Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Die Sehnsucht nach dem Gemeinsamen

Die Sehnsucht nach dem Gemeinsamen

11.05.2018News

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©epd-Bild/Friedrich Stark

Der 101. Deutsche Katholikentag steht unter dem Leitwort „Suche Frieden“. Bis zum 13. Mai werden Zehntausende Teilnehmer zu mehr als 1.000 Veranstaltungen erwartet.

Münster (epd). Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat auf dem Katholikentag seine Kritik am Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran bekräftigt. Wenn das Abkommen falle, sei es eine „Tragödie“ für den Iran, für die Region, aber auch für die internationale Diplomatie, betonte der Bundespräsident am 10. Mai in Münster. Auch die Frage, ob protestantische Ehepartner zur Kommunion zugelassen werden sollen, wurde auf dem Katholikentag diskutiert.

Steinmeier warb dafür, sich mit den anderen beteiligten Mächten für einen Fortbestand des Iran-Abkommens einzusetzen. „Die Europäer müssen notwendigerweise mit den verbleibenden Mächten sprechen“, forderte der ehemalige Bundesaußenminister bei einer Veranstaltung zum Thema Friedenssicherung. Das Wiener Abkommen mit dem Iran hatten 2015 neben den USA auch Großbritannien, China, Russland, Frankreich, Deutschland und die EU ausgehandelt.

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Kirche muss da sein, wo die Menschen sind

Kirche muss da sein, wo die Menschen sind

11.05.2018News

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©epd-Bild/Jörn Neumann

Die 19-jährige Jana Highholder lässt das Publikum an ihrem Alltag als Slammerin, Medizinstudentin und Christin teilnehmen.

„Wofür glauben? Ist es notwendig? Hat es irgendeinen Sinn?“, fragt die junge Frau mit den blonden Locken auf einem gelben Sofa. Sie könne nicht erklären, warum „man“ glauben sollte, erzählt sie auf dem YouTube-Kanal „Jana“. „Aber ich kann und möchte euch erzählen, warum ich glaube.“ Mit dem YouTube-Kanal will die evangelische Kirche junge Menschen erreichen, die nach dem Sinn des Lebens fragen. Die 19-jährige Jana Highholder lässt das Publikum an ihrem Alltag als Slammerin, Medizinstudentin und Christin teilnehmen.

Ziel sei es, den „Gottesdienst zu den Menschen zu bringen“, erzählt die Humanmedizin-Studentin in Münster, die bereits seit einigen Jahren unter ihrem Künstlernamen Jana Highholder als Poetryslammerin auf Bühnen und in den sozialen Medien präsent ist. Dazu müsse man dahin gehen, wo diese Menschen sind: „Und in meiner Generation sind das die sozialen Medien.“

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Christi Himmelfahrt in der Kunst

Christi Himmelfahrt in der Kunst

10.05.2018News

Kirchenfenster, Kupferstich oder Malerei: Für Jesu Weg in den Himmel gibt es ganz unterschiedliche Bilder

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Mal ist es ein wolkenumrahmter Auftritt, mal sieht man nur die Füße: Jesu Rückkehr in den Himmel hat viele Künstler beschäftigt und inspiriert. Hier gibt es eine Auswahl an Kunstwerken zur Himmelfahrt – als Gemälde, Kirchenfenster oder Steinrelief.

©epd-Bild/Rainer Oettel

©epd-Bild/akg-images

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Der Heilige Geist in der Bibel

Der Heilige Geist in der Bibel

09.05.2018News

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Neben Gott-Vater und Christus ist der Heilige Geist die dritte „Person“ der göttlichen Dreifaltigkeit. Ein schwieriges theologisches Gebilde, das die Frage nahe legt: Was sagt die Bibel eigentlich über den Heiligen Geist?

©epd-Bild/Rainer Oettel

Pfingstfenster von Wilhelm Gerhard (1955) in der Johanniskirche Dessau (Ausschnitt).Der Geist in der Taube

Jesus lässt sich vom Bußprediger Johannes im Jordan taufen. Nach dem Taufakt sah Jesus den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabfahren und über sich kommen. Dass die Bibel den Geist mit einem Vogel symbolisiert, hat eine lange Tradition. In vielen Kulturen und Religionen herrscht die Vorstellung, die Seele verbinde sich mit einem Vogel. Die sanftmütige und friedfertige Taube ist auch in der Kunstgeschichte immer wieder Trägerin und Zeichen des Heiligen Geistes. Als „Friedenstaube“ erfuhr sie in der Friedensbewegung große Symbolkraft.

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EKD-Medienbischof mahnt Debatte über Digitalisierung an

EKD-Medienbischof mahnt Debatte über Digitalisierung an

09.05.2018News

Kirchenpräsident Volker Jung betrachtet vor allem die Entwicklung vollautomatischer Waffensysteme mit Sorge

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Düsseldorf (epd). Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung ruft zu einer gesellschaftlichen Debatte über ethische Fragen der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz auf. Die neuen Technologien müssten sich an der Menschenwürde und den Menschenrechten messen lassen, sagte der Medienbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Es gehe nicht nur um die Nützlichkeit, sondern vor allem darum, „was Menschen gut tut und dem Leben dient“.

Die Fraktionsspitzen der großen Koalition hatten bei ihrer Klausurtagung im bayerischen Murnau über den Umgang mit der Digitalisierung und mit künstlicher Intelligenz beraten. Dazu beschlossen sie die Einsetzung einer Fachkommission.

Kirchenpräsident Jung betonte, die neuen Technologien eröffneten „großartige Möglichkeiten“, Menschen könnten sie aber auch in „verhängnisvoller Weise“ nutzen. Erhebliche Zweifel bestünden bei vollautomatisch handelnden Waffensystemen und deren Verantwortung für getroffene Entscheidungen. Der leitende Theologe der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau forderte eine ethische Auseinandersetzung darüber, welche Aufgaben selbstlernenden Maschinen künftig übertragen werden könnten und welche nicht.

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Hilfswerke und Kirchen fordern humane Lösung für Familiennachzug

Hilfswerke und Kirchen fordern humane Lösung für Familiennachzug

09.05.2018News

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Köln/Berlin (epd). Unicef und Diakonie haben den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neuregelung des Familiennachzugs für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus kritisiert. Der Entwurf, der am 9. Mai vom Bundeskabinett beraten werden soll, stehe im Widerspruch zur UN-Kinderrechtskonvention sowie zu zentralen Vorgaben des deutschen und internationalen Rechts, erklärte das UN-Kinderhilfswerk Unicef. „Die Regulierung von Flucht und Migration darf nicht auf dem Rücken der schwächsten Kinder ausgetragen werden“, sagte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider.

„Dem Gesetzesentwurf gelingt es nicht, den Grund- und Menschenrechten von Familien und insbesondere Kindern gerecht zu werden“, erklärte Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Beim Vorrang von Familien mit minderjährigen Kindern und beim Nachzug von minderjährigen ledigen Geschwistern seien dringend Nachbesserungen erforderlich.

Den Schutz von Ehe und Familie dürfe man nicht zahlenmäßig begrenzen, auch nicht bei subsidiär Schutzberechtigten, fügte Loheide hinzu: „Wir können die Augen nicht davor verschließen, dass die Kriege in Syrien und anderswo andauern und eine Rückkehr für die Betroffenen bis auf weiteres lebensgefährlich wäre.“

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Zwei Kirchenleute in die Rentenkommission berufen

Zwei Kirchenleute in die Rentenkommission berufen

09.05.2018News

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Professor Dr. Gert G. Wagner ist Anfang Mai in die Rentenkommission der Bundesregierung berufen worden. Der Professor für Volkswirtschaftslehre ist Mitglied der Kammer der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für soziale Ordnung. Außerdem ist er Vorsitzender des Sozialbeirats, der die Bundesregierung in Fragen der Rentenversicherung und Altersvorsorge berät. Neben ihm hat der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, auch Hermann Gröhe in die Rentenkommission berufen. Der ehemalige Bundesgesundheitsminister und stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion engagiert sich ebenfalls in der evangelischen Kirche. Seit 1997 ist er Mitglied der Synode der EKD und von 1997 bis 2009 war der Jurist Hermann Gröhe Mitglied des Rates der EKD.

Der Rentenkommission gehören zehn Vertreter der Sozialpartner, der Politik und der Wissenschaft an. Die Kommission soll zur nachhaltigen Sicherung und Fortentwicklung der Alterssicherungssysteme beitragen und damit das Fundament für einen verlässlichen Generationenvertrag schaffen.

EKD

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Reformationstag soll auch in Niedersachsen Feiertag werden

Reformationstag soll auch in Niedersachsen Feiertag werden

09.05.2018News

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Hannover (epd). Der Reformationstag am 31. Oktober soll nach dem Willen der niedersächsischen Landesregierung von diesem Jahr an neuer gesetzlicher Feiertag in dem Bundesland werden. Das Kabinett beschloss, einen entsprechenden Gesetzentwurf in den Landtag einzubringen. Hamburg und Schleswig-Holstein haben den Reformationstag ab 2018 bereits zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Auch in Bremen gibt es eine entsprechende parlamentarische Vorentscheidung. Die Bremer Bürgerschaft will mit einem Beschluss abwarten, wie Niedersachsen entscheidet. 

Die niedersächsische Landesregierung hatte bereits im vergangenen Jahr den Reformationstag als zusätzlichen Feiertag vorgeschlagen, nach öffentlichen Diskussionen aber zunächst eine Verbandsanhörung beschlossen. Da dabei kein einheitlicher Wille für oder gegen den Reformationstag oder für einen anderen Tag zu erkennen gewesen sei, halte die Landesregierung an ihrem ursprünglichen Vorschlag fest, sagte ein Sprecher.

Sie habe sich von der protestantischen Prägung Norddeutschlands leiten lassen, hieß es. Außerdem spiele die Entscheidung der anderen norddeutschen Länder eine Rolle, um eine „Insellösung“ zu vermeiden. Der Reformationstag 2017 war wegen des 500. Reformationsjubiläums einmalig bundesweit zum gesetzlichen Feiertag erklärt worden. In Sachsen ist der Reformationstag bereits seit der deutschen Wiedervereinigung ein gesetzlicher Feiertag.

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Wo sind eigentlich Himmel und Hölle?

Wo sind eigentlich Himmel und Hölle?

09.05.2018News

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©epd-Bild/akg-images

Lazarus in Abrahams Schoß und der Reiche in der Hölle – Ausschnitt aus einem religiösen Sammelbildchen, Frankreich um 1900

An Himmelfahrt sind sie unterwegs, die Männer- und Frauenclubs, die Wanderer, Radler und Kutschenfahrer. Zum Vatertag hat sich dieser Tag säkularisiert. Doch im Kalender steht „Himmelfahrt“, und so bleibt unübersehbar: Dies ist ein christlicher Feiertag.

40 Tage nach Ostersonntag, an einem Donnerstag, feiern die Kirchen die Rückkehr Jesu zu seinem Vater in den Himmel. Im Lukas­evangelium (Kapitel 24,51) und in der Apostelgeschichte (Kapitel 1,9) ist davon die Rede, dass Christus in den Himmel er­hoben wurde. Im Apostolischen Glaubensbekenntnis beten Christen, dass Christus „aufgefahren (ist) in den Himmel“. Und genau so ist es auf volkstümlichen Abbildungen: Da entzieht sich Christus nach und nach den ­Blicken der Zuschauer. Oft ­bleiben nur seine Füße erkennbar, die in ­Wolken entschwinden. Oder ein kräftiger Arm zieht Christus nach oben.

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Weltkirchenrat sieht neue Chance für Korea

Weltkirchenrat sieht neue Chance für Korea

08.05.2018News

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Pjöngjang/Genf (epd). Der Weltkirchenrat sieht neue Chancen für eine umfassende politische Lösung der Korea-Krise. Der Abbau der militärischen Spannungen von Nordkorea mit Südkorea, eine enge Kooperation der koreanischen Staaten und ein friedliches Miteinander aller Menschen auf der Halbinsel seien möglich, erklärte der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, in Pjöngjang, der nordkoranischen Hauptstadt.

Eine ökumenische Delegation unter Leitung Tveits hatte Nordkorea auf Einladung der dortigen Christlichen Föderation besucht. Die Anstrengungen müssten auf eine dauerhafte Abschaffung aller Atomwaffen und der Verhinderung eines neuen Krieges auf der Halbinsel gerichtet sein, hieß es in einer Stellungnahme. Das Gipfeltreffen zwischen Südkoreas Präsident Moon Jae-in und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un Ende April habe viele Hoffnungen geweckt.

Die ökumenische Delegation traf auch mit Nordkoreas nominellem Präsidenten Kim Yong Nam zusammen. In den nächsten Wochen planen Nordkoreas Kim und US-Präsident Donald Trump ein Treffen, das zu einem weiteren Abbau der Spannungen beitragen soll. Die USA und Südkorea verlangen die völlige Abschaffung aller Atomwaffen Nordkoreas.

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Jeder Stein erzählt Geschichten

Jeder Stein erzählt Geschichten

08.05.2018News

In Niedersachsen sind evangelische Frauenklöster bis heute lebendig – die Klosterkammer Hannover betreut sie

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©epd-Bild/Jens Schulze

Dagmar Gentner möchte künftig im Kloster Isenhagen leben.

Hankensbüttel (epd). Die Holzdielen knarren, als Dagmar Gentner den Flur im ersten Stock des evangelischen Frauenklosters Isenhagen entlang geht. In Nischen und an den Wänden stehen Schränke und Truhen, die Bewohnerinnen in vergangenen Jahrhunderten zurückgelassen haben. „Ich war schon bei meinem ersten Besuch hier wie verzaubert“, sagt die schlanke Frau mit dem Pagenkopf und deutet durch das Fenster auf den Innenhof mit dem großen Catalpa-Baum. „Es ist wie in einer anderen Welt, jedes Detail, jeder Stein erzählt Geschichten.“

Seit Januar lebt die 66-Jährige in dem Kloster bei Gifhorn. Für ihren Ruhestand hat sie ein besonderes Lebensmodell gewählt. Nach einer Probezeit will sie der Gemeinschaft von derzeit fünf Klosterdamen beitreten.

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Diakonie informiert auf Youtube über Sucht

Diakonie informiert auf Youtube über Sucht

07.05.2018News

Mit dem Youtube-Kanal „Deine Suchtexperten“ will die Diakonie Niedersachsen Jugendliche und ihre Angehörigen ansprechen

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Hannover (epd). Die Diakonie in Niedersachsen will mit einem neuen Youtube-Format mehr Menschen im Netz erreichen und über das Thema Sucht informieren. Der Kanal „Deine Suchtexperten“ richte sich insbesondere an junge Menschen und ihre Angehörigen, sagte Diakonie-Vorstandssprecher Hans-Joachim Lenke. Die Videos werden von der Firma Zypix aus Hannover produziert. Die Hanns-Lilije-Stiftung und die Heinrich-Dammann-Stiftung fördern das Projekt mit je rund 23.000 Euro. 

In den Filmen sprechen Suchtberater der Diakonie über Themen wie Glücksspiel, Alkohol oder Cannabis, sagte Lenke. Die Videos sollten den Zuschauern helfen zu erkennen, ob sie süchtig oder anfällig für eine Suchterkrankung seien. Sie ersetzten keine Beratung, sondern könnten „den Weg zu Beratungsstellen bahnen“. Ein Infokasten neben den Videos biete die Möglichkeit, die eigene Postleitzahl einzugeben und so die bundesweit nächstgelegene Beratungsstelle der Diakonie zu finden.

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Gericht verhandelt über Schmäh-Relief „Judensau“

Gericht verhandelt über Schmäh-Relief „Judensau“

07.05.2018News

Was mit der „Judensau“-Skulptur an der Wittenberger Stadtkirche geschieht, soll jetzt das Landgericht klären

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©epd-Bild/Jens Schlüter

Über das „Judensau“-Relief an der Wittenberger Stadtkirche ist eine heftige Diskussion entbrannt.

Wittenberg (epd). Über den Fortbestand eines umstrittenen mittelalterlichen, antisemitischen Reliefs an der Wittenberger Stadtkirche wurde am 7. Mai vor dem Amtsgericht der Lutherstadt verhandelt. Im Rahmen einer Zivilklage fordert ein Mitglied einer jüdischen Gemeinde aus Berlin von der Wittenberger Kirchengemeinde die Entfernung der als „Judensau“ bekannten Schmähskulptur. Zur Begründung hieß es, das mehr als 700 Jahre alte Relief beleidige und diffamiere jüdische Mitbürger. Da die Kirchengemeinde die Entfernung der „Judensau“ bislang abgelehnt habe, gebe es keine andere Möglichkeit als den Klageweg. Dabei stützt sich der Kläger unter anderem auf das Antidiskriminierungsgesetz.

Richter Thomas Tilch erklärte das Amtsgericht mit Verweis auf den zu hohen Streitwert für nicht zuständig. Damit gab der Amtsrichter dem Antrag des Klägeranwalts statt, das Verfahren an das Landgericht Dessau-Roßlau zu überweisen. Zuvor war der Versuch eines Vergleichs zwischen den Streitparteien gescheitert.

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Kirche und Linke kommen ins Gespräch

Kirche und Linke kommen ins Gespräch

07.05.2018News

Bei einem Treffen von Vertretern der EKD und der Linken geht es unter anderem um die Aufarbeitung der SED-Geschichte

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Berlin (epd). Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Linkspartei sind zu einem Arbeitstreffen in Berlin zusammengekommen. Bei dem Austausch sei es um die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Fragen von Staat und Religionsgemeinschaften sowie um die Bedeutung des gesellschaftlichen Zusammenhalts gegangen, teilte die EKD nach dem Treffen bei Facebook mit.

Es war das bislang hochrangigste Treffen zwischen EKD und Linken. Vonseiten der EKD nahmen unter anderem der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, der Berliner Bischof Markus Dröge und Vize-Kirchenamtspräsident Horst Gorski teil. Die Linke war unter anderem vertreten durch den Vorsitzenden der Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, den stellvertretenden Parteivorsitzenden Axel Troost, die religionspolitische Sprecherin Christine Buchholz und den Landtagsvizepräsidenten in Sachsen-Anhalt, Wulf Gallert.

„Vertrauensvolle Atmosphäre“

Offizielle Treffen, wie sie die EKD mit CDU, SPD und Grünen regelmäßig hat, gab es mit der Linken bislang nicht. Das Verhältnis war lange Zeit schwierig unter anderem wegen der Geschichte der Linken, die zum Teil aus der PDS als Nachfolgepartei der SED hervorgegangen war. Unter der SED-Diktatur wurden die Kirchen marginalisiert und Christen benachteiligt. Die Gesprächsteilnehmer hätten bekräftigt, dass vor dem Hintergrund der Glaubens- und Gewissensfreiheit die Aufarbeitung der Unterdrückung der Kirche in der DDR nicht enden dürfe, heißt es in der Mitteilung der EKD. Das Gespräch habe in „vertrauensvoller, offener Atmosphäre“ stattgefunden. Der Austausch von Kirche und Politik sei von großer Bedeutung und solle fortgesetzt werden, heißt es darin weiter.

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Gericht verhandelt über Schmäh-Relief „Judensau“

Gericht verhandelt über Schmäh-Relief „Judensau“

07.05.2018News

Was mit der „Judensau“-Skulptur an der Wittenberger Stadtkirche geschieht, sollen jetzt Juristen klären

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©epd-Bild/Jens Schlüter

Über das „Judensau“-Relief an der Wittenberger Stadtkirche ist eine heftige Diskussion entbrannt.

Wittenberg (epd). Über den Fortbestand eines umstrittenen mittelalterlichen, antisemitischen Reliefs an der Wittenberger Stadtkirche wird vor dem Amtsgericht der Lutherstadt verhandelt. Im Rahmen einer Zivilklage fordert ein Mitglied einer jüdischen Gemeinde aus Berlin von der Wittenberger Kirchengemeinde die Entfernung der als „Judensau“ bekannten Schmähskulptur. Zur Begründung hieß es, das mehr als 700 Jahre alte Relief beleidige und diffamiere jüdische Mitbürger. Da die Kirchengemeinde die Entfernung der „Judensau“ bislang abgelehnt habe, gebe es keine andere Möglichkeit als den Klageweg. Dabei stützt sich der Kläger unter anderem auf das Antidiskriminierungsgesetz.

Debatte zum Reformationsjubiläum

Die Stadtkirchengemeinde hatte sich in der Vergangenheit für den Verbleib des historischen Reliefs an der Außenfassade ihrer Kirche ausgesprochen, aber bereits 1988 ein Mahnmal eingeweiht, das sich kritisch auch auf die Schmähplastik bezieht. Das Sandsteinrelief aus dem Jahr 1305 zeigt einen Rabbiner, der einem Schwein unter den Schwanz schaut und Juden, die an den Zitzen der Sau trinken. Im Mittelalter wurden durch solche Abbildungen, die auch an anderen Kirchen in Deutschland zu finden sind, Juden geschmäht. Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums im vergangenen Jahr war in Wittenberg eine Debatte über den Umgang mit der „Judensau“ entbrannt, die wegen einer nachträglich ergänzten Inschrift auch „Luthersau“ genannt wird.

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Kirchenasyl-AG: Bayerisches Urteil bestätigt die Praxis

Kirchenasyl-AG: Bayerisches Urteil bestätigt die Praxis

07.05.2018News

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Berlin (epd). Die ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ sieht die Praxis in den Kirchengemeinden zum Schutz von Flüchtlingen vor Abschiebung durch ein Urteil des Münchner Oberlandesgerichts gestärkt. „Kirchenasyl ist kein passives Abwarten oder Verstecken, sondern immer das aktive und transparente Suchen nach Lösungen in besonderen Härtefällen im Gespräch mit den zuständigen Behörden“, sagte die Vorstandsvorsitzende Dietlind Jochims am 6. Mai dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das OLG hatte am 3. Mai zwar den Freispruch eines Nigerianers bestätigt, der in einem Kirchenasyl im bayerischen Freising auf einen Aufenthaltsstatus in Deutschland hoffte und wegen illegalen Aufenthalts angeklagt wurde. Zugleich betonte das Gericht, das Kirchenasyl schütze grundsätzlich nicht vor einer Abschiebung und „verbietet dem Staat kein Handeln“.

Kommunikation mit den Behörden

Jochims sagte, es sei unumstritten, dass das Kirchenasyl kein anerkanntes Rechtsinstitut sei. „Aber das Gericht stellt klar, dass es trotzdem Gründe gibt, warum es als nicht strafbar zu bewerten ist.“ Zudem habe das OLG betont, wie wichtig die Kommunikation mit den Behörden im Fall eines Kirchenasyls sei. „2015 wurde dazu ein Verfahren mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vereinbart. Kirchen und Bundesamt sprechen seitdem regelmäßig über diese Verabredungen“, betonte die Pastorin der evangelischen Nordkirche. Das mit Spannung erwartete Urteil habe die Kirchengemeinden deswegen auch nicht verunsichert. „Manche haben sich gefragt, welche Auswirkungen es auf die Rechtssprechung bundesweit haben wird. Und es gab Fragen, wie es im Dialog mit den politisch Verantwortlichen nun weitergehen wird“, sagte Jochims zu den Reaktionen. Deutschlandweit nennt die Bundesarbeitsgemeinschaft eine Zahl von derzeit 445 Kirchenasylen mit insgesamt 674 Personen, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geht von 710 Menschen im Kirchenasyl aus.

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Kreuz stellt weltliche Werte in Frage

Kreuz stellt weltliche Werte in Frage

07.05.2018News

EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm nimmt erneut Stellung zu Kreuzen in öffentlichen Gebäuden

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Frankfurt a.M. (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, spricht sich für Bürokratieabbau und kürzere Entscheidungswege in der Kirche aus. Eine breite Beteiligung aller Interessierten sei gut, „aber für die Zahl der Gremiensitzungen bräuchte es so etwas wie eine Obergrenze, um mehr Zeit für die Kommunikation des Evangeliums in die Welt hinein zu haben“, schreibt Bedford-Strohm in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Gleiches gelte für den Umfang kirchlicher Regelungswerke und die Zahl der Genehmigungsvorgänge, fügte der bayerische Landesbischof in dem Gastbeitrag hinzu. Dort bezog er außerdem erneut Stellung in der Debatte um die künftige Kreuz-Pflicht in bayerischen Behörden.

Botschaft ernst nehmen

Aus Sicht Bedford-Strohms darf das Kreuz als christliches Symbol nicht vom Staat okkupiert werden. Es könne „nicht auf ein Zeichen einer erfolgreichen Kultur- und Beheimatungsleistung reduziert werden, sondern ist mindestens genauso das Zeichen einer zum Nachdenken bringenden Infragestellung aller weltlichen Werte“, schreibt er. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) habe nach seiner Aussage, wonach das Kreuz nicht Zeichen einer Religion sei, reagiert und erklärt, dass es in allererster Linie ein religiöses Symbol sei, aber auch zu den Grundfesten des Staates gehöre. „Dass das Kreuz zuallererst eine religiöse Bedeutung hat, darüber scheint jetzt Konsens zu bestehen. Nur indem dies auch wirklich ernst genommen wird, kann es ja überhaupt eine öffentliche Bedeutung geben“, argumentiert Bedford-Strohm.

Wenn das Kreuz in öffentlichen Gebäuden hängt, sollte es aus Bedford-Strohms Sicht an das Geheimnis der Erlösung durch Jesus Christus erinnern. Dazu zählten „die im Glauben gewonnene Freiheit, dem Nächsten zu dienen“, und Humanität. Das Kreuz lehre eine „kulturelle Demut, die von den Irrwegen der eigenen Kultur weiß und daraus die Konsequenzen zieht“.

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„Maria und die dritte Dimension“

„Maria und die dritte Dimension“

05.05.2018News

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©epd-Bild

Das vermutlich aus einer Leipziger Werkstatt stammende Kunstwerk, in dessen Mittelpunkt umgeben von Heiligen die gekrönte Maria mit dem Jesuskind steht, gilt nach Angaben des Domstifts als eines der bedeutendsten Altarbilder des 16. Jahrhunderts und der Zeit des Übergangs von der Gotik zur Renaissance.

Außen von Wetter und Zeit gezeichneter Backstein, innen strahlendes Weiß: Der vor mehr als 850 Jahren gegründete Dom zu Brandenburg an der Havel gilt als Mutterkirche der Mark. Eine Ausstellung rückt nun eine Kuriosität aus dem Kirchenschatz in den Blick der Öffentlichkeit. Unter dem Titel „Maria und die dritte Dimension“ wird die Geschichte des 500 Jahre alten Marienaltars aus dem Hohen Chor des Doms erzählt, der eigentlich ganz woanders hingehört und durch die Reformation dorthin gelangte. Am 3. Mai wurde die Ausstellung, die auch die gesellschaftlichen Umbrüche der Zeit vor 500 Jahren aufgreift, im Dom eröffnet.

Der Zisterzienserabt Valentin Henneke hatte den rund neun Quadratmeter großen, kunstvoll mit Schnitzereien und Gold verzierten Flügelaltar einst dem märkischen Kloster Lehnin gestiftet, 1518 wurde der Altar dort aufgestellt. Das vermutlich aus einer Leipziger Werkstatt stammende Kunstwerk, in dessen Mittelpunkt umgeben von Heiligen die gekrönte Maria mit dem Jesuskind steht, gilt nach Angaben des Domstifts als eines der bedeutendsten Altarbilder des 16. Jahrhunderts und der Zeit des Übergangs von der Gotik zur Renaissance.

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Kirchenpräsident Jung fordert stärkere Regulation des Internets

Kirchenpräsident Jung fordert stärkere Regulation des Internets

04.05.2018News

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©epd-Bild/Thomas Lohnes

Durch den Einsatz digitaler Medien seien Menschen manipulierbarer geworden als früher, sagte Jung bei den Südwestdeutschen Medientagen.

Landau (epd). Nach Ansicht des hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung kommt dem Qualitätsjournalismus verstärkt die Aufgabe zu, Informationen zu bewerten und investigativ zu recherchieren. Durch das Internet verschwimme die Trennung zwischen Medienmachern und Mediennutzern, sagte Jung auf den Südwestdeutschen Medientagen im pfälzischen Landau. Jeder könne jederzeit ungeprüfte Informationen konsumieren und verbreiten. Für eine differenzierte und ausgewogene Berichterstattung im Netz seien Plattformen nach dem Vorbild des öffentlich-rechtlichen Rundfunks besonders geeignet, weil sie unabhängiger von ökonomischem Druck seien als private Anbieter, sagte Jung weiter.

Der Kommunikationsraum Internet müsse zudem stärker reguliert werden, forderte Jung, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) ist. Ethische Regeln für die Kommunikation im Internet seien jedoch nur sinnvoll, wenn sie global gelten. Durch den Einsatz digitaler Medien seien Menschen manipulierbarer geworden als früher, sagte Jung. Langfristig werde dadurch die Demokratie gefährdet. Jung rief die Mediennutzer dazu auf, ihre eigene Kommunikationsstrategie kritisch zu hinterfragen. Das Internet sei mittlerweile für viele Menschen Teil des eigenen Lebens geworden. Eine „Ethik der Mediennutzung“ sei nötig, um die Flut von Informationen einordnen zu können. Die Kirche liefere dazu einen Beitrag, indem sie den verantwortlichen Umgang mit digitalen Medien im Religionsunterricht zum Thema mache. Die dritten Südwestdeutschen Medientage in Landau standen unter dem Titel „Tempo! – Journalismus in der Beschleunigungsgesellschaft“. Veranstalter war die Evangelische Akademie der Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk, dem Saarländischen Rundfunk, dem Frank-Loeb-Institut der Universität Koblenz-Landau, der Universität des Saarlandes und dem Deutschen Journalistenverband.

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„Uns eint mehr, als uns trennt“

„Uns eint mehr, als uns trennt“

04.05.2018News

Die EKD will sich nun zunächst in Gesprächen ein genaueres Bild über den Stand der Diskussion zur Öffnung des Abendmahls machen

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©epd-Bild/Jens Schulze

Ende Februar hatte die Bischofskonferenz mit mehr als Drei-Viertel-Mehrheit beschlossen, eine pastorale Handreichung für das Abendmahl von Ehepaaren unterschiedlicher Konfession auf den Weg zu bringen.

Rom/Frankfurt a.M. (epd). Die katholischen deutschen Bischöfe sollen auf Wunsch des Papstes ihren Streit über die Öffnung der Kommunion für evangelische Ehepartner selbst beilegen. Franziskus habe sie aufgefordert, „im Geist kirchlicher Gemeinschaft eine möglichst einmütige Regelung zu finden“, teilten der Vatikan und die Deutsche Bischofskonferenz nach Beratungen in Rom mit. Der Theologieprofessor Michael Seewald betonte, der Papst habe damit dem Ansinnen der sieben konservativen Bischöfe nicht stattgegeben, die eine mehrheitlich beschlossene Handreichung zur Öffnung der Kommunion mit einem Brief nach Rom stoppen wollten.

Der Papst würdige das ökumenische Engagement der deutschen Bischöfe, erklärte der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Luis Francisco Ladaria Ferrer, am 3. Mai nach dem Gespräch, an dem unter anderem der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki teilnahmen.

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