Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

EKD-Theologe Thies Gundlach: „Tremolo der Auseinandersetzung“ nicht verstärken

EKD-Theologe Thies Gundlach: „Tremolo der Auseinandersetzung“ nicht verstärken

16.04.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Wer das Evangelium verkünde, bleibt zugleich automatisch immer auch politischer Mensch, sagt Thies Gundlach. (Foto: Symbolbild)

Hannover (epd). Der leitende Theologe der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Thies Gundlach, äußert Verständnis für Kirchgänger, die an Predigten mit unmittelbaren Bezügen zur Tagespolitik Anstoß nehmen. „Manchmal reden wir in unseren Predigten vielleicht ein bisschen zu wenig über Gott“, sagte Gundlach, der als Vizepräsident die Hauptabteilung II „Kirchliche Handlungsfelder und Bildung“ im EKD-Kirchenamt leitet, dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Es ist doch Aufgabe eines Predigers, den Himmel auf Erden zu holen und nicht die Erde sozusagen zu verhimmlischen und politische Positionen mit Noten des Himmels zu versehen“, betonte er.

„Wo es menschenfeindlich wird, muss Kirche Position beziehen.“

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EKD-Ratsvorsitzender zu Syrien: „Militärschläge bringen nicht die Lösung“

EKD-Ratsvorsitzender zu Syrien: „Militärschläge bringen nicht die Lösung“

16.04.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Heinrich Bedford-Strohm fordert für alle Opfer des Syrien-Kriegs Frieden und eine zivile Zukunft, in denen die Gewalt ein Ende hat und die Opfer Gerechtigkeit erfahren.

Hannover/Trier (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat den Angriff der Westmächte USA, Frankreich und Großbritannien auf Ziele in Syrien kritisiert. „Ich glaube, viele von uns haben das Gefühl: Man muss irgendetwas tun gegen die Verletzung der elementarsten Regeln des Völkerrechts durch Giftgasangriffe“, erklärte Bedford-Strohm am 14. April in Trier. „Aber Militärschläge bringen nicht die Lösung“, fügte er hinzu. „Insbesondere, wenn kein Plan für das danach erkennbar ist. Die Opfer schreien nach Gerechtigkeit und Frieden.“ Sie verlangten auch nach einer internationalen Staatengemeinschaft und Großmächten, „die endlich das tun, was Hunderttausende Tote und Millionen Flüchtlinge verdient haben: Frieden und eine zivile Zukunft für Syrien schaffen, in denen die Gewalt ein Ende hat und die Opfer Gerechtigkeit erfahren“, erklärte Bedford-Strohm am Rande des Gottesdienstes zur Eröffnung der ökumenischen „Woche für das Leben“.

Mutmaßlichen Giftgasangriff bestrafen

Die USA, Frankreich und Großbritannien hatte in den frühen Morgenstunden des 14. Aprils nach eigenen Angaben Chemiewaffen-Installationen des Assad-Regimes angegriffen. Die westlichen Mächte wollen damit einen mutmaßlichen Angriff des Assad-Regime mit den international geächteten Chemiewaffen auf die Rebellenstadt Duma vor einer Woche bestrafen. Assad und Russland bestreiten den Giftgasangriff. In Syrien kämpfen Machthaber Baschar al-Assad, Rebellengruppen und Terroristen um die Macht. Russland und der Iran unterstützen Assad. Seit 2011 kamen durch die Gewalt Hunderttausende Menschen ums Leben, Millionen sind auf der Flucht. 

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EKD-Ratsvorsitzender zu Syrien: „Militärschläge bringen nicht die Lösung“

EKD-Ratsvorsitzender zu Syrien: „Militärschläge bringen nicht die Lösung“

16.04.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Heinrich Bedford-Strohm fordert für alle Opfer des Syrien-Kriegs Frieden und eine zivile Zukunft, in denen die Gewalt ein Ende hat und die Opfer Gerechtigkeit erfahren.

Hannover/Trier (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat den Angriff der Westmächte USA, Frankreich und Großbritannien auf Ziele in Syrien kritisiert. „Ich glaube, viele von uns haben das Gefühl: Man muss irgendetwas tun gegen die Verletzung der elementarsten Regeln des Völkerrechts durch Giftgasangriffe“, erklärte Bedford-Strohm am 14. April in Trier. „Aber Militärschläge bringen nicht die Lösung“, fügte er hinzu. „Insbesondere, wenn kein Plan für das danach erkennbar ist. Die Opfer schreien nach Gerechtigkeit und Frieden.“ Sie verlangten auch nach einer internationalen Staatengemeinschaft und Großmächten, „die endlich das tun, was Hunderttausende Tote und Millionen Flüchtlinge verdient haben: Frieden und eine zivile Zukunft für Syrien schaffen, in denen die Gewalt ein Ende hat und die Opfer Gerechtigkeit erfahren“, erklärte Bedford-Strohm am Rande des Gottesdienstes zur Eröffnung der ökumenischen „Woche für das Leben“.

Mutmaßlichen Giftgasangriff bestrafen

Die USA, Frankreich und Großbritannien hatte in den frühen Morgenstunden des 14. Aprils nach eigenen Angaben Chemiewaffen-Installationen des Assad-Regimes angegriffen. Die westlichen Mächte wollen damit einen mutmaßlichen Angriff des Assad-Regime mit den international geächteten Chemiewaffen auf die Rebellenstadt Duma vor einer Woche bestrafen. Assad und Russland bestreiten den Giftgasangriff. In Syrien kämpfen Machthaber Baschar al-Assad, Rebellengruppen und Terroristen um die Macht. Russland und der Iran unterstützen Assad. Seit 2011 kamen durch die Gewalt Hunderttausende Menschen ums Leben, Millionen sind auf der Flucht. 

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EKD-Theologe Thies Gundlach: „Tremolo der Auseinandersetzung“ nicht verstärken

EKD-Theologe Thies Gundlach: „Tremolo der Auseinandersetzung“ nicht verstärken

16.04.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Wer das Evangelium verkünde, bleibt zugleich automatisch immer auch politischer Mensch, sagt Thies Gundlach. (Foto: Symbolbild)

Hannover (epd). Der Cheftheologe der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Thies Gundlach, äußert Verständnis für Kirchgänger, die an Predigten mit unmittelbaren Bezügen zur Tagespolitik Anstoß nehmen. „Manchmal reden wir in unseren Predigten vielleicht ein bisschen zu wenig über Gott“, sagte Gundlach, der als Vizepräsident die Hauptabteilung II „Kirchliche Handlungsfelder und Bildung“ im EKD-Kirchenamt leitet, dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Es ist doch Aufgabe eines Predigers, den Himmel auf Erden zu holen und nicht die Erde sozusagen zu verhimmlischen und politische Positionen mit Noten des Himmels zu versehen“, betonte er.

„Wo es menschenfeindlich wird, muss Kirche Position beziehen.“

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Leitende Geistliche werben für den Schutz von ungeborenem Leben

Leitende Geistliche werben für den Schutz von ungeborenem Leben

16.04.2018News

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©epd-Bild/Oliver Dietze

Die jährliche „Woche für das Leben“ ist eine bundesweite Aktion der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland. EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm (links) und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, haben die Aktion gemeinsam in Trier eröffnet.

Trier/Düsseldorf (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, haben zu einem verantwortungsvollen Umgang mit modernen vorgeburtlichen Untersuchungsmethoden aufgerufen. „Unsere Gesellschaft ist geprägt von vielfältigen Optionen, unter denen wir diejenige auszusuchen gewohnt sind, die uns am ehesten entspricht“, sagte Bedford-Strohm zur Eröffnung der ökumenischen „Woche für das Leben“ am 14. April im Trierer Dom. Beim Umgang mit menschlichem Leben gelte aber etwas anderes. Dort müsse die Achtung für die Würde menschlichen Lebens die Grundlage für jede Entscheidung sein, mahnte er.

Kardinal Marx sagte, er könne die Sorgen der Eltern sehr gut verstehen. „Jeder hofft, dass sein Kind gesund ist.“ Wenn das in Frage stünde, kämen Ängste auf, die Familien sehr belasten. Es gebe ethische Leitlinien und Werte, die Eltern und Ärzten Orientierung geben könnten. Die Kirche sei dankbar für Eltern, die sich trotz einer schwierigen Situation für ein Kind mit Behinderung entscheiden. Die jährliche „Woche für das Leben“ ist eine bundesweite Aktion der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland. Unter dem Motto „Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!“ finden bis 21. April in den Gemeinden Gottesdienste und Veranstaltungen statt zu verschieden Aspekten der besseren medizinischen Versorgung für Mutter und Kind.

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Leitende Geistliche werben für den Schutz von ungeborenem Leben

Leitende Geistliche werben für den Schutz von ungeborenem Leben

16.04.2018News

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©epd-Bild/Oliver Dietze

Die jährliche „Woche für das Leben“ ist eine bundesweite Aktion der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland. EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm (links) und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, haben die Aktion gemeinsam in Trier eröffnet.

Trier/Düsseldorf (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, haben zu einem verantwortungsvollen Umgang mit modernen vorgeburtlichen Untersuchungsmethoden aufgerufen. „Unsere Gesellschaft ist geprägt von vielfältigen Optionen, unter denen wir diejenige auszusuchen gewohnt sind, die uns am ehesten entspricht“, sagte Bedford-Strohm zur Eröffnung der ökumenischen „Woche für das Leben“ am 14. April im Trierer Dom. Beim Umgang mit menschlichem Leben gelte aber etwas anderes. Dort müsse die Achtung für die Würde menschlichen Lebens die Grundlage für jede Entscheidung sein, mahnte er.

Kardinal Marx sagte, er könne die Sorgen der Eltern sehr gut verstehen. „Jeder hofft, dass sein Kind gesund ist.“ Wenn das in Frage stünde, kämen Ängste auf, die Familien sehr belasten. Es gebe ethische Leitlinien und Werte, die Eltern und Ärzten Orientierung geben könnten. Die Kirche sei dankbar für Eltern, die sich trotz einer schwierigen Situation für ein Kind mit Behinderung entscheiden. Die jährliche „Woche für das Leben“ ist eine bundesweite Aktion der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland. Unter dem Motto „Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!“ finden bis 21. April in den Gemeinden Gottesdienste und Veranstaltungen statt zu verschieden Aspekten der besseren medizinischen Versorgung für Mutter und Kind.

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Pfarrerin sein – so sieht eine hessische Pfarrerin aus

Pfarrerin sein – so sieht eine hessische Pfarrerin aus

14.04.2018News

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Welcher Zauber wohnt dem Anfang des Pfarrerberufs inne? Welche Hoffnungen, Ängste und Herausforderungen sind damit verbunden? Die Journalisten Markus Bechtold und Anika Kempf von evangelisch.de begleiteten die angehende Pfarrerin Irmela Büttner ein Jahr lang auf ihrem Weg ins Berufsleben. In der zweiten Folge der vierteiligen Serie bezieht die neue Pfarrerin das Pfarrhaus und bereitet die ersten Arbeitstage im neuen Beruf vor. Denn für den ersten Gottesdienst braucht es nicht nur eine Predigt, sondern auch einen Talar mit dem richtigen Beffchen.

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Markus Dröge kritisiert Islam-Diskussion

Markus Dröge kritisiert Islam-Diskussion

13.04.2018News

Berliner Landesbischof fordert, in der Islam-Debatte sachlich zu bleiben und nach Lösungen für konkrete Probleme zu suchen

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Berlin (epd). Der Berliner Bischof Markus Dröge hat die Diskussion über die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, kritisiert. Die inzwischen sieben Jahre andauernde Debatte zeige, „wie schwierig, aber oft auch zu pauschal und undifferenziert die Diskussionslage in unserem Land inzwischen geworden ist“, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz laut Redemanuskript auf der Tagung der Landessynode in Berlin. Die Debatte „polarisiert nur und heizt Emotionen weiter an“, sagte Dröge.

„Die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, ja oder nein, trägt nichts zum Religionsfrieden in unserem Land bei“, unterstrich Dröge. Wichtig sei vielmehr, „sachlich die Probleme zu benennen, die noch nicht gelöst sind, und gemeinsam nach konstruktiven Lösungen zu suchen“.

Ausbildung für Imame in Deutschland nötig

Es sei jedoch auch notwendig, vor den Gefahren des Islamismus zu warnen und nicht akzeptable Tendenzen innerhalb gewisser muslimischer Traditionen klar zu benennen, betonte Dröge: „Ich denke an das Verbot, vom Islam zu anderen Religionen zu konvertieren, den Wunsch nach einem alternativen parallelen Rechtssystem oder die Ablehnung einer rechtlichen Gleichstellung der Geschlechter.“ Wo solche Vorstellungen im Raum stünden, sei es nicht leicht, einen tiefer gehenden Dialog zu führen.

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Evangelischer Youtube-Kanal geht an den Start

Evangelischer Youtube-Kanal geht an den Start

13.04.2018News

Mit dem Format „Jana" wollen Evangelische Publizistik und Evangelische Jugend Menschen von 14 bis 29 Jahren erreichen

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©GEP/aej

Frankfurt am Main/Hannover. Der evangelische Youtube-Kanal „Jana“ geht an den Start. Protagonistin ist die 19-jährige Poetryslammerin Jana Highholder. Im Community-Format „Wir“ spricht die Studentin aus Münster wöchentlich neu über die kleinen und großen Ereignisse im Leben junger Menschen, über Liebe und über ihren Glauben. Zum anderen lässt Jana in ihrem Vlog-Format die Zuschauer an ihrem Leben als Slammerin, Christin und Medizinstudentin teilnehmen.

„Gerade weil es in einer so schnelllebigen Welt gar nicht so einfach ist, etwas Beständiges zu finden, will ich zeigen, wie mich der Glauben trägt und mir im Leben hilft. Und ich will ständig im Dialog mit denen sein, die mir zuschauen“, sagt Jana. Die Zielgruppe des Youtube-Angebotes sind junge Menschen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren. Begleitend zum Youtube-Kanal ist Jana auch auf Facebook und Instagram präsent.

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Bayerische Landeskirche berät über die Segnung homosexueller Paare

Bayerische Landeskirche berät über die Segnung homosexueller Paare

12.04.2018News

Eine Arbeitsgruppe habe einen Abschlussbericht vorgelegt, der bei der Frühjahrstagung der Landessynode zur Abstimmung stehe

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©epd-Bild/Stephan Wallocha

„Nach 25 Jahren ist die Zeit gekommen, einen Schritt weiter zu gehen und Segnungen homosexueller Paare im Gottesdienst zu ermöglichen“, betonte Oberkirchenrat Martin. (Foto: Symbolbild)

München/Schwabach (epd). In der bayerischen evangelischen Landeskirche könnte es künftig öffentliche Segnungen von homosexuellen Paaren geben. Eine Arbeitsgruppe habe dazu einen Abschlussbericht vorgelegt, der bei der Frühjahrstagung der Landessynode in Schwabach (15. bis 19. April) zur Abstimmung stehe, sagte Oberkirchenrat Michael Martin, der die Arbeitsgruppe leitet, im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Vorgeschlagen werde, dass Pfarrerinnen und Pfarrer nach ihrem Gewissen entscheiden sollen, ob sie gleichgeschlechtliche Paare segnen oder nicht.

In den meisten der bundesweit 20 evangelischen Landeskirchen können sich gleichgeschlechtliche Paare in einem Gottesdienst öffentlich segnen lassen. Handhabungen und Regelungen dazu unterscheiden sich allerdings mitunter erheblich. In manchen Landeskirchen wird die Segnung Homosexueller einer Trauung gleichgestellt. In anderen ist sie keine offizielle Amtshandlung. Ende November sprach sich die an die bayerische Landeskirche angrenzende Landeskirche Württemberg gegen die Segnung homosexueller Paare aus.

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EKD-Datenschützer ist für einen eigenen Messenger-Dienst der Landeskirchen

EKD-Datenschützer ist für einen eigenen Messenger-Dienst der Landeskirchen

12.04.2018News

Durch das neue Kirchengesetz zum Datenschutz seien außerdem die Rechte von Kirchenmitgliedern gestärkt

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Oberkirchenrat Michael Jacob, Beauftragter für den Datenschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland (links), und sein Stellvertreter, Sascha Tönnies, bei der EKD-Synode in Bonn.

Berlin (epd). Der Datenschutzbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Michael Jacob, sieht durch das neue Kirchengesetz zum Datenschutz die Rechte von Kirchenmitgliedern gestärkt. Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschungsrechte habe es schon in der Vergangenheit gegeben, „jetzt ist es konkreter“, sagte der Oberkirchenrat der in Berlin erscheinenden Wochenzeitung „Die Kirche“ (Ausgabe vom 15. April). Im neuen Gesetz gebe es ein „Recht auf Auskunft“. Damit könne jedes Mitglied erfahren, welche Daten Kirchengemeinde oder Kirchenkreis über die eigene Person speichert. „Sollten die Daten wie Name oder Adresse falsch gespeichert sein, dann hat man ein Recht darauf, dass diese berichtigt werden.

Ziel: Das Evangelium zu verkünden

Im Gegensatz dazu müsse sich das „Recht auf Vergessenwerden, bei dem Spuren aus dem Internet getilgt werden“, noch entwickeln, sagte Jacob. Mit Blick auf die Kirchenbücher erklärte der Datenschutzbeauftragte, es sei noch einhellige Meinung in der Rechtssprechung, dass Kasualien wie Taufen, Trauungen und Beisetzungen dokumentiert werden müssen und nicht gelöscht werden dürfen. Dies sei sogar gesetzlich vorgeschrieben. Jegliche Kirchengeschichtsschreibung würde unmöglich, wenn diese Daten aus den Kirchenbüchern gelöscht würden. Im Gegensatz zum Internetunternehmen Google, das in erster Linie Geld verdienen wolle, sei Ziel der öffentlich-rechtlich organisierten Kirche, das Evangelium zu verkünden. „Und im Rahmen des Evangeliums fallen Handlungen an, die wir dokumentieren. Und diese Dokumentation ist auf Dauer angelegt und hat nichts mit dem zukünftigen Austrittsverhalten zu tun.“ Aus Sicht des Datenschutzbeauftragten der EKD wäre es wünschenswert, für alle evangelischen Landeskirchen einen eigenen Messenger-Dienst zu entwickeln, mit dem etwa Seelsorge angeboten werden kann. Seelsorge per „WhatsApp“ etwa habe zur Folge, dass personenbezogene Daten auf den Servern der Firma gespeichert werden. „Diese Daten sind sogar besonders schützenswert, da sie die Seelsorge betreffen: Da ist schon fraglich, ob wir das einem Weltkonzern anvertrauen, der mit den Daten macht was er will“, sagte Jacob.

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Woche für das Leben setzt sich mit Pränataldiagnostik auseinander

Woche für das Leben setzt sich mit Pränataldiagnostik auseinander

12.04.2018News

Die ökumenische Initiative für den Lebensschutz steht unter dem Motto „Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!“

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©Woche für das Leben

Die „Woche für das Leben“ findet vom 14. bis zum 21. April statt.

Hannover/Bonn (epd). Die Woche für das Leben der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland setzt sich vom 14. bis 21. April kritisch mit der Pränataldiagnostik auseinander. Die ökumenische Initiative für den Lebensschutz steht unter dem Motto „Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!“, wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die katholische Deutsche Bischofskonferenz in Hannover und Bonn ankündigten. Eröffnet wird die Aktionswoche am 14. April mit einem Gottesdienst im Trierer Dom.

Neue diagnostische Möglichkeiten vor der Geburt könnten Paare unter großen Druck setzen, schreiben der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, in einem gemeinsamen Vorwort im Themenheft zur Aktionswoche. Teils begegne ihnen eine Mentalität, dass ein mit Krankheit oder Behinderung geborenes Kind heute „nicht mehr nötig“ sei. Die Theologen betonen: „Jedem Kind kommt die gleiche Würde zu, unabhängig von allen Diagnosen und Prognosen.“ Die Kirchen böten Möglichkeiten der Unterstützung, Beratung und Begleitung an, hieß es.

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Schlosskirche wird übergeben

11.04.2018News

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Wittenberg. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hat gemeinsam mit Ministerpräsident Rainer Haseloff und Oberbürgermeister Torsten Zugehör eine positive Bilanz der Lutherdekade gezogen. Bei einem Festakt in Wittenberg erinnerten sie an den Abschluss der Rahmenvereinbarung zwischen dem Land Sachsen-Anhalt, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Lutherstadt Wittenberg, der Union Evangelischer Kirchen in Deutschland (UEK) und der Stiftung Luthergedenkstätten vor neun Jahren.

Der Ratsvorsitzende dankte „allen, die mitgeholfen haben die Schlosskirche in neuem Glanz und in neuer Funktion zu etablieren. Jetzt ist es die Aufgabe, die Gebäude mehr sein zu lassen als Museen und sie mit einem Geist zu füllen, der uns im Sinne der Reformation immer wieder inspiriert und deswegen immer wieder zu neuen Ufern aufbrechen lässt. Das ist für das Gemeinwesen genauso wichtig wie für die Kirche.“

Das Eigentum an der Schlosskirche und Teilen des Schlosses in Wittenberg geht vom Land an die EKD über. Dort sind nun das Evangelische Predigerseminar, die Reformationsgeschichtliche Forschungbibliothek und ein Besucherzentrum beheimatet.  Das Augusteum wird von der Stiftung Luthergedenkstätten für Ausstellungen genutzt.

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Mitmachen beim Kirchentag

Mitmachen beim Kirchentag

11.04.2018News

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Dortmund (epd). Der Deutsche Evangelische Kirchentag lädt Gemeinden und einzelne Aktive zur Mitgestaltung des Kirchentagsprogramms im Juni 2019 in Dortmund ein. Kreative, Musiker, Aussteller und Künstler seien aufgerufen, sich online als Mitwirkende zu bewerben, kündigte Kirchentags-Präsident Hans Leyendecker an. Im Internet gibt es Informationen und Bewerbungsformulare.

Mitmachen können Interessierte bei Gottesdiensten, dem Markt der Möglichkeiten, im Bereich Kinder und Jugend sowie bei Kultur- und Musikveranstaltungen. Über die Zulassung von Vorschlägen und Projektideen entscheiden ab Herbst die Gremien des Kirchentages. „Kirchentage sind Festivals des Ehrenamts. Wir freuen uns auf engagierte Menschen, ohne die es die fünf Tage in Dortmund nicht geben würde“, sagte Leyendecker.

Außerdem sucht der Kirchentag Gemeinden aus Dortmund als Gastgeber. Wer mit seinen Gästen gemeinsam während des Kirchentages vom 19. bis 23. Juni 2019 feiern möchte, kann online Feierabendmahle, Gute-Nacht-Cafés und Tagzeitengebete anmelden. Ein besonderes Format, zu dem sich Gemeinden und Initiativen aus der Region anmelden können, ist der Abend der Begegnung. Zu diesem riesigen Straßenfest in der Dortmunder Innenstadt am 19. Juni 2019 werden bis zu 200.000 Menschen erwartet.

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Musicalprojekt würdigt Martin Luther King

Musicalprojekt würdigt Martin Luther King

11.04.2018News

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Essen (epd). Ein großes ökumenisches Musicalprojekt erinnert 2019 in Essen an den US-amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King (1929-1968). Für die Premiere des Chormusicals „Martin Luther King“ in der Grugahalle am 9. und 10. Februar 2019 mit 2.400 Sängerinnen und Sängern werden noch Teilnehmer gesucht, wie die Veranstalter mitteilten. „Das können Chöre oder Einzelsänger sein, jeder kann mitmachen“, betonte Ralf Rathmann von der Stiftung Creative Kirche. Die Stiftung organisiert das Projekt zusammen mit der Evangelischen Kirche im Rheinland und dem Bistum Essen. Schirmherren sind Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und der rheinische Präses Manfred Rekowski.

Nach den Pop-Oratorien „Die 10 Gebote“ (2010) und „Luther“ (2015) mit Zehntausenden Teilnehmenden bundesweit ist es das dritte große Mitmach-Projekt der evangelischen Stiftung aus Witten. Weil die Nachfrage auch diesmal wieder groß sei, seien zwei Chöre mit je 1.200 Plätzen geplant, erläuterte Rathmann. Derzeit gebe es schon 1.500 Anmeldungen. „Amateure treffen auf Profis, neben den acht Profidarstellen ist der Chor der Star des Stückes.“ Er solle konfessions- und generationsübergreifend von acht bis 80 Jahren sein. Die Premiere in Essen sei der Auftakt für eine bundesweite Tournee 2020.

Impulse für die Chorarbeit erwartet

In dem als „Unterhaltungsshow mit Tiefgang“ angelegten Musical gehe es vor allem um die Frage, welches die Botschaft des vor 50 Jahren ermordeten schwarzen Baptistenpastors für heute sei, sagte der Autor Andreas Malessa. Angesichts eines neu aufkeimenden Rassismus in Deutschland sei es wichtig, „ein Bewusstsein für die Benachteiligung und Geringschätzung von Menschen anderer Rasse, Religion und Herkunft zu schaffen“. Als Journalist und Theologe gehe es für ihn um die Schnittstelle von Religion und Politik „jenseits von dem aus allen Schulbüchern bekannten Satz 'I have a dream'“. Die Komponisten des Musicals mit vielen neuen Liedern und altbekannten Gospelsongs sind Hanjo Gäbler und Christoph Terbuyken.

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Menschen erzählen über ihre Heimat

Menschen erzählen über ihre Heimat

10.04.2018News

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„Sehnsuchtsort Heimat“ ist der Titel eines Buches, das Martin Vorländer jetzt herausgegeben hat. 15 sehr unterschiedliche Menschen berichten über ihre Heimat. Da schreiben nicht nur eine Bischöfin und der bayerische Ministerpräsident, sondern auch Zugewanderte, die ihre Heimat verloren haben sowie Weltbürger, die überall zu Hause sind. Je offener sie über sich selbst und ihre Gefühle schreiben, umso stärker rühren ihre Geschichten an, findet EKHN-Pfarrer Hans Genthe.

©Pixabay/mploscar

Das Wort „Heimat“ ist wieder salonfähig geworden. Hatte es noch vor kurzem den Beigeschmack des Gestrigen, ja national vergifteten, so ist die Frage nach Woher und Wohin heute für viele Menschen wieder ganz wichtig geworden. Während die Flüchtlinge ihre Heimat verloren haben, sehen einige Alteingesessene, ihre Heimat bedroht. Deutschland bekommt ein Heimatministerium, dessen Aufgaben noch nicht beschrieben sind. Der Theologe Martin Vorländer versteigt sich nicht in Definitionen, sondern er lässt die Menschen sprechen.

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Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek eröffnet

Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek eröffnet

09.04.2018News

Neue Bibliothek im Schloss Wittenberg vereint rund 200.000 Bände zur Reformations- und Kirchengeschichte

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Schloss und Schlosskirche in Wittenberg (Archivbild)

Wittenberg (epd). Die Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek im Schloss Wittenberg steht jetzt Wissenschaftlern und andere interessierten Nutzern zur Verfügung. Sie vereint die Bestände der Bibliothek des Evangelischen Predigerseminars Wittenberg und des Lutherhauses, wie Bibliotheksleiter Matthias Meinhardt in Wittenberg mitteilte. Sie umfasse etwa 220.000 Bände. Besonders wertvoll sei ein Altbestand von rund 100.000 Titeln des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit. Zudem könnten rund 120.000 Bände mit moderner Literatur und rund 100 laufende Zeitschriften genutzt und ausgeliehen werden.

Im sanierten und umgebauten Schloss der Lutherstadt Wittenberg steht in der Bibliothek nun ein moderner Lesesaal mit 14 Arbeitsplätzen und ein großzügig gestalteter Freihandbereich zur Verfügung, wie Meinhardt weiter mitteilte. Der Sammlungsschwerpunkt der Bibliothek liegt auf der Reformations- und Kirchengeschichte, der Theologie sowie der Universitäts- und Bildungsgeschichte. Zudem gibt es philologische, pädagogische und regionalhistorische Literatur. Getragen wird die Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek vom Evangelischen Predigerseminar Wittenberg, der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, der Stiftung Leucorea und der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt.

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Gratulation für neuen Bischof von Hildesheim

Gratulation für neuen Bischof von Hildesheim

09.04.2018News

Hannovers Landesbischof Ralf Meister wünscht sich von Heiner Wilmer neue Impulse für die ökumenische Zusammenarbeit

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Der Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, hat dem künftigen katholischen Bischof von Hildesheim, Heiner Wilmer, zu seiner Wahl gratuliert. „Unsere Kirchen stehen vor gemeinsamen Herausforderungen“, betonte Meister. Es gebe eine Vielzahl von gesellschaftlichen Fragen, die nach ökumenischen Antworten suchten. Er sei sicher, dass Wilmer aus seinem geistlichen Weg und der Verbundenheit mit Niedersachsen heraus wichtige Impulse in die Zusammenarbeit einbringen werde.

Der 1961 in Schapen im Emsland geborene Heiner Wilmer wurde 1987 zum Priester geweiht und lebt seit 2015 als Generaloberer der Herz-Jesu-Priester in Rom. Zum 500. Reformationsjubiläum im vergangenen Jahr predigte er in der dortigen evangelisch-lutherischen Christuskirche. Mit seinem Buch „Gott ist nicht nett. Ein Priester auf der Suche nach dem Sinn“ erregte Wilmer durch selbstkritische Betrachtungen Aufsehen. In Hildesheim folgt er nach sieben Monaten Sedisvakanz Bischof Norbert Trelle im Amt nach.

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1.500 Menschen besuchen Gedenkgottesdienst in Münster

1.500 Menschen besuchen Gedenkgottesdienst in Münster

09.04.2018News

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©epd-Bild/Angelika Osthues

Nach dem Gottesdienst stellen Menschen Kerzen vor der Gaststätte „Kiepenkerl“ auf, wo ein Amokfahrer tags zuvor zwei Menschen tötete und Dutzende verletzte.

Münster (epd). Der Münsteraner Dom ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Dicht gedrängt stehen die Menschen in den Gängen. Nach Schätzungen des Bistums sind mehr als 1.500 Besucher am Abend des 8. April in den ökumenischen Gottesdienst geströmt. Unter ihnen sind viele Feuerwehrleute und Rettungskräfte. Nach der Amokfahrt in eine Menschenmenge in der Altstadt Münsters am Tag zuvor riefen der Münsteraner Bischof Felix Genn und der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Münster, Ulf Schlien, zum Gebet für die Opfer auf. Zugleich sprachen sie den Verletzten und den Angehörigen ihre Anteilnahme aus. Die Amokfahrt löste bundesweit Entsetzen sowie eine große Solidarität aus.

Bischof Genn erklärte, er habe Schreie der Hilflosigkeit und der Trauer gehört sowie die Frage nach dem „Warum“. „Es tut uns schon gut, mit anderen über diese Frage zu reden, wir müssen nicht sofort Antworten finden“, sagte Genn.  Das Schild an dem Unglücksort, auf dem handgeschrieben das Wort „Warum“ stehe, gehe auch ihm nahe, sagte Superintendent Schlien. Das stelle die Frage, warum der Mensch so sei, dass er so etwas tun könne. Die einzige Möglichkeit, ein solches schreckliches Erlebnis durchzustehen, sei die Gemeinschaft: „Wir müssen miteinander hoffen, und dürfen nicht verzagt sein!“

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Ehrung und Schmähpreis für Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche

Ehrung und Schmähpreis für Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche

06.04.2018News

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©epd-Bild/Gordon Welters

Modell der Garnisonkirche in Potsdam.

Potsdam (epd). Dafür und dagegen: Die Proteste gegen den Wiederaufbau des Potsdamer Garnisonkirchturms gehen ebenso weiter wie die Spendenkampagne für das Bauprojekt. Brandenburgs früherer Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) wurde anlässlich eines Benefizkonzertes für das 40-Millionen-Euro-Projekt in Potsdam für sein Engagement für den Wiederaufbau geehrt. Zugleich wurde dem Kuratoriumsvorsitzenden der Garnisonkirchenstiftung, dem früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland und Berliner Altbischof Wolfgang Huber, von Kritikern der Schmähpreis „Goldene Axt 2018“ verliehen. Der 81-jährige Politiker und Kirchenjurist Stolpe, der ebenfalls dem Kuratorium der Garnisonkirchenstiftung angehört, war Schirmherr des Spendenkonzertes. Stiftungsvorstand Wieland Eschenburg würdigte Stolpe als einen der „Fundamentsteine“ des Wiederaufbaus. Als Repräsentant der evangelischen Kirche habe er zunächst versucht, die Sprengung der 1945 zerstörten Kirche in der DDR 1968 zu verhindern, und später das Engagement für den Wiederaufbau vorangetrieben. Die von einem Förderer gestiftete undotierte Ehrennadel wurde zum ersten Mal verliehen und soll künftig jedes Jahr bis zur Eröffnung des neuen Kirchturms vergeben werden. Nach Stiftungsangaben fehlen weiter rund zehn Millionen Euro für den vollständigen Wiederaufbau des Turms.

Der Wiederaufbau der Garnisonkirche ist seit Jahren umstritten

Die Gegner des Wiederaufbaus von der Initiative „Potsdam ohne Garnisonkirche“ begründeten den Negativpreis für den 75-jährigen Theologen Huber mit dem Umgang der Garnisonkirchenstiftung mit dem Kunst- und Kreativzentrum unmittelbar am Rand der Baustelle und warfen der Stiftung „Verachtung der direktdemokratischen Voten der Potsdamer Bevölkerung“ vor. Das DDR-Gebäude, das seit einiger Zeit von Künstlern genutzt wird, soll zugunsten des Wiederaufbaus der Garnisonkirche abgerissen werden. Der Wiederaufbau der Garnisonkirche ist seit Jahren umstritten. Kritiker sehen die Barockkirche als Symbol des preußischen Militärs und des NS-Regimes. Befürworter stellen vor allem die Bedeutung für das Potsdamer Stadtbild in den Mittelpunkt. Die evangelische Kirche will den Turm für Friedens- und Versöhnungsarbeit nutzen. Die Bauarbeiten für den Kirchturm laufen seit Herbst 2017. Zunächst soll für rund 27,5 Millionen Euro eine Grundvariante ohne Turmaufsatz und Schmuckelemente errichtet werden. Der Bund fördert das Bauvorhaben mit zwölf Millionen Euro, die evangelische Kirche stellt fünf Millionen Euro Kredite zur Verfügung. Weitere Mittel kommen aus Spenden.

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