Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Pionier in der Kita

Kahle gehört seit 1. August vergangenen Jahres als Bundesfreiwilliger zu diesen Pionieren – und konnte es werden, weil es eine Reihe engagierter Begleiter gibt, die sich für ihn einsetzen. Im Elternhaus, in der Kita, beim Träger des Dienstes. Denn einen geregelten und erprobten Zugang für Menschen mit geistigen Behinderungen in Jugendfreiwilligendienste gibt es in Deutschland noch nicht.

Modellprojekte wie das „FSJ Tandem“ unter dem Dach der Freiwilligendienste der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen sind da die große Ausnahme: Zwei junge Leute mit und ohne Behinderung arbeiten an einer Aufgabe und lernen voneinander. Aktuell gibt es drei Tandems: Beteiligt sind eine körperbehinderte Frau in einer Kita, ein Mann mit Asperger-Autismus als Schulintegrationshelfer und ein Mann mit geistiger Behinderung in einem Altenheim.

„Wir brauchen Menschen, die nach den Stärken fragen“

An erster Stelle der Engagierten in Bremen steht Gian Lucas Mutter Gesa Ohse, Vorsitzende des örtlichen Vereins für Eltern von Kindern mit Trisomie 21. Sie ließ nicht locker und wollte ihrem Sohn nach der Schule einen Weg außerhalb einer Behinderten-Werkstatt ebnen. „Die Schule hat ihm das nicht zugetraut, der war das nicht geheuer. Sie war gegen ein Freiwilligenjahr“, erinnert sie sich und ergänzt: „Wir brauchen Menschen, die nach den Stärken fragen und dann entscheiden.“

Einer davon ist Uwe Wrede, pädagogischer Mitarbeiter beim Sozialen Friedensdienst in Bremen, dem Träger des Bundesfreiwilligendienstes in der Kita. „Da sind wir mehr oder weniger reingeworfen worden“, blickt Wrede zurück. „Ein Konzept hatten wir nicht. Wir haben Schritt für Schritt Seminarformen entwickelt, denen Gian Luca besser folgen kann, beispielsweise durch leichte Sprache und den verstärkten Einsatz von Bildsymbolen.“ Änderungen, die notwendig sind und allen nützen, die aber Zeit kosten, die bislang niemand bezahlt.

Inklusion als Akt der Bereicherung

Dass geistig behinderte Jugendliche in einem Freiwilligendienst so selten sind, liegt oft auch an den Ansprüchen der Einsatzstellen, was die Arbeitsleistung angeht. Bei Gian Luca hingegen passt alles, zumal sich die Kita ohnehin dem Thema Inklusion verschrieben hat.

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EKD-Datenschutzbeauftragter fordert Debatte über Facebook-Nutzung

EKD-Datenschutzbeauftragter fordert Debatte über Facebook-Nutzung

16.05.2018News

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Berlin (epd). Der Datenschutzbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Michael Jacob, vermisst eine ethische Diskussion über die kirchliche Nutzung sozialer Netzwerke im Internet. „Ich möchte stärker eine Debatte darüber führen, wem wir unsere Daten anvertrauen, auf welche Unternehmen wir uns da stützen“, sagte Jacob in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst. Das Thema Digitalisierung verlange innerhalb der Kirche dringend nach einer ethischen Debatte. Es fehle „eine grundsätzliche Unterfütterung des Themas“, kritisierte Jacob. Dafür müssten sich die Theologen noch stärker für das Thema interessieren, sagte er.

„Meine Kollegen und ich werden da nicht lockerlassen - egal, ob es sich um eine Kirchengemeinde im Ostwestfälischen handelt oder um das Verhalten von kirchenleitenden Persönlichkeiten bei Facebook“, sagte Jacob. Unter anderen ist der oberste Repräsentant der EKD, der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, ein reger Facebook-Nutzer, der Stellungnahmen und Gedanken zu aktuellen Ereignissen dort veröffentlicht.

Eigener Messengerdienst wünschenswert

Jacob sagte mit Blick auf Bedford-Strohm, der Datenschutzbeauftragte komme erst ins Spiel, wenn personenbezogene Daten betroffen seien. „Wenn von offizieller Seite Stellungnahmen in soziale Netzwerke eingestellt werden, ist das nicht zwangsläufig der Fall“, erklärte er, ergänzte aber auch: „Eine andere Frage ist aber, was für ein Bild wir in der Öffentlichkeit abgeben.“

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Luther wird in Worms zum Ampelmännchen

Luther wird in Worms zum Ampelmännchen

16.05.2018News

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Worms (epd). In der Nähe des Lutherdenkmals in Worms gibt es den Reformator ab sofort auch in Form von Ampelmännchen. An einer Fußgängerampel am Lutherring wurden neue Schablonen eingebaut, so dass dort künftig Luther-Silhouetten in Rot und Grün leuchten. Die Kunstaktion ist ein Projekt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und Teil des kirchlichen Programms zum bevorstehenden Rheinland-Pfalz-Tag in Worms. Mit der Stadt gebe es Gespräche darüber, die Luther-Ampelmännchen noch bis mindestens 2021 zu behalten, sagte Pfarrer Jeffrey Myers dem Evangelischen Pressedienst.

Dann jährt sich der Wormser Reichstag von 1521 zum 500. Mal. Martin Luther (1483-1546) hatte sich damals, vier Jahre nach Veröffentlichung seiner Wittenberger Thesen, in Worms geweigert, seine Lehre zu widerrufen. In Rheinland-Pfalz hat es in den vergangenen Jahren bereits andere Aufsehen erregende Ampelmännchen gegeben: So zeigen in der Mainzer Innenstadt mehrere Mainzelmännchen den Fußgängern an, wann sie die Straße überqueren dürfen. In Trier wurden zum 200. Geburtstag von Karl Marx (1818-1883) Marx-Ampeln installiert.

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Europaweites Glockenläuten zum Friedenstag

Europaweites Glockenläuten zum Friedenstag

16.05.2018News

Am 21. September sollen kirchliche und säkulare Glocken gemeinsam erklingen und ein Signal des Friedens senden

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Potsdam (epd). Im Europäischen Kulturerbejahr 2018 soll am internationalen Friedenstag am 21. September mit einem europaweiten Glockenläuten ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben gesetzt werden. Erstmals in der Geschichte sollen europaweit kirchliche und säkulare Glocken gemeinsam läuten und damit ein starkes Signal des Friedens senden, wie Brandenburgs Kulturministerium mitteilte. Die Glocken sollen von 18 bis 18.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit läuten.

Das Europäische Kulturerbejahr wurde durch die Europäische Kommission ausgerufen und wird in Deutschland durch das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz koordiniert, dessen Präsidentin Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) ist. Kommunale Spitzenverbände und Kirchen unterstützen das gemeinsame Glockenläuten maßgeblich und rufen ihre Mitglieder zur Teilnahme auf.

Mahnende Erinnerung an Kriege

Das gemeinsame Glockenläuten sei „ein besonderer Höhepunkt und zugleich ein wichtiges Symbol“ des Kulturerbejahres, betonte Münch: „Damit erinnert das Themenjahr auch an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und den Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges vor 400 Jahren und das unermessliche Leid, das diese Kriege über den Kontinent brachten.“

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Bischof Dröge besorgt über Gewalt in Israel und Gaza

Bischof Dröge besorgt über Gewalt in Israel und Gaza

15.05.2018News

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Berlin (epd). Der Berliner Bischof Markus Dröge hat sich zum 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels besorgt über die „neu aufgeflammte Gewalt im Heiligen Land“ und die zahlreichen Toten gezeigt. Zurzeit gebe es mehr Zeichen der Eskalation als Zeichen der Versöhnung, sagte Dröge als Vorsitzender der Evangelischen Mittelost-Kommission (EMOK) dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Er bete für einen Geist des Friedens und der Versöhnung bei Israelis und Palästinensern und hoffe auf eine Stärkung der Friedenswilligen und Versöhnungsbereiten. Von Jerusalem möge Frieden ausgehen auf die Völker zwischen Jordan und Mittelmeer, sagte Dröge. „Wir stehen ganz klar zum Existenzrecht Israels“, fügte er hinzu. Zugleich habe aber auch das palästinensische Volk ein Recht auf Entwicklung und Lebensentfaltung. Bei antiisraelischen Protesten von Palästinensern im Hamas-regierten Gaza-Streifen waren in den vergangenen Tagen zahlreiche Demonstranten getötet worden. Hintergrund ist der 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels und die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem.

Die EMOK ist ein ständiger Arbeitskreis der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie hat derzeit 33 Mitglieder und setzt sich aus Landeskirchen, Einrichtungen und Werken zusammen, die durch ihre Arbeit dem Nahen und Mittleren Osten verbunden sind.

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Ökumenischer Gottesdienst zum Pokalfinale

Ökumenischer Gottesdienst zum Pokalfinale

15.05.2018News

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Berlin/Trier/Hannover (epd). Unter dem Motto „Und eine Sprache haben sie alle“ laden die Kirchen am 19. Mai zu einem ökumenischen Gottesdienst vor dem DFB-Pokalfinale in Berlin ein. Die Predigt in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche hält der Trierer Weihbischof und Sportbischof der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Jörg Michael Peter, wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und das Bistum Trier mitteilten.

Der Sportbeauftragte der EKD, der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung, führt in den Gottesdienst ein. Beteiligt sind auch der Pfarrer der Gedächtniskirche Martin Germer und DFB-Präsident Reinhard Grindel. Das Bibelwort „Und eine Sprache haben sie alle“ (Gen, 11,6) bezieht sich nach den Angaben der Kirchen auf die Sprachbarrieren überwindende Kraft des Fußballs. Beim Pokalfinale stehen sich im Berliner Olympiastadion die Mannschaften von Bayern München und Eintracht Frankfurt gegenüber. 

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Auszeichnung für Friedensdienst

Auszeichnung für Friedensdienst

15.05.2018News

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Neuwied/Hannover (epd). Der Evangelische Friedenspreis 2018 geht an den internationalen christlichen Friedensdienst Eirene in Neuwied. Der Preis würdige gewaltfreies Handeln, teilte die EKD in Hannover mit. Die Auszeichnung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der EKD unterstützt. In diesem Jahr wird der Friedrich-Siegmund-Schultze-Förderpreis erstmals als „Evangelischer Friedenspreis“ verliehen. Er wird am 9. Oktober von dem Menschenrechtsaktivisten Peter Steudtner im Berliner Bonhoeffer-Haus überreicht.

Die Freiwilligen und Fachkräfte von Eirene engagieren sich der EKD zufolge gemeinsam mit Partnerorganisationen weltweit für eine Kultur der Gewaltfreiheit, für soziale Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. Seit der Gründung des ökumenischen Friedens- und Entwicklungsdienstes im Jahr 1957 hätten mehr als 3.000 Menschen einen Friedensdienst mit der Organisation absolviert, hieß es.

Der Friedrich-Siegmund-Schultze-Förderpreis wird den Angaben zufolge seit 1994 in unregelmäßigen Abständen vergeben. Er erinnert an das friedensethische Wirken des evangelischen Theologen Friedrich Siegmund-Schultze (1885-1969), der 1914 zu den Gründern des Weltbundes für Freundschaftsarbeit gehörte.

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Sich gegenseitig achten und ehren

Sich gegenseitig achten und ehren

15.05.2018News

Zu Beginn des Fastenmonats Ramadan betonen Kirchenvertreter die Notwendigkeit, sich engagiert für Frieden einzusetzen

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Frankfurt a.M. (epd). Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben den Muslimen in Deutschland Segenswünsche zum Ramadan übermittelt. Der Fastenmonat beginnt am 16. Mai. Am 15. Juni wird das Ende des Ramadans mit dem Zuckerfest gefeiert.

Es sei die Aufgabe der Gläubigen, sich dafür einzusetzen, „dass die Menschheit sich als eine Familie von Gottes Geschöpfen begreift und wir einander gegenseitig achten und ehren. Das ist der Weg des Friedens, nach dem sich die Menschen weltweit heute vielleicht mehr denn je sehnen“, sagte Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, in seiner Grußbotschaft. Es dürfe keinen Ort geben, an dem die menschliche Würde nicht respektiert werde: „Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Mensch zur gleichen Religionsgemeinschaft gehört.“ Zwar seien nicht alle Religionen gleich. Aber allen Menschen, ob sie an Gott glauben oder nicht, habe Gott die gleiche Würde zuerkannt.

„Befremdliche Diskussion“

Der islamische Fastenmonat gehört nach Auffassung der beiden evangelischen Kirchen in Hessen auch zu Deutschland. Dies betonen die beiden leitenden Geistlichen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Martin Hein und Volker Jung, in einem gemeinsamen Brief. Das Fest weise auf das Thema Solidarität hin, die sich auf den Glauben ebenso wie auf die Schwachen und Armen beziehe.

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Sich gegenseitig achten und ehren

Sich gegenseitig achten und ehren

15.05.2018News

Zu Beginn des Fastenmonats Ramadan betonen Kirchenvertreter die Notwendigkeit, sich engagiert für Frieden einzusetzen

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Frankfurt a.M. (epd). Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben den Muslimen in Deutschland Segenswünsche zum Ramadan übermittelt. Der Fastenmonat beginnt am 16. Mai. Am 15. Juni wird das Ende des Ramadans mit dem Zuckerfest gefeiert.

Es sei die Aufgabe der Gläubigen, sich dafür einzusetzen, „dass die Menschheit sich als eine Familie von Gottes Geschöpfen begreift und wir einander gegenseitig achten und ehren. Das ist der Weg des Friedens, nach dem sich die Menschen weltweit heute vielleicht mehr denn je sehnen“, sagte Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, in seiner Grußbotschaft. Es dürfe keinen Ort geben, an dem die menschliche Würde nicht respektiert werde: „Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Mensch zur gleichen Religionsgemeinschaft gehört.“ Zwar seien nicht alle Religionen gleich. Aber allen Menschen, ob sie an Gott glauben oder nicht, habe Gott die gleiche Würde zuerkannt.

„Befremdliche Diskussion“

Der islamische Fastenmonat gehört nach Auffassung der beiden evangelischen Kirchen in Hessen auch zu Deutschland. Dies betonen die beiden leitenden Geistlichen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Martin Hein und Volker Jung, in einem gemeinsamen Brief. Das Fest weise auf das Thema Solidarität hin, die sich auf den Glauben ebenso wie auf die Schwachen und Armen beziehe.

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Behinderte Sportler begeistern mit Lebensfreude

Behinderte Sportler begeistern mit Lebensfreude

15.05.2018News

Zum Auftakt der Special Olympics in Kiel verweist Bischöfin Kirsten Fehrs auf die Bedeutung von Inklusion für die Gesellschaft

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Kiel (epd). Mit einem Fackellauf sind am 14. Mai die Special Olympics in Kiel eröffnet worden. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) gehörte als Ehrenteilnehmer zu den Fackelträgern und joggte mit einer Laufgruppe vom Rathaus zur Sparkassenarena, wo das olympische Feuer entfacht wurde.

„Für uns alle ist dieses Sportereignis eine enorme Bereicherung“, sagte Hamburgs Bischöfin Kirsten Fehrs am Vormittag in der Kieler St. Nikolaikirche, wo im Rahmen der Special Olympics eine Ausstellung für lernbehinderte Menschen über Schutz vor sexualisierter Gewalt eröffnet wurde. „Die behinderten Menschen inkludieren letztendlich uns. Sie begeistern uns mit ihrer Unbeschwertheit und Lebensfreude.“

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) erinnerte während der Eröffnungsfeier an die große Bedeutung von Inklusion im Sport. „Kiel wird in den nächsten Tagen Schauplatz großartiger Emotionen und herausragender Leistungen in 19 Disziplinen sein“, sagte er. Die Special Olympics gäben allen Beteiligten die Möglichkeit, Hemmnisse und Vorurteile abzubauen und damit die Inklusion voranzubringen.

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Voneinander und miteinander lernen

Voneinander und miteinander lernen

15.05.2018News

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©Jana Bergmann

Auch praktische Fertigkeiten werden vermittelt eine Schülerin beim Näh-Workshop.

Anja Tiek betritt den Raum der Gruppe „Gelb“, wo die Kinder in der Mitte des Raumes im Kreis um eine Kerze zusammensitzen. Sie ist die Schulleiterin der Evangelischen Schule „Dr. Eckart Schwerin“ in Hagenow im Westen Mecklenburg-Vorpommerns und Stammgruppenlehrerin der Gruppe „Gelb“. Die Kinder haben heute schon ohne Anja Tiek mit dem Morgenkreis angefangen. „Wir sind schon fertig“, lassen sie die Kinder wissen.

Noch ein paar Worte der Lehrerin, dann gehen die Kinder eigenständig an ihre Arbeit. Alle, außer Jonathan. Er begrüßt die Besucherin, die sich die Schule an diesem Morgen mal anschauen möchte auf seine Weise und umarmt sie stürmisch. Dass Jonathan nicht so ist wie die anderen Kinder, merkt jeder schnell, der ihn eine Zeit lang beobachtet. Er wird es aber ganz bestimmt nicht daran merken, dass seine Mitschüler oder die Erwachsenen in der Gruppe ihn anders behandeln. Denn niemand hier gibt Jonathan auch nur einen Moment lang das Gefühl, irgendwie anders zu sein.

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Es sei doch schön, wenn man den Glauben gemeinsam leben könne

Es sei doch schön, wenn man den Glauben gemeinsam leben könne

14.05.2018News

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©epd-Bild/Stefan Arend

Die Eucharistiefeier beim Open-Air-Gottesdienst auf dem Katholikentag.

Münster (epd). Er wollte sich auf dem 101. Deutschen Katholikentag in Münster inspirieren lassen, ein paar interessante Vorträge hören und Anregungen zum Nachdenken finden. Mehr als 1.000 Veranstaltungen umfasst das Programm, da wäre etwas für ihn dabei. Mit einer neuen religiösen Erfahrung hatte der Protestant Dieter Reetz, ein 79-jähriger Ruheständler aus dem nordrhein-westfälischen Nordkirchen, nicht gerechnet. Doch dann entschied er sich spontan dazu, an einer katholischen Eucharistiefeier teilzunehmen. Er empfing mit den Katholiken die heilige Kommunion. „Das war das erste Mal“, erzählt er. „Bis dahin habe ich gezögert. Da war ich noch nicht so weit.“

Vielleicht hing Reetz' Beschluss mit dem Gemeinschaftsgefühl zusammen, an Christi Himmelfahrt als einer von 25.000 Menschen an einem Gottesdienst unter freiem Himmel auf dem Schlossplatz teilzunehmen. Oder auch mit der Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der am Vortag bei der Eröffnung des diesjährigen Christentreffens mehr Anstrengung für das gemeinsame Abendmahl gefordert hatte. „Wahrscheinlich war es auch ein lange aufgestautes Bedürfnis“, überlegt Reetz laut, der in der Vergangenheit schon häufig katholische Gottesdienste besucht hat und auch schon vor zehn Jahren auf dem Katholikentag in Osnabrück war. Aber jetzt schien ihm der richtige Moment dafür gekommen, gemeinsam mit Katholiken zur Kommunion zu gehen. „Hinterher fühlte ich eine tiefe Befriedigung“, sagt Reetz.

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„Brot für die Welt“: EU muss mehr Menschenrechte in Mexiko einfordern

„Brot für die Welt“: EU muss mehr Menschenrechte in Mexiko einfordern

14.05.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

„Brot-für-die-Welt“-Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel, die sich nach einer zehntägigen Reise durch Mexiko äußerte, beschrieb die Menschenrechtssituation als verheerend.

Berlin (epd). Das Hilfswerk „Brot für die Welt“ ruft die EU angesichts laufender Verhandlungen zum EU-Handelsabkommen mit Mexiko auf, sich für die Einhaltung von Menschenrechten in dem Land einzusetzen. Mexiko brauche Rechtsstaatlichkeit und wirksame Mechanismen, um den Schutz von Menschenrechten zu gewährleisten, sagte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel, in Berlin. „Die Bundesregierung müsste vorpreschen und sich stärker für eine wirksame Menschenrechtsklausel im Handelsabkommen einsetzen“, betonte sie. So sei darin beispielsweise bisher keine Möglichkeit für Beschwerden der Opfer vorgesehen.

Füllkrug-Weitzel, die sich nach einer zehntägigen Reise durch Mexiko äußerte, beschrieb die dortige Menschenrechtssituation als verheerend. Allein im vergangenen Jahr seien laut offiziellen Regierungsstatistiken 26.000 Menschen ermordet worden – das sind mehr als 70 täglich. So viele gab es dem Hilfswerk zufolge seit 20 Jahren nicht. In diesem Jahr könnte diese Zahl wegen einer Gewalteskalation vor der Präsidentschaftswahl im Juli weiter steigen. Insgesamt waren es 200.000 Tote in zwölf Jahren – Drogengeschäfte, verbreitete Korruption und Machtkämpfe der Kartelle fordern ihre Opfer.

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Religionen sollen „Motor für Frieden“ sein

Religionen sollen „Motor für Frieden“ sein

14.05.2018News

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©epd-Bild/Stefan Arend

Der fünftägige Katholikentag in der westfälischen Stadt stand unter dem biblischen Leitwort „Suche Frieden“.

Münster (epd). Mit Aufrufen zu mehr weltweiten Friedensanstrengungen ist am 13. Mai der 101. Deutsche Katholikentag in Münster zu Ende gegangen. Frieden sei nicht allein mit militärischen Mitteln zu erreichen, sagte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, auf dem Open-Air-Abschlussgottesdienst vor laut Veranstaltern mehr als 30.000 Menschen. Der fünftägige Katholikentag in der westfälischen Stadt stand unter dem biblischen Leitwort „Suche Frieden“. An 1.000 Veranstaltungen hatten sich mehr als 70.000 Menschen beteiligt.

©epd-Bild/Stefan Arend

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In der Ökumene setzen Protestanten auf den Papst

In der Ökumene setzen Protestanten auf den Papst

14.05.2018News

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©epd-Bild/Stefan Arend

Die Eucharistiefeier beim Open-Air-Gottesdienst auf dem Katholikentag.

Münster (epd). Er wollte sich auf dem 101. Deutschen Katholikentag in Münster inspirieren lassen, ein paar interessante Vorträge hören und Anregungen zum Nachdenken finden. Mehr als 1.000 Veranstaltungen umfasst das Programm, da wäre etwas für ihn dabei. Mit einer neuen religiösen Erfahrung hatte der Protestant Dieter Reetz, ein 79-jähriger Ruheständler aus dem nordrhein-westfälischen Nordkirchen, nicht gerechnet. Doch dann entschied er sich spontan dazu, an einer katholischen Eucharistiefeier teilzunehmen. Er empfing mit den Katholiken die heilige Kommunion. „Das war das erste Mal“, erzählt er. „Bis dahin habe ich gezögert. Da war ich noch nicht so weit.“

Vielleicht hing Reetz' Beschluss mit dem Gemeinschaftsgefühl zusammen, an Christi Himmelfahrt als einer von 25.000 Menschen an einem Gottesdienst unter freiem Himmel auf dem Schlossplatz teilzunehmen. Oder auch mit der Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der am Vortag bei der Eröffnung des diesjährigen Christentreffens mehr Anstrengung für das gemeinsame Abendmahl gefordert hatte. „Wahrscheinlich war es auch ein lange aufgestautes Bedürfnis“, überlegt Reetz laut, der in der Vergangenheit schon häufig katholische Gottesdienste besucht hat und auch schon vor zehn Jahren auf dem Katholikentag in Osnabrück war. Aber jetzt schien ihm der richtige Moment dafür gekommen, gemeinsam mit Katholiken zur Kommunion zu gehen. „Hinterher fühlte ich eine tiefe Befriedigung“, sagt Reetz.

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Blutige Anschläge auf Kirchen in Indonesien

Blutige Anschläge auf Kirchen in Indonesien

14.05.2018News

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©Pixabay/sharonang

Die indonesische Stadt Surabaya.

Jakarta/Frankfurt a.M. (epd). Nach einer Reihe von Bombenanschlägen auf christliche Kirchen in Indonesien am 13. Mai ist die Anzahl der Toten auf mindestens 13 gestiegen. Wie das indonesische Fernsehen berichtete, waren drei Kirchen in Indonesiens zweitgrößter Stadt Surabaya auf der Insel Java betroffen. Mehr als 40 weitere Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der Polizei wurden die Angriffe fast zeitgleich während der Morgengottesdienste verübt. Die arabische Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) habe sich dazu bekannt. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigt. Es sind die schwersten Anschläge auf Christen seit den Bombenanschlägen am Heiligabend im Jahr 2000, bei denen 15 Menschen getötet und fast 100 verletzt worden waren.

Selbstmordattentäter hatten sich unter die Gottesdienstbesucher gemischt

Die Selbstmordattentäter waren nach Polizeiangaben auf Motorrädern oder Autos vorgefahren oder hatten sich unter die Teilnehmer der Gottesdienste gemischt. Indonesiens Polizeichef Tito Karnavian teilte mit, dass alle Täter aus derselben Familie stammten, die sich zwischenzeitlich in Syrien aufgehalten haben soll. Es soll sich um ein Elternpaar, zwei ihrer Söhne im Alter von 16 und 18 Jahren sowie zwei Mädchen von neun und zwölf Jahren gehandelt haben. Laut Augenzeugen soll sich die Frau gemeinsam mit den beiden Mädchen unter die Kirchgänger gemischt und sich dort in die Luft gesprengt haben. Die Polizei fand weitere Sprengsätze, die sie aber unschädlich machen konnte. Alle weiteren für den 13. Mai geplanten Gottesdienste in Surabaya wurden abgesagt. Nach Informationen der Behörden standen die mutmaßlichen Attentäter in Verbindung mit einer lokalen Terror-Zelle, die ihre Unterstützung für den IS bekundet hat. Laut Indonesiens Geheimdienst ist eines Gruppierung namens Jemaah Ansharut Daulah (JAD) dafür verantwortlich.

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2.000 Teilnehmer bei EKD-Gesamttagung für Kindergottesdienst

2.000 Teilnehmer bei EKD-Gesamttagung für Kindergottesdienst

14.05.2018News

Gastgeber der EKD-Tagung „Kirche mit Kindern – aus gutem Grund“ war die Evangelische Landeskirche in Württemberg

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©epd-Bild/Jens Schulze

„Kirche mit Kindern ist in unserer Landeskirche eine lebendige Angelegenheit“, sagte der württembergische Landesbischof Frank Otfried July. (Foto: Archivbild)

Stuttgart (epd). Die EKD-Gesamttagung für Kindergottesdienst ist am 13. Mai mit einem Abschlussgottesdienst in Stuttgart zu Ende gegangen. Davor hatten 2.000 Tagungsteilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz drei Tage lang bei 250 Einzelveranstaltungen nach innovativen Ansätzen für den Gottesdienst mit Kindern gesucht. Auf die Bedeutung der biblischen Geschichten für Kinder verwies der württembergische evangelische Landesbischof Frank Otfried July: „Viele Kinder feiern Gottesdienst und erschließen sich ihre eigene Erfahrungswelt mit biblischen Geschichten.“ July verwies auf die Vielzahl ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diese Gottesdienste gestalten und betonte: „Sprachfähigkeit des Glaubens, Feiern der lebendigen Hoffnung, Anerkennung des Nächsten – das alles leistet der Gottesdienst mit Kindern.“ Die Gesellschaft brauche Menschen, die über ihren Glauben sprechen könnten und bereit seien, Verantwortung zu übernehmen.

„Sprachfähigkeit des Glaubens, Feiern der lebendigen Hoffnung, Anerkennung des Nächsten – das alles leistet der Gottesdienst mit Kindern.“

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„Tröstet die Untröstlichen“

„Tröstet die Untröstlichen“

12.05.2018News

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©Militärseelsorge/Roger Töpelmann

„Tröstet die Untröstlichen – das ist auch die Aufgabe der Militärseelsorge“, sagte Rink in seiner Predigt bei einem Festgottesdienst in der Wittenberger Schlosskirche.

Bei der 63. Gesamtkonferenz Evangelischer Militärgeistlicher hat der Evangelische Militärbischof Dr. Sigurd Rink die hohe Belastung der Soldaten der Bundeswehr in den Auslandseinsätzen hervorgehoben. Oft stellten sich Einsatzfolgen erst nach Jahren ein und das Gewissen werde gequält.  Die dabei entstehende seelische Last müsse ernst genommen werden. „Tröstet die Untröstlichen – das ist auch die Aufgabe der Militärseelsorge“, sagte Rink in seiner Predigt bei einem Festgottesdienst in der Wittenberger Schlosskirche.

Zur Erfahrung der Soldatinnen und Soldaten in den Auslandseinsätzen gehöre, sich dunklen Mächten entgegenstellen zu müssen. Der Taliban und der IS, Waffenschieber und Menschenhändler seien ‚verdammt‘ stark. „Nehmt die Strukturen des Bösen wahr und ernst“, appellierte der Bischof an die aktuell 106 Militärgeistlichen und die Vertreter aus der Bundeswehr und Politik. Zur kirchlichen Botschaft von Ostern gehöre es aber zugleich, Feindbilder in Frage zu stellen und glaubend auf die Macht der Auferstehung, die ins Leben dränge, sich zu verlassen.

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Ökumene lässt sich nicht mehr zurückdrehen

Ökumene lässt sich nicht mehr zurückdrehen

11.05.2018News

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©epd-Bild/Friedrich Stark

Die Annäherung zwischen Katholiken und Protestanten war Thema auf dem Katholikentag. Nach dem Reformationsjubiläum 2017 riefen die Spitzenrepräsentanten der beiden großen Kirchen dazu auf, in der Ökumene nicht zu ermüden.

Münster (epd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf dem Katholikentag in Münster den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran als „schweren Einschnitt“ für die internationale Zusammenarbeit bezeichnet. Die einseitige Aufkündigung sei ein „Grund großer Sorge“, sagte sie bei einer Podiumsdiskussion vor Tausenden Besuchern. Fragen des Zusammenhalts beschäftigen auch die Kirchen. Die Spitzenrepräsentanten der beiden großen Kirchen sprachen sich für mehr Anstrengungen in der Ökumene aus.

Merkel erklärte, inwieweit sich das Abkommen ohne die USA aufrechterhalten lasse, müsse nun mit dem Iran besprochen werden. „Das ist ein gravierendes Vorkommnis, aber kein Grund, die transatlantische Partnerschaft infrage zu stellen“, unterstrich die Kanzlerin. Die transatlantische Zusammenarbeit liege nach wie vor im Interesse Deutschlands. Als Friedensmacht sei Europa alleine nicht stark genug und auf Verbündete angewiesen.

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Iran-Atomabkommen: EKD-Friedensbeauftragter setzt auf Europa

Iran-Atomabkommen: EKD-Friedensbeauftragter setzt auf Europa

11.05.2018News

„Der Ausstieg geschah wider besseren Wissens, ohne politische Weitsicht und mit wenig Solidarität zu Europa“, sagte Renke Brahms

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©epd-Bild/Jürgen Blume

Renke Brahms hofft, dass sich die verbliebenen Vertragspartner schnell an einen Tisch setzten, um darüber zu reden, unter welchen Konditionen das Abkommen aufrecht erhalten werden könne.

Bremen (epd). Nach dem Ausstieg von US-Präsident Donald Trump aus dem Atomabkommen mit dem Iran setzt der evangelische Friedensbeauftragte Renke Brahms auf europäisches Engagement zur Rettung des Deals. „Der Ausstieg geschah wider besseren Wissens, ohne politische Weitsicht und mit wenig Solidarität zu Europa“, sagte der leitende Bremer Theologe am 9. April dem Evangelischen Pressedienst (epd). Er hoffe, dass Europa zusammen mit Russland und China dabei bleibe. „Vielleicht schweißt das die Europäer zusammen“, bekräftigte der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Trump will sofort wieder scharfe Sanktionen gegen den Iran einsetzen und warnt auch andere Länder vor Geschäften mit Teheran. Brahms sagte, er hoffe trotzdem, dass sich die verbliebenen Vertragspartner schnell an einen Tisch setzten, um darüber zu reden, unter welchen Konditionen das Abkommen aufrecht erhalten werden könne. „In meinen Augen ist es hoffnungsvoll, dass der Iran sagt: Wir wollen dabei bleiben.“

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