Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Wochenend-Tipps: „Holweide liest“ Texte zu „Krieg und Frieden“, Kinderchorfestival in Frechen, Gospelkonzert in Worringen, Frauenforum in Frechen und musikalische Abendandacht in St. Maria im Kapitol

Musik und Texte zu „Krieg und Frieden“In Kooperation mit der Veranstaltungsreihe „Holweide liest“ findet am Freitag, 4. Mai, 19.30 Uhr, ein Abend mit Musik und Texten zu „Krieg und Frieden“ mit Kriegsklagen und Friedensbitten in der Versöhnungskirche Holweide, Buschfeldstraße 30, statt. „Wenn Gerechtigkeit und Frieden sich küssen“ ist der Titel des Abends, an dem unter der Leitung von Mechthild Brand der Chor „Coro con Spirito“ Chorwerke von Heinrich Schütz, Rudolf Mauersberger, Knut Nystedt und anderen zu Gehör bringt. Gleichzeitig wird zur Finissage der Ausstellung „Hello Camel“ von Christoph Bangert eingeladen. Bangert ist ein vielfach ausgezeichneter Fotograf aus Köln, der Kriegsgebiete bereist hat. Der Eintritt ist frei.www.dellbrueck-holweide.kirche-koeln.de

Kinderchöre mit 40 Kindern aus dem Kirchenkreis Köln-SüdVerschiedene Kinderchöre aus dem Kirchenkreis Köln-Süd treten am Samstag, 5. Mai, 15.30 Uhr, in der Evangelischen Kirche Frechen, Hauptstraße 209, als ein großer gemeinsamer Chor auf. In einer Abschlussandacht präsentieren sie das Ergebnis des Kinderchortages, der in diesem Jahr den Titel „Wundervoll“ trägt. Etwa 40 Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren haben dazu gemeinsam Lieder und Tänze einstudiert. Zuhörerinnen und Zuhörer sind herzlich willkommen.www.kkk-sued.de

„United we sing…“ – zwei Chöre fusionierenAnlässlich des Zusammenschlusses des Gospelchores „Brigosko“ mit dem Evangelischen Kirchenchor Worringen geben beide Chöre ein erstes gemeinsames Konzert in der Worringer Friedenskirche, Hackenbroicher Straße 59. Das Konzert findet unter Leitung von Dirk Straube am Samstag, 5. Mai, 18.30 Uhr, statt und steht unter dem Motto „United we sing…“. Der Eintritt ist frei.www.friedenskirche-worringen.de

Gestalttherapeutin beim Frauenforum zum Thema „Du hast die Wahl“Auf jedem Lebensweg gibt es täglich unzählige Entscheidungen zu treffen. Beim Frauenforum mit Frühstück am Samstag, 5. Mai, 9 Uhr, in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Birkenallee 20, gibt Gestalttherapeutin Inge Herrig dazu Tipps und leitet Übungen zum Thema „Du hast die Wahl…, Deine innere Heimat zu finden“ an. Das Frühstück bietet außerdem genügend Zeit zum gegenseitigen Austausch. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter 0221/48 67 94 ist erforderlich.www.ekir.de/junkersdorf

Herrnhuter Brüdergemeine in St. Maria im KapitolZu einer musikalischen Abendandacht in der Krypta von St. Maria im Kapitol, Kasinostraße 6, am Sonntag, 6. Mai, 19 Uhr, lädt die Herrnhuter Brüdergemeine in Nordrhein-Westfalen ein. Das Thema: „Komm zu mir in meinem Gebet“. Der Bielefelder Pastor Christian Herrmann leitet die Andacht und der Chor „Moravian Harmonists“ bringt Taizé-Lieder zu Gehör. Die Herrnhuter Brüdergemeine ist eine ökumenisch offene evangelische Freikirche. Sie bringt jährlich die Losungen mit jeweils einem Bibelvers des Alten und Neuen Testaments für die tägliche Andacht heraus. Zum Rahmenprogramm des Besuchs gehört auch eine kostenlose Führung durch St. Pantaleon mit dem Kunsthistoriker Carsten Schmalstieg um 15.30 Uhr.Dr. Heinrich Ferdinand Moeschler, Herrnhuter Brüdergemeine, Telefon 02202/840 90

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Wochenend-Tipps: „Holweide liest“ Texte zu „Krieg und Frieden“, Kinderchorfestival in Frechen, Gospelkonzert in Worringen, Frauenforum in Frechen und musikalische Abendandacht in St. Maria im Kapitol

Musik und Texte zu „Krieg und Frieden“In Kooperation mit der Veranstaltungsreihe „Holweide liest“ findet am Freitag, 4. Mai, 19.30 Uhr, ein Abend mit Musik und Texten zu „Krieg und Frieden“ mit Kriegsklagen und Friedensbitten in der Versöhnungskirche Holweide, Buschfeldstraße 30, statt. „Wenn Gerechtigkeit und Frieden sich küssen“ ist der Titel des Abends, an dem unter der Leitung von Mechthild Brand der Chor „Coro con Spirito“ Chorwerke von Heinrich Schütz, Rudolf Mauersberger, Knut Nystedt und anderen zu Gehör bringt. Gleichzeitig wird zur Finissage der Ausstellung „Hello Camel“ von Christoph Bangert eingeladen. Bangert ist ein vielfach ausgezeichneter Fotograf aus Köln, der Kriegsgebiete bereist hat. Der Eintritt ist frei.www.dellbrueck-holweide.kirche-koeln.de

Kinderchöre mit 40 Kindern aus dem Kirchenkreis Köln-SüdVerschiedene Kinderchöre aus dem Kirchenkreis Köln-Süd treten am Samstag, 5. Mai, 15.30 Uhr, in der Evangelischen Kirche Frechen, Hauptstraße 209, als ein großer gemeinsamer Chor auf. In einer Abschlussandacht präsentieren sie das Ergebnis des Kinderchortages, der in diesem Jahr den Titel „Wundervoll“ trägt. Etwa 40 Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren haben dazu gemeinsam Lieder und Tänze einstudiert. Zuhörerinnen und Zuhörer sind herzlich willkommen.www.kkk-sued.de

„United we sing…“ – zwei Chöre fusionierenAnlässlich des Zusammenschlusses des Gospelchores „Brigosko“ mit dem Evangelischen Kirchenchor Worringen geben beide Chöre ein erstes gemeinsames Konzert in der Worringer Friedenskirche, Hackenbroicher Straße 59. Das Konzert findet unter Leitung von Dirk Straube am Samstag, 5. Mai, 18.30 Uhr, statt und steht unter dem Motto „United we sing…“. Der Eintritt ist frei.www.friedenskirche-worringen.de

Gestalttherapeutin beim Frauenforum zum Thema „Du hast die Wahl“Auf jedem Lebensweg gibt es täglich unzählige Entscheidungen zu treffen. Beim Frauenforum mit Frühstück am Samstag, 5. Mai, 9 Uhr, in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Birkenallee 20, gibt Gestalttherapeutin Inge Herrig dazu Tipps und leitet Übungen zum Thema „Du hast die Wahl…, Deine innere Heimat zu finden“ an. Das Frühstück bietet außerdem genügend Zeit zum gegenseitigen Austausch. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter 0221/48 67 94 ist erforderlich.www.ekir.de/junkersdorf

Herrnhuter Brüdergemeine in St. Maria im KapitolZu einer musikalischen Abendandacht in der Krypta von St. Maria im Kapitol, Kasinostraße 6, am Sonntag, 6. Mai, 19 Uhr, lädt die Herrnhuter Brüdergemeine in Nordrhein-Westfalen ein. Das Thema: „Komm zu mir in meinem Gebet“. Der Bielefelder Pastor Christian Herrmann leitet die Andacht und der Chor „Moravian Harmonists“ bringt Taizé-Lieder zu Gehör. Die Herrnhuter Brüdergemeine ist eine ökumenisch offene evangelische Freikirche. Sie bringt jährlich die Losungen mit jeweils einem Bibelvers des Alten und Neuen Testaments für die tägliche Andacht heraus. Zum Rahmenprogramm des Besuchs gehört auch eine kostenlose Führung durch St. Pantaleon mit dem Kunsthistoriker Carsten Schmalstieg um 15.30 Uhr.Dr. Heinrich Ferdinand Moeschler, Herrnhuter Brüdergemeine, Telefon 02202/840 90

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Wochenend-Tipps: „Holweide liest“ Texte zu „Krieg und Frieden“, Kinderchorfestival in Frechen, Gospelkonzert in Worringen und Frauenforum mit Frühstück

Musik und Texte zu „Krieg und Frieden“In Kooperation mit der Veranstaltungsreihe „Holweide liest“ findet am Freitag, 4. Mai, 19.30 Uhr, ein Abend mit Musik und Texten zu „Krieg und Frieden“ mit Kriegsklagen und Friedensbitten in der Versöhnungskirche Holweide, Buschfeldstraße 30, statt. „Wenn Gerechtigkeit und Frieden sich küssen“ ist der Titel des Abends, an dem unter der Leitung von Mechthild Brand der Chor „Coro con Spirito“ Chorwerke von Heinrich Schütz, Rudolf Mauersberger, Knut Nystedt und anderen zu Gehör bringt. Gleichzeitig wird zur Finissage der Ausstellung „Hello Camel“ von Christoph Bangert eingeladen. Bangert ist ein vielfach ausgezeichneter Fotograf aus Köln, der Kriegsgebiete bereist hat. Der Eintritt ist frei.www.dellbrueck-holweide.kirche-koeln.de

Kinderchöre mit 40 Kindern aus dem Kirchenkreis Köln-SüdVerschiedene Kinderchöre aus dem Kirchenkreis Köln-Süd treten am Samstag, 5. Mai, 15.30 Uhr, in der Evangelischen Kirche Frechen, Hauptstraße 209, als ein großer gemeinsamer Chor auf. In einer Abschlussandacht präsentieren sie das Ergebnis des Kinderchortages, der in diesem Jahr den Titel „Wundervoll“ trägt. Etwa 40 Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren haben dazu gemeinsam Lieder und Tänze einstudiert. Zuhörerinnen und Zuhörer sind herzlich willkommen.www.kkk-sued.de

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Musik und Texte zu „Krieg und Frieden“In Kooperation mit der Veranstaltungsreihe „Holweide liest“ findet am Freitag, 4. Mai, 19.30 Uhr, ein Abend mit Musik und Texten zu „Krieg und Frieden“ mit Kriegsklagen und Friedensbitten in der Versöhnungskirche Holweide, Buschfeldstraße 30, statt. „Wenn Gerechtigkeit und Frieden sich küssen“ ist der Titel des Abends, an dem unter der Leitung von Mechthild Brand der Chor „Coro con Spirito“ Chorwerke von Heinrich Schütz, Rudolf Mauersberger, Knut Nystedt und anderen zu Gehör bringt. Gleichzeitig wird zur Finissage der Ausstellung „Hello Camel“ von Christoph Bangert eingeladen. Bangert ist ein vielfach ausgezeichneter Fotograf aus Köln, der Kriegsgebiete bereist hat. Der Eintritt ist frei.www.dellbrueck-holweide.kirche-koeln.de

Kinderchöre mit 40 Kindern aus dem Kirchenkreis Köln-SüdVerschiedene Kinderchöre aus dem Kirchenkreis Köln-Süd treten am Samstag, 5. Mai, 15.30 Uhr, in der Evangelischen Kirche Frechen, Hauptstraße 209, als ein großer gemeinsamer Chor auf. In einer Abschlussandacht präsentieren sie das Ergebnis des Kinderchortages, der in diesem Jahr den Titel „Wundervoll“ trägt. Etwa 40 Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren haben dazu gemeinsam Lieder und Tänze einstudiert. Zuhörerinnen und Zuhörer sind herzlich willkommen.www.kkk-sued.de

„United we sing…“ – zwei Chöre fusionierenAnlässlich des Zusammenschlusses des Gospelchores „Brigosko“ mit dem Evangelischen Kirchenchor Worringen geben beide Chöre ein erstes gemeinsames Konzert in der Worringer Friedenskirche, Hackenbroicher Straße 59. Das Konzert findet unter Leitung von Dirk Straube am Samstag, 5. Mai, 18.30 Uhr, statt und steht unter dem Motto „United we sing…“. Der Eintritt ist frei.www.friedenskirche-worringen.de

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Musik und Texte zu „Krieg und Frieden“In Kooperation mit der Veranstaltungsreihe „Holweide liest“ findet am Freitag, 4. Mai, 19.30 Uhr, ein Abend mit Musik und Texten zu „Krieg und Frieden“ mit Kriegsklagen und Friedensbitten in der Versöhnungskirche Holweide, Buschfeldstraße 30, statt. „Wenn Gerechtigkeit und Frieden sich küssen“ ist der Titel des Abends, an dem unter der Leitung von Mechthild Brand der Chor „Coro con Spirito“ Chorwerke von Heinrich Schütz, Rudolf Mauersberger, Knut Nystedt und anderen zu Gehör bringt. Gleichzeitig wird zur Finissage der Ausstellung „Hello Camel“ von Christoph Bangert eingeladen. Bangert ist ein vielfach ausgezeichneter Fotograf aus Köln, der Kriegsgebiete bereist hat. Der Eintritt ist frei.www.dellbrueck-holweide.kirche-koeln.de

Kinderchöre mit 40 Kindern aus dem Kirchenkreis Köln-SüdVerschiedene Kinderchöre aus dem Kirchenkreis Köln-Süd treten am Samstag, 5. Mai, 15.30 Uhr, in der Evangelischen Kirche Frechen, Hauptstraße 209, als ein großer gemeinsamer Chor auf. In einer Abschlussandacht präsentieren sie das Ergebnis des Kinderchortages, der in diesem Jahr den Titel „Wundervoll“ trägt. Etwa 40 Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren haben dazu gemeinsam Lieder und Tänze einstudiert. Zuhörerinnen und Zuhörer sind herzlich willkommen.www.kkk-sued.de

„United we sing…“ – zwei Chöre fusionierenAnlässlich des Zusammenschlusses des Gospelchores „Brigosko“ mit dem Evangelischen Kirchenchor Worringen geben beide Chöre ein erstes gemeinsames Konzert in der Worringer Friedenskirche, Hackenbroicher Straße 59. Das Konzert findet unter Leitung von Dirk Straube am Samstag, 5. Mai, 18.30 Uhr, statt und steht unter dem Motto „United we sing…“. Der Eintritt ist frei.www.friedenskirche-worringen.de

Gestalttherapeutin beim Frauenforum zum Thema „Du hast die Wahl“Auf jedem Lebensweg gibt es täglich unzählige Entscheidungen zu treffen. Beim Frauenforum mit Frühstück am Samstag, 5. Mai, 9 Uhr, in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Birkenallee 20, gibt Gestalttherapeutin Inge Herrig dazu Tipps und leitet Übungen zum Thema „Du hast die Wahl…, Deine innere Heimat zu finden“ an. Das Frühstück bietet außerdem genügend Zeit zum gegenseitigen Austausch. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter 0221/48 67 94 ist erforderlich.www.ekir.de/junkersdorf

 

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Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde

Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde

Ein hochinteressantes Thema, das eher selten auf der Agenda zu finden ist, wurde jetzt in der Trinitatiskirche verhandelt. „Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde“, lautete die Überschrift, unter der die Melanchthon-Akademie in die Trinitatiskirche eingeladen hatte. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Offene Gesellschaft?!? Wie wollen wir in Zukunft in Verschiedenheit zusammenleben?“ Nachdem Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, und Dorothee Schaper, die Gäste begrüßt hatten, referierte Marten Marquardt, Bocks Vorgänger als Akademie-Leiter. „Es geht im Folgenden nicht um eine Relativierung deutscher Schuld an der Schoah“, erklärte der, um Missverständnissen vorzubeugen. Es gehe um die Erweiterung der Perspektive, um ein weiteres Motiv der europäischen, der westlichen Zivilisationsmisere, die Marquardt mit den Schlagworten „Arbeit und Vernichtung“ verband.

Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer habe den Begriff der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF) in die Debatte eingeführt. Darunter verstehe er Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit und vieles mehr, das einzelne Gruppen ausgrenze. Der Begriff GMF ermögliche es theoretisch, Antisemitismus und Rassismus in Beziehung zu setzen, „ohne die je eigene spezifische beider Phänomene zu leugnen“, so Marquardt: „In der politischen Praxis der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung haben sich die Widerstandsbewegungen gegen diese beiden Formen der GMF gefunden und zusammengetan. Der Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung, den die Nachkommen afrikanischer Sklaven in den USA Seite an Seite mit Überlebenden der Schoah in Europa vor allem in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geführt haben, macht deutlich, wie eng führende Köpfe beider Seiten Rassismus und Antisemitismus verknüpft sehen.“

An dieser Stelle kam Marquardt zurück auf die anfangs eingeführten Schlüsselbegriffe. „Die Begriffe Arbeit und Vernichtung verbinden an einem zentralen Punkt die Wirklichkeit der amerikanischen Sklavenhaltergesellschaft und der deutschen Vernichtungslager in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sklaven wurden in den USA gehalten, um für die weißen Herren pausenlos zu arbeiten. Ihre Vernichtung durch Arbeit wurde dabei in Kauf genommen. Juden wurden in die deutschen Konzentrationslager verbracht, um sie zu vernichten. Ihre vorherige Sklavenarbeit wurde programmatisch eingeplant, unter anderem, damit sie sich an den Kosten der eigenen Vernichtungsaktionen beteiligen konnten. Sklaven wurden vernichtet durch Arbeit, Juden haben gearbeitet, um vernichtet zu werden.“

Ein weiterer Schlüsselbegriff für Marquardt ist der „Traum“: „Große Träumer waren die schwarzen Sklaven. Ihre Träume waren ihr einziges Mittel gegen die totale Resignation. Sie erfuhren die biblischen Psalmen und ihre schwarzen Spirituals wie unaufhörliche Impulse zur Rebellion gegen die Sklaverei.“ Diese Träume wurden immer häufiger politische Aktionen. Sklaven flüchteten schon vor dem amerikanischen Bürgerkrieg in den sklavenfreien Norden des Landes. Rosa Parks weigerte sich 1955, ihren Sitzplatz im Bus an einen Weißen abzutreten. Und schließlich nahm Martin Luther King den Kampf gegen die Rassentrennung auf. Dem gegenüber steht der Alptraum der Shoah, den Jizchak Katznelson kurz vor seinem Tod in den Gaskammern von Birkenau in Worte gefasst hat: „Ich hatte einen Traum, einen schrecklichen Traum: Mein Volk war ausgelöscht. Ich wache auf mit einem Schrei. Mein Traum war Wirklichkeit. So ist es wirklich gekommen. So ist es mir wirklich widerfahren.“

Und dann gibt es noch den Text „Jossel Rakovers Wendung zu Gott“. Darin erzählt er von einem der letzten jüdischen Ghettokämpfer in Warschau: „Ich glaube an den Gott Israels, auch wenn Er alles getan hat, dass ich nicht an Ihn glauben soll. Ich glaube an Seine Gesetze, auch wenn ich Seine Taten nicht rechtfertigen kann. Jetzt ist meine Beziehung zu Ihm nicht mehr die eines Knechtes zu seinem Herrn, sondern die eines Schülers zu seinem Lehrer. Ich beuge mein Haupt vor Seiner Größe, aber die Rute werde ich nicht küssen, mit der ER mich schlägt… Und das sind meine letzten Worte an Dich, mein zorniger Gott: Es wird Dir gar nichts nützen! Du hast alles getan, dass ich an Dir irre werde, dass ich nicht an Dich glaube. Ich sterbe aber gerade so, wie ich gelebt habe, als unbeirrbar an Dich Glaubender.“ Marquardt verwies auf die Spirituals der Sklaven in Nordamerika, die darin immer wieder ihr Leid klagten. Aber dann endeten die Lieder immer wieder mit einem „Halleluja“ und einer Gottpreisung. „Schwarze und Juden haben offenbar gemeinsam diese Erfahrung einer abgrundtiefen Verlassenheit und Hoffnungslosigkeit und einer darin dennoch nicht zu unterdrückenden Hoffnungskraft“, folgerte der Referent.

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Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde

Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde

Ein hochinteressantes Thema, das eher selten auf der Agenda zu finden ist, wurde jetzt in der Trinitatiskirche verhandelt. „Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde“, lautete die Überschrift, unter der die Melanchthon-Akademie in die Trinitatiskirche eingeladen hatte. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Offene Gesellschaft?!? Wie wollen wir in Zukunft in Verschiedenheit zusammenleben?“ Nachdem Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, und Dorothee Schaper, die Gäste begrüßt hatten, referierte Marten Marquardt, Bocks Vorgänger als Akademie-Leiter. „Es geht im Folgenden nicht um eine Relativierung deutscher Schuld an der Schoah“, erklärte der, um Missverständnissen vorzubeugen. Es gehe um die Erweiterung der Perspektive, um ein weiteres Motiv der europäischen, der westlichen Zivilisationsmisere, die Marquardt mit den Schlagworten „Arbeit und Vernichtung“ verband.

Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer habe den Begriff der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF) in die Debatte eingeführt. Darunter verstehe er Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit und vieles mehr, das einzelne Gruppen ausgrenze. Der Begriff GMF ermögliche es theoretisch, Antisemitismus und Rassismus in Beziehung zu setzen, „ohne die je eigene spezifische beider Phänomene zu leugnen“, so Marquardt: „In der politischen Praxis der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung haben sich die Widerstandsbewegungen gegen diese beiden Formen der GMF gefunden und zusammengetan. Der Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung, den die Nachkommen afrikanischer Sklaven in den USA Seite an Seite mit Überlebenden der Schoah in Europa vor allem in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geführt haben, macht deutlich, wie eng führende Köpfe beider Seiten Rassismus und Antisemitismus verknüpft sehen.“

An dieser Stelle kam Marquardt zurück auf die anfangs eingeführten Schlüsselbegriffe. „Die Begriffe Arbeit und Vernichtung verbinden an einem zentralen Punkt die Wirklichkeit der amerikanischen Sklavenhaltergesellschaft und der deutschen Vernichtungslager in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sklaven wurden in den USA gehalten, um für die weißen Herren pausenlos zu arbeiten. Ihre Vernichtung durch Arbeit wurde dabei in Kauf genommen. Juden wurden in die deutschen Konzentrationslager verbracht, um sie zu vernichten. Ihre vorherige Sklavenarbeit wurde programmatisch eingeplant, unter anderem, damit sie sich an den Kosten der eigenen Vernichtungsaktionen beteiligen konnten. Sklaven wurden vernichtet durch Arbeit, Juden haben gearbeitet, um vernichtet zu werden.“

Ein weiterer Schlüsselbegriff für Marquardt ist der „Traum“: „Große Träumer waren die schwarzen Sklaven. Ihre Träume waren ihr einziges Mittel gegen die totale Resignation. Sie erfuhren die biblischen Psalmen und ihre schwarzen Spirituals wie unaufhörliche Impulse zur Rebellion gegen die Sklaverei.“ Diese Träume wurden immer häufiger politische Aktionen. Sklaven flüchteten schon vor dem amerikanischen Bürgerkrieg in den sklavenfreien Norden des Landes. Rosa Parks weigerte sich 1955, ihren Sitzplatz im Bus an einen Weißen abzutreten. Und schließlich nahm Martin Luther King den Kampf gegen die Rassentrennung auf. Dem gegenüber steht der Alptraum der Shoah, den Jizchak Katznelson kurz vor seinem Tod in den Gaskammern von Birkenau in Worte gefasst hat: „Ich hatte einen Traum, einen schrecklichen Traum: Mein Volk war ausgelöscht. Ich wache auf mit einem Schrei. Mein Traum war Wirklichkeit. So ist es wirklich gekommen. So ist es mir wirklich widerfahren.“

Und dann gibt es noch den Text „Jossel Rakovers Wendung zu Gott“. Darin erzählt er von einem der letzten jüdischen Ghettokämpfer in Warschau: „Ich glaube an den Gott Israels, auch wenn Er alles getan hat, dass ich nicht an Ihn glauben soll. Ich glaube an Seine Gesetze, auch wenn ich Seine Taten nicht rechtfertigen kann. Jetzt ist meine Beziehung zu Ihm nicht mehr die eines Knechtes zu seinem Herrn, sondern die eines Schülers zu seinem Lehrer. Ich beuge mein Haupt vor Seiner Größe, aber die Rute werde ich nicht küssen, mit der ER mich schlägt… Und das sind meine letzten Worte an Dich, mein zorniger Gott: Es wird Dir gar nichts nützen! Du hast alles getan, dass ich an Dir irre werde, dass ich nicht an Dich glaube. Ich sterbe aber gerade so, wie ich gelebt habe, als unbeirrbar an Dich Glaubender.“ Marquardt verwies auf die Spirituals der Sklaven in Nordamerika, die darin immer wieder ihr Leid klagten. Aber dann endeten die Lieder immer wieder mit einem „Halleluja“ und einer Gottpreisung. „Schwarze und Juden haben offenbar gemeinsam diese Erfahrung einer abgrundtiefen Verlassenheit und Hoffnungslosigkeit und einer darin dennoch nicht zu unterdrückenden Hoffnungskraft“, folgerte der Referent.

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Ein hochinteressantes Thema, das eher selten auf der Agenda zu finden ist, wurde jetzt in der Trinitatiskirche verhandelt. „Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde“, lautete die Überschrift, unter der die Melanchthon-Akademie in die Trinitatiskirche eingeladen hatte. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Offene Gesellschaft?!? Wie wollen wir in Zukunft in Verschiedenheit zusammenleben?“ Nachdem Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, und Dorothee Schaper, die Gäste begrüßt hatten, referierte Marten Marquardt, Bocks Vorgänger als Akademie-Leiter. „Es geht im Folgenden nicht um eine Relativierung deutscher Schuld an der Schoah“, erklärte der, um Missverständnissen vorzubeugen. Es gehe um die Erweiterung der Perspektive, um ein weiteres Motiv der europäischen, der westlichen Zivilisationsmisere, die Marquardt mit den Schlagworten „Arbeit und Vernichtung“ verband.

Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer habe den Begriff der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF) in die Debatte eingeführt. Darunter verstehe er Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit und vieles mehr, das einzelne Gruppen ausgrenze. Der Begriff GMF ermögliche es theoretisch, Antisemitismus und Rassismus in Beziehung zu setzen, „ohne die je eigene spezifische beider Phänomene zu leugnen“, so Marquardt: „In der politischen Praxis der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung haben sich die Widerstandsbewegungen gegen diese beiden Formen der GMF gefunden und zusammengetan. Der Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung, den die Nachkommen afrikanischer Sklaven in den USA Seite an Seite mit Überlebenden der Schoah in Europa vor allem in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geführt haben, macht deutlich, wie eng führende Köpfe beider Seiten Rassismus und Antisemitismus verknüpft sehen.“

An dieser Stelle kam Marquardt zurück auf die anfangs eingeführten Schlüsselbegriffe. „Die Begriffe Arbeit und Vernichtung verbinden an einem zentralen Punkt die Wirklichkeit der amerikanischen Sklavenhaltergesellschaft und der deutschen Vernichtungslager in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sklaven wurden in den USA gehalten, um für die weißen Herren pausenlos zu arbeiten. Ihre Vernichtung durch Arbeit wurde dabei in Kauf genommen. Juden wurden in die deutschen Konzentrationslager verbracht, um sie zu vernichten. Ihre vorherige Sklavenarbeit wurde programmatisch eingeplant, unter anderem, damit sie sich an den Kosten der eigenen Vernichtungsaktionen beteiligen konnten. Sklaven wurden vernichtet durch Arbeit, Juden haben gearbeitet, um vernichtet zu werden.“

Ein weiterer Schlüsselbegriff für Marquardt ist der „Traum“: „Große Träumer waren die schwarzen Sklaven. Ihre Träume waren ihr einziges Mittel gegen die totale Resignation. Sie erfuhren die biblischen Psalmen und ihre schwarzen Spirituals wie unaufhörliche Impulse zur Rebellion gegen die Sklaverei.“ Diese Träume wurden immer häufiger politische Aktionen. Sklaven flüchteten schon vor dem amerikanischen Bürgerkrieg in den sklavenfreien Norden des Landes. Rosa Parks weigerte sich 1955, ihren Sitzplatz im Bus an einen Weißen abzutreten. Und schließlich nahm Martin Luther King den Kampf gegen die Rassentrennung auf. Dem gegenüber steht der Alptraum der Shoah, den Jizchak Katznelson kurz vor seinem Tod in den Gaskammern von Birkenau in Worte gefasst hat: „Ich hatte einen Traum, einen schrecklichen Traum: Mein Volk war ausgelöscht. Ich wache auf mit einem Schrei. Mein Traum war Wirklichkeit. So ist es wirklich gekommen. So ist es mir wirklich widerfahren.“

Und dann gibt es noch den Text „Jossel Rakovers Wendung zu Gott“. Darin erzählt er von einem der letzten jüdischen Ghettokämpfer in Warschau: „Ich glaube an den Gott Israels, auch wenn Er alles getan hat, dass ich nicht an Ihn glauben soll. Ich glaube an Seine Gesetze, auch wenn ich Seine Taten nicht rechtfertigen kann. Jetzt ist meine Beziehung zu Ihm nicht mehr die eines Knechtes zu seinem Herrn, sondern die eines Schülers zu seinem Lehrer. Ich beuge mein Haupt vor Seiner Größe, aber die Rute werde ich nicht küssen, mit der ER mich schlägt… Und das sind meine letzten Worte an Dich, mein zorniger Gott: Es wird Dir gar nichts nützen! Du hast alles getan, dass ich an Dir irre werde, dass ich nicht an Dich glaube. Ich sterbe aber gerade so, wie ich gelebt habe, als unbeirrbar an Dich Glaubender.“ Marquardt verwies auf die Spirituals der Sklaven in Nordamerika, die darin immer wieder ihr Leid klagten. Aber dann endeten die Lieder immer wieder mit einem „Halleluja“ und einer Gottpreisung. „Schwarze und Juden haben offenbar gemeinsam diese Erfahrung einer abgrundtiefen Verlassenheit und Hoffnungslosigkeit und einer darin dennoch nicht zu unterdrückenden Hoffnungskraft“, folgerte der Referent.

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Ein hochinteressantes Thema, das eher selten auf der Agenda zu finden ist, wurde jetzt in der Trinitatiskirche verhandelt. „Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde“, lautete die Überschrift, unter der die Melanchthon-Akademie in die Trinitatiskirche eingeladen hatte. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Offene Gesellschaft?!? Wie wollen wir in Zukunft in Verschiedenheit zusammenleben?“ Nachdem Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, und Dorothee Schaper, die Gäste begrüßt hatten, referierte Marten Marquardt, Bocks Vorgänger als Akademie-Leiter. „Es geht im Folgenden nicht um eine Relativierung deutscher Schuld an der Schoah“, erklärte der, um Missverständnissen vorzubeugen. Es gehe um die Erweiterung der Perspektive, um ein weiteres Motiv der europäischen, der westlichen Zivilisationsmisere, die Marquardt mit den Schlagworten „Arbeit und Vernichtung“ verband.

Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer habe den Begriff der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF) in die Debatte eingeführt. Darunter verstehe er Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit und vieles mehr, das einzelne Gruppen ausgrenze. Der Begriff GMF ermögliche es theoretisch, Antisemitismus und Rassismus in Beziehung zu setzen, „ohne die je eigene spezifische beider Phänomene zu leugnen“, so Marquardt: „In der politischen Praxis der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung haben sich die Widerstandsbewegungen gegen diese beiden Formen der GMF gefunden und zusammengetan. Der Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung, den die Nachkommen afrikanischer Sklaven in den USA Seite an Seite mit Überlebenden der Schoah in Europa vor allem in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geführt haben, macht deutlich, wie eng führende Köpfe beider Seiten Rassismus und Antisemitismus verknüpft sehen.“

An dieser Stelle kam Marquardt zurück auf die anfangs eingeführten Schlüsselbegriffe. „Die Begriffe Arbeit und Vernichtung verbinden an einem zentralen Punkt die Wirklichkeit der amerikanischen Sklavenhaltergesellschaft und der deutschen Vernichtungslager in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sklaven wurden in den USA gehalten, um für die weißen Herren pausenlos zu arbeiten. Ihre Vernichtung durch Arbeit wurde dabei in Kauf genommen. Juden wurden in die deutschen Konzentrationslager verbracht, um sie zu vernichten. Ihre vorherige Sklavenarbeit wurde programmatisch eingeplant, unter anderem, damit sie sich an den Kosten der eigenen Vernichtungsaktionen beteiligen konnten. Sklaven wurden vernichtet durch Arbeit, Juden haben gearbeitet, um vernichtet zu werden.“

Ein weiterer Schlüsselbegriff für Marquardt ist der „Traum“: „Große Träumer waren die schwarzen Sklaven. Ihre Träume waren ihr einziges Mittel gegen die totale Resignation. Sie erfuhren die biblischen Psalmen und ihre schwarzen Spirituals wie unaufhörliche Impulse zur Rebellion gegen die Sklaverei.“ Diese Träume wurden immer häufiger politische Aktionen. Sklaven flüchteten schon vor dem amerikanischen Bürgerkrieg in den sklavenfreien Norden des Landes. Rosa Parks weigerte sich 1955, ihren Sitzplatz im Bus an einen Weißen abzutreten. Und schließlich nahm Martin Luther King den Kampf gegen die Rassentrennung auf. Dem gegenüber steht der Alptraum der Shoah, den Jizchak Katznelson kurz vor seinem Tod in den Gaskammern von Birkenau in Worte gefasst hat: „Ich hatte einen Traum, einen schrecklichen Traum: Mein Volk war ausgelöscht. Ich wache auf mit einem Schrei. Mein Traum war Wirklichkeit. So ist es wirklich gekommen. So ist es mir wirklich widerfahren.“

Und dann gibt es noch den Text „Jossel Rakovers Wendung zu Gott“. Darin erzählt er von einem der letzten jüdischen Ghettokämpfer in Warschau: „Ich glaube an den Gott Israels, auch wenn Er alles getan hat, dass ich nicht an Ihn glauben soll. Ich glaube an Seine Gesetze, auch wenn ich Seine Taten nicht rechtfertigen kann. Jetzt ist meine Beziehung zu Ihm nicht mehr die eines Knechtes zu seinem Herrn, sondern die eines Schülers zu seinem Lehrer. Ich beuge mein Haupt vor Seiner Größe, aber die Rute werde ich nicht küssen, mit der ER mich schlägt… Und das sind meine letzten Worte an Dich, mein zorniger Gott: Es wird Dir gar nichts nützen! Du hast alles getan, dass ich an Dir irre werde, dass ich nicht an Dich glaube. Ich sterbe aber gerade so, wie ich gelebt habe, als unbeirrbar an Dich Glaubender.“ Marquardt verwies auf die Spirituals der Sklaven in Nordamerika, die darin immer wieder ihr Leid klagten. Aber dann endeten die Lieder immer wieder mit einem „Halleluja“ und einer Gottpreisung. „Schwarze und Juden haben offenbar gemeinsam diese Erfahrung einer abgrundtiefen Verlassenheit und Hoffnungslosigkeit und einer darin dennoch nicht zu unterdrückenden Hoffnungskraft“, folgerte der Referent.

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Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde

Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde

Ein hochinteressantes Thema, das eher selten auf der Agenda zu finden ist, wurde jetzt in der Trinitatiskirche verhandelt. „Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde“, lautete die Überschrift, unter der die Melanchthon-Akademie in die Trinitatiskirche eingeladen hatte. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Offene Gesellschaft?!? Wie wollen wir in Zukunft in Verschiedenheit zusammenleben?“ Nachdem Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, und Dorothee Schaper, die Gäste begrüßt hatten, referierte Marten Marquardt, Bocks Vorgänger als Akademie-Leiter. „Es geht im Folgenden nicht um eine Relativierung deutscher Schuld an der Schoah“, erklärte der, um Missverständnissen vorzubeugen. Es gehe um die Erweiterung der Perspektive, um ein weiteres Motiv der europäischen, der westlichen Zivilisationsmisere, die Marquardt mit den Schlagworten „Arbeit und Vernichtung“ verband.

Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer habe den Begriff der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF) in die Debatte eingeführt. Darunter verstehe er Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit und vieles mehr, das einzelne Gruppen ausgrenze. Der Begriff GMF ermögliche es theoretisch, Antisemitismus und Rassismus in Beziehung zu setzen, „ohne die je eigene spezifische beider Phänomene zu leugnen“, so Marquardt: „In der politischen Praxis der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung haben sich die Widerstandsbewegungen gegen diese beiden Formen der GMF gefunden und zusammengetan. Der Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung, den die Nachkommen afrikanischer Sklaven in den USA Seite an Seite mit Überlebenden der Schoah in Europa vor allem in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geführt haben, macht deutlich, wie eng führende Köpfe beider Seiten Rassismus und Antisemitismus verknüpft sehen.“

An dieser Stelle kam Marquardt zurück auf die anfangs eingeführten Schlüsselbegriffe. „Die Begriffe Arbeit und Vernichtung verbinden an einem zentralen Punkt die Wirklichkeit der amerikanischen Sklavenhaltergesellschaft und der deutschen Vernichtungslager in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sklaven wurden in den USA gehalten, um für die weißen Herren pausenlos zu arbeiten. Ihre Vernichtung durch Arbeit wurde dabei in Kauf genommen. Juden wurden in die deutschen Konzentrationslager verbracht, um sie zu vernichten. Ihre vorherige Sklavenarbeit wurde programmatisch eingeplant, unter anderem, damit sie sich an den Kosten der eigenen Vernichtungsaktionen beteiligen konnten. Sklaven wurden vernichtet durch Arbeit, Juden haben gearbeitet, um vernichtet zu werden.“

Ein weiterer Schlüsselbegriff für Marquardt ist der „Traum“: „Große Träumer waren die schwarzen Sklaven. Ihre Träume waren ihr einziges Mittel gegen die totale Resignation. Sie erfuhren die biblischen Psalmen und ihre schwarzen Spirituals wie unaufhörliche Impulse zur Rebellion gegen die Sklaverei.“ Diese Träume wurden immer häufiger politische Aktionen. Sklaven flüchteten schon vor dem amerikanischen Bürgerkrieg in den sklavenfreien Norden des Landes. Rosa Parks weigerte sich 1955, ihren Sitzplatz im Bus an einen Weißen abzutreten. Und schließlich nahm Martin Luther King den Kampf gegen die Rassentrennung auf. Dem gegenüber steht der Alptraum der Shoah, den Jizchak Katznelson kurz vor seinem Tod in den Gaskammern von Birkenau in Worte gefasst hat: „Ich hatte einen Traum, einen schrecklichen Traum: Mein Volk war ausgelöscht. Ich wache auf mit einem Schrei. Mein Traum war Wirklichkeit. So ist es wirklich gekommen. So ist es mir wirklich widerfahren.“

Und dann gibt es noch den Text „Jossel Rakovers Wendung zu Gott“. Darin erzählt er von einem der letzten jüdischen Ghettokämpfer in Warschau: „Ich glaube an den Gott Israels, auch wenn Er alles getan hat, dass ich nicht an Ihn glauben soll. Ich glaube an Seine Gesetze, auch wenn ich Seine Taten nicht rechtfertigen kann. Jetzt ist meine Beziehung zu Ihm nicht mehr die eines Knechtes zu seinem Herrn, sondern die eines Schülers zu seinem Lehrer. Ich beuge mein Haupt vor Seiner Größe, aber die Rute werde ich nicht küssen, mit der ER mich schlägt… Und das sind meine letzten Worte an Dich, mein zorniger Gott: Es wird Dir gar nichts nützen! Du hast alles getan, dass ich an Dir irre werde, dass ich nicht an Dich glaube. Ich sterbe aber gerade so, wie ich gelebt habe, als unbeirrbar an Dich Glaubender.“ Marquardt verwies auf die Spirituals der Sklaven in Nordamerika, die darin immer wieder ihr Leid klagten. Aber dann endeten die Lieder immer wieder mit einem „Halleluja“ und einer Gottpreisung. „Schwarze und Juden haben offenbar gemeinsam diese Erfahrung einer abgrundtiefen Verlassenheit und Hoffnungslosigkeit und einer darin dennoch nicht zu unterdrückenden Hoffnungskraft“, folgerte der Referent.

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Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde

Ein hochinteressantes Thema, das eher selten auf der Agenda zu finden ist, wurde jetzt in der Trinitatiskirche verhandelt. „Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde“, lautete die Überschrift, unter der die Melanchthon-Akademie in die Trinitatiskirche eingeladen hatte. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Offene Gesellschaft?!? Wie wollen wir in Zukunft in Verschiedenheit zusammenleben?“ Nachdem Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, und Dorothee Schaper, die Gäste begrüßt hatten, referierte Marten Marquardt, Bocks Vorgänger als Akademie-Leiter. „Es geht im Folgenden nicht um eine Relativierung deutscher Schuld an der Schoah“, erklärte der, um Missverständnissen vorzubeugen. Es gehe um die Erweiterung der Perspektive, um ein weiteres Motiv der europäischen, der westlichen Zivilisationsmisere, die Marquardt mit den Schlagworten „Arbeit und Vernichtung“ verband.

Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer habe den Begriff der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF) in die Debatte eingeführt. Darunter verstehe er Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit und vieles mehr, das einzelne Gruppen ausgrenze. Der Begriff GMF ermögliche es theoretisch, Antisemitismus und Rassismus in Beziehung zu setzen, „ohne die je eigene spezifische beider Phänomene zu leugnen“, so Marquardt: „In der politischen Praxis der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung haben sich die Widerstandsbewegungen gegen diese beiden Formen der GMF gefunden und zusammengetan. Der Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung, den die Nachkommen afrikanischer Sklaven in den USA Seite an Seite mit Überlebenden der Schoah in Europa vor allem in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geführt haben, macht deutlich, wie eng führende Köpfe beider Seiten Rassismus und Antisemitismus verknüpft sehen.“

An dieser Stelle kam Marquardt zurück auf die anfangs eingeführten Schlüsselbegriffe. „Die Begriffe Arbeit und Vernichtung verbinden an einem zentralen Punkt die Wirklichkeit der amerikanischen Sklavenhaltergesellschaft und der deutschen Vernichtungslager in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sklaven wurden in den USA gehalten, um für die weißen Herren pausenlos zu arbeiten. Ihre Vernichtung durch Arbeit wurde dabei in Kauf genommen. Juden wurden in die deutschen Konzentrationslager verbracht, um sie zu vernichten. Ihre vorherige Sklavenarbeit wurde programmatisch eingeplant, unter anderem, damit sie sich an den Kosten der eigenen Vernichtungsaktionen beteiligen konnten. Sklaven wurden vernichtet durch Arbeit, Juden haben gearbeitet, um vernichtet zu werden.“

Ein weiterer Schlüsselbegriff für Marquardt ist der „Traum“: „Große Träumer waren die schwarzen Sklaven. Ihre Träume waren ihr einziges Mittel gegen die totale Resignation. Sie erfuhren die biblischen Psalmen und ihre schwarzen Spirituals wie unaufhörliche Impulse zur Rebellion gegen die Sklaverei.“ Diese Träume wurden immer häufiger politische Aktionen. Sklaven flüchteten schon vor dem amerikanischen Bürgerkrieg in den sklavenfreien Norden des Landes. Rosa Parks weigerte sich 1955, ihren Sitzplatz im Bus an einen Weißen abzutreten. Und schließlich nahm Martin Luther King den Kampf gegen die Rassentrennung auf. Dem gegenüber steht der Alptraum der Shoah, den Jizchak Katznelson kurz vor seinem Tod in den Gaskammern von Birkenau in Worte gefasst hat: „Ich hatte einen Traum, einen schrecklichen Traum: Mein Volk war ausgelöscht. Ich wache auf mit einem Schrei. Mein Traum war Wirklichkeit. So ist es wirklich gekommen. So ist es mir wirklich widerfahren.“

Und dann gibt es noch den Text „Jossel Rakovers Wendung zu Gott“. Darin erzählt er von einem der letzten jüdischen Ghettokämpfer in Warschau: „Ich glaube an den Gott Israels, auch wenn Er alles getan hat, dass ich nicht an Ihn glauben soll. Ich glaube an Seine Gesetze, auch wenn ich Seine Taten nicht rechtfertigen kann. Jetzt ist meine Beziehung zu Ihm nicht mehr die eines Knechtes zu seinem Herrn, sondern die eines Schülers zu seinem Lehrer. Ich beuge mein Haupt vor Seiner Größe, aber die Rute werde ich nicht küssen, mit der ER mich schlägt… Und das sind meine letzten Worte an Dich, mein zorniger Gott: Es wird Dir gar nichts nützen! Du hast alles getan, dass ich an Dir irre werde, dass ich nicht an Dich glaube. Ich sterbe aber gerade so, wie ich gelebt habe, als unbeirrbar an Dich Glaubender.“ Marquardt verwies auf die Spirituals der Sklaven in Nordamerika, die darin immer wieder ihr Leid klagten. Aber dann endeten die Lieder immer wieder mit einem „Halleluja“ und einer Gottpreisung. „Schwarze und Juden haben offenbar gemeinsam diese Erfahrung einer abgrundtiefen Verlassenheit und Hoffnungslosigkeit und einer darin dennoch nicht zu unterdrückenden Hoffnungskraft“, folgerte der Referent.

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Ein hochinteressantes Thema, das eher selten auf der Agenda zu finden ist, wurde jetzt in der Trinitatiskirche verhandelt. „Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde“, lautete die Überschrift, unter der die Melanchthon-Akademie in die Trinitatiskirche eingeladen hatte. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Offene Gesellschaft?!? Wie wollen wir in Zukunft in Verschiedenheit zusammenleben?“ Nachdem Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, und Dorothee Schaper, die Gäste begrüßt hatten, referierte Marten Marquardt, Bocks Vorgänger als Akademie-Leiter. „Es geht im Folgenden nicht um eine Relativierung deutscher Schuld an der Schoah“, erklärte der, um Missverständnissen vorzubeugen. Es gehe um die Erweiterung der Perspektive, um ein weiteres Motiv der europäischen, der westlichen Zivilisationsmisere, die Marquardt mit den Schlagworten „Arbeit und Vernichtung“ verband.

Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer habe den Begriff der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF) in die Debatte eingeführt. Darunter verstehe er Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit und vieles mehr, das einzelne Gruppen ausgrenze. Der Begriff GMF ermögliche es theoretisch, Antisemitismus und Rassismus in Beziehung zu setzen, „ohne die je eigene spezifische beider Phänomene zu leugnen“, so Marquardt: „In der politischen Praxis der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung haben sich die Widerstandsbewegungen gegen diese beiden Formen der GMF gefunden und zusammengetan. Der Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung, den die Nachkommen afrikanischer Sklaven in den USA Seite an Seite mit Überlebenden der Schoah in Europa vor allem in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geführt haben, macht deutlich, wie eng führende Köpfe beider Seiten Rassismus und Antisemitismus verknüpft sehen.“

An dieser Stelle kam Marquardt zurück auf die anfangs eingeführten Schlüsselbegriffe. „Die Begriffe Arbeit und Vernichtung verbinden an einem zentralen Punkt die Wirklichkeit der amerikanischen Sklavenhaltergesellschaft und der deutschen Vernichtungslager in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sklaven wurden in den USA gehalten, um für die weißen Herren pausenlos zu arbeiten. Ihre Vernichtung durch Arbeit wurde dabei in Kauf genommen. Juden wurden in die deutschen Konzentrationslager verbracht, um sie zu vernichten. Ihre vorherige Sklavenarbeit wurde programmatisch eingeplant, unter anderem, damit sie sich an den Kosten der eigenen Vernichtungsaktionen beteiligen konnten. Sklaven wurden vernichtet durch Arbeit, Juden haben gearbeitet, um vernichtet zu werden.“

Ein weiterer Schlüsselbegriff für Marquardt ist der „Traum“: „Große Träumer waren die schwarzen Sklaven. Ihre Träume waren ihr einziges Mittel gegen die totale Resignation. Sie erfuhren die biblischen Psalmen und ihre schwarzen Spirituals wie unaufhörliche Impulse zur Rebellion gegen die Sklaverei.“ Diese Träume wurden immer häufiger politische Aktionen. Sklaven flüchteten schon vor dem amerikanischen Bürgerkrieg in den sklavenfreien Norden des Landes. Rosa Parks weigerte sich 1955, ihren Sitzplatz im Bus an einen Weißen abzutreten. Und schließlich nahm Martin Luther King den Kampf gegen die Rassentrennung auf. Dem gegenüber steht der Alptraum der Shoah, den Jizchak Katznelson kurz vor seinem Tod in den Gaskammern von Birkenau in Worte gefasst hat: „Ich hatte einen Traum, einen schrecklichen Traum: Mein Volk war ausgelöscht. Ich wache auf mit einem Schrei. Mein Traum war Wirklichkeit. So ist es wirklich gekommen. So ist es mir wirklich widerfahren.“

Und dann gibt es noch den Text „Jossel Rakovers Wendung zu Gott“. Darin erzählt er von einem der letzten jüdischen Ghettokämpfer in Warschau: „Ich glaube an den Gott Israels, auch wenn Er alles getan hat, dass ich nicht an Ihn glauben soll. Ich glaube an Seine Gesetze, auch wenn ich Seine Taten nicht rechtfertigen kann. Jetzt ist meine Beziehung zu Ihm nicht mehr die eines Knechtes zu seinem Herrn, sondern die eines Schülers zu seinem Lehrer. Ich beuge mein Haupt vor Seiner Größe, aber die Rute werde ich nicht küssen, mit der ER mich schlägt… Und das sind meine letzten Worte an Dich, mein zorniger Gott: Es wird Dir gar nichts nützen! Du hast alles getan, dass ich an Dir irre werde, dass ich nicht an Dich glaube. Ich sterbe aber gerade so, wie ich gelebt habe, als unbeirrbar an Dich Glaubender.“ Marquardt verwies auf die Spirituals der Sklaven in Nordamerika, die darin immer wieder ihr Leid klagten. Aber dann endeten die Lieder immer wieder mit einem „Halleluja“ und einer Gottpreisung. „Schwarze und Juden haben offenbar gemeinsam diese Erfahrung einer abgrundtiefen Verlassenheit und Hoffnungslosigkeit und einer darin dennoch nicht zu unterdrückenden Hoffnungskraft“, folgerte der Referent.

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Ein hochinteressantes Thema, das eher selten auf der Agenda zu finden ist, wurde jetzt in der Trinitatiskirche verhandelt. „Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde“, lautete die Überschrift, unter der die Melanchthon-Akademie in die Trinitatiskirche eingeladen hatte. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Offene Gesellschaft?!? Wie wollen wir in Zukunft in Verschiedenheit zusammenleben?“ Nachdem Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, und Dorothee Schaper, die Gäste begrüßt hatten, referierte Marten Marquardt, Bocks Vorgänger als Akademie-Leiter. „Es geht im Folgenden nicht um eine Relativierung deutscher Schuld an der Schoah“, erklärte der, um Missverständnissen vorzubeugen. Es gehe um die Erweiterung der Perspektive, um ein weiteres Motiv der europäischen, der westlichen Zivilisationsmisere, die Marquardt mit den Schlagworten „Arbeit und Vernichtung“ verband.

Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer habe den Begriff der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF) in die Debatte eingeführt. Darunter verstehe er Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit und vieles mehr, das einzelne Gruppen ausgrenze. Der Begriff GMF ermögliche es theoretisch, Antisemitismus und Rassismus in Beziehung zu setzen, „ohne die je eigene spezifische beider Phänomene zu leugnen“, so Marquardt: „In der politischen Praxis der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung haben sich die Widerstandsbewegungen gegen diese beiden Formen der GMF gefunden und zusammengetan. Der Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung, den die Nachkommen afrikanischer Sklaven in den USA Seite an Seite mit Überlebenden der Schoah in Europa vor allem in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geführt haben, macht deutlich, wie eng führende Köpfe beider Seiten Rassismus und Antisemitismus verknüpft sehen.“

An dieser Stelle kam Marquardt zurück auf die anfangs eingeführten Schlüsselbegriffe. „Die Begriffe Arbeit und Vernichtung verbinden an einem zentralen Punkt die Wirklichkeit der amerikanischen Sklavenhaltergesellschaft und der deutschen Vernichtungslager in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sklaven wurden in den USA gehalten, um für die weißen Herren pausenlos zu arbeiten. Ihre Vernichtung durch Arbeit wurde dabei in Kauf genommen. Juden wurden in die deutschen Konzentrationslager verbracht, um sie zu vernichten. Ihre vorherige Sklavenarbeit wurde programmatisch eingeplant, unter anderem, damit sie sich an den Kosten der eigenen Vernichtungsaktionen beteiligen konnten. Sklaven wurden vernichtet durch Arbeit, Juden haben gearbeitet, um vernichtet zu werden.“

Ein weiterer Schlüsselbegriff für Marquardt ist der „Traum“: „Große Träumer waren die schwarzen Sklaven. Ihre Träume waren ihr einziges Mittel gegen die totale Resignation. Sie erfuhren die biblischen Psalmen und ihre schwarzen Spirituals wie unaufhörliche Impulse zur Rebellion gegen die Sklaverei.“ Diese Träume wurden immer häufiger politische Aktionen. Sklaven flüchteten schon vor dem amerikanischen Bürgerkrieg in den sklavenfreien Norden des Landes. Rosa Parks weigerte sich 1955, ihren Sitzplatz im Bus an einen Weißen abzutreten. Und schließlich nahm Martin Luther King den Kampf gegen die Rassentrennung auf. Dem gegenüber steht der Alptraum der Shoah, den Jizchak Katznelson kurz vor seinem Tod in den Gaskammern von Birkenau in Worte gefasst hat: „Ich hatte einen Traum, einen schrecklichen Traum: Mein Volk war ausgelöscht. Ich wache auf mit einem Schrei. Mein Traum war Wirklichkeit. So ist es wirklich gekommen. So ist es mir wirklich widerfahren.“

Und dann gibt es noch den Text „Jossel Rakovers Wendung zu Gott“. Darin erzählt er von einem der letzten jüdischen Ghettokämpfer in Warschau: „Ich glaube an den Gott Israels, auch wenn Er alles getan hat, dass ich nicht an Ihn glauben soll. Ich glaube an Seine Gesetze, auch wenn ich Seine Taten nicht rechtfertigen kann. Jetzt ist meine Beziehung zu Ihm nicht mehr die eines Knechtes zu seinem Herrn, sondern die eines Schülers zu seinem Lehrer. Ich beuge mein Haupt vor Seiner Größe, aber die Rute werde ich nicht küssen, mit der ER mich schlägt… Und das sind meine letzten Worte an Dich, mein zorniger Gott: Es wird Dir gar nichts nützen! Du hast alles getan, dass ich an Dir irre werde, dass ich nicht an Dich glaube. Ich sterbe aber gerade so, wie ich gelebt habe, als unbeirrbar an Dich Glaubender.“ Marquardt verwies auf die Spirituals der Sklaven in Nordamerika, die darin immer wieder ihr Leid klagten. Aber dann endeten die Lieder immer wieder mit einem „Halleluja“ und einer Gottpreisung. „Schwarze und Juden haben offenbar gemeinsam diese Erfahrung einer abgrundtiefen Verlassenheit und Hoffnungslosigkeit und einer darin dennoch nicht zu unterdrückenden Hoffnungskraft“, folgerte der Referent.

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Ein hochinteressantes Thema, das eher selten auf der Agenda zu finden ist, wurde jetzt in der Trinitatiskirche verhandelt. „Traum und Alptraum: Der Kampf Martin Luther Kings und seiner rabbinischen Freunde für menschliche Freiheit und Würde“, lautete die Überschrift, unter der die Melanchthon-Akademie in die Trinitatiskirche eingeladen hatte. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Offene Gesellschaft?!? Wie wollen wir in Zukunft in Verschiedenheit zusammenleben?“ Nachdem Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, und Dorothee Schaper, die Gäste begrüßt hatten, referierte Marten Marquardt, Bocks Vorgänger als Akademie-Leiter. „Es geht im Folgenden nicht um eine Relativierung deutscher Schuld an der Schoah“, erklärte der, um Missverständnissen vorzubeugen. Es gehe um die Erweiterung der Perspektive, um ein weiteres Motiv der europäischen, der westlichen Zivilisationsmisere, die Marquardt mit den Schlagworten „Arbeit und Vernichtung“ verband.

Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer habe den Begriff der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF) in die Debatte eingeführt. Darunter verstehe er Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit und vieles mehr, das einzelne Gruppen ausgrenze. Der Begriff GMF ermögliche es theoretisch, Antisemitismus und Rassismus in Beziehung zu setzen, „ohne die je eigene spezifische beider Phänomene zu leugnen“, so Marquardt: „In der politischen Praxis der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung haben sich die Widerstandsbewegungen gegen diese beiden Formen der GMF gefunden und zusammengetan. Der Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung, den die Nachkommen afrikanischer Sklaven in den USA Seite an Seite mit Überlebenden der Schoah in Europa vor allem in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geführt haben, macht deutlich, wie eng führende Köpfe beider Seiten Rassismus und Antisemitismus verknüpft sehen.“

An dieser Stelle kam Marquardt zurück auf die anfangs eingeführten Schlüsselbegriffe. „Die Begriffe Arbeit und Vernichtung verbinden an einem zentralen Punkt die Wirklichkeit der amerikanischen Sklavenhaltergesellschaft und der deutschen Vernichtungslager in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sklaven wurden in den USA gehalten, um für die weißen Herren pausenlos zu arbeiten. Ihre Vernichtung durch Arbeit wurde dabei in Kauf genommen. Juden wurden in die deutschen Konzentrationslager verbracht, um sie zu vernichten. Ihre vorherige Sklavenarbeit wurde programmatisch eingeplant, unter anderem, damit sie sich an den Kosten der eigenen Vernichtungsaktionen beteiligen konnten. Sklaven wurden vernichtet durch Arbeit, Juden haben gearbeitet, um vernichtet zu werden.“

Ein weiterer Schlüsselbegriff für Marquardt ist der „Traum“: „Große Träumer waren die schwarzen Sklaven. Ihre Träume waren ihr einziges Mittel gegen die totale Resignation. Sie erfuhren die biblischen Psalmen und ihre schwarzen Spirituals wie unaufhörliche Impulse zur Rebellion gegen die Sklaverei.“ Diese Träume wurden immer häufiger politische Aktionen. Sklaven flüchteten schon vor dem amerikanischen Bürgerkrieg in den sklavenfreien Norden des Landes. Rosa Parks weigerte sich 1955, ihren Sitzplatz im Bus an einen Weißen abzutreten. Und schließlich nahm Martin Luther King den Kampf gegen die Rassentrennung auf. Dem gegenüber steht der Alptraum der Shoah, den Jizchak Katznelson kurz vor seinem Tod in den Gaskammern von Birkenau in Worte gefasst hat: „Ich hatte einen Traum, einen schrecklichen Traum: Mein Volk war ausgelöscht. Ich wache auf mit einem Schrei. Mein Traum war Wirklichkeit. So ist es wirklich gekommen. So ist es mir wirklich widerfahren.“

Und dann gibt es noch den Text „Jossel Rakovers Wendung zu Gott“. Darin erzählt er von einem der letzten jüdischen Ghettokämpfer in Warschau: „Ich glaube an den Gott Israels, auch wenn Er alles getan hat, dass ich nicht an Ihn glauben soll. Ich glaube an Seine Gesetze, auch wenn ich Seine Taten nicht rechtfertigen kann. Jetzt ist meine Beziehung zu Ihm nicht mehr die eines Knechtes zu seinem Herrn, sondern die eines Schülers zu seinem Lehrer. Ich beuge mein Haupt vor Seiner Größe, aber die Rute werde ich nicht küssen, mit der ER mich schlägt… Und das sind meine letzten Worte an Dich, mein zorniger Gott: Es wird Dir gar nichts nützen! Du hast alles getan, dass ich an Dir irre werde, dass ich nicht an Dich glaube. Ich sterbe aber gerade so, wie ich gelebt habe, als unbeirrbar an Dich Glaubender.“ Marquardt verwies auf die Spirituals der Sklaven in Nordamerika, die darin immer wieder ihr Leid klagten. Aber dann endeten die Lieder immer wieder mit einem „Halleluja“ und einer Gottpreisung. „Schwarze und Juden haben offenbar gemeinsam diese Erfahrung einer abgrundtiefen Verlassenheit und Hoffnungslosigkeit und einer darin dennoch nicht zu unterdrückenden Hoffnungskraft“, folgerte der Referent.

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Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer habe den Begriff der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF) in die Debatte eingeführt. Darunter verstehe er Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit und vieles mehr, das einzelne Gruppen ausgrenze. Der Begriff GMF ermögliche es theoretisch, Antisemitismus und Rassismus in Beziehung zu setzen, „ohne die je eigene spezifische beider Phänomene zu leugnen“, so Marquardt: „In der politischen Praxis der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung haben sich die Widerstandsbewegungen gegen diese beiden Formen der GMF gefunden und zusammengetan. Der Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung, den die Nachkommen afrikanischer Sklaven in den USA Seite an Seite mit Überlebenden der Schoah in Europa vor allem in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geführt haben, macht deutlich, wie eng führende Köpfe beider Seiten Rassismus und Antisemitismus verknüpft sehen.“

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Und dann gibt es noch den Text „Jossel Rakovers Wendung zu Gott“. Darin erzählt er von einem der letzten jüdischen Ghettokämpfer in Warschau: „Ich glaube an den Gott Israels, auch wenn Er alles getan hat, dass ich nicht an Ihn glauben soll. Ich glaube an Seine Gesetze, auch wenn ich Seine Taten nicht rechtfertigen kann. Jetzt ist meine Beziehung zu Ihm nicht mehr die eines Knechtes zu seinem Herrn, sondern die eines Schülers zu seinem Lehrer. Ich beuge mein Haupt vor Seiner Größe, aber die Rute werde ich nicht küssen, mit der ER mich schlägt… Und das sind meine letzten Worte an Dich, mein zorniger Gott: Es wird Dir gar nichts nützen! Du hast alles getan, dass ich an Dir irre werde, dass ich nicht an Dich glaube. Ich sterbe aber gerade so, wie ich gelebt habe, als unbeirrbar an Dich Glaubender.“ Marquardt verwies auf die Spirituals der Sklaven in Nordamerika, die darin immer wieder ihr Leid klagten. Aber dann endeten die Lieder immer wieder mit einem „Halleluja“ und einer Gottpreisung. „Schwarze und Juden haben offenbar gemeinsam diese Erfahrung einer abgrundtiefen Verlassenheit und Hoffnungslosigkeit und einer darin dennoch nicht zu unterdrückenden Hoffnungskraft“, folgerte der Referent.

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Ein neuer Bauwagen für die Kita der Lukaskirche Porz und seine turbulente Geschichte …

Ein neuer Bauwagen für die Kita der Lukaskirche Porz und seine turbulente Geschichte …

Trotz Gewitterwarnung fand zum ersten Mal bei strahlendem Sonnenschein ein Kinder- und Jugendbasar im Garten der evangelischen Kindertagesstätte Lukaskirche statt. Eigentlicher Höhepunkt war die Einweihung eines neuen Bauwagens samt Erzählung seiner turbulenten Entstehungsgeschichte. Gesichtet wurde der Wagen zufällig von der Mutter eines Kita-Kindes auf einem Camper-Abstellhof. Im September 2016 wurde er von der Diakonie Michaelshoven gekauft. So nahmen die vielen Aufgaben rund um die Bauwagensanierung ihren Lauf…

Wände, Decke, Böden …Der Untergrund des Bauwagens musste gepflastert werden, und es bedurfte einer Entkernung des Wagens inklusive Rundumerneuerung von innen und außen. Wände, Decke, Böden mussten erneuert werden, ein neues Fenster wurde eingebaut – und Heizung und Strom durften auch nicht fehlen. Von außen musste der alte Lack entfernt werden und ein neuer Anstrich folgte. Dies erledigten Mitarbeiter der Firma Flow Fact während eines Ehrenamtstages für soziale Einrichtungen. Das Dach wurde erneuert und eine schöne Treppe mit Vordach musste her. Alte Kirchenbänke, die zum Verschenken bereit standen – ebenfalls entdeckt von einer Kita-Mutter – wurden herbeigeschafft und liebevoll aufgearbeitet.

… und eine Edelstahltreppe mit VordachEin Ehepaar war von Anfang an begeistert von der Idee des Bauwagens. Die beiden, selbst ehemalige Kinder der Kita, beeindruckten das Kita-Team und den Träger durch ihren Einsatz beim Einbau einer Edelstahltreppe mit Vordach. In unzähligen Stunden Arbeit wurde das Werk vollbracht – wohlgemerkt nach Dienstschluss des Mannes. Sein Engagement, die Rückendeckung von seiner Frau sowie die Unterstützung durch den Chef seiner Firma wurden mit einem Geschenkkorb gewürdigt.

Feierliche Enthüllung des NamensschildesPfarrerin Ingrid Kibilka segnete Kinder und Kita-Mitarbeitende und enthüllte feierlich das Namensschild des Bauwagens, der entsprechend seiner Farbgebung den Namen BLAUWAGEN trägt. Die Leiterin der Kita, Nina Quiring, bedankte sich im Namen des Teams und des Trägers für die Geduld und das große Engagement der Elternschaft.

Das Engagement vieler Helferinnen und HelferDas Bauwagenprojekt konnte nur durch das Engagement von vielen Eltern, Helferinnen und Helfern verwirklicht werden. Zudem haben die Stiftung „einfach Helfen“ der Diakonie Michaelshoven, die Evangelische Kirchengemeinde Porz sowie der Förderverein Lukaskirche einen finanziellen Beitrag von insgesamt 14.000 Euro geleistet. Hinzu kamen 500 Euro von „Pänz vun Kölle“, 3.500 Euro von der Käthe-Flöck-Stiftung und 1.500 Euro von der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH.

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Ein neuer Bauwagen für die Kita der Lukaskirche Porz und seine turbulente Geschichte …

Ein neuer Bauwagen für die Kita der Lukaskirche Porz und seine turbulente Geschichte …

Trotz Gewitterwarnung fand zum ersten Mal bei strahlendem Sonnenschein ein Kinder- und Jugendbasar im Garten der evangelischen Kindertagesstätte Lukaskirche statt. Eigentlicher Höhepunkt war die Einweihung eines neuen Bauwagens samt Erzählung seiner turbulenten Entstehungsgeschichte. Gesichtet wurde der Wagen zufällig von der Mutter eines Kita-Kindes auf einem Camper-Abstellhof. Im September 2016 wurde er von der Diakonie Michaelshoven gekauft. So nahmen die vielen Aufgaben rund um die Bauwagensanierung ihren Lauf…

Wände, Decke, Böden …Der Untergrund des Bauwagens musste gepflastert werden, und es bedurfte einer Entkernung des Wagens inklusive Rundumerneuerung von innen und außen. Wände, Decke, Böden mussten erneuert werden, ein neues Fenster wurde eingebaut – und Heizung und Strom durften auch nicht fehlen. Von außen musste der alte Lack entfernt werden und ein neuer Anstrich folgte. Dies erledigten Mitarbeiter der Firma Flow Fact während eines Ehrenamtstages für soziale Einrichtungen. Das Dach wurde erneuert und eine schöne Treppe mit Vordach musste her. Alte Kirchenbänke, die zum Verschenken bereit standen – ebenfalls entdeckt von einer Kita-Mutter – wurden herbeigeschafft und liebevoll aufgearbeitet.

… und eine Edelstahltreppe mit VordachEin Ehepaar war von Anfang an begeistert von der Idee des Bauwagens. Die beiden, selbst ehemalige Kinder der Kita, beeindruckten das Kita-Team und den Träger durch ihren Einsatz beim Einbau einer Edelstahltreppe mit Vordach. In unzähligen Stunden Arbeit wurde das Werk vollbracht – wohlgemerkt nach Dienstschluss des Mannes. Sein Engagement, die Rückendeckung von seiner Frau sowie die Unterstützung durch den Chef seiner Firma wurden mit einem Geschenkkorb gewürdigt.

Feierliche Enthüllung des NamensschildesPfarrerin Ingrid Kibilka segnete Kinder und Kita-Mitarbeitende und enthüllte feierlich das Namensschild des Bauwagens, der entsprechend seiner Farbgebung den Namen BLAUWAGEN trägt. Die Leiterin der Kita, Nina Quiring, bedankte sich im Namen des Teams und des Trägers für die Geduld und das große Engagement der Elternschaft.

Das Engagement vieler Helferinnen und HelferDas Bauwagenprojekt konnte nur durch das Engagement von vielen Eltern, Helferinnen und Helfern verwirklicht werden. Zudem haben die Stiftung „einfach Helfen“ der Diakonie Michaelshoven, die Evangelische Kirchengemeinde Porz sowie der Förderverein Lukaskirche einen finanziellen Beitrag von insgesamt 14.000 Euro geleistet. Hinzu kamen 500 Euro von „Pänz vun Kölle“, 3.500 Euro von der Käthe-Flöck-Stiftung und 1.500 Euro von der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH.

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Ein neuer Bauwagen für die Kita der Lukaskirche Porz und seine turbulente Geschichte …

Trotz Gewitterwarnung fand zum ersten Mal bei strahlendem Sonnenschein ein Kinder- und Jugendbasar im Garten der evangelischen Kindertagesstätte Lukaskirche statt. Eigentlicher Höhepunkt war die Einweihung eines neuen Bauwagens samt Erzählung seiner turbulenten Entstehungsgeschichte. Gesichtet wurde der Wagen zufällig von der Mutter eines Kita-Kindes auf einem Camper-Abstellhof. Im September 2016 wurde er von der Diakonie Michaelshoven gekauft. So nahmen die vielen Aufgaben rund um die Bauwagensanierung ihren Lauf…

Wände, Decke, Böden …Der Untergrund des Bauwagens musste gepflastert werden, und es bedurfte einer Entkernung des Wagens inklusive Rundumerneuerung von innen und außen. Wände, Decke, Böden mussten erneuert werden, ein neues Fenster wurde eingebaut – und Heizung und Strom durften auch nicht fehlen. Von außen musste der alte Lack entfernt werden und ein neuer Anstrich folgte. Dies erledigten Mitarbeiter der Firma Flow Fact während eines Ehrenamtstages für soziale Einrichtungen. Das Dach wurde erneuert und eine schöne Treppe mit Vordach musste her. Alte Kirchenbänke, die zum Verschenken bereit standen – ebenfalls entdeckt von einer Kita-Mutter – wurden herbeigeschafft und liebevoll aufgearbeitet.

… und eine Edelstahltreppe mit VordachEin Ehepaar war von Anfang an begeistert von der Idee des Bauwagens. Die beiden, selbst ehemalige Kinder der Kita, beeindruckten das Kita-Team und den Träger durch ihren Einsatz beim Einbau einer Edelstahltreppe mit Vordach. In unzähligen Stunden Arbeit wurde das Werk vollbracht – wohlgemerkt nach Dienstschluss des Mannes. Sein Engagement, die Rückendeckung von seiner Frau sowie die Unterstützung durch den Chef seiner Firma wurden mit einem Geschenkkorb gewürdigt.

Feierliche Enthüllung des NamensschildesPfarrerin Ingrid Kibilka segnete Kinder und Kita-Mitarbeitende und enthüllte feierlich das Namensschild des Bauwagens, der entsprechend seiner Farbgebung den Namen BLAUWAGEN trägt. Die Leiterin der Kita, Nina Quiring, bedankte sich im Namen des Teams und des Trägers für die Geduld und das große Engagement der Elternschaft.

Das Engagement vieler Helferinnen und HelferDas Bauwagenprojekt konnte nur durch das Engagement von vielen Eltern, Helferinnen und Helfern verwirklicht werden. Zudem haben die Stiftung „einfach Helfen“ der Diakonie Michaelshoven, die Evangelische Kirchengemeinde Porz sowie der Förderverein Lukaskirche einen finanziellen Beitrag von insgesamt 14.000 Euro geleistet. Hinzu kamen 500 Euro von „Pänz vun Kölle“, 3.500 Euro von der Käthe-Flöck-Stiftung und 1.500 Euro von der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH.

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Trotz Gewitterwarnung fand zum ersten Mal bei strahlendem Sonnenschein ein Kinder- und Jugendbasar im Garten der evangelischen Kindertagesstätte Lukaskirche statt. Eigentlicher Höhepunkt war die Einweihung eines neuen Bauwagens samt Erzählung seiner turbulenten Entstehungsgeschichte. Gesichtet wurde der Wagen zufällig von der Mutter eines Kita-Kindes auf einem Camper-Abstellhof. Im September 2016 wurde er von der Diakonie Michaelshoven gekauft. So nahmen die vielen Aufgaben rund um die Bauwagensanierung ihren Lauf…

Wände, Decke, Böden …Der Untergrund des Bauwagens musste gepflastert werden, und es bedurfte einer Entkernung des Wagens inklusive Rundumerneuerung von innen und außen. Wände, Decke, Böden mussten erneuert werden, ein neues Fenster wurde eingebaut – und Heizung und Strom durften auch nicht fehlen. Von außen musste der alte Lack entfernt werden und ein neuer Anstrich folgte. Dies erledigten Mitarbeiter der Firma Flow Fact während eines Ehrenamtstages für soziale Einrichtungen. Das Dach wurde erneuert und eine schöne Treppe mit Vordach musste her. Alte Kirchenbänke, die zum Verschenken bereit standen – ebenfalls entdeckt von einer Kita-Mutter – wurden herbeigeschafft und liebevoll aufgearbeitet.

… und eine Edelstahltreppe mit VordachEin Ehepaar war von Anfang an begeistert von der Idee des Bauwagens. Die beiden, selbst ehemalige Kinder der Kita, beeindruckten das Kita-Team und den Träger durch ihren Einsatz beim Einbau einer Edelstahltreppe mit Vordach. In unzähligen Stunden Arbeit wurde das Werk vollbracht – wohlgemerkt nach Dienstschluss des Mannes. Sein Engagement, die Rückendeckung von seiner Frau sowie die Unterstützung durch den Chef seiner Firma wurden mit einem Geschenkkorb gewürdigt.

Feierliche Enthüllung des NamensschildesPfarrerin Ingrid Kibilka segnete Kinder und Kita-Mitarbeitende und enthüllte feierlich das Namensschild des Bauwagens, der entsprechend seiner Farbgebung den Namen BLAUWAGEN trägt. Die Leiterin der Kita, Nina Quiring, bedankte sich im Namen des Teams und des Trägers für die Geduld und das große Engagement der Elternschaft.

Das Engagement vieler Helferinnen und HelferDas Bauwagenprojekt konnte nur durch das Engagement von vielen Eltern, Helferinnen und Helfern verwirklicht werden. Zudem haben die Stiftung „einfach Helfen“ der Diakonie Michaelshoven, die Evangelische Kirchengemeinde Porz sowie der Förderverein Lukaskirche einen finanziellen Beitrag von insgesamt 14.000 Euro geleistet. Hinzu kamen 500 Euro von „Pänz vun Kölle“, 3.500 Euro von der Käthe-Flöck-Stiftung und 1.500 Euro von der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH.

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Wände, Decke, Böden …Der Untergrund des Bauwagens musste gepflastert werden, und es bedurfte einer Entkernung des Wagens inklusive Rundumerneuerung von innen und außen. Wände, Decke, Böden mussten erneuert werden, ein neues Fenster wurde eingebaut – und Heizung und Strom durften auch nicht fehlen. Von außen musste der alte Lack entfernt werden und ein neuer Anstrich folgte. Dies erledigten Mitarbeiter der Firma Flow Fact während eines Ehrenamtstages für soziale Einrichtungen. Das Dach wurde erneuert und eine schöne Treppe mit Vordach musste her. Alte Kirchenbänke, die zum Verschenken bereit standen – ebenfalls entdeckt von einer Kita-Mutter – wurden herbeigeschafft und liebevoll aufgearbeitet.

… und eine Edelstahltreppe mit VordachEin Ehepaar war von Anfang an begeistert von der Idee des Bauwagens. Die beiden, selbst ehemalige Kinder der Kita, beeindruckten das Kita-Team und den Träger durch ihren Einsatz beim Einbau einer Edelstahltreppe mit Vordach. In unzähligen Stunden Arbeit wurde das Werk vollbracht – wohlgemerkt nach Dienstschluss des Mannes. Sein Engagement, die Rückendeckung von seiner Frau sowie die Unterstützung durch den Chef seiner Firma wurden mit einem Geschenkkorb gewürdigt.

Feierliche Enthüllung des NamensschildesPfarrerin Ingrid Kibilka segnete Kinder und Kita-Mitarbeitende und enthüllte feierlich das Namensschild des Bauwagens, der entsprechend seiner Farbgebung den Namen BLAUWAGEN trägt. Die Leiterin der Kita, Nina Quiring, bedankte sich im Namen des Teams und des Trägers für die Geduld und das große Engagement der Elternschaft.

Das Engagement vieler Helferinnen und HelferDas Bauwagenprojekt konnte nur durch das Engagement von vielen Eltern, Helferinnen und Helfern verwirklicht werden. Zudem haben die Stiftung „einfach Helfen“ der Diakonie Michaelshoven, die Evangelische Kirchengemeinde Porz sowie der Förderverein Lukaskirche einen finanziellen Beitrag von insgesamt 14.000 Euro geleistet. Hinzu kamen 500 Euro von „Pänz vun Kölle“, 3.500 Euro von der Käthe-Flöck-Stiftung und 1.500 Euro von der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH.

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