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Gedanken zum Tag

Gottesdienst am 29.03.2020

Wochenpsalm 43

Gott, schaffe mir Recht, ​
und führe meine Sache wider das unheilige Volk
und errette mich von den falschen und bösen Leuten!
Denn du bist der Gott meiner Stärke.
Warum hast du mich verstoßen?
Warum muss ich so traurig gehen,
wenn mein Feind mich dränget?
Sende dein Licht und deine Wahrheit,
dass sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,
dass ich hineingehe zum Altar Gottes,
zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist,
und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.
Was betrübst du dich, meine Seele,
und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken,
dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Gebet
„Gott, hilf mir beten und meine Gedanken sammeln zu dir.
Allein kann ich das nicht.
In mir ist es finster, aber bei dir ist Licht.
Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht.
Ich bin unruhig, aber bei dir ist Frieden.
In mir ist Bitterkeit, bei dir Geduld.
Ich verstehe deine Wege nicht,
aber du weißt einen Weg für mich.
Gib mir den Glauben, der mich vor Verzweiflung schützt,
die Liebe zu Gott und den Menschen,
die Hass und Bitterkeit vertilgt.
Gib mir die Hoffnung, die mich von der Lebensangst befreit.
Du kennst mich und all mein Tun.
Du wirst mir nicht mehr auflegen, als ich tragen kann.
Du vergisst mich nicht und suchst mich.
Du bleibst bei mir, wenn kein Mensch mir beisteht.
Lass mich so leben, wie ich es vor dir
und vor den Menschen verantworten kann.“[1]

[1] leicht verändert nach Dietrich Bonhoeffer „Gebete für Mitgefangene, Morgengebet“, Weihnachten 1943

35 Jakobus und Johannes,
die Söhne von Zebedäus,
traten nahe an Jesus heran
und sagten zu ihm:
»Lehrer, wir möchten,
dass du uns eine Bitte erfüllst.«
36 Jesus fragte sie:
»Was möchtet ihr denn?
Was soll ich für euch tun?«
37 Sie antworteten ihm:
»Lass uns rechts und links neben dir sitzen,
wenn du regieren wirst
in deiner Herrlichkeit.«
38 Aber Jesus sagte zu ihnen:
»Ihr wisst nicht, um was ihr da bittet.
Könnt ihr den Becher austrinken,
den ich austrinke?
Oder könnt ihr die Taufe auf euch nehmen,
mit der ich getauft werde?«
39 Sie antworteten ihm:
»Das können wir.«
Da sagte Jesus zu ihnen:
»Ihr werdet tatsächlich den Becher austrinken,
den ich austrinke.
Und ihr werdet die Taufe auf euch nehmen,
mit der ich getauft werde.

​40 Aber ich habe nicht zu entscheiden,
wer rechts und links von mir sitzt.
Dort werden die sitzen,
die Gott dafür bestimmt hat.«
41 Die anderen zehn hörten das Gespräch mit an
und ärgerten sich über Jakobus und Johannes.
42 Da rief Jesus auch sie näher herbei
und sagte zu ihnen:
»Ihr wisst:
Die Herrscher der Völker unterdrücken die Menschen,
über die sie herrschen.
Und die Machthaber missbrauchen ihre Macht.
43 Aber bei euch darf das nicht so sein:
Sondern wer von euch groß sein will,
soll den anderen dienen.
44 Und wer von euch der Erste sein will,
soll der Sklave von allen sein.
45 Denn auch der Menschensohn
ist nicht gekommen,
um sich dienen zu lassen.
Im Gegenteil:
Er ist gekommen,
um anderen zu dienen

​Glaubensbekenntnis ​

 Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen. Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein. Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten. Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

Dietrich Bonhoeffer, 1934 Zit. nach: Evangelischer Entwicklungsdienst e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e.V. u.a. (Hg.): Sehet die Lilien auf dem Feld..., Ökumenische Gottesdienstbausteine zu Fairen Woche 2012. S.3.

Fürbitten

Ach Gott, in dir ist Freude in allem Leide.
So sende dein Licht und deine Wahrheit
Kranken und Infizierten in Quarantäne,
Einsamen und Sterbenden.
Sende dein Licht und deine Wahrheit
Mühseligen und Beladenen,
Hungernden und Flüchtenden.
„Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehen.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.“

Jesus Christus, du bist das Licht der Welt
und Weg, Wahrheit und Leben für uns.
Sende dein Licht und deine Wahrheit
allen, die sich gegenseitig auf die Nerven gehen,
allen, denen es langweilig ist,
und jenen Frauen und Kindern, die
zurzeit in überfüllten Frauenhäusern leben.
„Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehen.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.“

​Heiliger Geist, du inspirierst Menschen
mit Jesu Geist und seiner Botschaft.
Sende dein Licht und deine Wahrheit
allen Menschen, denen Gewalt angetan wird,
und jenen, die den schweren Kelch trinken müssen,
den bittern, gefüllt des Leids bis an den höchsten Rand
„Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehen.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.“

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Der Herr segne dich und behüte dich
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig.
Der Herr hebe sein Angesicht über dich
und gebe dir Frieden.

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