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Aktionstag gegen Atomwaffen: Ein Tag am Schmerzpunkt Büchel

Friedensandacht mit Präaes Manfred Rekowski vor dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel.Archivfoto: Friedensandacht mit Präses Manfred Rekowski vor dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel. Für den 7. Juli ist ein Aktionstag geplant.

Aktionstag gegen Atomwaffen

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Mülheim / Ruhr und Essen, Bergisches Land und im Süden Bad Kreuznach und Kastellaun sind weitere gemeinsame Startpunkte, zumeist organisiert vom Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ). Der Protest richtet sich am Bundeswehr-Fliegerhorst in Büchel, bei Cochem an der Mosel, gegen die dort vermutlich gelagerten US-amerikanischen Atombomben.

"Wir verstehen unseren Aktionstag als eine Konkretion des Friedenswortes, in dem ja die Atomwaffen und Büchel als Schmerzpunkt benannt sind", erklärt Ulrich Suppus von der Friedensinitiative Hunsrück. "Auf dem Weg zum gerechten Frieden" heißt das Friedenswort der Evangelischen Kirche im Rheinland, im Januar von der Landessynode beschlossen, dem obersten Entscheidungsgremium der rheinischen Kirche.

"Wir billigen gewaltfreie Aktionen des Protestes gegen Atomwaffen in Büchel", heißt es in dieser Erklärung. Die in Büchel lagernden Atomwaffen werden derzeit modernisiert; gefordert wird in dem Friedenswort stattdessen ihr längst überfälliger Abzug.

"Ausgesprochen bedrohlich"

Die aktuellen Tendenzen zur Modernisierung der Atomwaffen seien "ausgesprochen bedrohlich", klagte der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann. Seine Forderung: "Es ist höchste Zeit, dasss die von den Atommächten gegebenen Versprechen zur nuklearen Abrüstung endlich erfüllt werden."

Der Aufruf zum Aktionstag kommt von evangelischen Christinnen und Christen aus verschiedenen Landeskirchen sowie von der katholischen Friedensorganisation Pax Christi. Für die rheinische Kirche nimmt u.a. Jens Sannig teil, Jülicher Superintendent. "Glauben, Gewissen und politische Vernunft bewegen uns, Massenvernichtungswaffen abzulehnen", heißt es in dem Aufruf. Wer teilnimmt, tritt ein für den Abzug und das Verbot von Atomwaffen, für eine "friedenslogische Außen- und Sicherheitspolitik".

Bundesregierung soll Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen

Konkreter: Die Bundesregierung wird aufgefordert, den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen. Der Aktionstag findet genau ein Jahr nach der Abstimmung des Verbotsvertrags in der UN-Generalversammlung statt. Außerdem knüpft der Aktionstag an den vom Ökumenischen Rat der Kirchen ausgerufenen Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens an.

Der Tag fängt mit Musik ab 11 Uhr an. Schlag 11.58 Uhr beginnt vor dem Haupttor des Fliegerhorstes ein ökumenischer Gottesdienst. Die Predigt wird der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms halten, auch leitender Geistlicher der Bremischen Landeskirche. Bis nachmittags folgt ein Kulturprogramm.

 

ekir.de / neu, epd / 25.06.2018


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