Wolfgang Huber würdigt Mandela

Wolfgang Huber würdigt Mandela

18.07.2018News

Der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD lobt die Weitsicht Mandelas und kritisiert Populismus und Machtorientierung

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Berlin (epd). Zum 100. Geburtstag des südafrikanischen Anti-Apartheid-Kämpfers und Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela (1918-2013) hat der frühere EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber zu mehr Verantwortung in der Politik aufgerufen. Die Welt sei heute eher hinter Mandela zurückgefallen, als über ihn hinausgewachsen, sagte Huber im Inforadio des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Deshalb seien wieder mehr Stimmen für eine andere Form der Politik nötig als die, die „zwischen Populismus und Machtorientierung hin und her pendelt“.

Mandela stehe für die „Einheit von Biografie und Grundüberzeugung“, betonte der Theologe, der von 2003 bis 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) war und seit 2013 eine Honorarprofessur im südafrikanischen Stellenbosch innehat. Mandela habe politische Weitsicht mit festen Grundüberzeugungen und Nähe zu den Menschen verbunden, zugleich Fähigkeit zum Pragmatismus bewiesen und die Botschaft von Versöhnung und Gerechtigkeit gelebt.

„Jeder kann seinen Beitrag leisten“

Die Welt dürfe jedoch nicht einfach auf die „nächste große Lichtgestalt wie Mandela“ warten. Es sei Aufgabe aller, für eine verantwortungsbewusste und menschliche Politik einzutreten, betonte Huber: „Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten.“

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Manfred Rekowski fordert sichere Fluchtrouten

Manfred Rekowski fordert sichere Fluchtrouten

18.07.2018News

Zum Abschluss seiner Malta-Reise ruft der rheinische Präses die Politiker auf, sich an internationales Recht zu halten

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©Evangelische Kirche im Rheinland

Präses Manfred Rekowski mit Seenotrettern bei einer Gedenkfeier im Hafen von Valletta.

Valletta/Düsseldorf (epd). Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, appelliert an die Politik, humanitäre Korridore nach Europa einzurichten. „Es geht nicht um ein vorübergehendes Phänomen, sondern um das Weltproblem Flucht, von dem aktuell 70 Millionen Menschen betroffen sind“, sagte der Theologe in Valletta. Nach Gesprächen mit Mitarbeitern der Hilfsorganisation Sea-Watch, dem Besuch ankernder Rettungsschiffe und des Aufklärungsflugzeuges „Moonbird“ auf der Insel Malta kritisierte Rekowski erneut das Aus der zivilen Seenotrettungsaktionen für Flüchtlinge aus dem Mittelmeer.

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Wolfgang Huber würdigt Mandela

Wolfgang Huber würdigt Mandela

18.07.2018News

Der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD lobt die Weitsicht Mandelas und kritisiert Populismus und Machtorientierung

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Berlin (epd). Zum 100. Geburtstag des südafrikanischen Anti-Apartheid-Kämpfers und Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela (1918-2013) hat der frühere EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber zu mehr Verantwortung in der Politik aufgerufen. Die Welt sei heute eher hinter Mandela zurückgefallen, als über ihn hinausgewachsen, sagte Huber im Inforadio des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Deshalb seien wieder mehr Stimmen für eine andere Form der Politik nötig als die, die „zwischen Populismus und Machtorientierung hin und her pendelt“.

Mandela stehe für die „Einheit von Biografie und Grundüberzeugung“, betonte der Theologe, der von 2003 bis 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) war und seit 2013 eine Honorarprofessur im südafrikanischen Stellenbosch innehat. Mandela habe politische Weitsicht mit festen Grundüberzeugungen und Nähe zu den Menschen verbunden, zugleich Fähigkeit zum Pragmatismus bewiesen und die Botschaft von Versöhnung und Gerechtigkeit gelebt.

„Jeder kann seinen Beitrag leisten“

Die Welt dürfe jedoch nicht einfach auf die „nächste große Lichtgestalt wie Mandela“ warten. Es sei Aufgabe aller, für eine verantwortungsbewusste und menschliche Politik einzutreten, betonte Huber: „Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten.“

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Rekowski kritisiert Flugverbot für Moonbird

Rekowski kritisiert Flugverbot für Moonbird

18.07.2018News

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©Evangelische Kirche im Rheinland

Präses Manfred Rekowski (li.) beim Flug mit der Moonbird.

Valletta/Düsseldorf (epd). Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, kritisiert das Flugverbot für das zivile Aufklärungsflugzeug „Moonbird“ auf Malta. Das Flugverbot für die kleine Maschine der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch und der Schweizer Hilfsorganisation HPI sei eine Amputation der humanitären Hilfe für Flüchtlinge im Mittelmeer und ein Skandal, sagte Rekowski, Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Valletta.

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Übervater der Herzen

Übervater der Herzen

17.07.2018News

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Als Freiheitskämpfer war Nelson Mandela einst der berühmteste Gefangene der Welt, der 27 Jahre in Südafrika in Haft saß. Nach seiner Freilassung einte er sein zerrissenes Land und führte Schwarze und Weiße in Südafrika zusammen, zumindest vorübergehend. Sein Lebensweg und seine unbeugsame Haltung beeindruckten Menschen rund um die Welt.

©epd-Bild/imagebroker/Peter Schickert

Gedenkwand für Nelson Mandela in Soweto, Johannesburg (Südafrika).

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Sommer- und Wochenend-Tipps: Fitnesskurse in Weyertal, Schöpfungs-Predigt in der Kartäuserkirche, „Flötett“ in Hürth und Exerzitien im Trubel der Stadt

Wer die zweite Julihälfte in Köln und der Region verbringt und auf der Suche nach Fitnesskursen oder anspruchsvollen Gottesdiensten ist, wird hier fündig: In den Sommerferien bietet das Zentrum für Sport und Medizin (ZSM) am Evangelischen Klinikum Köln-Weyertal spezielle Freizeit- und Gesundheitskurse an, die sich wegen der kurzen Dauer gut zum Kennenlernen und Einsteigen eignen. In der Kartäuserkirche lädt eine Predigtreihe ein, über den verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung nachzudenken. In Hürth spielt das Blockflötenensemble „Flötett“. Pfarrerin Ute Grieger-Jäger erzählt von Frauen, die sich trauen, und die Melanchthon-Akademie lädt zu Exerzitien im Trubel der Stadt ein.

Pilates-Elemente im Zentrum für Sport und MedizinGesundheits- und Fitnesskurse zum Kennenlernen und EinsteigenIn den Sommerferien bietet das Zentrum für Sport und Medizin am Evangelischen Krankenhaus Weyertal, Weyertal 76, Nordic Walking, Wassergymnastik (Geringe Intensität), Aquafitness (höhere Intensität) sowie Rückenfitness und Gerätetrainingskurse für Ältere an. Viele Bewegungskurse werden auch speziell für Schwangere sowie als Rückbildung und in Kombination mit Pilates-Elementen angeboten. Entspannungsseminare zu den Themen Atmen, Yoga und „Entspannte Schulter – gelöster Nacken“ runden das Sommerferienprogramm ab.Kontakt und Programmabruf: Zentrum für Sport und Medizin (ZSM), Telefon 0221/479-2299, www.evk-gesund.de

Predigtreihe zum verantwortlichen Umgang mit der SchöpfungVikar und Pfarrer laden ein, über das „Element Erde“ nachzudenkenWie können Menschen heute verantwortlich mit der Schöpfung umgehen? Was muss getan werden, um die Schöpfung zu erhalten? In einer Predigtreihe an der Kölner Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, laden Pfarrer Mathias Bonhoeffer und Vikar Tim Lahr dazu ein, sich mit vier Elementen der Antike auseinanderzusetzen. Das Element „Erde“ steht am Sonntag, 22. Juli, 9.45 Uhr, beim Gottesdienst im Mittelpunkt. Die Reihe „Schöpfung – die vier antiken Elemente“ wird am 2. September zum Thema „Luft“ fortgesetzt.Kontakt: Pfarrer Mathias Bonhoeffer, Telefon 0221/25 91 38 99, www.kartaeuserkirche.de

Hürth: „Frauen, die sich trauen“ und das Blockflötenensemble „Flötett“Predigtreihe in den Sommerferien zu Gleichnissen aus der BibelZum Motto „Frauen, die sich trauen“ predigt Pfarrerin Ute Grieger-Jäger – musikalisch unterstützt durch das Blockflötenensemble „Flötett“ – am Sonntag, 22. Juli, 9.45 Uhr, in der Friedenskirche Efferen, Martin-Luther-Straße 12. Grieger-Jäger stellt das Gleichnis vom verlorenen Schaf“ ins Zentrum ihrer Predigt. Mitglieder der Frauenhilfe gestalten den Gottesdienst ebenfalls mit. Die Sommerferien über bietet die Evangelische Kirchengemeinde Hürth eine Reihe von Gottesdiensten zu Gleichnissen aus der Bibel an.Kontakt: Pfarrerin Ute Grieger-Jäger, Telefon 02233/315 64, www.evangelisch-in-huerth.de

Exerzitien im Trubel von KölnFünf Tage lang Impulse aufnehmen und betend auf dem Weg seinExerzitien abhalten mitten im Trubel der Stadt und nicht in selbstgewählter Abgeschiedenheit, das können die Teilnehmenden der fünf-tägigen Straßenexerzitien von Montag, 23. Juli, 18 Uhr, bis Samstag, 28. Juli, 13 Uhr, bei einer Veranstaltung der Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b. Achtsam schauend und hörend die Impulse der Straße wahrnehmen, sich betend auf den Weg machen, Orte der persönlichen Gottesbegegnung finden: Die Teilnehmenden üben, mitten in der Stadt ihre Wahrnehmung zu schulen. Tagsüber sind die Übenden auf den Straßen unterwegs, nachmittags kommen sie zurück und erzählen von ihren Eindrücken. Dabei werden sie begleitet und angeleitet von Dozentin Elisabeth Kämmerling. Eine einfache, gemeinsam zubereitete Verpflegung wird angeboten. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.Kontakt: Melanchthon-Akademie, Telefon 0221/931 80 30, anmeldung@melanchthon-akademie.de, www.melanchthon-akademie.de

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Rekowski kritisiert Flugverbot für Moonbird

Rekowski kritisiert Flugverbot für Moonbird

18.07.2018News

Das Flugzeug und drei Rettungsschiffe sind startklar, doch sie dürfen nicht starten – für Präses Manfred Rekowski ist das ein Skandal

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©Evangelische Kirche im Rheinland

Präses Manfred Rekowski (li.) beim Flug mit der Moonbird.

Valletta/Düsseldorf (epd). Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, kritisiert das Flugverbot für das zivile Aufklärungsflugzeug „Moonbird“ auf Malta. Das Flugverbot für die kleine Maschine der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch und der Schweizer Hilfsorganisation HPI sei eine Amputation der humanitären Hilfe für Flüchtlinge im Mittelmeer und ein Skandal, sagte Rekowski, Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Valletta.

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Annette Kurschus: Fluchtgründe sind nicht gottgegeben

Annette Kurschus: Fluchtgründe sind nicht gottgegeben

17.07.2018News

Die stellvertetende EKD-Ratsvorsitzende warnt vor „verbaler Aufrüstung“ und Ablenkung beim Thema Flüchtlinge

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Bielefeld/Düsseldorf (epd). Die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, hat das politische Engagement der Kirche für Flüchtlinge verteidigt. „Manche Debatte wird hierzulande über den rechtlichen Status von Flüchtlingen geführt, als seien Flüchtlinge Sondermüll“, sagte die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Dabei werde davon abgelenkt, dass die Fluchtgründe nicht gottgegeben, sondern menschengemacht seien. Diese Unterschiede und Zusammenhänge zu benennen, sei biblisches Kernanliegen und ecke politisch an. „Kein Mensch darf über andere Menschen verfügen, und kein Mensch politischer Willkür ausgeliefert werden.“

Kurschus wies zudem erneut pauschale Kritik am Kirchenasyl zurück und betonte dessen humanitäre Bedeutung. Menschlichkeit, Menschenwürde und Menschenrechte seien in jedem Einzelfall zu respektieren, sagte sie. „Das Kirchenasyl als ultima ratio ist eine immer sorgfältig geprüfte und verantwortlich abgewogene Möglichkeit.“ Das dadurch eröffnete Zeitfenster, dessen Regeln sehr klar definiert seien, stärke den Rechtsstaat sogar. „Weil es in den meisten Fällen dem Recht zum Durchbruch verhilft“, unterstrich die Präses.

Kern des Evangeliums wird verraten

Scharf kritisierte Kurschus die „verbale Aufrüstung“ in der deutschen Politik seit Einzug der AfD in den Bundestag. „Was lange selbstverständlich war, scheint zu bröckeln: Zivile Umgangsformen. Ein fairer Diskurs. Gegenseitiger Respekt, auch bei abweichenden Meinungen“, beklagte die leitende Theologin. Die Hemmschwelle für Beleidigungen und Verleumdungen sei gesunken. „Es besteht die Gefahr, dass populistische Tendenzen mit ebensolchen Mitteln bekämpft werden.“ Als Beispiel für eine menschenverachtende Sprache nannte Kurschus den Begriff „Asyltourismus“, den Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) über die Zuwanderung von Flüchtlingen gebraucht hatte.

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Übervater der Herzen

Übervater der Herzen

17.07.2018News

Auch fünf Jahre nach seinem Tod ist Nelson Mandela eine politische Ikone – am 18. Juli wäre er hundert Jahre alt geworden

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Als Freiheitskämpfer war Nelson Mandela einst der berühmteste Gefangene der Welt, der 27 Jahre in Südafrika in Haft saß. Nach seiner Freilassung einte er sein zerrissenes Land und führte Schwarze und Weiße in Südafrika zusammen, zumindest vorübergehend. Sein Lebensweg und seine unbeugsame Haltung beeindruckten Menschen rund um die Welt.

©epd-Bild/imagebroker/Peter Schickert

Gedenkwand für Nelson Mandela in Soweto, Johannesburg (Südafrika)

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Präses Rekowski trifft Seenotretter in Malta

Präses Rekowski trifft Seenotretter in Malta

17.07.2018News

Vorsitzender der EKD-Kammer für Migration und Integration begibt sich zum Auftakt seiner Malta-Reise an Bord der „Sea-Watch 3“

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Valletta/Düsseldorf (epd). Der rheinische Präses Manfred Rekowski hat bei einem Besuch auf Malta Vorwürfe zurückgewiesen, private Seenotretter spielten Schleppern in die Hände. „Diese Helferinnen und Helfer retten Menschenleben, die in Seenot sind“, sagte Rekowski nach einem Treffen mit Crew-Mitgliedern des von Behörden festgesetzten Rettungsschiffs „Sea-Watch 3“ im Hafen von Valetta. „Der Vorwurf, sie arbeiteten den Schleppern in die Hände, kriminalisiert sie und ihren wertvollen Dienst.“

Der Besuch der Seenotretter war Auftakt einer dreitägigen Malta-Reise von Rekowski, der auch Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Der Theologe will sich ein Bild von Rettungsmissionen im Mittelmeer machen. Die EKD ist an der Finanzierung der Hilfsorganisation Sea-Watch beteiligt.

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Präses-Besuch in Malta: Denn es geht um Menschen

Präses-Besuch in Malta: Denn es geht um Menschen

 

Service

Präses-Besuch in Malta

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Rekowski beklagt, dass drei zivile Seerettungsboote festgesetzt sind - ihren Crews dankt er für ihre Arbeit für Flüchtlinge im Mittelmeer. Der Präses ist noch bis Mittwoch auf Malta und informiert sich über die zivile Seenotrettung.

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Neugier auf die Heiligen Schriften – Vorstellung des interreligiösen Kurses „SCHRIFT.GESPÜR“ in der Melanchthon-Akademie Köln

Neugier auf die Heiligen Schriften – Vorstellung des interreligiösen Kurses „SCHRIFT.GESPÜR“ in der Melanchthon-Akademie Köln

Unwissenheit ist oftmals die Quelle von Vorurteilen und Fehleinschätzungen. Ein probates Gegenmittel ist die Neugier. Und die ist derzeit offenbar groß. Denn der interreligiöse Theologiekurs „SCHRIFT.GESPÜR – Thora. Bibel. Koran. hoch drei“, der im September an der Melanchthon-Akademie Köln (MAK) startet, ist schon jetzt ausgebucht. Für weitere Interessierte hat die MAK eine Warteliste eingerichtet, mit der man sich für einen möglichen zweiten Kurs im nächsten Jahr anmelden kann.

Angeleitet wird der Kurs von vier Geistlichen der drei abrahamitischen Religionen. Die evangelische Pfarrerin Dorothee Schaper und Imamin Rabeya Müller vom Liberal-islamischen Bund sind bereits seit Jahren über feministische Studien in islamischer und christlicher Theologie miteinander verbunden. Rabbinerin Natalia Verzhbovska gehört der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln an, mit der die MAK schon seit über 20 Jahren eng kooperiert. Pfarrer Martin Bock leitet heute die Akademie und hat dort vor 20 Jahren den ersten Theologiekurs für Laien ins Leben gerufen, bei dem der Blick auf die anderen Religionen immer eine wichtige Rolle gespielt hat. Anstatt nur die eigene Schrift für sich selbst zu lesen, geht es bei „SCHRIFT.GESPÜR“ nun um die gemeinsame Lektüre aller drei Bücher. „Wir teilen uns unsere Schätze zu wenig mit“, betont Martin Bock gegenüber Sammy Wintersohl auf der Kölner Kirchenbank.

Die sinnliche AnnäherungZwischen dem 26. September 2018 und dem 12. Juni 2019 wird sich „SCHRIFT.GESPÜR“ auf unkonventionelle Weise den drei heiligen Schriften – Bibel, Thora und Koran – widmen. Der Name kommt nicht von ungefähr: Die sinnliche Annäherung steht dabei im Mittelpunkt. Neben der Lektüre, dem Erfahrungsaustausch und der Diskussion soll auch gesungen, getanzt und gekocht werden. Wer an solch einer unmittelbaren Begegnung mit Texten und Menschen der drei Religionen interessiert ist, ist herzlich dazu eingeladen. Nicht nur jüdische, muslimische und christliche, auch konfessionslose Menschen dürfen sich hier angesprochen fühlen.

Sinnliches Einfühlen in die Heiligen Schriften: Was sagt mir der Text, was löst er in mir aus?

Die persönliche ReaktionEinen Vorgeschmack auf den Kurs gab ein Informationsabend: Im Stuhlkreis wurden die Teilnehmenden aufgefordert, mal unter ihre Sitze zu greifen. Mit ihren Händen erfühlten sie einen Zettel mit einem Spruch darauf. Aus welchem der drei Bücher der stammte, stand nicht auf dem Zettel und war zunächst auch nicht wichtig. Denn es ging um die persönliche Reaktion auf den Text. Was löst der Satz in mir aus? Was spüre ich dabei? Reihum stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einander vor und teilten ihre Gedanken zu dem Spruch mit. Ein Austausch stellte sich ein. Jeder gab etwas von sich preis und lernte die anderen ein wenig kennen.

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Neugier auf die Heiligen Schriften – Vorstellung des interreligiösen Kurses „SCHRIFT.GESPÜR“ in der Melanchthon-Akademie Köln

Neugier auf die Heiligen Schriften – Vorstellung des interreligiösen Kurses „SCHRIFT.GESPÜR“ in der Melanchthon-Akademie Köln

Unwissenheit ist oftmals die Quelle von Vorurteilen und Fehleinschätzungen. Ein probates Gegenmittel ist die Neugier. Und die ist derzeit offenbar groß. Denn der interreligiöse Theologiekurs „SCHRIFT.GESPÜR – Thora. Bibel. Koran. hoch drei“, der im September an der Melanchthon-Akademie Köln (MAK) startet, ist schon jetzt ausgebucht. Für weitere Interessierte hat die MAK eine Warteliste eingerichtet, mit der man sich für einen möglichen zweiten Kurs im nächsten Jahr anmelden kann.

Angeleitet wird der Kurs von vier Geistlichen der drei abrahamitischen Religionen. Die evangelische Pfarrerin Dorothee Schaper und Imamin Rabeya Müller vom Liberal-islamischen Bund sind bereits seit Jahren über feministische Studien in islamischer und christlicher Theologie miteinander verbunden. Rabbinerin Natalia Verzhbovska gehört der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln an, mit der die MAK schon seit über 20 Jahren eng kooperiert. Pfarrer Martin Bock leitet heute die Akademie und hat dort vor 20 Jahren den ersten Theologiekurs für Laien ins Leben gerufen, bei dem der Blick auf die anderen Religionen immer eine wichtige Rolle gespielt hat. Anstatt nur die eigene Schrift für sich selbst zu lesen, geht es bei „SCHRIFT.GESPÜR“ nun um die gemeinsame Lektüre aller drei Bücher. „Wir teilen uns unsere Schätze zu wenig mit“, betont Martin Bock gegenüber Sammy Wintersohl auf der Kölner Kirchenbank.

Die sinnliche AnnäherungZwischen dem 26. September 2018 und dem 12. Juni 2019 wird sich „SCHRIFT.GESPÜR“ auf unkonventionelle Weise den drei heiligen Schriften – Bibel, Thora und Koran – widmen. Der Name kommt nicht von ungefähr: Die sinnliche Annäherung steht dabei im Mittelpunkt. Neben der Lektüre, dem Erfahrungsaustausch und der Diskussion soll auch gesungen, getanzt und gekocht werden. Wer an solch einer unmittelbaren Begegnung mit Texten und Menschen der drei Religionen interessiert ist, ist herzlich dazu eingeladen. Nicht nur jüdische, muslimische und christliche, auch konfessionslose Menschen dürfen sich hier angesprochen fühlen.

Sinnliches Einfühlen in die Heiligen Schriften: Was sagt mir der Text, was löst er in mir aus?

Die persönliche ReaktionEinen Vorgeschmack auf den Kurs gab ein Informationsabend: Im Stuhlkreis wurden die Teilnehmenden aufgefordert, mal unter ihre Sitze zu greifen. Mit ihren Händen erfühlten sie einen Zettel mit einem Spruch darauf. Aus welchem der drei Bücher der stammte, stand nicht auf dem Zettel und war zunächst auch nicht wichtig. Denn es ging um die persönliche Reaktion auf den Text. Was löst der Satz in mir aus? Was spüre ich dabei? Reihum stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einander vor und teilten ihre Gedanken zu dem Spruch mit. Ein Austausch stellte sich ein. Jeder gab etwas von sich preis und lernte die anderen ein wenig kennen.

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Präses-Besuch in Malta: Amputation der humanitären Hilfe

Präses-Besuch in Malta: Amputation der humanitären Hilfe

Unterwegs mit dem Aufklärungsflugzeug Moonbird: Präses Manfred Rekowski (l.).

Präses-Besuch in Malta

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„Die Öffentlichkeit soll nicht wahrnehmen, was passiert.“ Derzeit darf die kleine Maschine maltesisches Hoheitsgebiet nicht verlassen. Das Flugzeug meldet Boote in Seenot an die zuständige staatliche Seenotleitstelle in Rom, die Maßnahmen zur Rettung veranlasst und koordiniert. Die EKD unterstützt den Einsatz der Moonbird finanziell, in diesem Jahr mit bis zu 100.000 Euro.

„Nur weil das Flugzeug bis auf Weiteres nicht starten darf, sterben nicht weniger Flüchtlinge im Mittelmeer“, sagte Präses Rekowski nach seinem Flug, bei dem er sich ein Bild vom Einsatz der Moonbird gemacht hat. „Nicht hinzusehen, ist keine Lösung, sondern eine Verdrängung der Flüchtlingskatastrophe. Damit weniger Menschen ertrinken, muss man aber genau hinsehen, nicht wegschauen.“

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Kanzlerin besucht evangelisches St. Johannisstift

Kanzlerin besucht evangelisches St. Johannisstift

16.07.2018News

Angela Merkel will sich in der diakonischen Einrichtung in Paderborn ein Bild von der Situation in der Pflege machen

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©epd-Bild/Thomas Lohnes

Paderborn/Berlin (epd). Der Paderborner Altenpfleger Ferdi Cebi hat vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mehr Verbesserungen für den Pflegeberuf gefordert. Damit mehr Pflegestellen besetzt werden können, müsse der Beruf attraktiver gemacht werden, sagte Cebi im Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Nötig seien eine flächendeckende Bezahlung nach Tarif und mehr Erholungszeit für die Beschäftigten. Bundeskanzlerin Merkel wollte sich am 16. Juli im Evangelischen Pflegeheim St. Johannisstift in Paderborn ein persönliches Bild von der Arbeitssituation in der Pflege machen.

Es gebe zwar bereits Verbesserungen in der Pflege, etwa durch eine vereinfachte Pflegedokumentationen, erläuterte Cebi. Es müsse aber noch einiges passieren. Zugleich mahnte der 36-jährige Pfleger, dass nicht nur das Negative in der Pflege gezeigt werden dürfe. „Die positiven Seiten gehen ein bisschen unter, und das finde ich schade”, sagte Cebi. Dieser Beruf habe viel mehr schöne Seiten als negative. Es steckten auch viele Nebenberufe in diesem Beruf: „Wir sind auch Köche, Hausmeister, Ratgeber und Seelsorger.”

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Kanzlerin besucht Johannisstift

Kanzlerin besucht Johannisstift

16.07.2018News

Angela Merkel will sich im evangelischen Johannisstift Paderborn ein Bild von der Situation in der Pflege machen

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©epd-Bild/Thomas Lohnes

Paderborn/Berlin (epd). Der Paderborner Altenpfleger Ferdi Cebi hat vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mehr Verbesserungen für den Pflegeberuf gefordert. Damit mehr Pflegestellen besetzt werden können, müsse der Beruf attraktiver gemacht werden, sagte Cebi im Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Nötig seien eine flächendeckende Bezahlung nach Tarif und mehr Erholungszeit für die Beschäftigten. Bundeskanzlerin Merkel wollte sich am 16. Juli im Evangelischen Pflegeheim St. Johannisstift in Paderborn ein persönliches Bild von der Arbeitssituation in der Pflege machen.

Es gebe zwar bereits Verbesserungen in der Pflege, etwa durch eine vereinfachte Pflegedokumentationen, erläuterte Cebi. Es müsse aber noch einiges passieren. Zugleich mahnte der 36-jährige Pfleger, dass nicht nur das Negative in der Pflege gezeigt werden dürfe. „Die positiven Seiten gehen ein bisschen unter, und das finde ich schade”, sagte Cebi. Dieser Beruf habe viel mehr schöne Seiten als negative. Es steckten auch viele Nebenberufe in diesem Beruf: „Wir sind auch Köche, Hausmeister, Ratgeber und Seelsorger.”

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Badischer Landesbischof wirbt für Verständigung

Badischer Landesbischof wirbt für Verständigung

16.07.2018News

Deutsch-französischer Gottesdienst in Kehl erinnert an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren

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©epd-Bild

Kehl (epd). Der badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh hat für Verständigung und Versöhnung über Grenzen hinweg geworben. „Versöhnung gelingt nur, wenn einer den ersten Schritt tut, wenn ich den ersten Schritt tue”, sagte der Theologe in einem vom ZDF übertragenen Gottesdienst in Kehl. Es müssten Wege gefunden werden, die aus dem Teufelskreis „Wie du mir, so ich dir” herausführten, erklärte Cornelius-Bundschuh in dem deutsch-französischen Versöhnungs-Gottesdienst. Anlass war das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.

„Die deutsch-französische Versöhnung gelang, weil es viele Partnerschaften vor Ort gab und gibt und vor allem viele Begegnungen zwischen Jugendlichen”, unterstrich Cornelius-Bundschuh laut Predigtmanuskript. Durch Austausch und Freiwilligendienste würden Menschen mutiger und trauten sich mehr zu. „Sie lernen, sich in andere hineinzuversetzen, auch wenn sie ihnen ganz fremd sind”, sagte der Bischof.

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Bischöfin Junkermann wirbt für solidarische Flüchtlingspolitik

Bischöfin Junkermann wirbt für solidarische Flüchtlingspolitik

16.07.2018News

Junkermann unterstützt eine Online-Petition, die bis zum Nachmittag des 15. Juli mehr als 38.300 Menschen unterzeichnet haben

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Die Bischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann.

Erfurt (epd). Die mitteldeutsche Bischöfin Ilse Junkermann hat sich gegen eine Abschottung der EU und für eine christliche und solidarische Flüchtlingspolitik in Europa ausgesprochen. Die Fluchtursachen, nicht die Flüchtlinge müssten bekämpft werden, erklärte Junkermann am 15. Juli in Erfurt. Dabei warb sie für eine Online-Petition, die sie selbst und bis zum Nachmittag des 15. Juli mehr als 38.300 Menschen unterzeichnet haben.

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Präses-Besuch in Malta: „Niemand soll ertrinken müssen“

Präses-Besuch in Malta: „Niemand soll ertrinken müssen“

Präses Manfred Rekowski besucht die Sea Watch

Präses-Besuch in Malta

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Weiter erklärte der Vorsitzende der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD): "Der Vorwurf, sie arbeiteten den Schleppern in die Hände, kriminalisiert sie und ihren wertvollen Dienst.“ Die EKD ist an der Finanzierung der Organisation Sea Watch beteiligt. Der Vorwurf der Beihilfe zur Schlepperei sei auch deshalb absurd, weil geltendes internationales Seerecht eingehalten werde und alle Einsätze von der zuständigen staatlichen Rettungsleitstelle koordiniert seien.

Rekowski: "Die Pflicht zur Seenotrettung ist eine unbedingte Verpflichtung, unabhängig davon, ob die Notlage von den zu rettenden Personen selbst herbeigeführt wurde oder sie ohne ihr Zutun hineingeraten sind."

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Präses-Besuch in Malta: Social Media Wall zur Malta-Reise

Präses-Besuch in Malta: Social Media Wall zur Malta-Reise

 

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Ansehen, was zum Thema Seenotretung / Malta-Reise in Sozialen Medien läuft: walls.io/malta-reise

Präses-Besuch in Malta

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