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Diakonie

Diakonie nennt man die soziale Arbeit der evangelischen Kirche. Ihre Anfänge liegen im Sozi-alen Protestantismus des 19. Jahrhunderts, in der Bewegung der „Inneren Mission“, ihre Wurzeln reichen zurück bis zu den ersten frühchristlichen Gemeinden.

Das Wort Diakonie ist griechischen Ursprungs. In der Bibel wird es gängiger Weise mit „die-nen“ übersetzt. Es hatte zunächst eine rein existenziell-religiöse Bedeutung im Sinne von Hingabe. Später wurde es als fürsorgendes Hilfehandeln verstanden.

Diakonie ist heute äußerst vielfältig. Sie findet statt in Diakonischen Werken, Krankenhäu-sern, in Kirchengemeinden, selbstverwalteten Initiativen oder in diakonischen Unternehmen. Und wie schon im biblischen Gleichnis vom „Barmherzigen Samariter“ geschieht Diakonie sowohl spontan und auf eigene Rechnung (so macht es der Samariter) als auch mit klarem Auftrag, definierter Leistung und mit dem Geld Dritter (wie bei dem Wirt, in dessen Gasthaus der Verwundete in dem Gleichnis gebracht wird).

Diakonie hat zwei Ziele: Auf politischer Ebene setzt sie sich für Teilhabe-Gerechtigkeit ein. Nach diesem Verständnis ist eine Gesellschaft dann gerecht, wenn alle Menschen ihren Möglichkeiten entsprechend teilhaben können. Und auf individueller Ebene will sie Men-schen ganz konkret in ihrer eigenen Teilhabe-Fähigkeit stärken, meist durch pädagogische, therapeutische oder pflegerische Hilfe.

Martin Horstmann (Quelle: kirche-koeln.de)

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