Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Weltkirchenrat kommt nach Karlsruhe

Weltkirchenrat kommt nach Karlsruhe

20.06.2018News

Zentralausschuss des ÖRK stimmt für die badische Stadt als Ort der nächsten Vollversammlung im Jahr 2021

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©epd-Bild/Christine Süß-Demuth

Blick vom Schlossturm auf die Altstadt von Karlsruhe.

Genf (epd). Karlsruhe wird Austragungsort der nächsten Vollversammlung des Weltkirchenrates im Jahr 2021. Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) stimmte am 20. Juni in Genf für die badische Stadt. Zu dem Treffen werden Tausende Teilnehmer von Kirchen in aller Welt erwartet.

Einziger Konkurrent Karlsruhes war Kapstadt in Südafrika. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hatte beim Ökumenischen Rat der Kirchen für Karlsruhe geworben. Karlsruhe sei eine Stadt mit starker religiöser Toleranz und internationaler Ausrichtung, sagte er. Als „Residenz des Rechts“ sei Karlsruhe bestens geeignet, sich mit den Themen Gerechtigkeit, verlässliche Rechtsinstitutionen, Menschenrechte und Religionsfreiheit zu beschäftigen.

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Niemöller-Haus öffnet mit neuem Konzept

Niemöller-Haus öffnet mit neuem Konzept

20.06.2018News

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Berlin (epd). Das ehemalige Pfarrhaus Martin Niemöllers soll nach den Plänen der evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Dahlem ein Lern- und Erinnerungsort werden. „Niemöller hat seinerzeit deutlich Nein gesagt und Widerstand geleistet. Er ist auch heute noch eine wichtige Person für alle Christen“, sagte Superintendent Johannes Krug in den neu gestalteten Räumen des Pfarrhauses. Das Gebäude an der Pacelliallee in Berlin-Dahlem, in dem der Pfarrer Martin Niemöller von 1931 bis zu seiner Verhaftung 1937 gewohnt und gearbeitet hat, wurde zwei Jahre lang denkmalgerecht saniert. Zur Eröffnungsfeier am 21. Juni werden unter anderem der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, sowie der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler erwartet.

Nach den Sommerferien sollen in dem Haus Führungen, Vorträge und Seminare stattfinden, kündigte die Gemeinde an. Schulklassen, Konfirmanden, Familien und Touristen sollen sich zum Leben Niemöllers zurzeit des Nationalsozialismus, zur Rolle der Dahlemer Gemeinde und zur Flucht und Deportation der Juden informieren können. „Dabei geht es nicht nur um ein Erinnern, sondern auch um die Frage: Wo ist widerständiges Handeln heute gefragt? Kirche sollte sich auch gesellschaftspolitisch einmischen dürfen“, betonte Katja von Damaros, Vorsitzende des Gemeindekirchenrats.

Bildungsangebote geplant

Zudem zeigt das Martin-Niemöller-Haus eine neue Ausstellung zur Geschichte der Bekennenden Kirche in Berlin-Dahlem. Diese wird auf 14 Tafeln in Porträts, historischen Texten und Erklärstücken dargestellt. „Wir haben die Tafeln bewusst niedrigschwellig gestaltet, damit sich auch Menschen ohne thematische Vorkenntnisse zurechtfinden“, sagte Kuratorin Martina Voigt.

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„Taufbegleiter“ für Eltern und Paten

„Taufbegleiter“ für Eltern und Paten

21.06.2018News

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©evangelisch.de

Eine Taufe ist für viele Familien das erste eigene, ganz große Familienfest. Aber: Was passiert eigentlich bei der Taufe eines Kindes? Wer darf Pate oder Patin werden? Warum taufen Christen überhaupt? Wie findet man einen passenden Taufspruch? Und: Wie gestaltet man eine Einladungskarte? Der Taufbegleiter, ein neues Angebot der evangelischen Kirche, begleitet Eltern und Paten auf dem Weg zur Taufe – und liefert die wichtigen Infos und Tipps zum jeweils richtigen Zeitpunkt.

Die Redaktion von evangelisch.de, die auch hinter dem erfolgreichen Portal www.taufspruch.de steht, hat über mehrere Jahre Informationen, Tipps und Hintergründe zur Taufe gesammelt und zusammengestellt. Jetzt ist der Taufbegleiter gleich in dreifacher Form erschienen: als App, als Website und als Buch.

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Protestantische Kirche feiert 2019 Karl-Barth-Jahr

Protestantische Kirche feiert 2019 Karl-Barth-Jahr

20.06.2018News

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Berlin (epd). Reformierte und Lutheraner erinnern 2019 mit einem Karl-Barth-Jahr an den Schweizer evangelischen Theologen und „Kirchenvater“ des 20. Jahrhunderts. Geplant sei eine Reihe von Veranstaltungen, darunter mehrere Tagungen und Symposien an Barths (1886-1968) historischen Wirkungsorten in Deutschland und der Schweiz, sowie eine Ringvorlesung und Ausstellungen über den Theologen, kündigte der Reformierte Bund in Deutschland in Berlin an.

Neben einer zentralen Ausstellung in der Basler Universitätsbibliothek wird es den Angaben zufolge eine Wanderausstellung über Barths Wirken geben, die an mehr 140 Orten in Deutschland, der Schweiz und Österreich gezeigt werden soll. Zudem wird ein Karl-Barth-Magazin in einer Auflage von 18.000 bis 20.000 Stück herausgegeben und kostenlos verteilt. Ferner wurde im Internet eigens eine Homepage eingerichtet.

Zum Auftakt des Jubiläumsjahres wird am 50. Todestag Karl Barths am 10. Dezember dieses Jahres der Schweizer Jurist Bernhard Christ mit dem evangelischen Karl-Barth-Preis 2018 ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird seit 1986 alle zwei Jahre für ein herausragendes wissenschaftlich-theologisches Werk oder Lebenszeugnis in Kirche und Gesellschaft verliehen.

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Evangelische Kirche kritisiert Flüchtlingspolitik

Evangelische Kirche kritisiert Flüchtlingspolitik

20.06.2018News

Zum Weltflüchtlingstag warnt Präses Manfred Rekowski vor einer Aushöhlung des europäischen Asylrechts

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Hannover/Düsseldorf (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat die europäische Flüchtlingspolitik scharf kritisiert. Die EU lagere systematisch Verantwortung aus und bezahle andere Staaten für die Abwehr oder die Aufnahme von schutzsuchenden Menschen, erklärte der rheinische Präses Manfred Rekowski, Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der EKD, in Hannover. „Menschen werden an Grenzen abgewiesen, von Land zu Land weitergeschickt, oder sie kommen in Seenot um.“ Eine solche Politik sei nicht hinnehmbar, betonte Rekowski anlässlich des Weltflüchtlingstages. „Nach christlichem Verständnis sind Menschenwürde und Menschenrechte unteilbar.“

Der Theologe nannte es „fatal“, wenn im europäischen Asylrecht demnächst nicht mehr nach den Fluchtgründen gefragt werde. „Wenn nur noch geprüft wird, ob es einen anderen sogenannten 'sicheren Drittstaat' gibt, in den man die Menschen abschieben kann, wird die Genfer Flüchtlingskonvention infrage gestellt“, unterstrich Rekowski.

Auch Industrieländer sind für Fluchtursachen verantwortlich

Rekowski mahnte, die Perspektive der schutzsuchenden Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren: „Sie fliehen vor Krieg und Gewalt, weil ihre Lebensgrundlagen zerstört wurden, als politisch Verfolgte oder weil sie eine Zukunft suchen, die es in ihrem Land für sie nicht gibt.“ Für die Fluchtursachen seien auch die Industrieländer mit verantwortlich, unterstrich der rheinische Präses: „Viele Flüchtlinge fliehen vor Folgen, die unsere Politik, unser Wirtschaften und unser Lebensstil mitverursacht haben – ob Waffenexporte, Konfliktrohstoffe oder Klimawandel.“

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Reformationstag wird Feiertag in Niedersachsen

Reformationstag wird Feiertag in Niedersachsen

19.06.2018News

Der Landtag in Hannover entscheidet sich mit deutlicher Mehrheit für den 31. Oktober als neuen gesetzlichen Feiertag

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Hannover (epd). Der Reformationstag am 31. Oktober wird neuer gesetzlicher Feiertag in Niedersachsen. Der Landtag in Hannover folgte am Dienstag mit 100 von 137 abgegebenen Stimmen einem entsprechenden Vorschlag der rot-schwarzen Landesregierung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Damit wird der 31. Oktober bereits in diesem Jahr arbeitsfrei sein.

Nach kontroverser Debatte lehnten bei der namentlichen Abstimmung 20 Parlamentarier den Reformationstag ab. 17 enthielten sich. Zuvor waren Anträge für den Buß- und Bettag, den Internationalen Frauentag am 8. März, den Europatag am 9. Mai und den Tag des Grundgesetzes am 23. Mai mit deutlicher Mehrheit zurückgewiesen worden.

Kontroverse Debatten im Vorfeld

Über einen weiteren Feiertag und speziell den Reformationstag war mehrere Monate lang in den Fraktionen und im Parlament immer wieder äußerst kontrovers diskutiert worden. Die katholische Kirche, jüdische Gemeinden sowie die religionskritischen Humanisten und Wirtschaftsverbände hatten zum Teil scharfe Kritik an den Plänen der Landesregierung geübt.

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Vom Bischof zum Dorfpfarrer

Vom Bischof zum Dorfpfarrer

20.06.2018News

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©epd-Bild/Peter Roggenthin

Johannes Friedrich in der St. Georgskirche im fränkischen Bertholdsdorf, wo er zuletzt Pfarrer war.

München (epd). Erika Budde war begeistert. Der ehemalige Bischof nahm die Einladung der Seniorenkreisleiterin ohne Zögern und mit freundlichem Lächeln an. Jetzt steht er hochgewachsen kerzengerade am Rednerpult im Büchenbacher Gemeindehaus (Landkreis Roth) und berichtet Ernstes von der Lage im Nahen Osten. Der frühere bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich sieht aus wie immer - vielleicht leuchtet das Haar heute etwas heller weiß. Am 20. Juni wird er 70 Jahre alt.

Erst einige Tage zuvor ist Friedrich von einer politischen Studienreise aus Jerusalem zurückgekehrt. Die Lage dort habe ihn deprimiert, räumt er ein. Es fallen wieder Bomben im Nahen Osten. Sechs Jahre von 1985 bis 1991 war der Theologe in Jerusalem Propst der evangelischen Kirche in Jerusalem. Diese Zeit hat ihn stark geprägt. In Büchenbach erzählt er auch von der Angst vor irakischen Giftgasangriffen im ersten Golfkrieg. Seine Frau, ebenfalls Theologin, und die zwei kleinen Töchter waren damals zur Sicherheit nach Zypern geflogen.

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Kirchentagsabschluss wieder im Stadion

Kirchentagsabschluss wieder im Stadion

19.06.2018News

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Dortmund (epd). Der Abschlussgottesdienst zum evangelischen Kirchentag im kommenden Jahr wird im Stadion von Borussia Dortmund gefeiert. Im größten Fußballstadion Deutschlands werden für den 23. Juni mehrere Zehntausend Menschen erwartet, wie der Kirchentag in Dortmund mitteilte. Erstmals seit 18 Jahren, 2001 in Frankfurt am Main, werde wieder ein Kirchentagsabschluss in einem Stadion begangen.

Als leidenschaftlicher Borussia-Fan freue er sich sehr, sagte der Journalist Hans Leyendecker, Präsident des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages. Kirchentagspastor Arnd Schomerus, der den Stadiongottesdienst leiten wird, erklärte: „Choräle als Fangesang, Predigt als Stadionansage. Glaubensfragen und Stadionrituale begegnen sich.“ Das sei ein immer wieder geäußerter Wunsch von Kirchentagsgästen, „den wir endlich wieder erfüllen können“. Der Kirchentag wird am 19. Juni 2019 eröffnet. Die Veranstalter erwarten bis zu 100.000 Dauerteilnehmer. Das Treffen steht unter dem Leitwort „Was für ein Vertrauen“.

Der Kirchentag ist alle zwei Jahre in einer anderen Stadt zu Gast. 2017 fand das Protestantentreffen anlässlich des 500. Reformationsjubiläums in Berlin und Wittenberg statt. Für 2021 ist zum dritten Mal ein Ökumenischer Kirchentag geplant – in Frankfurt am Main.

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Präses Rekowski lobt Genossenschaften

Präses Rekowski lobt Genossenschaften

18.06.2018News

Beim Raiffeisenkongress der Evangelischen Akademie im Rheinland geht es um die zukunftsweisenden Ideen des Sozialreformers

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©Evangelische Akademie im Rheinland/Meike Böschemeyer

Staatssekretärin Daniela Schmitt und Präses Manfred Rekowski auf dem Podium beim Raiffeisenkongress.

Anlässlich des 200. Geburtstags von Friedrich Wilhelm Raiffeisen hat der rheinische Präses Manfred Rekowski die Innovationskraft des Genossenschaftswesens gewürdigt. „Der Genossenschaftsgedanke überzeugt mich, weil er eine Einflussnahme auf die Steuerung eminent wirtschaftlicher Aktivitäten möglich macht“, sagte Rekowski auf dem internationalen Evangelischen Raiffeisenkongress in Bonn. Der von seiner christlichen Motivation angetriebene Genossenschaftsgründer (1818-1888) sei mit seiner Idee der Hilfe zur Selbsthilfe nicht nur der Kirche, sondern auch der sozialen Arbeit praktisch und konzeptionell weit voraus gewesen.

Erst in den 1980er Jahren seien Konzepte wie das sogenannte Empowerment entwickelt worden, mit dem Ziel, Menschen zur Selbstbestimmung zu verhelfen, sagte der leitende Theologe der Evangelischen Kirche im Rheinland. Auch heute noch stünden Genossenschaften oft für innovative Projekte.

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Präses Rekowski lobt Genossenschaften

Präses Rekowski lobt Genossenschaften

18.06.2018News

Beim Raiffeisenkongress der Evangelischen Akademie im Rheinland geht es um die zukunftsweisenden Ideen des Sozialreformers

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©Evangelische Akademie im Rheinland/Meike Böschemeyer

Staatssekretärin Daniela Schmitt und Präses Manfred Rekowski auf dem Podium beim Raiffeisenkongress.

Anlässlich des 200. Geburtstags von Friedrich Wilhelm Raiffeisen hat der rheinische Präses Manfred Rekowski die Innovationskraft des Genossenschaftswesens gewürdigt. „Der Genossenschaftsgedanke überzeugt mich, weil er eine Einflussnahme auf die Steuerung eminent wirtschaftlicher Aktivitäten möglich macht“, sagte Rekowski auf dem internationalen Evangelischen Raiffeisenkongress in Bonn. Der von seiner christlichen Motivation angetriebene Genossenschaftsgründer (1818-1888) sei mit seiner Idee der Hilfe zur Selbsthilfe nicht nur der Kirche, sondern auch der sozialen Arbeit praktisch und konzeptionell weit voraus gewesen.

Erst in den 1980er Jahren seien Konzepte wie das sogenannte Empowerment entwickelt worden, mit dem Ziel, Menschen zur Selbstbestimmung zu verhelfen, sagte der leitende Theologe der Evangelischen Kirche im Rheinland. Auch heute noch stünden Genossenschaften oft für innovative Projekte.

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Kirchentag will streitbar sein

Für was steht das Kreuz?

Helmke: Das Kreuz ist ein Zeichen des Christentums, es weist uns auf das Leiden in dieser Welt hin, darauf, dass wir an einen Gott glauben, der sich auf die Seite der Leidenden stellt und gegen Ungerechtigkeit aufbegehrt hat. Über das Kreuz zu streiten, das kann und muss man. Das war zum Beispiel auch bei Kirchentagen in den 1980er Jahren so der Fall mit der Frage der Feministischen Theologie, ob statt dem Opfersymbol Kreuz lieber ein Lebensbaum das starke Symbol sein sollte.

Ist denn nicht nur das Kreuz, sondern auch der Kirchentag in Gefahr, von der Politik vereinnahmt zu werden? Immerhin finden viele Politiker dort eine Bühne.

Helmke: Der Kirchentag ist eine politisch geprägte Diskussionsveranstaltung, aber auch ein Fest des Glaubens. Er ist an der Schnittstelle zwischen Kirche und Gesellschaft gegründet worden, und an dieser Schnittstelle bewegt sich Kirchentag weiterhin. Wir werden weder von der institutionalisierten Kirche vereinnahmt noch von der Politik. Wir laden Politiker zu einem Thema ein, aber wir geben ihnen nicht einfach die Bühne. Deshalb gibt es Dialoggespräche und Podien. Und wie Politiker aus ihrer Glaubensüberzeugung verantwortliche Entscheidungen treffen, ist es wert zu hören.

Wie viel Streit ist dort gewünscht?

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Evangelische Frauenarbeit feiert 100-jähriges Bestehen

Evangelische Frauenarbeit feiert 100-jähriges Bestehen

15.06.2018News

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©Pixabay/StockSnap

Die Jubiläen „100 Jahre Evangelische Frauenarbeit, zehn Jahre Evangelische Frauen in Deutschland, 100 Jahre Frauenwahlrecht“ seien drei gute Gründe zum Feiern, sagte die westfälische Präses Annette Kurschus. (Foto: Symbolbild)

Berlin (epd). Mit einer Festveranstaltung ist in Berlin an die Gründung der Evangelischen Frauenarbeit vor 100 Jahren erinnert worden. Die westfälische Präses Annette Kurschus rief zum Engagement für Demokratie, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung auf. Es sei gut, „dass kluge Frauen die neurechten und ewiggestrigen Verunglimpfungen“ von Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt „gezielt demaskieren“, sagte die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) laut Redemanuskript in ihrer Predigt.

Die Vorkämpferinnen für das vor 100 Jahren eingeführte Frauenwahlrecht hätten die Welt positiv verändert, betonte Kurschus. Heute gefährde eine sich als typisch amerikanisch ausgebende „unheilige Allianz vom Machismo und Religion“ die Welt, trampele „durch den Porzellanladen der Weltgesellschaft“ und ramme dabei „ohne Rücksicht auf Verluste Ökologie, internationale Politik und Geschlechterbeziehungen“.

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Karlsruhe in Genf als Austragungsort der Vollversammlung des Weltkirchenrates präsentiert

16.06.2018News

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©Foto:

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Das ganze Bewerbungsvideo finden Sie unter: https://youtu.be/w0BVVZFxlQc

Genf / Karlsruhe. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat am 16. Juni in Genf die Bewerbung Karlsruhes als Ort der nächsten, weltweiten Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen im Jahre 2021 präsentiert. Vor den Delegierten des Zentralausschusses würdigte der Ratsvorsitzende die „Residenz des Rechtes“ als geeigneten Ort, um sich zum Beispiel mit den Themen Menschenrechte und Religionsfreiheit als Herausforderungen auch für das kirchliche Handeln zu beschäftigen. Zugleich eröffne die grenznahe Lage auch europäische und globale Perspektiven. Als einzige Mitbewerberin präsentierte sich die südafrikanische Stadt Kapstadt als Austragungsort. Die Entscheidung fällt am 20. Juni.

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Margot Käßmann wird am 30. Juni in Ruhestand verabschiedet

Margot Käßmann wird am 30. Juni in Ruhestand verabschiedet

15.06.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Bei dem Festgottesdienst in der hannoverschen Marktkirche predigt Margot Käßmann selbst.

Hannover (epd). Die frühere hannoversche Landesbischöfin und ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann wird am 30. Juni offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig werde sie als Reformationsbotschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) entpflichtet, wie die EKD und die hannoversche Landeskirche mitteilten. Nach einem Festgottesdienst in der hannoverschen Marktkirche gibt es auf dem Platz vor der Kirche einen Empfang.

Die Predigt in dem Gottesdienst hält Käßmann selbst, die Anfang Juni 60 Jahre alt geworden ist. Landesbischof Ralf Meister werde Käßmann bei der Verabschiedung würdigen, Präses Annette Kurschus von der Evangelischen Kirche von Westfalen werde bei der Entpflichtung sprechen. Zu der Veranstaltung werden bis zu 2.000 Gäste erwartet. Weil in der Marktkirche nur rund 800 Plätze zur Verfügung stehen, wird der Gottesdienst auch auf einer Großleinwand vor der Kirche übertragen.

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„Brot für die Welt“: Kritik an geplanter Finanzstruktur für EU-Außenpolitik

„Brot für die Welt“: Kritik an geplanter Finanzstruktur für EU-Außenpolitik

15.06.2018News

Die EU-Kommission will Europa außenpolitisch handlungsfähiger machen und plant dafür eine neue Finanzstruktur und höhere Ausgaben

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©epd-Bild/Jörg Sarbach

Aus Sicht von „Brot für die Welt“ könnte es unter dem neuen Instrument für Nichtregierungsorganisationen (NGOs) schwieriger werden, an Förderung durch die EU zu gelangen.

Brüssel (epd). Die EU-Kommission will Europa außenpolitisch handlungsfähiger machen und plant dafür eine neue Finanzstruktur und höhere Ausgaben. In der Finanzperiode von 2021 bis 2027 sollten 123 Milliarden Euro für das auswärtige Handeln der Union zur Verfügung gestellt werden, forderte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am 14. Juni in Brüssel. Jetzt sind die EU-Regierungen und das Europaparlament am Zug, die über den Plan beraten – er ist Teil der Kommissionsvorschläge für den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen.

„Mehr Ressourcen für mehr Handeln als ein verlässlicher, vorhersehbarer, kooperativer global Player - genau das, was unsere Bürger und unsere Partner in diesen unruhigen Zeiten erwarten“, erklärte Mogherini. Die 123 Milliarden Euro bedeuten der Kommission zufolge eine Steigerung um 30 Prozent und inflationsbereinigt um 13 Prozent gegenüber dem aktuellen Finanzrahmen von 2014 bis 2020. Die Kommission hatte die Grundzüge für den neuen Finanzrahmen am 2. Mai vorgestellt, dessen Gesamtsumme soll 1,279 Billionen Euro betragen.

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Kulturbeauftragter: Kirche muss sich mit NS-Kunst auseinandersetzen

Kulturbeauftragter: Kirche muss sich mit NS-Kunst auseinandersetzen

15.06.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Die kontroversen Diskussionen rund um die mit Nazi-Symbolen versehenen Glocken etwa in Faßberg und Schweringen in Niedersachsen zeigten, dass es diesbezüglich einen Nachholbedarf gebe, sagte Johann Hinrich Claussen dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Hannover (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) muss sich nach Ansicht ihres Kulturbeauftragten Johann Hinrich Claussen intensiver mit ihren Kunstgegenständen aus der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Die kontroversen Diskussionen rund um die mit Nazi-Symbolen versehenen Glocken etwa in Faßberg und Schweringen in Niedersachsen zeigten, dass es diesbezüglich einen Nachholbedarf gebe, sagte Claussen dem Evangelischen Pressedienst (epd). Mit den Auswirkungen des Nationalsozialismus habe die Kirche sich zwar politisch, theologisch und ethisch auseinandergesetzt. Aber unter ästhetischen Gesichtspunkten sei das bislang nur im Einzelfall geschehen.

Neben den sogenannten Hakenkreuz-Glocken existierten zahlreiche weitere Objekte wie Gedenktafeln, Friedhöfe und ganze Kirchengebäude, sagte Claussen anlässlich einer am 15. Juni beginnenden Tagung der Evangelischen Akademie Loccum bei Nienburg über „Kunst und protestantische Kirche während des Nationalsozialismus“. Eine Kirche könne man aber nicht wie eine Glocke einfach weghängen und anderswo ausstellen. Bis zum 17. Juni wollen sich Kunstsachverständige, Historiker und weitere Experten drei Tage lang dieses Themas annehmen.

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Landtag in Niedersachsen stimmt über Reformationstag als Feiertag ab

Landtag in Niedersachsen stimmt über Reformationstag als Feiertag ab

15.06.2018News

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©epd-Bild/Jens Schulze

Martin-Luther-Denkmal an der Marktkirche in Hannover.

Hannover (epd). Die mit Spannung erwartete Entscheidung über einen neuen gesetzlichen Feiertag in Niedersachsen rückt näher. Am 19. Juni stimmen die 137 Abgeordneten des Landtags in Hannover darüber ab, ob der Reformationstag am 31. Oktober künftig landesweit arbeitsfrei wird. So sieht es ein Gesetzentwurf der rot-schwarzen Landesregierung vor. Ein zweiter Vorschlag von Abgeordneten vor allem aus der CDU setzt sich für den Buß- und Bettag im November ein. Ein Entwurf der Grünen fordert gleich zwei neue Feiertage: den Internationalen Frauentag am 8. März und den Europatag am 9. Mai.

Sollte der Landtag für den Reformationstag votieren, wird der 31. Oktober mit hoher Wahrscheinlichkeit in allen vier norddeutschen Bundesländern ein Feiertag. Hamburg und Schleswig-Holstein hatten sich bereits im Februar für den Reformationstag entschieden. Die Bremer Bürgerschaft stimmte in erster Lesung ebenfalls dafür. Das kleinste Bundesland will aber mit der endgültigen Abstimmung zunächst abwarten, wie sich der niedersächsische Nachbar entscheidet. In Ostdeutschland außer Berlin ist der 31. Oktober bereits seit langer Zeit ein Feiertag.

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Das Leben selbst in die Hand nehmen

Das Leben selbst in die Hand nehmen

15.06.2018News

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©evangelisch.de/Markus Bechthold

Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-von-Thadden-Schule in Heidelberg.

Es gibt Orte, die einen Swing haben. Orte, die durch das Zusammenleben von Menschen geprägt, aufgeladen werden, so dass sie ihrerseits eine Wirkung ausüben können. Eine Wirkung, die zur Menschlichkeit anregt, zur Kreativität, zum Guten. Die Elisabeth-von-Thadden-Schule in Heidelberg ist so ein Ort.

An der Eingangsmauer zum historischen Schulcampus hängt eine Plakette: „Schule mit Courage, Schule ohne Rassismus“. Schüler gehen, allein oder zu zweit, im großen Park der Schule spazieren. Ungewöhnlich für Jugendliche in diesem Alter. In der Mitte auf einer großen Rasenfläche steht ein Pavillon. Neben Sitzmöglichkeiten gibt es dort eine Schultafel, so dass hier Unterricht im Freien stattfinden kann.

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Stadionpfarrer: Kirche kann vom Fußball lernen

Stadionpfarrer: Kirche kann vom Fußball lernen

16.06.2018News

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Am 14. Juni hat in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft begonnen. Millionen Deutsche fiebern dann mit der Nationalmannschaft mit. „Die Kirche muss sich unbedingt etwas von dieser Begeisterungsfähigkeit abgucken“, sagt Stadionpfarrer Eugen Eckert dem Evangelischen Pressedienst (epd). Eckert ist protestantischer Pfarrer in der Kapelle der Frankfurter Commerzbank-Arena.

©epd-Bild/Heike Lyding

Stadionpfarrer Eugen Eckert

Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr erstes WM-Spiel am 17. Juni gegen Mexiko. Dürfen wir für den Sieg unserer Mannschaft beten?

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Fast 600 Kirchen für Public Viewing zur Fußball-WM angemeldet

Fast 600 Kirchen für Public Viewing zur Fußball-WM angemeldet

15.06.2018News

Weitere Anmeldungen von Lizenzen für Public Viewing sind nach Angaben der Gema während der gesamten Dauer der Fußball-WM möglich

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©epd-Bild/Stefan Arend

Die Evangelische Jugend in Essen bietet seit 2006 Public Viewing zur Weltmeisterschaft an. (Foto von der WM 2014)

Berlin/München (epd). Deutschlandweit fast 600 Kirchengemeinden haben eine Gema-Lizenz zur Übertragung von Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft beantragt. Wie Gema-Fußballexpertin Gabi Schilcher am 14. Juni in München dem Evangelischen Pressedienst (epd) auf Anfrage mitteilte, sind darunter 417 evangelische und 162 katholische Gemeinden. Schilcher fügte hinzu: „Erfahrungsgemäß verdoppeln sich die Anmeldungen noch im Laufe der WM, je nach dem, wie weit die deutsche Mannschaft kommt.“ Die gut vierwöchige Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland wurde am 15. Juni mit dem Eröffnungsspiel des Gastgebers gegen Saudi-Arabien gestartet werden.

Weitere Anmeldungen von Lizenzen für Public Viewing sind nach Angaben der Gema während der gesamten Dauer der Fußball-WM möglich. Evangelische Kirchengemeinden, die WM-Spiele öffentlich zeigen wollen, erhalten den Angaben zufolge generell über einen bestehenden Gesamtvertrag mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) einen Nachlass auf den Gema-Tarif von 20 Prozent.

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