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Projekt Rwanda 2020: Junge Handwerker helfen Azubis in Ruanda

„Rwanda 2020“ fußt auf der Arbeit des Mainzer Vereins „Geselle trifft Gazelle – Farben verbinden Kulturen“„Rwanda 2020“ fußt auf der Arbeit des Mainzer Vereins „Geselle trifft Gazelle – Farben verbinden Kulturen“

Projekt Rwanda 2020

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Die Initiative "Rwanda 2020: We share Handcraft" hat sich zum Ziel gesetzt, Wissen und Fertigkeiten zu teilen und so eine friedliche und nachhaltige Zukunft für alle zu ermöglichen. Sie wird getragen von einer Gruppe gemeinnützig engagierter Frauen und Männer aus Handwerk, Innungen, Unternehmen, sozialen Einrichtungen und Stiftungen.

Dazu wurde 2018 eigens ein Trägerverein gegründet. In seinem Vorstand arbeiten Uli Baege, Abteilung Afrika der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), und Angélique Uwumuremyi von der Schwesterngemeinschaft der VEM mit.

„Für die VEM ist das eine super Möglichkeit, die Menschen, die wir bereits in zahlreichen Ausbildungsprojekten in Ruanda unterstützen, nun in Austausch und ins Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland zu bringen. Ein klassisches Begegnungsfeld aus dem Bereich Partnerschaften erschließt sich hier“, so Uli Baege.

Und Angélique Uwumuremyi ergänzt: „Es geht mir darum, jungen Menschen interkulturelle Lernerfahrungen zu bieten. Als Lehrerin und Journalistin weiß ich, wie wichtig es ist, über den eigenen Tellerrand hinaus, Erfahrungen machen zu können.“

Die VEM werde ihre Mitgliedskirchen in Ruanda in das Projekt einbeziehen, erläutert Baege. Die Evangelisch-Anglikanische Kirche in Ruanda (EAR) unterhält in ihren vier Diözesen Butare, Cyangugu,  Kigeme und Shyogwe eigene Berufsschulen. Die Presbyterianische Kirche in Ruanda (EPR) betreibe ein Berufsbildungsprojekt, das die VEM unterstützt. Hier wolle man mit dem Handwerkeraustausch andocken.

„Rwanda 2020“ fußt auf der Arbeit des Mainzer Vereins „Geselle trifft Gazelle – Farben verbinden Kulturen“ des Fachverbands Farbe, Gestaltung und Bautenschutz Rheinland-Pfalz. Seit sechs Jahren führt der jährlich ein Austausch- und Berufsbildungsprojekt in Ruanda mit jungen Malergesellinnen und -gesellen und Auszubildenden durch. Nun soll das Projekt europäisch erweitert werden und unter anderem auch Dachdecker, Stuckateure, Fliesenleger, Raumausstatter, Objektbeschichter, Elektrohandwerker, Schreiner und Maurer einbeziehen.

Junge Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren, die einen Handwerksberuf in einem europäischen Land erlernen oder bereits Gesellinnen und Gesellen sowie Meisterinnen oder Meister sind, können im Februar 2020 mit nach Ruanda reisen. Bewerbungen sind bis Juni 2019 möglich.

 

ekir.de / uks, Foto: Projekt Geselle trifft Gazelle / 14.05.2018


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