Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Landeskirchen wollen deutsche Entscheidung zum Arbeitsrecht abwarten

Frankfurt a.M. (epd). Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum kirchlichen Arbeitsrecht sehen die evangelischen Landeskirchen keinen Anlass für schnelle Änderungen ihrer Einstellungspraxis. Dies ergab eine bundesweite Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd). Der EuGH in Luxemburg hatte im April entschieden, dass kirchliche Arbeitgeber nicht pauschal und unbegründet eine Kirchenmitgliedschaft bei Bewerbern verlangen dürfen.

Die überwiegende Mehrheit der Landeskirchen und ihrer Diakonien wollen zunächst die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichtes (BAG) abwarten, an das der EuGH den Rechtsstreit zurückverwiesen hat. Das BAG-Urteil wird im Sommer erwartet. „Bis dahin bleibt im Einzelfall zu prüfen, ob bei Stellenausschreibungen auf die zwingende Voraussetzung der Kirchenmitgliedschaft verzichtet werden sollte“, sagte der westfälische Kirchenrat Henning Juhl in Bielefeld dem epd. Ähnlich äußerten sich auch andere Landeskirchen und Diakonischen Werke.

Achtung des christlichen Profils und des diakonischen Auftrags

Wie die epd-Umfrage ergab, wird in den Landeskirchen von bestimmten Berufsgruppen die Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche erwartet, etwa von Gemeindemitarbeitern in der Verkündigung, Kirchenmusikern und Küstern. Manche Landeskirchen wie etwa die evangelische Kirche im Rheinland, in Bayern oder die Nordkirche haben sich bereits für konfessionslose Mitarbeiter sowie für Mitarbeiter anderer Konfessionen und Religionen geöffnet.

Dies gilt insbesondere für Bereiche, in denen viele Menschen betreut werden, die keiner christlichen Kirche angehören. Dazu gehören Pflegeheime, Kitas und die Jugendarbeit. Dabei erwarten Kirche und Diakonie von allen Mitarbeitern – auch jenen ohne Religionszugehörigkeit – die Achtung des christlichen Profils und des diakonischen Auftrags.

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Evangelische Erwachsenenbildung neu „vermessen“ - Fachtag am 02. Mai 2018

Evangelische Erwachsenenbildung neu „vermessen“ - Fachtag am 02. Mai 2018

03.05.2018News

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©EKD/Sven Kriszio

Fachtag zum ersten Bildungsbericht über evangelisches Bildungshandeln mit Erwachsenen

Erstmalig führt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) eine evangelische Bildungsberichterstattung zur Erwachsenenbildung durch: Evangelische Erwachsenenbildung sichert mit einem anderen Profil als die Volkshochschulen religiös-ethische Grundbildung (über 33% der Veranstaltungen) und Orientierung in Politik und Gesellschaft (26% der Kurzveranstaltungen). Dazu kommt die Thematik Familie, Gender, Partnerschaft. Die Evangelische Erwachsenenbildung erreicht damit pro Jahr viele Millionen Erwachsene aller Weltanschauungen und Religionen. Erstmalig zeigt sich so im bundesdeutschen Vergleich öffentlich geförderter Erwachsenenbildung der besondere Beitrag der evangelischen Weiterbildungswerke zur Orientierung in Grundfragen der Lebensorientierung und Lebensgestaltung im privaten und öffentlichen Raum.

Evangelische Erwachsenenbildung stärkt Kompetenzen vieler Millionen Erwachsener in Sachen Religion, Familien- und Gesellschaftsgestaltung.

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Keine(r) bleibt allein

Keine(r) bleibt allein

04.05.2018News

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©Pixabay/kaboompics

2016 wurde der Hashtag #KeinerTwittertAllein ins Leben gerufen. Schnell fanden sich Menschen ein, die Weihnachten auch nicht ganz allein verbringen wollten. Im Jahr darauf fanden dann richtige Begegnungen an Weihnachten statt. (Foto: Symbolbild)

Zu Weihnachten 2016 war Christian Fein allein. Er hatte gerade eine Trennung hinter sich, Weihnachten als Familienfest fiel aus. Also suchte er digital Gesellschaft: Er rief das Hashtag #KeinerTwittertAllein ins Leben. Schnell fanden sich dort Menschen ein, die Weihnachten auch nicht ganz allein verbringen wollten. Eine spontane digitale Festgemeinschaft war geboren.

Zwei Jahre später erzählt Fein diese Geschichte auf einer großen Bühne: Auf der Gesellschaftskonferenz re:publica stellen er und seine Freundin Nicole Brinkmann den Verein #Keine(r) Bleibt Allein vor. Die Idee ist einfach: Menschen aus der ungewollten Einsamkeit rausholen, indem sie anderen Menschen begegnen können. Nicht mehr nur digital, sondern auch in der Kohlenstoffwelt.

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Pfälzische Landeskirche hält an Austausch der „Hitlerglocke“ fest

Pfälzische Landeskirche hält an Austausch der „Hitlerglocke“ fest

03.05.2018News

Der Landeskirchenrat schlägt vor, die Glocke auf Kosten der Landeskirche durch eine neue Glocke gleicher Qualität und Klangs zu ersetzen

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©epd-Bild/Monika Franck

Die derzeitige Glocke im Turm der Jakobuskirche stammt aus dem Jahr 1934 und trägt die Inschrift „Alles für's Vaterland. Adolf Hitler“. Sie ist mit einem Hakenkreuzsymbol versehen.

Speyer/Herxheim am Berg (epd). Die Evangelische Kirche der Pfalz ist weiterhin bestrebt, die sogenannte „Hitlerglocke“ im Kirchturm der Jakobuskirche in Herxheim am Berg abzuhängen. Der Landeskirchenrat schlage vor, die Glocke auf Kosten der Landeskirche durch eine neue Glocke gleicher Qualität und Klangs zu ersetzen und der Kommune zu schenken, teilte die Landeskirche in Speyer mit. Inzwischen sei eindeutig klar, dass der Kirchturm der Kirchengemeinde gehört. Die „Hitlerglocke“ hingegen ist im Besitz der politischen Gemeinde, deren Ortsgemeinderat beschlossen hat, sie hängen zu lassen.

Durch umfangreiches Quellenstudium der Rechtsabteilung des Landeskirchenrats seien die Besitzverhältnisse des Turms nun eindeutig geklärt, erklärte die Landeskirche weiter. Zwischen der Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde regele ein 1983 geschlossener Vertrag Nutzung und Unterhalt des Turmes.

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Bedford-Strohm fordert differenzierten Umgang mit AfD-Anhängern

Bedford-Strohm fordert differenzierten Umgang mit AfD-Anhängern

03.05.2018News

EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm diskutierte mit der Erzbischöfin der Kirche von Schweden, Antje Jackelén über Kirche in Zeiten von Populismus

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Das Abendforum zur Kirche in Zeiten des Populismus fand in der Französischen Friedrichstadtkirche statt.

Berlin (epd). Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat im Umgang der Kirchen mit der AfD und ihren Wählern mehr Differenzierung gefordert. Er wolle das Phänomen des Populismus nicht an drei Buchstaben festmachen, sagte der bayerische Landesbischof am 2. Mai in Berlin. Dahinter lägen unterschiedliche Probleme und Gruppen von Sympathisanten, erklärte er.

Bedford-Strohm nannte drei Gruppen, darunter Protestwähler und Konservative, die früher CDU oder CSU gewählt hätten. Mit beiden Gruppen müsse man das Gespräch suchen und über mögliche Problemlösungen reden, sagte er. Als dritte Gruppe sieht Bedford-Strohm Rechtsextreme. Sie nutzten die Partei, um Gedankengut wieder salonfähig zu machen, das nicht salonfähig werden dürfe. „Das ist gefährlich“, sagte er und forderte von der Kirche gegenüber dieser Gruppe „klare Kante“: „Da, wo die Intoleranz zum Programm gemacht wird, hört die Toleranz auf.“

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EKD-Datenschutzbeauftragter: Internet ist kein rechtsfreier Raum

EKD-Datenschutzbeauftragter: Internet ist kein rechtsfreier Raum

02.05.2018News

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©pixabay/succo

Berlin (epd). Anlässlich der Netzkonferenz re:publica hat der kirchliche Datenschutzbeauftragte Michael Jacob zu mehr Reflexion des eigenen Handelns im Internet aufgefordert. In den vergangenen Jahren habe sich ein Bewusstsein breitgemacht, dass das Netz ein eigener Raum sei, sagte Jacob dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin. „Manchmal erscheint es mir, als wenn einige glauben, man stehe im virtuellen Raum jenseits von allem anderen. Aber man ist mittendrin“, sagte der Beauftragte für den Datenschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Die Freiheit im Internet sei ein hohes Gut und Ausdruck von Meinungsfreiheit, sagte Jacob. Man müsse beklagen, dass diese Freiheit in weiten Teilen der Welt, unter anderem in China, eingeschränkt werde. „Auf der anderen Seite steht aber auch ganz klar, dass das Netz kein rechtsfreier Raum ist“, sagte der Jurist und ergänzte: „Es gelten die gleichen Straf- und Zivilgesetze wie sonst im Leben.“

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Friedensbewegung fordert Abrüsten statt Aufrüsten

Friedensbewegung fordert Abrüsten statt Aufrüsten

02.05.2018News

Bündnis aus Wissenschaft, Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und Politik warnt vor neuem Rüstungswettlauf

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©epd-Bild/Cristian Gennari

Berlin (epd). Ein Bündnis aus Wissenschaft, Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und Politik hat vor einem neuen Rüstungswettlauf gewarnt. „Abrüstung ist das Gebot der Stunde“, sagte der Co-Präsident des Internationalen Friedensbüros (IPB), Reiner Braun, in Berlin bei der Vorstellung des Aufrufs „Disarm! Don't Arm!“ (englisch: „Abrüsten! Nicht aufrüsten“). Anlass ist der in Stockholm veröffentlichte Bericht des Friedensforschungsinstitutes Sipri über erneut gestiegene Rüstungsausgaben weltweit in Höhe von insgesamt 1,739 Billionen US-Dollar (rund 1,433 Billionen Euro) im vergangenen Jahr. Die „Top Five“ waren die USA, China, Saudi-Arabien, Russland und Indien. Deutschland folgte auf Platz neun.

„Sipri liefert nur die Zahlen“, sagte Braun. Es sei an der Politik und der Friedensbewegung, die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen. Die Initiatoren des Aufrufs sprechen sich unter anderem für eine Stärkung ziviler Konfliktlösung aus. Zudem sollten die geplanten zusätzlichen Haushaltsmittel für die Bundeswehr besser in die öffentliche Infrastruktur, in Bildung, Wohnungsbau, Umwelt- und Klimaschutz sowie in die Entwicklungszusammenarbeit gesteckt werden.

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Klosterkammer feiert Festakt zum 200-jährigen Bestehen

Klosterkammer feiert Festakt zum 200-jährigen Bestehen

02.05.2018News

Jubiläums-Ausstellung „Schatzhüterin“: Klosterschätze aus Niedersachsen und das Leben in den niedersächsischen Frauenklöstern

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©epd-Bild/Jens Schulze

Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas vor einem Lego-Modell des Verwaltungsgebäudes der Klosterkammer Hannover.

Hannover (epd). Mit einem Festakt in der Marktkirche in Hannover feiert die Klosterkammer Hannover am 8. Mai ihr 200-jähriges Bestehen. Zu der nichtöffentlichen Feier werden nach Angaben der Behörde mehrere hundert geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Kultur und Gesellschaft erwartet. Die Sonderbehörde unter Rechtsaufsicht des Landes Niedersachsen wurde am 8. Mai 1818 vom welfischen Prinzregenten Georg von Hannover (1762-1830) gegründet, dem späteren britischen König Georg IV. Ihre Aufgabe war die Verwaltung früherer Kirchengüter, die in der Reformationszeit säkularisiert worden waren.

„Quicklebendig geblieben“

„Trotz ihrer langen Geschichte ist die Klosterkammer bis heute quicklebendig geblieben, weil sie Neuem gegenüber aufgeschlossen ist und sich den modernen Entwicklungen immer wieder anpasst“, sagte der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU). „Niedersachsen kann sich glücklich schätzen, dass die Klosterkammer seit nunmehr 200 Jahren existiert und hoffentlich noch lange fortbesteht.“ Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur nimmt die Rechtsaufsicht über die unabhängige Behörde wahr.

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„Gemacht, um Leben zu vernichten“

„Gemacht, um Leben zu vernichten“

02.05.2018News

Gespräch mit GKKE-Geschäftsführer Tim Kuschnerus zu Rüstungsexporten und Erwartungen an die neue Bundesregierung

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Weltweite Waffenverkäufe nehmen zu, laut Friedensforschungsinstitut Sipri in Stockholm machen auch deutsche Unternehmen verstärkt Umsatz. Tim Kuschnerus, Leiter der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE), spricht im zeitzeichen-Interview über dem Umgang der Bundesregierung mit deutschen Rüstungsexporten.

©epd-Bild/Stefan Boness/Ipon

Mit der Attrappe einer Pistole vor dem Reichstag in Berlin forderte 2013 die Aktion "Stoppt den Waffenhandel, Aufschrei Gegen den Export von Terror und Gewalt made in Germany" unter anderem ein Verbot des deutschen Waffenhandels.

Herr Kuschnerus, die GKKE fordert von der neuen Bundesregierung ein Rüstungsexportkontrollgesetz. Warum brauchen wir das?

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Heinrich Bedford-Strohm: Entscheidend ist, Kreuz mit Leben zu füllen

Heinrich Bedford-Strohm: Entscheidend ist, Kreuz mit Leben zu füllen

30.04.2018News

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©epd-Bild/Mck

Der katholische Münchner Erzbischof Reinhard Marx (links) kritisierte den Erlass, weil er „Spaltung, Unruhe, Gegeneinander“ geschaffen habe. Der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm sagte: Entscheidend sei, dass das Kreuz nicht nur an der Wand hänge, sondern auch inhaltlich mit Leben gefüllt werde. (Foto: Archivbild)

München (epd). Die Debatte um die Kreuz-Pflicht in bayerischen Behörden geht weiter. Während der katholische Münchner Erzbischof Reinhard Marx den Erlass der Staatsregierung kritisierte, weil er „Spaltung, Unruhe, Gegeneinander“ geschaffen habe, äußerte sich der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm zurückhaltend: Es gehe „natürlich nicht“, das Kreuz auf ein Kultursymbol zu reduzieren. Den Vorwurf, das Christentum zu vereinnahmen, um die eigenen Ziele zu legitimieren, wolle er aber „niemandem konkret machen“.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx, sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Das Kreuz lässt sich nicht von oben verordnen.“ Wenn das Kreuz nur als kulturelles Symbol gesehen werde, habe man es nicht verstanden. „Dann würde das Kreuz im Namen des Staates enteignet.“

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Friedenswege und die Schrecken des Krieges

Friedenswege und die Schrecken des Krieges

01.05.2018News

Kunstprojekt „Frieden. Von der Antike bis heute“ beschäftigt sich mit Licht- und Schattenseiten christlicher Friedensideen

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©epd-Bild/Friedrich Stark

Das Thema „Frieden“ wird aus kulturhistorischer sowie stadtgeschichtlicher und christlicher Perspektive mit internationalen Exponaten präsentiert. (Foto: Exponat von Wilhelm Lehmbruck: „Der Gestürzte“)

Am 19. Dezember 1944 schreibt der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer einen Brief an seine Verlobte Maria von Wedemeyer. Er ist seit über 20 Monaten in Gestapo-Haft und muss mit seiner Hinrichtung rechnen. An das Ende des Briefes fügt er als Weihnachtsgruß ein selbst geschriebenes Gedicht an. Es beginnt mit den Zeilen: „Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr.“ Maria von Wedemeyer macht eine Abschrift von dem Gedicht, das mehrfach vertont wurde und heute ein bekanntes Kirchenlied ist.

Das besondere Zeitdokument ist Teil der großen Themenschau „Frieden. Von der Antike bis heute“, die am 28. April in Münster eröffnet wurde. Die Houghton-Library der US-amerikanischen Elite-Universität Harvard, in deren Besitz der Originalbrief ist, leiht das Dokument erstmals für eine Schau in Deutschland aus. Vier Münsteraner Museen beleuchten bis zum 2. September in fünf Ausstellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln das Streben nach Frieden in Gesellschaft und Kunst vergangener Epochen.

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Käßmann: Luther ging's nicht um Kreuze in bayerischen Amtsstuben

Käßmann: Luther ging's nicht um Kreuze in bayerischen Amtsstuben

30.04.2018News

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©epd-Bild/Rald Schick

Der Festgottesdienst am 29. April bildete den offiziellen Abschluss der Heidelberger Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum.

Heidelberg (epd). Mit einem Gottesdienst haben die badische evangelische Landeskirche und die Universität Heidelberg an die Heidelberger Disputation vor 500 Jahren erinnert. Bei dem damaligen Streitgespräch des Reformators Martin Luther sei es diesem um das Gottesverständnis gegangen und eine Absage an eine „Theologie der Herrlichkeit, die der Kirche einen Heilsbesitz zuerkennt“, sagte Margot Käßmann, Reformationsbotschafterin und ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), am 29. April in Heidelberg.

Für Luther sei es wichtig gewesen, nicht über die „Gottheit Gottes“ zu spekulieren, sondern auf die Menschheit Christi zu schauen, „auf Jesus von Nazareth also, um Gott zu verstehen“, betonte Käßmann. Das Kreuz sei eine Gottesmacht, sagte die Reformationsbotschafterin. Luther habe argumentiert, dass Jesus für uns am Kreuz gestorben sei. „Genau dadurch habe er für uns alle Erlösung von den Sünden möglich gemacht“ und diesen Gedanken führe die evangelische Kirche bis heute weiter.

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Tausende Biker erinnern mit Gottesdienst und Gedenkfahrt an Unfallopfer

Tausende Biker erinnern mit Gottesdienst und Gedenkfahrt an Unfallopfer

30.04.2018News

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©epd-Bild/Peter Sierigk

Für Pastor Reinhard Arnold war es der letzte Biker-Gottesdienst als aktiver Pastor. Aus gesundheitlichen Gründen tritt er noch in diesem Jahr in den Ruhestand. (Foto: Archivbild)

Braunschweig/Salzgitter (epd). Mindestens zweitausend Motorradfahrer haben am 28. April an der 31. Gedenkfahrt für Unfallopfer von Salzgitter nach Braunschweig teilgenommen. Mit der Tour und einem Gottesdienst im Braunschweiger Dom erinnerten sie an die im vergangenen Jahr verunglückten Biker. „Wir mussten mit dem Gottesdienst später anfangen, weil immer noch mehr Biker ankamen“, sagte der evangelische Motorradfahrer-Seelsorger Reinhard Arnold im Anschluss. Mit dem Gedenken sollten alle Teilnehmer zu Beginn der neuen Saison an ihre eigene Verantwortung im Umgang mit Gas und Bremse erinnert werden.

Die Polizei sprach von rund 2.000 Teilnehmenden. Auf Holzkreuzen wurden wieder die Vornamen und das Alter der Verkehrsopfer der vergangenen Saison angebracht. Sie wurden zunächst am Startpunkt aufgestellt und dann an der Spitze des Konvois nach Braunschweig begleitet. Die diesjährige Fahrt stand unter dem Motto „Stimmt die Richtung? Für Partnerschaft im Straßenverkehr.“

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EKHN-Synode bringt Trauung für alle auf den Weg

EKHN-Synode bringt Trauung für alle auf den Weg

30.04.2018News

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©epd-Bild/Stephan Wallocha

Seit 2013 ist in der EKHN die Segnung von homosexuellen Partnerschaften und die Trauung von heterosexuellen Paaren rechtlich und theologisch gleichgestellt. (Foto: Symbolbild)

Frankfurt a.M. (epd). In der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) soll künftig die Bezeichnung „Trauung“ für alle vom Standesamt beurkundeten Lebensbündnisse gelten. Die Kirchensynode brachte am 28. April in Frankfurt am Main ein entsprechendes Kirchengesetz zur Änderung der sogenannten Lebensordnung ein. Seit 2013 ist in der EKHN die Segnung von homosexuellen Partnerschaften und die Trauung von heterosexuellen Paaren rechtlich und theologisch gleichgestellt. Nur der Begriff „Trauung“ ist bislang allein heterosexuellen Verbindungen vorbehalten. Das Gesetz soll im Herbst dieses Jahres verabschiedet werden und Anfang 2019 in Kraft treten.

Anlass für die Novellierung ist die Einführung der Ehe für alle im vergangenen Juni durch den Deutschen Bundestag. Seitdem entfällt die Möglichkeit, eine eingetragene Lebenspartnerschaft einzugehen. Die Novellierung folge der geänderten staatliche Rechtslage und sei „inhaltlich kein großer Schritt“, sagte Oberkirchenrätin Petra Zander.

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Christen in der SPD wollen besser streiten

Christen in der SPD wollen besser streiten

30.04.2018News

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©epd-Bild/Meike Böschemeyer

SPD-Parteivorsitzende Andrea Nahles beklagte, Streit werde immer mehr durch Diffamierung ersetzt. (Foto: Archivbild)

Berlin (epd). Die SPD-Parteivorsitzende Andrea Nahles hat vor einer Verwahrlosung der politischen Streitkultur gewarnt. Sie nehme wahr, dass sich verschiedene Milieus zunehmend sprachlos gegenüberstünden und vor allem in Echokammern kommuniziert werde, sagte sie in Berlin. Zugleich kritisierte sie einen Mangel an Kompromissbereitschaft, der auch in Aussprüchen wie „America first“ des US-Präsidenten Donald Trump zum Ausdruck komme. „Es gibt nur noch die Exekutive der eigenen Interessen“, warnte Nahles und ergänzte: „Auf Dauer kann das Konzept 'jeder ist first' nur zu Krieg führen.“

Nahles, die am vergangenen Wochenende zur Parteichefin gewählt wurde, sprach bei der jährlichen Tagung des Arbeitskreises Christinnen und Christen in der SPD. Der Titel lautete „Richtig streiten“. Nahles beklagte, Streit werde immer mehr durch Diffamierung ersetzt. Die Auseinandersetzung mit der AfD im Bundestag bezeichnete Nahles, die auch Fraktionsvorsitzende ist, als „täglichen Kampf“. Nicht mehr der Austausch von Argumenten stehe im Vordergrund, sondern das Drehen von Videos, mit denen Botschaften in Echokammern gesendet würden, sagte sie mit Blick auf die vielen Aktivitäten von AfD-Vertretern in sozialen Netzwerken.

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Europäischer Kulturpreis Taurus für acht Personen und Institutionen

Europäischer Kulturpreis Taurus für acht Personen und Institutionen

27.04.2018News

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©epd-Bild/Matthias Rietschel

Vergeben wird die Auszeichnung in der Dresdner Frauenkirche.

Dresden (epd). Der Europäische Kulturpreis Taurus wird am 8. Juni in Dresden an acht Personen und Institutionen vergeben. Jeder Einzelne engagiere sich in besonderem Maße für den Erhalt des gemeinsamen Kulturerbes, sagte Viola Klein vom Kuratorium des Kulturpreises in Dresden. Den undotierten Ehrenpreis erhalten der Maler Gerhard Richter und die Sängerin Nana Mouskouri jeweils für ihr künstlerisches Lebenswerk.

Außerdem werde Fürst Albert II. von Monaco stellvertretend für seine eigene Stiftung zusammen mit der Deutschen Meeresstiftung ausgezeichnet, hieß er. Gewürdigt wird ihr Engagement für den Natur- und Umweltschutz. Der Taurus, eine Stierplastik in Bronze, geht zudem an Schauspieler Daniel Brühl, den Tenor Piotr Beczcala, die Sopranistin Anja Harteros sowie die Dresdner Musikfestspiele mit ihrem Intendanten Jan Vogler und das Jugendorchester der Europäischen Union.

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„Ich würde immer wieder Pfarrerin werden!“

„Ich würde immer wieder Pfarrerin werden!“

28.04.2018News

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Margot Käßmann geht in den Ruhestand. Im Interview blickt sie zurück und verrät, welches Gefühl sie für ihre Arbeit gestärkt hat und wie sie es schafft auf Menschen zuzugehen, welche große Baustelle die evangelische Kirche erwartet und worauf es ankommt, um ein erfülltes Leben zu haben.

©Foto:

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Debatte um Kreuz-Pflicht in Bayern nimmt an Schärfe zu

Debatte um Kreuz-Pflicht in Bayern nimmt an Schärfe zu

27.04.2018News

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hält den Beschluss für einen falschen Schritt

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Das bayerische Kabinett hatte in seiner Sitzung am 24. April die allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaats geändert und beschlossen, dass im Eingangsbereich aller bayerischen Dienstgebäude künftig ein Kreuz hängen soll. (Foto: Symbolbild)

Frankfurt a.M./München (epd). In der Debatte um die Kreuz-Pflicht in bayerischen Behörden verhärten sich die Fronten. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) missbrauche das christliche Symbol durch „plumpes Wahlkampfgetöse“, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (26. April). Göring-Eckardt war von 2009 bis 2013 Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Gegen die Kreuz-Pflicht formiert sich auch Widerstand unter Studenten und kirchlichen Jugendverbänden. Die CSU wies indessen Kritik als „heuchlerisch“ zurück.

Das bayerische Kabinett hatte in seiner Sitzung am 24. April die allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaats geändert. Im Eingangsbereich aller staatlichen Dienstgebäude muss ab 1. Juni als Ausdruck der „geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns“ deutlich wahrnehmbar ein Kreuz als sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung angebracht werden. Die Anordnung der Staatsregierung hat für Kritik von Juristen, Parteien und Kirchenvertretern gesorgt – es gab aber auch Zustimmung für den Beschluss.

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Landesbischof: Luthers Disputation ist eine markante Etappe der Reformation

Landesbischof: Luthers Disputation ist eine markante Etappe der Reformation

27.04.2018News

Die badische evangelische Landeskirche erinnert mit einem Festakt an die Heidelberger Disputation vor 500 Jahren

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©epd-Bild/Gustavo Alabiso

„Theologische Wissenschaft und Bildung gedeihen in der Freiheit von Forschung und Lehre“, sagte Cornelius-Bundschuh in Bezug auf die Heidelberger Disputation.

Heidelberg (epd). Mit einem Festakt hat die badische evangelische Landeskirche an die Heidelberger Disputation vor 500 Jahren erinnert. Das Streitgespräch des Reformators Martin Luther sei eine „markante Etappe in der Entwicklung der Reformation“ gewesen, sagte Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh laut Manuskript am 26. April in der Alten Aula der Universität Heidelberg. Danach habe sich die in Wittenberg angestoßene Reform mit großer Geschwindigkeit im Südwesten und in Europa ausgebreitet.

Für die evangelische Kirche sei dies eine Ermutigung, der theologischen Arbeit an Universitäten zu vertrauen. „Theologische Wissenschaft und Bildung gedeihen in der Freiheit von Forschung und Lehre“, sagte Cornelius-Bundschuh. Glaube und Bildung gehörten zusammen. Der Glaube brauche die intellektuelle Auseinandersetzung und müsse sich auch dem Widerspruch stellen. Daher sei es wichtig, dass evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer an Universitäten ausgebildet werden.

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„Brot für die Welt“-Vorstand Warning wechselt ins Entwicklungsministerium

„Brot für die Welt“-Vorstand Warning wechselt ins Entwicklungsministerium

26.04.2018News

Die 55-Jährige promovierte Geographin werde am 1. Mai eine Abteilungsleitung im Ministerium übernehmen

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©Brot für die Welt/Hermann Bredehorst

Claudia Warning ist seit 2012 Mitglied im Vorstand des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung in Berlin, zu dem „Brot für die Welt“ gehört.

Berlin (epd). Das „Brot für die Welt“-Vorstandsmitglied Claudia Warning wechselt ins Entwicklungsministerium. Die 55-Jährige promovierte Geographin werde am 1. Mai eine Abteilungsleitung im Ministerium übernehmen, hieß es aus dem Entwicklungsressort. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.

Warning ist seit 2012 Mitglied im Vorstand des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung in Berlin, zu dem „Brot für die Welt“ gehört. Als Leiterin des Bereichs Internationale Programme ist sie für rund 2.000 Entwicklungsprojekte in etwa 90 Ländern zuständig. Sie verantwortet auch die Inlandsförderung, zu der das Stipendienprogramm gehört.

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