Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Evangelische Kirche startet Youtube-Kanal

Evangelische Kirche startet Youtube-Kanal

28.03.2018News

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©pixabay/StockSnap

Frankfurt a.M./Köln (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) entwickelt gemeinsam mit der Kölner Agentur Mediakraft einen Youtube-Kanal für junge Menschen. Gesicht des Angebots wird die 19-jährige Jana Highholder, wie Mediakraft mitteilte. Der Kanal wird vom Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) betrieben.

Zielgruppe des Kanals sind junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren. Neben Youtube wird das Format auch bei Facebook und Instagram präsent sein. Das Angebot soll noch im Frühjahr 2018 starten.

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Zwischenfazit des Frankfurter Digital-Workshops

28.03.2018News

Auf dem Weg zum Strategievorschlag für die EKD-Synode im Herbst 2018

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Der Arbeitsprozess

Bis zum Sommer 2018 soll im Verbund von EKD und Gliedkirchen die digitale Landschaft unserer Kirche kartographiert werden. Auf dieser Grundlage und in Aufnahme der Vorschläge aus dem Workshop soll ein Strukturvorschlag für die weitere Arbeit zur Digitalisierung im Zusammenspiel von EKD und Gliedkirchen erarbeitet werden. Dieser soll in einem weiteren Workshop beraten und dann der EKD-Synode im Herbst zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Im Workshop wurden in drei Arbeitsgruppen zu den Themenfeldern Theologie / Ethik, Kommunikation / Kultur und Prozessoptimierung in der kirchlichen Organisation gearbeitet. Dazu gab es folgende, hier in einer Zusammenfassung präsentierte Ergebnisse.

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Bankier der Barmherzigkeit

Bankier der Barmherzigkeit

28.03.2018News

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©epd-Bild

Der Genossenschaftsgründer Friedrich Wilhelm Raiffeisen wurde am 30. März 1818 in Hamm an der Sieg als Sohn eines in sehr bescheidenen Verhältnissen lebenden Landwirtsehepaares geboren.

Frankfurt a.M. (epd). Die „Koblenzer Volkszeitung“ nannte ihn in ihrem Nachruf einen „niemals ausgerufenen König im sozialen Reiche“. Das klingt in heutigen Ohren arg pathetisch. Doch Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) schrieb Sozialgeschichte. Neben Hermann Schulze-Delitzsch (1808-1883) war er einer der Begründer der Genossenschaftsidee. Der fromme, sozialkonservative Raiffeisen war überzeugt, mit seinen Hilfsvereinen und den später daraus entwickelten Genossenschaften „die irdische Wohlfahrt und die himmlische Glückseligkeit“ erreichen zu können.

Wer war dieser Mann aus der preußischen Provinz, der auf Bildern unter streng gescheitelten kurzen grauen Haaren freundlich, aber entschlossen durch eine Nickelbrille schaut? Geboren wurde Raiffeisen vor 200 Jahren, am 30. März 1818, in Hamm an der Sieg als Sohn eines evangelischen Landwirtehepaares, das in sehr bescheidenen Verhältnissen lebte. Er war das drittjüngste von neun Kindern.

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Neue Direktorin beim Zentrum des Lutherischen Weltbundes in Wittenberg

Neue Direktorin beim Zentrum des Lutherischen Weltbundes in Wittenberg

27.03.2018News

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Wittenberg/Hannover (epd). Die Dithmarscher Pastorin Inken Wöhlbrand übernimmt zum 1. Oktober die Leitung des LWB-Zentrums in Wittenberg. Die 54-Jährige sei vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes zur neuen Direktorin berufen worden, teilte ein Sprecher in Hannover mit. Wöhlbrand folgt auf Pastor Hans W. Kasch, der im Sommer in den Ruhestand geht. Sie ist damit die zweite Direktorin in Wittenberg und zunächst für fünf Jahre berufen.

Das LWB-Zentrum ist den Angaben zufolge die Repräsentanz des Lutherischen Weltbundes in Wittenberg und bietet unter anderem Seminare zu lutherischer Theologie mit weltweiter Ausrichtung sowie die Begleitung von Tagungen und internationalen Besuchergruppen in Wittenberg an. Landesbischof Gerhard Ulrich, Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes, würdigte Wöhlbrand als „ausgewiesene Ökumenikerin“ mit „Weltblick“.

Das 2008 gegründete Zentrum in Wittenberg ist eine Einrichtung des Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und arbeitet im Auftrag des LWB. Der Lutherische Weltbund, größte lutherische Kirchengemeinschaft weltweit, mit Sitz in Genf ist ein Zusammenschluss von 145 lutherischen Kirchen. Aus Deutschland sind elf Kirchen Mitglied.

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Gemeinsam für Gerechtigkeit

Gemeinsam für Gerechtigkeit

27.03.2018News

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©EKD/Klaus J. Burckhardt

Gespannte Zuhörer im Plenum – unter ihnen Heinrich Bedford-Strohm (vorne Mitte).

„Gemeinsam für Gerechtigkeit“ – unter diesem Motto fand vom 14.-17. März in Kapstadt eine Konferenz südafrikanischer und deutscher Kirchen, Missionsgesellschaften und zivilgesellschaftlicher Netzwerke statt. Unter der Schirmherrschaft des anglikanischen Erzbischofs Thabo Makgoba und des Ratsvorsitzenden der EKD Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm diskutierten 157 Teilnehmende an der Universität des Westkap (UWC), was Partnerschaft im post-kolonialen Kontext heute heißen kann.

In seinem Impulsreferat begrüßte der Ratsvorsitzende den wieder neu aufgenommenen Kontakt besonders mit dem gastgebenden Südafrikanischen Kirchenrat (SACC) und erinnerte an die tiefen und weitreichenden Beziehungen deutscher und südafrikanischer Kirchen und Netzwerke in der Apartheidzeit. „Das große Interesse aller Teilnehmenden, besonders auch der Jugenddelegierten, an einem partnerschaftlichen Diskurs über die Rolle der Kirchen beim Einsatz für eine von sozialer und ökologischer Gerechtigkeit geprägte Welt freut mich sehr. In den Begegnungen, Gesprächen, den Andachten und besonders dem bewegenden Abschlussgottesdienst ist neues Vertrauen entstanden. Nun gilt es, im Geist der gemeinsamen Abschlusserklärung an einer gemeinsamen ,Road Map' und neuen Formaten und Begegnungsmöglichkeiten für Partnerschaften weiterzuarbeiten.“

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Mahl ganz anders 2018: Abendmahl auf Hannovers Straßen

Mahl ganz anders 2018: Abendmahl auf Hannovers Straßen

27.03.2018News

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Am Gründonnerstag (29. März 2018) ist es wieder so weit: Das Team von evangelisch.de bringt Leonardo da Vincis berühmtes Gemälde vom letzten Abendmahl als lebendiges Denkmal auf die Straße. Diesmal geht es in die Innenstadt von Hannover. Der Gründonnerstag wird von den christlichen Kirchen als der Tag gefeiert, an dem Jesus das Abendmahl einsetzte. An diesem Abend wurde Jesus verraten und verhaftet.

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Die Choreografie ist recht einfach: 13 Leute gehen im Gänsemarsch durch die Straßen Hannovers. An mehreren Orten halten sie an und setzen sich nebeneinander auf Stühle, die siemirtgebracht haben. Nacheinander bauen sie auch einen langen Tisch auf. Er wird gedeckt, die Darsteller nehmen Platz und beginnen zu essen. Dann friert die Szene ein und verwandelt sich langsam zu dem berühmten Mailänder Wandgemälde Leonardo Da Vincis. Ein Ton wird immer lauter, bis schließlich der Darsteller des Judas seinen Geldbeutel auf den Tisch knallt und die Szene verlässt.

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Neuer Generalsekretär der Kirchenkommission für Migranten

Neuer Generalsekretär der Kirchenkommission für Migranten

26.03.2018News

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Brüssel (epd). Die Kommission der Kirchen für Migranten in Europa (CCME) bekommt einen neuen Generalsekretär. Der Deutsche Torsten Moritz wurde vom Exekutivausschuss gewählt und soll das Amt am 1. August von Doris Peschke übernehmen, wie die CCME in Brüssel mitteilte. Der 48-Jährige ist promovierter Politikwissenschaftler und arbeitet seit 2003 bei der Kirchenkommission.

Die 1964 in Deutschland gegründete CCME ist ein ökumenischer Zusammenschluss europäischer Kirchen und kirchennaher Organisationen mit Sitz in Brüssel. Aus Deutschland gehören ihr die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung an. CCME arbeitet zu Migration, Asyl und Flüchtlingen, Integration, Rassismus und Diskriminierung.

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Medienwissenschaftler: Kirchen brauchen neue Sprache für Netzdebatte

Medienwissenschaftler: Kirchen brauchen neue Sprache für Netzdebatte

26.03.2018News

Bei der Beteiligung an Debatten im Netz sei Aufgabe der Kirchen, für Ethik zu werben, ohne dabei zu moralisieren

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©Pixabay/rawpixel

Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen hat die Kirchen dazu aufgefordert, für Wertedebatten im Internet eine „neue, frische Sprache“ zu entwickeln. (Foto: Symbolbild)

Frankfurt a.M. (epd). Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen hat die Kirchen dazu aufgefordert, für Wertedebatten im Internet eine „neue, frische Sprache“ zu entwickeln. „Das einfache Moralisieren, die Kanzelpredigt, der erhobene Zeigefinger, dieses ‚ihr sollt‘ – all das funktioniert nicht mehr“, sagte der Tübinger Wissenschaftler dem evangelischen Monatsmagazin „chrismon“ (April-Ausgabe). Bei der Beteiligung an Debatten im Netz sei Aufgabe der Kirchen, für Ethik zu werben, jedoch ohne dabei zu moralisieren.

In dem gemeinsamen Interview mit der Webvideo-Journalistin Franzi von Kempis plädierte Pörksen außerdem dafür, die Transformation von einer „digitalen“ hin zu einer „redaktionellen Gesellschaft“ zu vollziehen, in der journalistisches Bewusstsein zur Allgemeinbildung gehöre. Glaubwürdige und relevante Informationen zu erkennen, sei heute für jeden bedeutsam, argumentiert Pörksen. In einem eigenen Schulfach an der Schnittstelle von Informatik, Medienwissenschaft, Sozialpsychologie und Ethik ließen sich diese Kompetenzen vermitteln.

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Mit Theologie und Tanz zur Inklusion

Mit Theologie und Tanz zur Inklusion

24.03.2018News

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©epd-Bild/Marcus Mockler

Tanz gehört in der kirchlichen Einrichtung für behinderte Kinder und Erwachsene im russischen Toljatti zum Programm.

Sie haben Down-Syndrom, Epilepsie, sind Spastiker oder Autisten: Behinderte in Russland leiden noch stark unter Ausgrenzung. Für Minderjährige gibt es zwar Schulen und Heime – doch danach ist es für viele mit Arbeits- und Therapieangeboten vorbei. „Dann sitzen sie zu Hause und werden nur dümmer und dicker“, kritisiert die lutherische Pröpstin Olga Temirbulatowa aus Samara diese Angebotslücke. Fast immer sind es die Mütter, die vollzeitlich die Pflege ihrer erwachsenen Kinder übernehmen – die Väter machen sich häufig aus dem Staub.

In Toljatti, der 700.000-Einwohner-Stadt an der Wolga, hat die kleine lutherische Gemeinde einen freundlichen, zweistöckigen Bau erworben. Das Haus im Hinterhof zwischen riesigen Wohnsilos diente früher als Bordell. Sonntags feiern hier nun zehn bis 15 Evangelische Gottesdienst, Dienstag bis Freitag kommen rund 15 behinderte Kinder und junge Erwachsene in die Einrichtung.

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EKD-Ratsvorsitzender schätzt den Austausch mit der digitalen Siri

EKD-Ratsvorsitzender schätzt den Austausch mit der digitalen Siri

23.03.2018News

„Die Digitalisierung steht jetzt ganz oben auf unserer Agenda“, sagte Bedford-Strohm in Bezug auf die evangelische Kirche

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©Pixabay/TeroVesalainen

Heinrich Bedford-Strohm will die Digitalisierung mitsamt ihren Möglichkeiten weder verteufeln noch idealisieren. (Foto: Symbolbild)

Frankfurt a.M. (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, weiß den Austausch mit seiner digitalen Gesprächspartnerin Siri zu schätzen. Die Antwort auf seine Frage „Siri, was hältst Du von der Digitalisierung?“ habe ihm gut gefallen, schreibt der Ratsvorsitzende in dem evangelischen Monatsmagazin „chrismon“ (April-Ausgabe). Sie habe gelautet: „Deine Meinung zählt, Heinrich, nicht meine!“ Damit haben die Programmierer von Apples digitaler Sprachassistentin nach Ansicht Bedford-Strohms das richtige Signal gesetzt: „Wir alle sind gefragt, wenn es darum geht, die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung zu beurteilen.“

Dabei bestehe der richtige Weg weder darin, die Digitalisierung mitsamt ihren Möglichkeiten zu verteufeln, noch darin, sie zu idealisieren. Zur verantwortlichen Gestaltung der Digitalisierung forderte Bedford-Strohm eine intensive zivilgesellschaftliche Debatte über die digitale Revolution und ihre Folgen für das Gemeinwesen. „Die digitale Revolution muss von einer Bildungsrevolution begleitet sein.“

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Kunsthistoriker und Theologen präsentieren „Karlsruher Passion“

Kunsthistoriker und Theologen präsentieren „Karlsruher Passion“

23.03.2018News

Unter dem Motto „Sieben Tafeln – sieben Tage“ steht ab Palmsonntag jeden Tag eine Tafel im Mittelpunkt

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©epd-Bild/Christine Suess-Demuth

Die an erzählerischen Details reiche Darstellung solle die christliche Heilslehre vermitteln, bei den Betrachtern Mitleid erwecken und zur Nachfolge Christi auf Erden bewegen.

Ein spätgotisches Meisterwerk zum Leiden und Sterben Jesu präsentieren Theologen und Kunsthistoriker in Karlsruhe. Unter dem Motto „Sieben Tafeln – sieben Tage“ erläutern sie in Führungen die Bilder der „Karlsruher Passion“, die in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe zu sehen sind. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) steht ab Palmsonntag (25. März) täglich eine Tafel im Mittelpunkt.

Die sieben erhaltenen Werke gelten wegen ihrer Ausdruckskraft und der Detailliertheit als Meilenstein spätgotischer Malerei. Über den vermutlich in Straßburg ansässigen Künstler der Bilder, die um 1450/55 entstanden sind, ist nichts bekannt. Kunsthistoriker gehen davon aus, dass die Tafeln aus einem zehn- bis zwölfteiligen Bilderzyklus stammen. Grund dafür sei, dass im Unterschied zu üblichen Bildfolgen die Darstellung der Kreuzigung fehle, dem zentralen Ereignis der Heilsgeschichte.

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CDU-Politiker Markus Grübel wird Beauftragter für Religionsfreiheit

CDU-Politiker Markus Grübel wird Beauftragter für Religionsfreiheit

22.03.2018News

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Berlin (epd). Der CDU-Politiker Markus Grübel wird Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit. Wie der Evangelische Pressedienst (epd) aus Kreisen der Unionsfraktion erfuhr, soll der 58-Jährige das in dieser Wahlperiode neu geschaffene Amt antreten. Die Stelle soll dem Recht auf freie Ausübung des Glaubens Aufmerksamkeit verschaffen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, würdigte das neu geschaffene Amt als „Ermutigung nicht nur für uns Kirchen“.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) hatte angekündigt, dass die Stelle des Beauftragten im CSU-geführten Entwicklungsministerium angesiedelt werden soll. Grübel war zuletzt Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium.

Einsatz für verfolgte Christen in vielen Ländern der Welt

Der Politiker stammt aus Esslingen am Neckar und ist ausgebildeter Notar. Nach der Wiedervereinigung ging Grübel nach Sachsen, leitete das Grundbuchamt in Dresden und war später Referent im sächsischen Justizministerium. Der Katholik war nach eigenen Angaben unter anderem Vorsitzender der unabhängigen Kommission sexueller Missbrauch der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Missbrauchsbeauftragter für die katholische Militärseelsorge.

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„Kirche steht nicht in der Minderheitenecke“

Wo sehen Sie Angst?

Käßmann: Es bringt beispielsweise Belastungen mit sich, wenn Pfarrstellen zusammengelegt oder gestrichen werden. Es herrscht das Gefühl, alles werde schlechter. Früher waren fast alle Menschen Mitglied einer Kirche. Das muss aber nichts heißen. Vielleicht waren die Menschen damals auch nicht gläubiger als heute.

Was haben Sie in diesem Punkt aus den vielen Veranstaltungen und Treffen im Reformationsjubiläum gelernt?

Käßmann: Besonders in Ostdeutschland hat sich die Kirche als gesprächsfähig erwiesen. Die Menschen dort fanden das Angebot niedrigschwellig genug, um zu kommen.

Um daran anzuknüpfen, wurde auf der EKD-Synode über eine Schnuppermitgliedschaft diskutiert. Was halten Sie von einer „Kirchenmitgliedschaft light“?

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Hilfsorganisationen warnen vor Wasserstress

Hilfsorganisationen warnen vor Wasserstress

21.03.2018News

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©epd-Bild/Bettina Rühl

Frauen waschen Wäsche und schöpfen Trinkwasser in einem Graben in Gihanga, Burundi.

Frankfurt a.M. (epd). Mehr als 840 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, täglich sterben deshalb Tausende Kinder: So fielen rund 1.500 Mädchen und Jungen unter fünf Jahren jeden Tag Durchfallerkrankungen zum Opfer, die mit sauberem Trinkwasser und Zugang zu sanitären Einrichtungen verhindert werden könnten, erklärte die Hilfsorganisation „terre des hommes“ zum Weltwassertag am 22. März.

„Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Wasserleitungen oder sauberen Brunnen. Sie sind darauf angewiesen, ihren Bedarf an Wasser durch Seen, Bäche oder Flüsse zu decken“, sagte Kinderrechte-Referent Jonas Schubert. „Diese sind jedoch immer häufiger nicht nur durch Fäkalien verseucht, sondern auch durch Chemikalien, Arzneimittel, Pestizide und Schwermetalle wie Arsen, Zyanid oder Blei.“ Und Kinder seien besonders anfällig für schädliche Substanzen, weil die Organe noch wachsen und das Immunsystem noch im Aufbau ist.

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„Wer hilft sonst unseren Leuten?“

„Wer hilft sonst unseren Leuten?“

21.03.2018News

Menschenrechtsaktivisten in Papua riskieren ihr Leben im Kampf gegen Verfolgung und Enteignung der Urbevölkerung

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©epd-Bild/Alexander Lang

Zu Besuch in Papua: Ruth Magsig vom Missionarisch-Ökumenischen Dienst der pfälzischen Landeskirche geht mit den Mitgliedern der Besuchsdelegation in dem Dorf Kwaneha an Land. (Foto vom 1. Februar 2018)

Sie werden eingesperrt, gefoltert oder ermordet. In der indonesischen Provinz Papua lebt jeder gefährlich, der sich gegen die Behörden stellt. Gravierende Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung – und die Weltgemeinschaft nimmt kaum Notiz davon.

Zwischen Sorong und Manokwari im indonesischen westlichen Teil der Insel Neuguinea wird die Bevölkerung von ihrem Land vertrieben, um riesige Palmölplantagen zu errichten und wertvolle Mineralien wie Gold abzubauen – mit gravierenden sozialen und ökologischen Folgen. Wer dagegen protestiert, gehe ein hohes Risiko ein, sagt eine Menschenrechtsaktivistin. „Jeden Tag, jede Woche haben wir solche Probleme.“ Die Aktivistin möchte genauso wie alle anderen Gesprächspartner in Papua ihren Namen nicht veröffentlicht wissen, weil es lebensgefährlich sein könnte.

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„Religion: Evangelisch“

„Religion: Evangelisch“

20.03.2018News

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©epd-Bild/Gordon Welters

Das Schicksal der protestantischen Häftlinge im KZ Sachsenhausen ist Thema der Ausstellung „Religion: Evangelisch“ in der Gedenkstätte Sachsenhausen.

„Wir unterlagen äußerst schweren Lebensbedingungen und wurden von den übrigen Häftlingen streng isoliert“, erinnert sich 1946 Propst Heinrich Grüber (1891-1975). Der evangelische Theologe, der zur NS-kritischen Bekennenden Kirche gehörte und unter anderem verfolgten Christen und Juden half, wurde 1940 im KZ Sachsenhausen in Oranienburg inhaftiert. „In der Baracke, in der die geistlichen Würdenträger untergebracht waren, war es sehr kalt“, erinnert sich Grüber, der 1941 nach Dachau verlegt wurde. Und: „Uns war es kategorisch verboten, unter uns Gespräche über religiöse Themen zu führen.“

Das Schicksal der protestantischen Häftlinge im KZ Sachsenhausen ist Thema der neuen Ausstellung „Religion: Evangelisch“, die am 18. März in der Gedenkstätte Sachsenhausen eröffnet wurde. Im Mittelpunkt der in Kooperation mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz erarbeiteten Wanderausstellung stehen die Biografien von 13 Männern, darunter von Pfarrer Martin Niemöller (1892-1984) und dem polnischen Bischof Juliusz Bursche (1862-1942), die wegen ihrer christlichen Überzeugungen in Konflikt mit den Nationalsozialisten geraten waren, sowie von zwei SS-Angehörigen, die aktive Mitglieder der evangelischen Kirche waren.

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Paralympics-Pastor hofft auf Aufschwung für Behindertensport

Paralympics-Pastor hofft auf Aufschwung für Behindertensport

19.03.2018News

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Holzminden/Pyeongchang (epd). Der Paralympics-Seelsorger Christian Bode hofft, dass die intensive Medienberichterstattung über die Winterspiele für einen weiteren Aufschwung im Behindertensport sorgt. „Wie immer fühlen sich Menschen mit besonderen Grenzen durch die Wahrnehmung der Paralympics motiviert, selbst aktiv zu werden“, sagte der evangelische Theologe aus dem niedersächsischen Holzminden.

Bode war als einziger Seelsorger der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu den Paralympischen Winterspielen ins südkoreanische Pyeongchang gereist. Gemeinsam mit einem Kollegen der katholischen Kirche begleitete der Theologe das deutsche paralympische Team mit 20 Athleten und rund 50 Betreuern.

Wirbel um Doping-Fall

Kritik übte der Seelsorger an der kurzfristig erteilten Startberechtigung für eine unter Doping-Verdacht stehende russische Biathletin, die bei den Spielen gleich mehrere Medaillen gewann. Dies habe nationenübergreifend für große Irritationen und Empörung gesorgt, sagte Bode. „So verspielt man meiner Meinung nach die klare Haltung, die der internationale Verband noch im Jahr 2016 gezeigt hat.“

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Bedford-Strohm warnt vor Abwertung des Islam

Bedford-Strohm warnt vor Abwertung des Islam

19.03.2018News

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München/Nürnberg (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, warnt vor einer pauschalen Abwertung des Islam. Dies wäre die falsche Antwort, sagte er in seinem Grußwort bei der Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Nürnberg. Nicht den Islam gelte es zu bekämpfen, sondern extremistische Haltungen, betonte Bedford-Strohm laut Redetext. Sie beriefen sich zwar gegenwärtig besonders häufig auf den Islam, es gebe sie aber leider auch in anderen Religionen.

Solidarität nach Anschlägen

Der EKD-Ratsvorsitzende bezeichnete es als Selbstverständlichkeit, dass Muslime in Deutschland ihre Religion ausüben und Moscheen haben, in denen sie sich zum Gottesdienst versammeln können. „Deswegen verdienen die muslimischen Gemeinden, deren Gotteshäuser in jüngster Zeit in großer Zahl Ziel von Brandanschlägen geworden sind, unser volles Mitgefühl“, erklärte der bayerische Landesbischof. Er verurteile diese Anschläge aufs Schärfste. Christen müssten die Liebe Gottes „auch und vielleicht sogar gerade da zeigen, wo Menschen anderer religiöser Überzeugungen Unrecht erleiden“.

Bedford-Strohm forderte eine „neue Humanitätsoffensive aller Religionsgemeinschaften“. Die Gläubigen müssten sich öffentlich zu Wort melden, wenn die Würde des Menschen mit Füßen getreten werde. Glaubwürdig sind die Religionsgemeinschaften nach Ansicht des EKD-Ratsvorsitzenden nur, wenn sie selbstkritisch die Gewalttraditionen in ihren eigenen Heiligen Schriften in den Blick nehmen und die daraus folgenden Tendenzen der Intoleranz überwinden. Die VELKD-Bischofskonferenz befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Gottesverständnis im Islam und Christentum“.

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Mehr Einsatz für klimafreundliche Mobilität

Mehr Einsatz für klimafreundliche Mobilität

19.03.2018News

Umweltbeauftragte fordern von den Landeskirchen konkretere Angebote für den Umweltschutz im eigenen Bereich

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Hannover (epd). Die evangelischen Umweltbeauftragten fordern von ihren Landeskirchen „große Anstrengungen“, um den Ausstoß klimaschädlicher Abgase im Straßenverkehr zu reduzieren. „Grundsätzlich gilt der Dreischritt: Vermeiden, effizienter gestalten, erneuerbare Energien nutzen“, sagte ihr Sprecher Reinhard Benhöfer. Er ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in den 20 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Fahrten könnten beispielsweise durch die Nutzung moderner Kommunikationsmedien oder die optimale Organisation von Sitzungszeiten und -orten vermieden werden, führte Benhöfer aus. Effiziente Mobilität bedeute beispielsweise die Bildung von Fahrgemeinschaften sowie die Nutzung von Fahrrädern, Pedelecs und öffentlichen Verkehrsmitteln. Kraftfahrzeuge könnten zu einem erheblichen Teil mit Strom aus regenerativen Quellen betrieben werden.

Dienstwagen, Fahrräder und Ladestationen

Kirchen können auf die Wahl klimafreundlicher Fahrzeuge für Dienstfahrten nur dann Einfluss nehmen, wenn sie vermehrt Dienstfahrzeuge zur Verfügung stellten, ergänzte der Umweltreferent. Außerdem könnten sie die Verbreitung der Elektromobilität fördern, indem sie Ladestationen auf kirchlichen Grundstücken einrichteten und Dienstfahrzeuge mit Elektroantrieb anschafften. Die Nutzung von Fahrrädern könne durch den Bau sicherer und überdachter Abstellanlagen gefördert werden. In diesem Sinne sollten die Landeskirchen Programme zur klimafreundlichen Mobilität auflegen.

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Schutzheiliger der Ökumene

Früh entscheidet sich der hochbegabte älteste Sohn eines Schuhhändlers im Schweizer Kanton Luzern für den Priesterberuf. Am Collegium Germanicum in Rom unterwirft sich der spätere „fromme Rebell“ einer strengen Eliteausbildung und macht früh auf sich aufmerksam. Als junger Tübinger Professor, der eher wie ein Skilehrer wirkte, wird er zum Berater des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) berufen. Die Schriften von Küng „veranschaulichen die neue Lebendigkeit“ der katholischen Theologie seit den 60er Jahren, so der in Oxford lehrende Kirchenhistoriker Alister E. McGrath.

Als ihm Ende 1979 unter Papst Johannes Paul II. die kirchliche Lehrerlaubnis „missio canonica“ entzogen wurde - Küng hatte die Frage nach der Unfehlbarkeit des päpstlichen Lehramtes gestellt - wurde er freilich nicht arbeitslos: Bis zur Emeritierung 1996 lehrte der polyglotte Küng ökumenische Theologie und leitete das Tübinger Ökumene-Institut. Sein Lehrstuhl für christliche Theologie war – ein Novum in der deutschen Universitätsgeschichte – rechtlich keiner Kirche zugeordnet.

Geheime Leitfigur

Der Entzug der Lehrerlaubnis förderte seine Bekanntheit außerhalb der Kirchen enorm. Und „je mehr Johannes Paul II. und Benedikt XVI. seine Impulse blockierten, desto mehr wurde Küng zur geheimen Leitfigur an der Basis reformorientierter Katholiken“, bilanziert Magnus Lux von der Bewegung „Wir sind Kirche“.

Wegweisend sind auch Küngs Aktivitäten im interreligiösen Dialog: Er habe die „christliche Ökumene in den weiteren Horizont einer Ökumene der Religionen gerückt, auch auf ethischem Gebiet“, sagt Ulrich H. J. Körtner, Ordinarius für Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Küngs Projekt Weltethos habe international Beachtung gefunden und wichtige Denkanstöße für eine globale Ethik gegeben, „in einer Zeit, in der die Zukunft der Menschheit ernsten Gefahren ausgesetzt ist.“

„Er hat schon etwas Visionäres“

Küng sei „Vermittler von großen Lebensthemen, kein Kirchenlehrer“, erklärt Martin Bräuer vom evangelischen Ökumene-Institut im südhessischen Bensheim: „Er ist eher der Fragende, der in die Gesellschaft hineinhört und versucht, theologische Themen von der gesellschaftlichen Wirklichkeit aus zu verstehen.“ Man könne ihn durchaus als „offenen Reformkatholiken“ bezeichnen, Küng selbst habe sich manchmal einen „evangelischen Katholiken“ genannt. Bräuer: „Er hat schon etwas Visionäres.“

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