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Gedanken zum Tag

All Morgen ist ganz frisch und neu

Wenn morgens der Wecker klingelt, mag ich zur Zeit gar nicht gern aufstehen. So mancher Corona-Tag überfordert mich und die erste Frage ist: Was kommt heute wieder auf uns alle zu?  Am liebsten möchte ich die Bettdecke über den Kopf ziehen und weiterschlafen.

Aber da ist die Verantwortung gegenüber meiner Arbeit und mir selbst - und meinem Hund. Er möchte Gassi-gehen, und so zwinge ich mich aufzustehen. All Morgen ist ganz frisch und neu – sage ich mir, so wie ihn ein bekanntes Kirchenlied besingt. Und habe ich dann die Hundeleine in der Hand und sehe meinen gut gelaunten Hund, der mir signalisiert: „Endlich gehen wir raus“, hebt sich meine Stimmung.

Draußen dämmert es schon, ich werde jetzt so richtig wach, und ich erfreue mich an dem frühlingshaften Duft, der in der Luft liegt. Die Vögel zwitschern um die Wette und ich bekomme Lust auf diesen neuen Tag und möchte ihn bewusst gestalten. - Wie kann so ein kleiner Vogel jeden Tag von neuem so herzerfrischend begrüßen. Das hebt meine Laune und ich danke Gott für seine wunderbare Schöpfung.

Ich weiß: Was sich da nach reiner Lebensfreude anhört, ist für die Vögel ein Knochenjob. Die meisten Vögel zwitschern nur, wenn es sich auch wirklich lohnt: in der Brutzeit. Und meist sind es nur die Männchen, die singen. Mit ihrem Gesang verteidigen sie ihr Revier gegen Rivalen und locken Weibchen an: Wer besonders laut und variationsreich singt, hat mehr Erfolg bei den Damen. Ja, ich weiß und dennoch schenken sie mir gute Laune, und wenn ich dann zu Hause bin, gibt´s erst einmal einen Kaffee – und zuvor natürlich Futter für den Hund.

All Morgen ist ganz frisch und neu. Ja, das möchte ich mir immer wieder zusagen. Jeden Morgen neu. Und wenn ich tagsüber mal durchhänge und mich der Corona-Tsumani in meinen Gedanken wegzuspülen droht, weil ich nicht weiß, was da alles noch auf uns zu kommt, dann denke ich an meine morgendlichen gefiederten Gefährten – und freue mich schon jetzt auf den nächsten Morgen und ihren motivierenden Gesang.

​"Ich glaube,
hilf meinem Unglauben."

​Jahreslosung 2020

Die Jahreslosung für das Jahr 2020 lautet: "Ich glaube, hilf meinem Unglauben." Das bedeutet für mich: Ja, Gott, ich vertraue dir; ich weiß, dass du mir neue Kräfte schenken kannst. Ich vertraue dir und wenn ich manchmal zweifel, weil es zu lange dauert und ich ungeduldig werde oder: wenn alles gegen mein Vertrauen spricht, dann hilf mir in meinen Zweifeln und wandle sie in Vertrauen.

​Autor: Andrea Döhrer

Das Virus verändert alles. Binnen einer Woche hat sich das Leben unserer Gemeinde total verändert. Ich weiß nicht, ob es das schon mal gab, dass flächendeckend keine Gottesdienste mehr durchgeführt werden. Trauerfeiern mit - maximal noch zugelassenen - 10 Personen wirken wie eine Untergrundveranstaltung.

Hartmut Mueggenburg

Unser Gottesdienst am 20.03.2020

Vielen Dank. Schon am ersten Tag haben viele Menschen mit uns unseren Gottesdienst geefeiert. Nicht zeitgleich für uns, aber gleichzeitig mit Gott. Denn bekanntlich sind tausend Jahre vor ihm wie ein Tag

Hartmut Müggenburg

Bilderverzeichnis

  • Frühling: Andrea Doehrer

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  • Frühling: Andrea Doehrer

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