 erfolglos beim Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung beworben und daraufhin wegen religiöser Diskriminierung geklagt hatte. Über den Ausgang des Verfahrens, in dem Egenberger eine Entschädigungszahlung durchsetzen will, muss nun das Bundesarbeitsgericht in Erfurt befinden.

Joussen ist davon überzeugt, dass der Kirche die Begründung im Einzelfall gelingen wird, wenn die Art der Tätigkeit die Religionszugehörigkeit verlangt – etwa bei einer lehrenden oder seelsorgerischen Tätigkeit. Aber auch dann, wenn die Umstände der Tätigkeit dies verlangen - etwa weil nur so die kirchliche Außenwirkung herstellbar ist. „Das ist in einem Krankenhaus bei pflegenden Berufen wahrscheinlicher als beim Parkplatzwächter“, so Joussen.

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Grußbotschaft zum 70. Jubiläum des Staates Israel

Grußbotschaft zum 70. Jubiläum des Staates Israel

19.04.2018News

Die Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland gratulierte allen Bürgerinnen und Bürgern Israels

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©Pixabay/stinne24

Die Feierlichkeiten zum 70. Jubiläum der Gründung des Staates Israel dauern über 70 Stunden.

Die Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland (KLAK) gratulierte allen Bürgerinnen und Bürgern Israels zum 70-jährigen Bestehen Ihres Staates mit einer Grußbotschaft. Darin bringt die Konferenz Ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass Jüdinnen und Juden in Israel in Selbstbestimmung und politischer Souveränität leben können. Bis auf den heutigen Tag sei „der Staat Israel auch Rettungsort und Zuflucht vor Verfolgung und Ausgrenzung für Viele“.

Gleichermaßen äußert die KLAK Ihre Sorge über die Diffamierung des Staates Israel, die es seit der Gründung bis heute gibt. Doch ohne die Anerkennung der Existenz des Staates Israel in gesicherten Grenzen „kann es keinen Frieden und Ausgleich mit den palästinensischen und arabischen Nachbarn geben“.

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Junge Theologen diskutieren über europäische Synode

Junge Theologen diskutieren über europäische Synode

19.04.2018News

17 junge evangelische Theologinnen und Theologen trafen sich in Breslau und spachen über die Zukunft des Protestantismus

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©Evangelischer Bund/Daniel Lenski

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Protestantischen Forums für Junge Theologie“ bei einem Besuch in Kreisau.

Alex Clare-Young steht auf dem Balkon des Evangelischen Zentrums in Breslau und kratzt sich an seinem Stoppelbart. Unten fährt die hellblaue Straßenbahn durch die Hauptstraße der traditionsreichen schlesischen Stadt. „Wir sind so unterschiedlich und bilden doch eine Gemeinschaft. Wir reden und beten, wir lachen und klagen gemeinsam und sind alle gleichermaßen auf der Suche, gemeinsam im Verständnis füreinander zu wachsen“, fasst der 26-jährige Schotte seine Eindrücke der letzten Tage zusammen.

Clare-Young ist einer von 17 jungen Teilnehmern, die aus ganz Europa in Breslau zusammengekommen sind, um für fünf Tage über die Zukunft des Protestantismus in Europa zu sprechen. Einige von ihnen sind bereits Pfarrer, andere arbeiten an ihrer Doktorarbeit. Die meisten studieren allerdings noch, so wie auch Clare-Young in Cambridge: „In meinem College sind wir nur wenige Theologiestudenten meiner eigenen Kirche. Deshalb tut es gut zu sehen, wie viele unterschiedliche Menschen in ganz Europa bereit sind, Verantwortung für ihre Kirchen zu übernehmen.“

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Bayrische Landessynode macht den Weg frei für offizielle Segnungen homosexueller Paare

Bayrische Landessynode macht den Weg frei für offizielle Segnungen homosexueller Paare

19.04.2018News

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©epd-Bild/Jörn Neumann

Die Arbeitsgruppe schlug der Landessynode vor, dass Segnungen für homosexuelle Paare künftig möglich sein sollen - dass Pfarrerinnen und Pfarrer aber nach ihrem Gewissen entscheiden dürfen und nicht zu einer solchen Segnung gezwungen werden dürfen.

München/Schwabach (epd). In der Nacht auf den 19. April hat die bayerische evangelische Landessynode bei ihrer Frühjahrstagung in Schwabach beschlossen, offizielle Segnungen homosexueller Paare zu ermöglichen. Eine Arbeitsgruppe hatte dafür der Landessynode ihren Abschlussbericht zur Abstimmung vorgelegt. Darin schlug sie vor, dass solche Segnungen künftig möglich sein sollen - dass Pfarrerinnen und Pfarrer aber nach ihrem Gewissen entscheiden dürfen und nicht zu einer solchen Segnung gezwungen werden dürfen. Dem hat sich die Synode nach einer kontroversen Debatte angeschlossen. Bei ihrer Vorschlagsfindung hat die Arbeitsgruppe auch die „Ehe aus evangelischer Sicht“ beleuchtet.

Im Abschlusstext der Arbeitsgruppe wird zu Beginn festgehalten, dass die Ehe aus evangelisch-lutherischer Sicht kein Sakrament ist – im Gegensatz übrigens zur katholischen Kirche. Martin Luther bezeichnete die Ehe einst als „weltlich Ding“. Auch für den Augsburger Theologieprofessor Bernd Oberdorfer gehört die Ehe nicht in die Heilsordnung, sondern in die Schöpfungsordnung. Die Arbeitsgruppe führt daher an, dass der Staat den Schutz der Institution Ehe garantiere – und nicht die Kirche. Der kirchliche Traugottesdienst sei nach reformatorischem Verständnis ohnehin ein Segnungs- und Fürbittengottesdienst anlässlich einer weltlichen Eheschließung.

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Evangelische Kirche Köln ist für den Erhalt des Armenier-Mahnmals

Evangelische Kirche Köln ist für den Erhalt des Armenier-Mahnmals

19.04.2018News

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©Manfred Wegner

Das Mahnmal wurde am 15. April 2018 von der Initiative „Völkermord erinnern“ aufgestellt. Der Granatapfel sei ein Symbol der Trauer über den Völkermord an den Armeniern, so die Initiative.

Köln (epd). Die evangelische Kirche in Köln und die Kölner Melanchthon-Akademie haben sich für den Erhalt des umstrittenen Mahnmals zur Erinnerung an den Völkermord an den Armeniern ausgesprochen. In einem Offenen Brief an Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) forderten Stadtsuperintendent Rolf Domning und Akademie-Leiter Martin Bock, dem Denkmal möglichst schnell und unbürokratisch einen prominenten und anerkannten Platz in der Stadt zu geben, wie der Kirchenverband am 18. April in Köln mitteilte. Das Denkmal war am 15. April ohne städtische Genehmigung errichtet worden. 

Die Stadt Köln hatte am 16. April angekündigt, das von der Initiative „Völkermord erinnern“ aufgestellte Mahnmal entfernen und einlagern zu wollen. Die Aktion sei der Stadt nicht angekündigt worden und nicht von ihr genehmigt gewesen. Die Stadt verwies zudem darauf, dass es bereits einen Gedenkstein für die Opfer des Völkermords an den Armeniern in Köln gebe. Die armenische Gemeinde in Köln ist nach eigenen Angaben mit 5.000 Mitgliedern die größte in Deutschland.

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Pfarrerin werden – „Das Evangelium lauter verkündigen“

Pfarrerin werden – „Das Evangelium lauter verkündigen“

20.04.2018News

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Welcher Zauber wohnt dem Anfang des Pfarrerberufs inne? Welche Hoffnungen, Ängste und Herausforderungen sind damit verbunden? Die Journalisten Markus Bechtold und Anika Kempf von evangelisch.de begleiteten die angehende Pfarrerin Irmela Büttner ein Jahr lang auf ihrem Weg ins Berufsleben. In der dritten Folge der vierteiligen Serie wird sie feierlich ordiniert. Dabei verspricht sie nicht nur, das Evangelium lauter zu verkündigen, sondern auch die Sakramente recht zu verwalten.

©Foto:

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©evangelisch.de

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Die Distanz zueinander überwinden

Berlin (epd). Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, hat dazu aufgerufen, einander zuzuhören und die Distanz zu anderen Menschen zu überwinden. Lilie sagte beim Jahresempfang des evangelischen Wohlfahrtsverbandes, dies sei dringend geboten in einer Gesellschaft, die älter, bunter und ungleicher werde.

Der Sozialphilosoph Hans Joas erklärte, es komme darauf an, dass alle gesellschaftlichen Gruppen das Gefühl hätten, gehört zu werden und mitgestalten zu können. Für den Zusammenhalt einer Gesellschaft seien Teilhabe und Wohlstand wichtiger als ein gemeinsamer Wertekanon, sagte er in einer Rede vor rund 200 Gästen aus Politik, Verbänden, Kirchen, Wissenschaft und Wirtschaft. Dies habe sich etwa in den Aufbaujahren der Bundesrepublik gezeigt, in denen die zustimmende Haltung zur Demokratie durch das Wirtschaftswunder gestützt worden sei.

Die Diakonie setzt sich gegenwärtig mit einer Kampagne unter dem Titel „Unerhört!“ für mehr Zusammenhalt ein. Sie soll Menschen, die an den Rand gedrängt sind, eine Stimme geben. Ziel ist eine öffentliche Debatte gegen Ausgrenzung und für mehr Gerechtigkeit.

Die Diakonie Deutschland gehört zu den großen Wohlfahrtsverbänden und den größten Arbeitgebern in Deutschland. Gründer ist der Hamburger Theologe und Sozialreformer Johann Hinrich Wichern (1808 bis 1881). In diakonischen Einrichtungen arbeiten mehr als 500.000 Beschäftigte. Weitere 700.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich. Tätigkeitsfelder sind die Alten-, Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe sowie das Gesundheitswesen.

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„Das Beste für Gott“

„Das Beste für Gott“

21.04.2018News

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©epd-Bild/Dieter Sell

Der 98-jährige Hugo Eberhardt zeigt seine Konfirmationsurkunde aus dem Jahr 1934.

Wettmar/Hannover (epd). Martin Luthers Kleinen Katechismus kennt Hugo Eberhardt noch immer auswendig, die Klassiker aus dem Gesangbuch auch – und das Vaterunser sowieso. „Das haben wir im Konfirmandenunterricht gelernt – und das sitzt bis heute“, sagt der 98-jährige tief gläubige Lutheraner aus Wettmar bei Hannover, der in diesen Tagen ein ganz besonderes Jubiläum feiert: Der Bessarabiendeutsche – in Katzbach geboren, dem heutigen Luzhanka in der Ukraine – gehört zu den wenigen „Engelkonfirmanden“ in Deutschland. Vor mehr als 80 Jahren wurde er „nach Unterweisung im Worte Gottes“ eingesegnet.

Mit dem Bibelwort „Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark“ wurde Eberhardt damals zusammen mit 39 Mädchen und Jungen konfirmiert. An den Satz hat er sich sein Leben lang gehalten. „Ich habe noch nie einen Menschen in seinem Alter erlebt, der so aktiv in der Kirchengemeinde ist“, sagt Gemeindepastorin Reni Kruckemeyer-Zettel. „Er ist ein treuer Gottesdienstbesucher, ein bescheidener und frommer Mann, der in seinem Leben viel und hart gearbeitet hat.“

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„Brot für die Welt“ kritisiert Klimakredite

„Brot für die Welt“ kritisiert Klimakredite

18.04.2018News

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Berlin (epd). Die europäischen Klimahilfen für Entwicklungsländer müssen nach Ansicht kirchlicher Hilfswerke grundlegend umgebaut werden. Derzeit bestehe die EU-Unterstützung für den Kampf gegen die Erderwärmung in armen Staaten zu mehr als 40 Prozent aus Krediten, heißt es in einer von „Brot für die Welt“ und dem Bündnis ACT Alliance vorgelegten Studie. Klimakredite aber seien unfair, weil der fortschreitende Klimawandel besonders betroffene arme Staaten zu immer neuer Verschuldung zwinge, erklärte „Brot für die Welt“-Klimaexpertin Sabine Minninger.

„Klimafinanzierung auf Basis von Krediten ist kurzsichtig“, kritisierte sie. Deutschland war den Angaben zufolge 2016 bei den EU-Mitgliedstaaten mit 8,3 Milliarden Euro der größte Geber zur internationalen Klimafinanzierung. Ein großer Teil der Finanzmittel sei dabei über Kredite vergeben worden, die arme Länder auch wieder zurückzahlen müssen.

Arme leiden als Erste

Weiter habe die Studie gezeigt, dass Deutschland nur 24 Prozent seiner Klimafinanzierung für die Anpassung armer Länder an die Folgen des Klimawandels einsetzt. Das werde der dramatischen Lage in vielen armen Ländern nicht gerecht, betonte Minninger. Der Großteil des Geldes wird den Angaben zufolge für die Minderung von CO2-Emissionen zur Verfügung gestellt.

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EKD veröffentlicht Orientierungsrahmen für den Berufsschulreligionsunterricht

EKD veröffentlicht Orientierungsrahmen für den Berufsschulreligionsunterricht

18.04.2018News

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Hannover. Der Evangelische Religionsunterricht gehört an beruflichen Schulen zur Gruppe der Fächer, die je nach Bundesland als berufsübergreifende, allgemeine oder allgemeinbildende Fächer bezeichnet werden. Diese Fächer dienen der persönlichen Bildung und Orientierung. In diesem Zusammenhang ist der Berufsschulreligionsunterricht zugleich ein integrativer Bestandteil beruflicher Bildung, da er wesentliche Kompetenzen auf dem Weg zu einer umfassenden beruflichen Handlungsfähigkeit fördert und Elemente emotionaler, moralischer und sozialer Entwicklung im Bildungsprozess miteinander verbindet.

„Die Berufsschule muss als Ort verstanden werden, in dem junge Menschen nicht nur gesellschaftsfähig, sondern auch lebensfähig werden. Sie erwarten zu Recht, dass sie über Ausbildung und Beruf eine ökonomische und soziale Perspektive entwickeln können, die ihnen ein sinnvolles und eigenverantwortliches Leben ermöglicht. Jugendliche suchen Orientierungshilfen, die sie überzeugen, und Menschen, die sie auf ihrer individuellen, oft auch religiösen Sinnsuche begleiten“, stellt der Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, im Vorwort des Textes fest und fährt fort: „Auf diesem Hintergrund sollten Sinn und Aufgaben des Religionsunterrichts an den berufsbildenden Schulen unmittelbar einleuchten. Der Religionsunterricht hilft, die Frage nach dem Ganzen und nach dem tragenden Sinn von allem zu stellen. Er hilft zugleich, diese Frage aufgrund der Förderung des freien und selbständigen eigenen ethischen und religiösen Urteils zu beantworten. Als Begleitung bei der Suche nach dem eigenen Glauben in einer durch religiöse Pluralität gekennzeichneten Gesellschaft fördert er Verstehen und Toleranz und trägt dadurch zugleich zur Kooperationsfähigkeit am Arbeitsplatz bei.“

Der jetzt veröffentlichte Orientierungsrahmen wendet sich an die Verantwortlichen für den Berufsschulreligionsunterricht in den Kirchen, Ministerien, Schulen, Schulverwaltungen und in der Lehrerbildung. Er formuliert spezifische Anforderungen an Kompetenzen und Standards für den Evangelischen Berufsschulreligionsunterricht. Damit gewährleistet er die Anschlussfähigkeit an die allgemeine Unterrichtsentwicklung, trägt zur Qualitätssicherung für dieses Fach bei und befördert den Religionsunterricht als eine gemeinsame Angelegenheit zwischen Staat und Kirche in den einzelnen Bundesländern.

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Kirche für Passanten

Kirche für Passanten

18.04.2018News

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©epd-Bild/Dieter Sell

Die Skulptur der Bremer Stadtmusikanten ist ein Blickfang, den Pastor Hans-Jürgen Jung täglich vor dem Evangelischen Informationszentrum „Kapitel 8“ in der Innenstadt von Bremen platziert.

Bremen (epd). „Gibt es bei Ihnen eine Toilette?“ Gar nicht selten ist es dieses zutiefst menschliche Bedürfnis, mit dem Gäste in das Evangelische Informationszentrum „Kapitel 8“ in Bremen kommen. Andere treibt die Frage um, wo die berühmte bronzene Skulptur der Stadtmusikanten steht oder der Spuckstein zu finden ist, der an die Hinrichtung der Giftmischerin Gesche Gottfried in der Hansestadt erinnert. „Da können wir natürlich helfen“, sagt Pastor Hans-Jürgen Jung, der „Kapitel 8“ leitet.

Das Infozentrum ist eine von derzeit 113 Einrichtungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich, die zum stetig wachsenden ökumenischen Netzwerk deutschsprachiger Citykirchenprojekte gehören. Vom 18. bis 20. April treffen sich Vertreter der Initiativen, um über die Frage nachzudenken, wie sich Kirche kreativ als Teil der modernen Stadtkultur positionieren kann.

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Kirche muss Anforderungen an Bewerber stärker begründen

Kirche muss Anforderungen an Bewerber stärker begründen

17.04.2018News

Kirchenrechtler Hans Michael Heinig sieht die Kirche nach dem EuGH-Urteil zum Arbeitsrecht stärker in der Pflicht

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Berlin (epd). Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) über die Bevorzugung konfessionell gebundener Bewerber bei kirchlichen Arbeitgebern fordert nach Ansicht des Kirchenrechtlers Hans Michael Heinig vor allem die Kirchen selbst zum Handeln auf. „Die Gerichte in Deutschland werden intensiver als bislang prüfen, ob im konkreten Fall die Anforderung der Religionszugehörigkeit gerechtfertigt ist“, sagte der Göttinger Jura-Professor dem Evangelischen Pressedienst. Die Kirche werde ihre Anforderungen an Bewerber bezogen auf Einrichtung und konkreten Arbeitsplatz künftig stärker begründen oder auf das Erfordernis einer Religionszugehörigkeit für manche Bereiche ganz verzichten müssen, sagte er.

Zugleich prognostizierte Heinig geringe Auswirkungen des Urteils: An der Einstellungspraxis werde sich erst einmal nicht viel ändern. „Eine Grundloyalität zum Arbeitgeber darf nämlich weiter verlangt werden“, sagte er. Der Jurist verwies auf das Festhalten des EuGH am Grundsatz, dass das Ethos einer Religionsgemeinschaft nicht einer gerichtlichen Überprüfung unterliegt. „Sonst führt es dazu, dass Gerichte der Kirche erklären, was sie unter Dienstgemeinschaft verstehen soll. Das wäre Richtertheologie und verfassungswidrig“, sagte er und ergänzte: „Wer für die evangelische Kirche arbeiten will, muss sich auch ein Stück weit mit ihr identifizieren. Diesen Grundsatz hat der EuGH nicht infrage gestellt.“

Änderungen notwendig

Dennoch sieht Heinig Schwierigkeiten durch das EuGH-Urteil: Das Erfordernis einer Religionszugehörigkeit bei Stellenbesetzungen müsse nach dem Urteil „objektiv geboten“ sein. „Das läuft auf die Quadratur des Kreises hinaus. Denn so müssen Gerichte doch implizit über theologische Fragen entscheiden“, sagte er.

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Diakonie wirbt für ein sozialeres Europa

Diakonie wirbt für ein sozialeres Europa

17.04.2018News

Journalist Heribert Prantl kritisiert auf dem Europakongress der Diakonie die Privatisierung auf Kosten des Gemeinwohls

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Berlin (epd). Die Diakonie Deutschland hat eine Stärkung der Sozialpolitik auf europäischer Ebene gefordert. "Europäische Integration ist ohne soziale Gerechtigkeit nicht zu haben", sagte Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, auf der zweiten Europakonferenz des evangelischen Wohlfahrtsverbandes. Das derzeitige „Fremdeln“ mit der europäischen Idee in vielen Staaten sei Folge „der sehr realen Spaltung“ der europäischen Gesellschaften in sogenannte Globalisierungsgewinner und Globalisierungsverlierer.

Im Mittelpunkt der Tagung stand die im vergangenen Jahr veröffentlichte „Diakonie-Charta für ein Soziales Europa“. Sie fordert unter anderem eine Gleichrangigkeit von wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung sowie eine „substanzielle Stärkung der sozialen Dimension“ in der EU. Gastredner war der Journalist und Autor Heribert Prantl, der unter anderem das Buch „Trotz alledem! – Europa muss man einfach lieben“ veröffentlicht hat.

Loheide betonte, eine europäische Identität abseits von Ideen der Konkurrenz und des Nationalismus entstehe nur dort, wo Menschen Solidarität und Gerechtigkeit erleben. Das Gefühl von Zugehörigkeit und Identität stelle „sich dort nicht ein, wo dauerhaft Angst um die eigene Zukunft besteht“, wo es Sorgen um den Arbeitsplatz, bezahlbaren Wohnraum, die Bildungschancen der eigenen Kinder oder die Versorgung bei Krankheit oder im Alter gebe. 

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Ratsvorsitzender sieht keinen Grund für „ökumenische Aufregung“

Ratsvorsitzender sieht keinen Grund für „ökumenische Aufregung“

17.04.2018News

Heinrich Bedford-Strohm nimmt Stellung zum Brief katholischer Bischöfe über Abendmahl für Ehepaare verschiedener Konfession

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Schwabach (epd). In dem Brief von sieben katholischen Bischöfen an den Vatikan zum Zugang von protestantischen Ehepartnern zur Kommunion sieht der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, eine „innerkatholische Angelegenheit“ und keinen Grund für „ökumenische Aufregung“. Bedford-Strohm, der auch bayerischer Landesbischof ist, sagte auf der Tagung der bayerischen Landessynode, man solle „den Vorgang dahin hängen, wo er hingehört“. Der Brief nehme nicht zurück, was die Mehrheit der Bischofskonferenz beschlossen habe.

Ende Februar hatte sich die katholische Deutsche Bischofskonferenz mit Zwei-Drittel-Mehrheit dafür ausgesprochen, eine pastorale Handreichung für das Abendmahl von Ehepaaren unterschiedlicher Konfession auf den Weg zu bringen. Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass sich sieben katholische Bischöfe mit einem Brief an den Vatikan gewandt hatten, in dem sie die Rechtmäßigkeit des Zugangs von protestantischen Ehepartnern zur Kommunion anzweifeln.

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Ratsvorsitzender sieht keinen Grund für „ökumenische Aufregung“

Ratsvorsitzender sieht keinen Grund für „ökumenische Aufregung“

17.04.2018News

Heinrich Bedford-Strohm nimmt Stellung zum Brief katholischer Bischöfe über Abendmahl für Ehepaare verschiedener Konfession

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Schwabach (epd). In dem Brief von sieben katholischen Bischöfen an den Vatikan zum Zugang von protestantischen Ehepartnern zur Kommunion sieht der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, eine „innerkatholische Angelegenheit“ und keinen Grund für „ökumenische Aufregung“. Bedford-Strohm, der auch bayerischer Landesbischof ist, sagte auf der Tagung der bayerischen Landessynode, man solle „den Vorgang dahin hängen, wo er hingehört“. Der Brief nehme nicht zurück, was die Mehrheit der Bischofskonferenz beschlossen habe.

Ende Februar hatte sich die katholische Deutsche Bischofskonferenz mit Zwei-Drittel-Mehrheit dafür ausgesprochen, eine pastorale Handreichung für das Abendmahl von Ehepaaren unterschiedlicher Konfession auf den Weg zu bringen. Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass sich sieben katholische Bischöfe mit einem Brief an den Vatikan gewandt hatten, in dem sie die Rechtmäßigkeit des Zugangs von protestantischen Ehepartnern zur Kommunion anzweifeln.

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„Von Vertrauen getragen“

„Von Vertrauen getragen“

17.04.2018News

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©epd-Bild/Friedrich Stark

Hans Leyendecker, Annette Kurschus und Julia Helmke (v.l.) starten die Kampagne zum nächsten Kirchentag in Dortmund.

Dortmund (epd). „Von Vertrauen getragen“ heißt das Motto der Kampagne zur Vorbereitung auf den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund.  Kirchentagspräsident Präsident Hans Leyendecker, Generalsekretärin Julia Helmke und Annette Kurschus, Präses der Landeskirche von Westfalen, stellten in Dortmund das zentrale Motiv der Kampagne vor. Es zeigt einen Menschen, der von Luftballons getragen wird.

In einer Zeit, in der an vielen Stellen Vertrauensverlust zu spüren sei, werde mit dem Motiv ein Zeichen für eine positive Sicht auf das Leben gesetzt, sagte Helmke. Das Bild erzähle eine Geschichte von einem Menschen, der sich tragen lasse und getragen werde.

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„Von Vertrauen getragen“

„Von Vertrauen getragen“

17.04.2018News

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©epd-Bild/Friedrich Stark

Hans Leyendecker, Annette Kurschus und Julia Helmke (v.l.) starten die Kampagne zum nächsten Kirchentag in Dortmund.

Dortmund (epd). „Von Vertrauen getragen“ heißt das Motto der Kampagne zur Vorbereitung auf den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund.  Kirchentagspräsident Präsident Hans Leyendecker, Generalsekretärin Julia Helmke und Annette Kurschus, Präses der Landeskirche von Westfalen, stellten in Dortmund das zentrale Motiv der Kampagne vor. Es zeigt einen Menschen, der von Luftballons getragen wird.

In einer Zeit, in der an vielen Stellen Vertrauensverlust zu spüren sei, werde mit dem Motiv ein Zeichen für eine positive Sicht auf das Leben gesetzt, sagte Helmke. Das Bild erzähle eine Geschichte von einem Menschen, der sich tragen lasse und getragen werde.

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EKD-Kulturbeauftragter fordert eine Jury für Musikpreis Echo

EKD-Kulturbeauftragter fordert eine Jury für Musikpreis Echo

16.04.2018News

Der Vorstand des Bundesverbands Musikindustrie, der den Echo verleiht, hat eine Überarbeitung der Vergabemechanismen angekündigt

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©epd-Bild/Norbert Neetz

„Die Entscheidung über Preisträger muss von ausgewiesenen Kennern der Populärkunst getroffen werden“, sagte Johann Hinrich Claussen.

Berlin (epd). Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Johann Hinrich Claussen, hat die angekündigte Überarbeitung des Musikpreises Echo begrüßt. „Um einen Preis zu verleihen, braucht es Preiswürdigkeit. Das kann nicht Sache bloßer Verkaufszahlen sein“, sagte Claussen dem Evangelischen Pressedienst (epd). Er sprach sich für die Einrichtung einer Fachjury aus.

„Die Entscheidung über Preisträger muss von ausgewiesenen Kennern der Populärkunst getroffen werden“, sagte er. Beliebtheit müsse berücksichtigt werden, „aber es geht hier um Qualität“, betonte er. Die bisherige Regelung, nach der ein Ethik-Beirat über Fälle berät, in denen nach Verkaufszahlungen ein Preis verliehen werden müsste, Bands oder deren Textinhalte aber für problematisches Gedankengut stehen, bräuchte man dann nicht mehr, sagte Claussen.

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EKD-Kulturbeauftragter fordert eine Jury für Musikpreis Echo

EKD-Kulturbeauftragter fordert eine Jury für Musikpreis Echo

16.04.2018News

Der Vorstand des Bundesverbands Musikindustrie, der den Echo verleiht, hat eine Überarbeitung der Vergabemechanismen angekündigt

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©epd-Bild/Norbert Neetz

„Die Entscheidung über Preisträger muss von ausgewiesenen Kennern der Populärkunst getroffen werden“, sagte Johann Hinrich Claussen.

Berlin (epd). Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Johann Hinrich Claussen, hat die angekündigte Überarbeitung des Musikpreises Echo begrüßt. „Um einen Preis zu verleihen, braucht es Preiswürdigkeit. Das kann nicht Sache bloßer Verkaufszahlen sein“, sagte Claussen dem Evangelischen Pressedienst (epd). Er sprach sich für die Einrichtung einer Fachjury aus.

„Die Entscheidung über Preisträger muss von ausgewiesenen Kennern der Populärkunst getroffen werden“, sagte er. Beliebtheit müsse berücksichtigt werden, „aber es geht hier um Qualität“, betonte er. Die bisherige Regelung, nach der ein Ethik-Beirat über Fälle berät, in denen nach Verkaufszahlungen ein Preis verliehen werden müsste, Bands oder deren Textinhalte aber für problematisches Gedankengut stehen, bräuchte man dann nicht mehr, sagte Claussen.

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Offener Brief zum Thema Sustainable Finance an Brüssel und Berlin

16.04.2018Artikel

Breites Bündnis von Finanzakteuren, Wissenschaftlern, Organisationen der Zivilgesellschaft und der Kirche

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Ein breites Bündnis von Finanzakteuren, Wissenschaftlern sowie Organisationen der Zivilgesellschaft und der Kirche hat in einem offenen Brief zum Thema Sustainable Finance konkrete Forderungen an die handelnden politischen Akteure auf europäischer und deutscher Ebene formuliert. Es ist höchste Zeit, die notwendigen Schritte zur Erreichung der Vereinbarungen des Pariser Klimaabkommens und der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) in die Tat umzusetzen, heißt es in dem Schreiben.

Der offene Brief repräsentiert eine Vielzahl von Finanzakteuren, Wissenschaftlern sowie Organisationen der Zivilgesellschaft und Kirche, die mit einer gewichtigen Stimme aus Deutschland dazu aufrufen, nachhaltige Themen in den aktuellen Gesetzgebungsverfahren möglichst weitgehend zu berücksichtigen. Die Unterzeichner des Briefes aus dem Finanzsektor repräsentieren ein Finanzvo-lumen von über 150 Mrd. Euro.

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