1 minute reading time (237 words)

Syrien-Konferenz: Menschlichkeit in einem unmenschlichen Krieg

Screeshot diakonie-katastrophenhilfe.deScreenshot diakonie-katastrophenhilfe.de

Syrien-Konferenz

Vorlesen

Das macht die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel deutlich, die noch im vergangenen Monat in Syrien war und beispielsweise die wochenlange Unterbrechung von Unterstützungsleistungen für chronisch Kranke beklagt - weil zugesagte Gelder nicht ausgezahlt wurden. Es mangele an Zahlungsdisziplin der Gebernationen, für die Präsidentin ein "humanitäres Desaster und riesiger Skandal".

In Brüssel müsse es auch zentral um die Beendigung ausländischer Interventionen und Waffenlieferungen in das Land gehen, sowie um eine Wiederbelebung der Friedensbemühungen. EU und UNO richten am Dienstag und Mittwoch die zweite internationale Syrien-Konferenz aus, die Themen sind Friedensprozess und humanitäre Hilfe.

Mit lokalen Partnern versucht die Diakonie Katastrophenhilfe selbst auch die Kriegsfolgen zu lindern. Allerdings seien mehr als drei Millionen Menschen für humanitäre Helfer schwer oder gar nicht erreichbar - im achten Kriegsjahr.

Hilfsorganisationen fordern Aufstockung der Hilfen

Weitere internationale Hilfsorganisationen, darunter Care und Oxfam, forderten am Montag die in Brüssel tagende Geberkonferenz für Syrien auf, die Mittel aufzustocken und finanzielle Zusagen einzuhalten. Der Bedarf an humanitärer Hilfe werde größer und die Mittel blieben knapp. Bislang seien nur 20 Prozent der notwendigen Hilfsmaßnahmen innerhalb Syriens finanziert.

Anhaltende Gewalt und Luftangriffe auf Zivilisten, Schulen sowie Krankenhäuser hätten allein seit Beginn des Jahres knapp 700.000 Menschen innerhalb Syriens vertrieben. In der Region könnten rund 2,7 Millionen syrische Kinder seit Jahren nicht mehr zur Schule gehen, erklärten diese sechs Hilfsorganisationen weiter.

 

ekir.de / neu, epd / 23.04.2018


© 2018, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.
"Wie wollen wir in Verschiedenheit zusammenleben?"
"Traum und Albtraum - Martin Luther King und seine...