1 minute reading time (228 words)

Pränataldiagnostik: Mitten drin und voll dabei

Foto: commons.wikimedia.org / Dean JohnsonFoto: commons.wikimedia.org / Dean Johnson

Pränataldiagnostik

Vorlesen

Während die 49-Jährige erzählt, gluckst ihre Tochter, die Mutter füttert sie gerade. Zehn wird das Mädchen im Mai. „Mit all ihren Einschränkungen, sie ist fröhlich“, erklärt Daniela; den Familiennamen bittet sie in diesem Online-Text wegzulassen. Die achtköpfige Familie lebt in NRW. Daniela stellt sich so vor: „Ehefrau, Hausfrau, Mutter – kurz Familienmanagerin“.

Die fünf Geschwister ihrer Jüngsten, die eine Freie Trisomie 18 hat, sind heute zwischen 14 und 23 Jahren. In der Beratung sei damals auch damit argumentiert worden, ein Kind mit schwerer Behinderung sei auch für die anderen Kinder eine zu hohe Belastung. Ja, im Alltag kenne sie „schon mal ein Seufzen“. Wenn mal etwas nicht so einfach geht wie vielleicht in Familien ohne Handicap.

Sie und ihr Mann – „wir waren uns einig und es war für uns keine wirkliche Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten“.  Sie hätten sich „ohne Wenn und Aber für unser Kind“ entschieden. Und das gilt weiter: „Ich würde immer wieder so entscheiden.“ Einfach weil, sobald Leben entsteht, da schon ein vollwertiger Mensch ist. Ein von Gott gewollter Mensch.

Ihre Tochter lebe „ohne sich an gesellschaftlichem Denken stören zu müssen“. Unverstellt. Ungekünstelt. Ihr Kind sei „voller Urvertrauen und Liebe und voller Dankbarkeit dafür, dass es bei uns sein darf, mitten drin und voll dabei“.

 

 

Facebook, Twitter und Google+ einschaltenFacebook, Twitter und Google+ ausschalten

 

ekir.de / neu / 13.04.2018


© 2018, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.
Gewaltfreie Kommunikation: Die Gefühle und ihre Kr...
Bayerische Landeskirche berät über die Segnung hom...