Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Freiwilligendienst im Radar

Freiwilligendienst im Radar

27.04.2018News

Die Plattform „ein-jahr-freiwillig.de“ hilft mit neuen Online-Angeboten bei der Suche nach der passenden Dienststelle

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©evangelisch.de

Sich um behinderte Kinder, alte Menschen, Flüchtlinge kümmern. Den Betrieb eines Theaters kennenlernen. Oder doch gleich ins Ausland und sich dort in einem Entwicklungsprojekt engagieren? Jungen Menschen, die nach der Schule, vor Studium oder Ausbildung noch etwas anderes machen, ihren Horizont erweitern wollen, bietet sich ein Jahr im freiwilligen Dienst an. Angesichts der vielfältigen Möglichkeiten ist Orientierung gefragt.

Die bietet eine neue App der Internetplattform www.ein-jahr-freiwillig.de: Das FSJ-Radar zeigt, nach Tätigkeitsbereichen sortiert, Einsatzstellen in einem gewählten Radius von 5, 15, 30 oder 50 Kilometern oder nach Postleitzahl an. Über die Profile können Interessierte gleich direkt Kontakt mit dem Anbieter aufnehmen.

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Kippa-Tragen gegen den Hass

Vor dem Haus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin forderte der Präsident des Zentralrates, Josef Schuster, ein Ende falsch verstandener Toleranz und „100 Prozent Respekt für Juden, für Muslime, für Ausländer, für Homosexuelle und für alle Hautfarben“. „Wer sich den Spielregeln widersetzt, die unser Grundgesetz festlegt, der darf nicht mit Toleranz rechnen.“

Die jüdischen Gemeinden in Deutschland machten sich große Sorgen, betonte Schuster. Lehrer, die Antisemitismus an ihrer Schule verschweigen oder schönreden, erwiesen ihren Schülern einen Bärendienst genauso wie Kommunen, die Neonazi-Umtriebe stillschweigend hinnähmen, um den Tourismus nicht zu gefährden, betonte der Präsident des Zentralrates.

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gideon Joffe, sagte, „es wird in Berlin langsam ungemütlich“. Juden müssten aufpassen, das sie nicht gezwungen seien, nur noch jüdische Schulen besuchen zu können. Juden, Christen, Muslime und Atheisten müssten sich gemeinsam dem Hass entgegenstellen. „Wir brauchen viele, viele Unterstützer“, so Joffe.

„Als Christinnen und Christen stehen wir uneingeschränkt an der Seite unserer jüdischen Geschwister.“ 

Der Berliner evangelische Bischof Markus Dröge sagte, die Gesellschaft müsse noch viel sensibler werden gegenüber jeder Form der Judenfeindschaft. Die fast täglichen Berichte über Anfeindungen gegen und Übergriffe auf Juden hierzulande erfülle die Evangelische Kirche in Deutschland mit Sorge und Scham. „Als Christinnen und Christen stehen wir uneingeschränkt an der Seite unserer jüdischen Geschwister.“ Christlicher Glaube und Judenfeindschaft schlössen einander aus.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) dankte der Jüdischen Gemeinde für die Kundgebung. Es sei ein starkes Signal und mache klar, „Antisemitismus hat bei uns keinen Platz“, die demokratischen Werte seien nicht verhandelbar. Es sei ein großes Geschenk, dass jüdisches Leben wieder zur Stadt gehöre, so Müller. Unter den Teilnehmern der Kundgebung waren auch zahlreiche Vertreter der Bundespolitik und Kirchenvertreter sowie der israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff.

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Bundesamt: Derzeit 710 Menschen im Kirchenasyl

Bundesamt: Derzeit 710 Menschen im Kirchenasyl

26.04.2018News

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©epd-Bild/Heike Lyding

Beim Kirchenasyl werden Flüchtlinge ohne legalen Aufenthaltsstatus von Kirchengemeinden zeitlich befristet beherbergt. (Foto: Archivbild)

Halle (epd). In Deutschland sind laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) derzeit etwa 710 Menschen im Kirchenasyl. Das berichtet MDR Aktuell unter Berufung auf die Behörde.

Ähnliche Zahlen nennt die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche. Sie geht mit Stand Mitte April von derzeit 445 aktiven Kirchenasylen mit mindestens 674 Personen aus. Davon seien etwa 125 Kinder. 375 der Kirchenasyle sind demnach sogenannte Dublin-Fälle. Dabei sollen Asylbewerber in das Land zurückgeschickt werden, in dem sie erstmals europäischen Boden betreten haben.

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Kreuz-Pflicht in Bayern löst Kritik aus

Kreuz-Pflicht in Bayern löst Kritik aus

26.04.2018News

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©epd-Bild/Werner Krüper

Das bayerische Kabinett hatte in seiner Sitzung am 24. April die allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaats geändert und beschlossen, dass im Eingangsbereich aller bayerischen Dienstgebäude künftig ein Kreuz hängen soll. (Foto: Symbolbild)

München (epd). Die bayerische Anordnung zum Aufhängen von Kreuzen in allen Landesbehörden hat überwiegend Kritik ausgelöst. Religionsexperten von SPD, Grünen, FDP und Linke sahen am 25. April durch die Kreuz-Pflicht die Neutralitätspflicht des Staates in Gefahr. Nur die AfD begrüßte den Vorstoß. Kirchenvertreter warnten davor, das Kreuz für politische Zwecke zu missbrauchen.

Das bayerische Kabinett hatte in seiner Sitzung am 24. April die allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaats geändert. Im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes im Freistaat sei ab dem 1. Juni als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns deutlich wahrnehmbar ein Kreuz als sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland anzubringen.

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EKD-Kulturbeauftragter begrüßt Echo-Abschaffung

EKD-Kulturbeauftragter begrüßt Echo-Abschaffung

26.04.2018News

Ein solche Auszeichnung sollte aufgrund von „Preiswürdigkeit“, ästhetischer Qualität und Grundeinstellung der Künstler vergeben werden

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Berlin (epd). Der Kulturbeauftragte der evangelischen Kirche, Johann Hinrich Claussen, hat die Abschaffung des Musikpreises Echo begrüßt. Ein solche Auszeichnung sollte aufgrund von  „Preiswürdigkeit“, ästhetischer Qualität und Grundeinstellung der Künstler vergeben werden, aber nicht aufgrund von Verkaufszahlen mit ein  „bisschen Jury-Brimborium“ drumherum, sagte Claussen dem epd am 25. April in Berlin. Insofern sei die Entscheidung des Bundesverbands Musikindustrie sinnfällig, sagte der Beauftragte der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD).

Der Branchenverband hatte zuvor erklärt, die Echo-Verleihung an die umstrittenen Rapper Kollegah und Farid Bang habe den Preis so beschädigt, dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei. Dabei solle – ähnlich wie beim bisherigen Echo Klassik und Echo Jazz – künftig auch die Auszeichnung für Popmusik stärker von einer Jury bestimmt werden. Dies hatte auch Claussen gefordert. Kriterium für den Pop-Echo waren bisherige unter anderem die Verkaufzahlen; die Preisvergabe wurde von einem Beirat geprüft, in dem auch Vertreter der Kirchen sitzen.

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Pfarrerin werden – Mit beiden Füßen in der Gemeinde stehen

Pfarrerin werden – Mit beiden Füßen in der Gemeinde stehen

26.04.2018News

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Welcher Zauber wohnt dem Anfang des Pfarrerberufs inne? Welche Hoffnungen, Ängste und Herausforderungen sind damit verbunden? Die Journalisten Markus Bechtold und Anika Kempf von evangelisch.de begleiteten die angehende Pfarrerin Irmela Büttner ein Jahr lang auf ihrem Weg ins Berufsleben. In der letzten Folge der vierteiligen Serie erzählt sie zwischen Erbsensuppe und Lutheroratorium von ihrem ersten Arbeitsjahr und davon, warum sie ihren Beruf in ihrer Gemeinde liebt.

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Bundesweites Ökumenisches Netzwerk Klimagerechtigkeit gegründet

24.04.2018Artikel

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Münster. Einrichtungen der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland haben das Ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit gegründet. Durch den Zusammenschluss sollen Austausch und Qualifizierung kirchlicher Akteure verbessert und das kirchliche Engagement für mehr Klimagerechtigkeit in Politik und Gesellschaft gestärkt werden. „Die evangelischen und katholischen Kirchen mit ihren Hilfswerken und Konferenzen sind gesellschaftspolitisch ein wichtiger Akteur. Es geht um die Verantwortung der Christen für die Zukunft der Erde, die sowohl in der Enzyklika von Papst Franziskus „Laudato si“ als auch  in der EKD Denkschrift „Umkehr zum Leben – Nachhaltige Entwicklung im Zeichen des Klimawandels“ bekräftigt wird“, so Chris Böer Koordinator des Ökumenischen Netzwerkes Klimagerechtigkeit.

Mitte April hatten sich Vertreterinnen und Vertreter der Fachstellen Eine-Welt und Weltkirche der Landeskirchen und Diözesen, Missionswerke und kirchlichen Hilfswerke,  der Umwelt-Beauftragten der Kirchen, Orden und Verbände sowie des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zu ihrer Gründungskonferenz für das Ökumenische Netzwerk in Münster getroffen. Die Geschäftsstelle des Koordinators ist im Zentrum für Mission und Ökumene in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland angesiedelt. Eine weitere Geschäftsstelle ist beim katholischen Hilfswerk Misereor in Berlin. Das Netzwerk kann als Weiterentwicklung der entwicklungspolitischen Klimaplattform der Kirchen, Entwicklungsdienste und Missionswerke auf vielfältige Erfahrungen zurückgreifen.

Das Ökumenische Netzwerk wird den Klimapilgerweg 2018 unterstützen, der von Bonn (9. September) über Düsseldorf, Hannover, Dresden und Cottbus nach Berlin und weiter zu der UN-Klimaverhandlung nach Katowice in Polen führt. Dort werden ab dem 3. Dezember die Spielregeln für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens verhandelt. „Es ist unabdingbar, dass wir einen Ausstieg aus dem Verbrennen der fossilen Energien und einen menschengerechten Umgang mit klimabedingten Schäden, Vertreibung und Migration brauchen“, so Thomas Kamp-Deister von der Fachstelle Weltkirche aus dem Bistum Münster. Die Ambitionen der Staaten in ihren Klimaanstrengungen müssen deutlich erhöht werden. Bisher bewegen wir uns mit den Selbstverpflichtungen der Staaten auf eine 3 Grad Celsius wärmere Welt zu.

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Was ist eine evangelische Position?

25.04.2018News

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Um es gleich vorweg zu sagen: Die evangelische Position gibt es gar nicht. Das liegt nicht etwa daran, dass sich evangelische Christinnen und Christen gar nicht auf eine Meinung einigen könnten.

Das liegt auch nicht daran, dass Protestanten keine Meinung haben. Die evangelische Position gibt es nicht, weil nach evangelischem Verständnis jeder Christ seinem eigenen Gewissen gegenüber verantwortlich ist. Die Erkenntnis der Reformatoren war: Nicht die Kirche oder der Pfarrer gibt vor, was zu glauben ist, sondern die Menschen sollen selber denken und sich ein eigenes Urteil bilden.

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Militärbischof hilft bei der Bahnhofsmission

Militärbischof hilft bei der Bahnhofsmission

25.04.2018News

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©Roger Töpelmann

Militärbischof Sigurd Rink (Mitte) bei der Essensausgabe am Bahnhof Zoo.

Berlin. Als direkter Nachbar in der Berliner Jebensstrasse, dem Sitz der Evangelischen Militärseelsorge, hat Militärbischof Sigurd Rink die Essensausgabe der Berliner Stadtmission am Bahnhof Zoo verstärkt. Gemeinsam mit Stadtmissionsdirektor Joachim Lenz stand er gut zwei Stunden hinter dem Tresen, um die individuellen Essenswünsche der in der Regel wohnungslosen Menschen zu erfüllen. Etwa einhundert Klienten konnte der Bischof mit Suppe, Burger und Getränken versorgen. Eingenommen wird das Essen in einem Speiseraum unter der Berliner S-Bahn.

Der Leiter der Bahnhofsmission, Dieter Puhl, stellte Rink die Mitarbeitenden der Hilfeeinrichtung vor, die oft täglich für 600-700 Gäste sorgen. „Unsere Geschäftsidee ist 2000 Jahre alt, und wir müssen nicht so viel darüber nachdenken“, beschrieb er die Aufgabe der christlichen Nächstenliebe. In die wohl in Europa größte Hilfestation für Obdachlose am Bahnhof Zoo kommen Menschen aus 80 Ländern. Sie sprechen verschiedene osteuropäische Sprachen, aber auch Englisch oder Französisch.

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Neues Live-Rollenspiel im Internet

Neues Live-Rollenspiel im Internet

25.04.2018News

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©Rocket Beans TV/Srceenshot

Hamburg (epd). Die Produktionsfirma Rocket Beans TV inszeniert für die evangelische und die katholische Kirche erneut ein Live-Rollenspiel. „1648: Von Krieg und Frieden“ wird am 6. Mai auf dem Youtube-Kanal des öffentlich-rechtlichen Jugendangebots Funk ausgestrahlt, wie Rocket Beans TV mitteilte. Zu dem Rollenspiel kommen demnach insgesamt vier Mitspieler im Kapitelsaal des Doms in Münster zusammen, um in Charaktere aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges zu schlüpfen.

Die Zuschauer können das Geschehen via Live-Chat beeinflussen und über das Schicksal der Charaktere entscheiden, wie es hieß. Dafür benutzen sie den Hashtag #spitzestifte. Mit dem Rollenspiel wird die Zusammenarbeit von Rocket Beans, Funk und den beiden Kirchen fortgesetzt. Im vergangenen Dezember war als Kooperation bereits das Live-Rollenspiel „Der schwarze Tod“ über die Zeit der Pest ausgestrahlt worden. Laut Rocket Beans wurde das vierstündige Event damals von 20.000 Live-Zuschauern verfolgt.

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Ein Streitgespräch als Meilenstein der Reformation

Ein Streitgespräch als Meilenstein der Reformation

24.04.2018News

Bei der Heidelberger Disputation am 26.April 1518 verteidigte Luther seine Thesen vor einem akademischen Publikum

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©epd-Bild/Mathias Ernert

Eine Plakette auf dem Universitätsplatz erinnert an Luthers Aufenthalt in Heidelberg.

Heidelberg (epd). Für seinen aufsehenerregenden Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 in Wittenberg wurde der Augustintermönch Martin Luther weithin bekannt. Schon ein halbes Jahr später lud ihn die Generalversammlung des Augustinerordens nach Heidelberg ein, um dort seine 95 Thesen zu erläutern. Luthers Auftritt gilt als wichtiger Schritt für die Reformation im Südwesten. Mit einem akademischen Festakt am 26. April und einem Gottesdienst am 29. April erinnern die badische evangelische Landeskirche und die Universität Heidelberg an die Heidelberger Disputation.

Dieses Streitgespräch am 26. April 1518 kann als Teil des Vorgehens der römischen Kirche gegen Luther im Streit um den Ablasshandel verstanden werden. Der Theologieprofessor nutzte den Besuch, um seine Theologie erstmals außerhalb seiner Heimatuniversität Wittenberg vorzustellen. Auf die Problematik seiner Thesen zum Ablasshandel ging er jedoch nicht ein. Stattdessen befasste er sich mit den Themen der Werkgerechtigkeit und der Kreuzestheologie. Dazu hatte er 40 neue Thesen verfasst, davon 28 theologische und 12 philosophische Thesen. Er legte thesenartig die Rechtfertigungslehre dar, also dass der Mensch nicht durch gute Werke, sondern allein durch den Glauben und die Gnade Gottes gerechtfertigt ist. Damit schuf Luther ein Fundament für seine Kritik am Ablasshandel.

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Evangelische Kirche erinnert an Martin Luther King

Evangelische Kirche erinnert an Martin Luther King

23.04.2018News

Gedenkveranstaltung für Martin Luther King in der Berliner Sophienkirche, wo der Bürgerrechtler einst selbst sprach

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©epd-Bild/Keystone

Berlin (epd). Unter dem Motto „Miteinander für die Freiheit aufstehen“ hat die evangelische Kirche in Berlin an den 50. Todestag des US-Bürgerrechtlers Martin Luther King (1929-1968) erinnert. Der farbige Baptistenpastor, Friedensnobelpreisträger und Stratege des gewaltlosen Widerstands war vor 50 Jahren, am 4. April 1968, in Memphis im US-Staat Tennessee von einem Rassisten ermordet worden.

Die Kirche könne bis heute viel von King lernen, sagte der Erfurter Sozialethiker und Theologieprofessor Michael Haspel laut Redemanuskript in einem Festvortrag in der Berliner Sophienkirche. Er habe seine theologische Perspektive immer mit einer grundlegenden Gesellschaftsanalyse verbunden. „Das politische Handeln Kings hatte eine theologische Grundlegung, eine von ihm erarbeitete Theologie, die persönliche Konversion mit gesellschaftlicher Transformation verband, in der die Kirche eine wichtige Rolle spielte“, sagte Haspel.

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Brüdergemeinde startet Zahlungen an missbrauchte Heimkinder

Brüdergemeinde startet Zahlungen an missbrauchte Heimkinder

23.04.2018News

Für Betroffene besteht die Möglichkeit, bis Ende Juni 2020 einen Antrag auf Anerkennungsleistung zu stellen

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Korntal (epd). Die Evangelische Brüdergemeinde Korntal und Wilhelmsdorf will in Kürze mit Zahlungen an ehemalige Heimkinder beginnen, die seelisch und körperlich missbraucht wurden. Damit gehe der Aufklärungs- und Aufarbeitungsprozess der Missbrauchsfälle in die Abschlussphase, teilte die Brüdergemeinde am 20. April in Korntal bei Stuttgart mit. Die Aufklärerin Brigitte Baums-Stammberger habe bisher 112 Interviews mit ehemaligen Heimkindern geführt. Eine unabhängige Vergabekommission habe alle Anträge auf Zahlung einer sogenannten Anerkennungsleistung bearbeitet und Beträge von unter 5.000 bis 20.000 Euro für die Betroffenen festgelegt. Der Aufklärer Professor Benno Hafeneger habe die Untersuchung des Archivmaterials weitestgehend abgeschlossen. Ein Abschlussbericht soll am 7. Juni öffentlich vorgestellt werden. „Auch nach Abschluss des dokumentierten Aufarbeitungsprozesses besteht für Betroffene die Möglichkeit, bis Ende Juni 2020 einen Antrag auf Anerkennungsleistung zu stellen“, teilte die Brüdergemeinde mit.

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Superintendent warnt vor Schlussstrich bei Erinnerung an NS-Verbrechen

Superintendent warnt vor Schlussstrich bei Erinnerung an NS-Verbrechen

23.04.2018News

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Warschau/Detmold (epd). Der lippische Landessuperintendent Dietmar Arends hat in der polnischen Hauptstadt Warschau die Notwendigkeit der Erinnerung an die NS-Verbrechen hervorgehoben. In Deutschland werde immer wieder die Forderung laut, es müsse doch einmal Schluss sein mit dem Erinnern, sagte der evangelische Theologe in einem Gottesdienst in Warschau zum 75. Jahrestag des Beginns des Aufstands im Warschauer Ghetto am 19. April 1943. „Nein, es darf nicht Schluss sein mit dem Erinnern“, betonte der oberste Repräsentant der Lippischen Landeskirche laut Redetext. „Nur wenn wir uns erinnern, können wir davor bewahrt werden, dass Ähnliches wieder geschieht.“

Arends äußerte sich besorgt darüber, „dass Antisemitismus in Deutschland und an anderen Orten wieder um sich greift“. Als Nachfahren der Menschen, die an vielen Orten in Europa unsagbare Verbrechen begangen hätten, müssten Deutsche aus der Verantwortung der Erinnerung heraus solchen Tendenzen entschieden entgegentreten.

Arends war gemeinsam mit Vertretern der Lippischen Landeskirche, der Stadt Detmold, Schülern von Detmolder und Lemgoer Gymnasien sowie Mitgliedern der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit nach Warschau gereist. Ein Grund für die Gedenkfahrt war, dass der SS-Befehlshaber Jürgen Stroop, der für die Niederschlagung des Aufstands im Warschauer Ghetto mit Tausenden Toten verantwortlich war, aus Detmold stammte. Stroop wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs von einem polnischen Gericht zum Tode verurteilt und hingerichtet.

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Aufrufe zum Tragen der Kippa

Aufrufe zum Tragen der Kippa

23.04.2018News

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©epd-Bild/Christopher Clem Franken

In Berlin und Frankfurt am Main wird zu Solidaritätsaktionen mit der jüdischen Gemeinschaft aufgerufen.

Berlin (epd). Nach dem Übergriff auf zwei Kippa tragende Männer in Berlin geht die Debatte um die Sicherheit von Juden in Deutschland weiter. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sprach am 20. April im Deutschlandfunk von einer neuen Qualität des Antisemitismus. Er hätte sich einen solchen Vorfall vor zehn Jahren nicht vorstellen können. Die rote Linie habe sich verschoben. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte der Zeitung „Die Welt“, er sei nicht bereit, das hinzunehmen. Auch der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) verurteilte judenfeindliche Angriffe.

Am 17. April waren zwei Männer, die die jüdische Kopfbedeckung trugen, von einem Arabisch sprechenden Mann im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg mit einem Gürtel angegriffen worden. Gegen den mutmaßlichen Täter wurde inzwischen Haftbefehl erlassen. Laut Polizei handelt es sich um einen 19-jährigen Palästinenser aus Syrien. In einem auf Facebook veröffentlichten Video bestreiten er und ein weiterer Tatverdächtiger antijüdische Motive des Angriffs. „Wir sind nicht feindlich gegenüber Juden. Wir sind keine Antisemiten“, erklären sie in dem am 19. April veröffentlichten Video.

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Diakonie ruft zu mehr humanitärer Hilfe für Syrien auf

Diakonie ruft zu mehr humanitärer Hilfe für Syrien auf

23.04.2018News

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Berlin (epd). Vor der Syrien-Konferenz am 24. und 25. April in Brüssel ruft die Diakonie Katastrophenhilfe zu mehr humanitärer Hilfe für die Menschen in dem arabischen Bürgerkriegsland auf. „Das Geld darf nicht nur ein weiteres mal mit großer Geste öffentlichkeitswirksam zugesagt werden, es muss auch nachprüfbar, verlässlich und kontinuierlich in konkrete humanitäre Hilfsprogramme vor Ort fließen“, erklärte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Zugleich äußerte sie die Hoffnung auf ein Friedenssignal. Zu der Konferenz laden die EU und die UN ein.

Füllkrug-Weitzel erklärte, wegen mangelnder Zahlungsdisziplin der Gebernationen hätten UN-Organisationen einen Teil der für Syrien zugesagten Mittel an lokale Hilfswerke stoppen müssen. „Das ist ein humanitäres Desaster und riesiger Skandal“, sagte Füllkrug-Weitzel. Nach ihren Worten finanziert die Bundesregierung Hilfen direkt nur in den Oppositionsgebieten in Syrien. In Regierungsgebieten werde ausschließlich über die Vereinten Nationen finanziert, die aber wegen mangelnder Zahlungsmoral anderer Staaten machtlos seien. Kirchliche und private Hilfswerke könnten jedoch über ihre Partner auch in regierungskontrollierten Gebieten verlässlich tätig sein.

Mehr als 13 Millionen Syrerinnen und Syrer benötigen aktuell humanitäre Hilfe, mindestens drei Millionen sind aber nur schwer oder gar nicht erreichbar. „Helfer vor Ort versuchen unermüdlich, ein Stück Humanität in diesen unmenschlichen Konflikt zu bringen“, sagte Füllkrug-Weitzel. Dabei gehe es eben nicht nur um den Schutz vor Bomben. „Zu einem würdevollen Leben gehört auch, ein Dach über dem Kopf zu haben und sich nicht zwischen lebensnotwendiger Medizin und Essen entscheiden zu müssen.“

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Käßmann: Küng hat Konfessionen und Religionen zusammengebracht

Käßmann: Küng hat Konfessionen und Religionen zusammengebracht

23.04.2018News

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©epd-Bild/Gerhard Bäuerle

Wenige römisch-theologische Theologen hätten sich wie Hans Küng (Bild) für eine Annäherung der christlichen Kirchen, aber auch der Religionen engagiert, sagte Margot Käßmann.

Tübingen (epd). Die Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann, hat den Einsatz des katholischen Theologen Hans Küng für die Ökumene gewürdigt. Wenige römisch-theologische Theologen hätten sich wie er für eine Annäherung der christlichen Kirchen, aber auch der Religionen engagiert, sagte die ehemalige hannoversche Landesbischöfin am 20. April in Tübingen. Die Theologin sprach bei einem Festakt zu Küngs 90. Geburtstag, den er am 19. März gefeiert hatte.

In ihrem Vortrag zu „Reformation und Toleranz“ sagte Käßmann, dass die Decke der religiösen Toleranz in Deutschland dünn sei. Das zeigten Debatten um die Beschneidung von Jungen als religiöses Ritual, konfessionellen Religionsunterricht, Moscheebauten, das Tragen von Kopftüchern oder die Akzeptanz eines Kreuzes im Gerichtssaal. Sie erinnerte daran, dass die Bedeutung des Wortes Toleranz sei, andere Positionen zu „ertragen“. Die Reformation war der Theologin zufolge in verschiedenen Bereichen intolerant, etwa in Glaubensfragen, in ihrer Befürwortung von Waffengewalt und im Blick auf andere Religionen. Gleichzeitig habe es eine „Lerngeschichte der Toleranz“ gegeben, die vom Augsburger Religionsfrieden 1555 bis zur Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre zwischen Lutheranern und Vatikan 1999 reiche. Der ursprünglich kirchlich gedachte Begriff der „versöhnten Verschiedenheit“ könnte auch passend sein für die religiöse Toleranz. Von einem „Religionsmischmasch“ halte sie aber nichts, betonte Käßmann. Die Festrednerin lobte Küngs Projekt „Weltethos“, das ethische Basisstandards suche, die von allen Religionen und Kulturen bejaht werden könnten. Die jüngere Geschichte habe laut einer Studie des Weltethos-Instituts gezeigt, dass religiöse Akteure in aller Welt auch zur Verminderung von Gewalt in politischen Konflikten beigetragen hätten. Das betrachte sie als „ungeheure Ermutigung“, sagte die Theologin.

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Altkanzler Schröder schenkt der Marktkirche Hannover ein „Reformationsfenster“

Altkanzler Schröder schenkt der Marktkirche Hannover ein „Reformationsfenster“

23.04.2018News

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Hannover (epd). Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) schenkt der evangelischen Marktkirche in Hannover ein rund zwölf Meter hohes Buntglasfenster. Allein die Kosten für Material, Herstellung und Einbau würden auf 100.000 Euro geschätzt, sagte Marktkirchen-Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann dem Evangelischen Pressedienst (epd). Sie bestätigte damit einen Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Entworfen wurde das „Reformationsfenster“ von dem Maler, Grafiker und Bildhauer Markus Lüpertz (76), einem persönlichen Freund Schröders. Lüpertz gehört zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart. Das Kunstwerk werde eine Bereicherung für die spätmittelalterliche Kirche sein, sagte Kreisel-Liebermann: „Das ist attraktiv und spannend für die Stadt.“

Zu Diskussionen anregen

Für die Herstellungskosten habe Schröder einen Kreis von Firmen, Institutionen und Privatleuten als Sponsoren gewinnen können. Das Künstler-Honorar zahle der Altkanzler aus eigener Tasche. Schröder fühlt sich der Marktkirche verbunden, er hat dort selbst schon eine Bürgerpredigt gehalten. Die zentrale Marktkirche ist die größte und älteste Kirche in Hannover und gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt.

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Weltkirchenrat dringt auf einen Friedensvertrag auf der koreanischer Halbinsel

Weltkirchenrat dringt auf einen Friedensvertrag auf der koreanischer Halbinsel

20.04.2018News

Ein konstruktiver Dialog müsse die gefährliche Eskalation gegenseitiger Drohungen ablösen, erklärte der Generalsekretär des Rates, Olav Fykse Tveit

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Genf (epd). Der Weltkirchenrat hat die vorsichtige Annäherung zwischen den USA und Nordkorea begrüßt. Ein konstruktiver Dialog müsse die gefährliche Eskalation gegenseitiger Drohungen ablösen, erklärte der Generalsekretär des Rates, Olav Fykse Tveit, in Genf. Er äußerte die Hoffnung, dass der Weg zu einem förmlichen Friedensvertrag zwischen Nordkorea und Südkorea freigemacht werden könne. Seit 1953 besteht ein Waffenstillstand, der den Koreakrieg faktisch beendete.

Tveit hob positiv hervor, dass US-Präsident Donald Trump den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-Un persönlich treffen wolle. Eine Begegnung könnte laut US-Diplomaten Ende Mai oder Anfang Juni stattfinden. In den Gespräch soll es um das Atomwaffenprogramm der Nordkoreaner gehen. Die USA verlangen einen Verzicht Kims auf Massenvernichtungswaffen. Ein Ort der Zusammenkunft ist noch nicht bekanntgegeben worden.

Der Ökumenische Rat der Kirchen setzt sich Jahren seit für eine friedliche Kooperation der beiden koreanischen Staaten ein. Im ÖRK sind rund 350 Kirchen mit mehr als 500 Millionen Gläubigen zusammengeschlossen.

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Hilfswerks-Generalsekretär: Protestanten in Syrien sehr verunsichert

Hilfswerks-Generalsekretär: Protestanten in Syrien sehr verunsichert

20.04.2018News

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Leipzig/Beirut (epd). Die jüngsten Luftangriffe westlicher Verbündeter in Syrien haben unter Protestanten in dem Bürgerkriegsland große Furcht ausgelöst. „Es ist eine große Unsicherheit da“, sagte der Generalsekretär des Leipziger Gustav-Adolf-Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Enno Haaks, nach einem Treffen mit syrischen Pfarrern in Beirut. „Die Fragen, wie geht es weiter, welche Zukunft haben wir, sind immer da“, sagte Haaks dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Haaks nahm vom 18. bis zum 20. April in der libanesischen Hauptstadt an Konsultationen mit der Evangelischen Kirche in Syrien und im Libanon teil. Dazu waren demnach auch evangelische Pfarrer aus Aleppo, Damaskus, Hama, Homs und Latakia angereist. Insgesamt haben die protestantischen Gemeinden in Syrien laut Haaks rund 5.000 Mitglieder. 

„Eine wirkliche Perspektive hat hier keiner aufgezeigt“

Hoffnung auf Frieden sei da, „aber eine wirkliche Perspektive hat hier keiner aufgezeigt“, erklärte Haaks weiter. Seine Gesprächspartner hofften, dass „fremde Mächte“ Syrien verließen. Auch sagten die Pfarrer, sich unter dem Schutz des Militärs von Syriens Machthaber Baschar al-Assad sicher zu fühlen.

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