Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Lutherischer Bischof Manzke begrüßt Öffnung katholischer Kommunion

Lutherischer Bischof Manzke begrüßt Öffnung katholischer Kommunion

10.07.2018News

„Durchbruch in der ökumenischen Entwicklung“ durch Orientierungshilfe der katholischen Kirche zur Teilnahme am Abendmahl

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Bückeburg (epd). Der lutherische Ökumene-Bischof Karl-Hinrich Manzke begrüßt die Orientierungshilfe der katholischen Kirche in Deutschland zur Teilnahme protestantischer Ehepartner am Abendmahl. „Dass sie veröffentlicht worden ist, ist wirklich ein Durchbruch in der ökumenischen Entwicklung in Deutschland“, sagte Manzke dem Evangelischen Pressedienst (epd) im niedersächsischen Bückeburg. Zweimal schon sei die Diskussion im Sande verlaufen. Mit der Orientierungshilfe liege jetzt endlich ein konkreter Text vor. Allerdings blieben noch viele Fragen offen, sagte der schaumburg-lippische Landesbischof und Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

„Entlastung der Gewissen der Gläubigen“

Dem Text der katholischen Deutschen Bischofskonferenz zufolge soll evangelischen Christen mit katholischem Ehepartner in Ausnahmefällen ein Weg pastoraler Begleitung offenstehen, bei dem auch der Empfang der katholischen Kommunion möglich werden kann. Mehrere deutsche katholische Bistümer haben bereits erklärt, dass sie nach der Orientierungshilfe handeln wollen. Andere betrachten die Handreichung mit Skepsis.

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Ökostrom von der Kirche

Doch es geht der Landeskirche nicht vorrangig um Renditen, sondern um ein klimapolitisches Ziel: Der jährliche Energieverbrauch der Kirchengemeinden und kirchlichen Verwaltungen soll durch selbst produzierten Windstrom gedeckt, also ins Netz eingespeist werden. 33 Millionen Kilowattstunden sind das im Jahr, dazu braucht man sieben Windräder. Dieses Ziel wäre also erreicht. Denn es stehen ja bereits sechs evangelische Strommühlen im EKM-Gebiet auf kirchlichen oder gepachteten Flächen in Windparks in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Nimmt man aber die diakonischen Einrichtungen im Bereich der Landeskirche noch hinzu, wächst der Strombedarf auf 57 Millionen Kilowattstunden. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von rund 14.000 Vier-Personenhaushalten hierzulande. Um den zu decken, müssen noch weitere Räder gebaut oder erworben werden, 13 bis 16 Windkraftanlagen sollen es am Ende sein. Die Landeskirche geht davon aus, dass dieses Ziel bis Ende 2018 erreicht ist Insgesamt investiert der für das gesamte Projekt gegründete EKM-Stromverbund, eine Tochter der Landeskirche mit drei Mitarbeitern, etwa 55 Millionen Euro. Technisch gewartet und betrieben werden die Windräder allerdings nicht aus dem Landeskirchenamt, sondern von externen Dienstleistern in den Windparks vor Ort.

Reich an Flächen

Dass die Landeskirche überhaupt in die Produktion von Strom einsteigt, ist eine Folge der Kampagne „Klimawandel - Lebenswandel“ mit der die EKM 2011 in vielen unterschiedlichen Vortrags-, Diskussions- und Schulungsveranstaltungen Fragen des Klimaschutzes nachging. „Auch die Landessynode hat sich mit dem Thema beschäftigt und gefragt, was wir als Kirche im größeren Stil für den Klimaschutz tun könnten“, sagt Friedemann Kahl, Pressesprecher der Landeskirche in Magdeburg. In der Synode sei dann die Idee entstanden, den selbstverbrauchten Strom durch Windräder zu produzieren. Denn die Kirche in Mitteldeutschland besitzt viele Flächen, die sie auch schon vor 2011 an Betreiber von Windparks verpachtet hatte. Rund 130 Mühlen von anderen Investoren drehen sich auf kirchlichen Feldern der EKM.

Da lag es nahe, selber als Betreiber in das Geschäft einzusteigen, auch wenn Windparks schon lange nicht mehr unumstritten sind. Während die einen vor allem ästhetische Argumente gegen die „Verspargelung der Landschaft“ ins Feld führen, verweisen die anderen auf mögliche Gefahren für Mensch und Tier: Vögel sterben durch den Rotorenschlag, Menschen fühlen sich durch Schall- und Lichtemissionen sowie Verschattungen beeinträchtigt. Deshalb sei es wichtig, dass die Standorte genau geprüft und mit den Anwohnern und Kirchengemeinden vor Ort gesprochen werden muss, sagt Wick. „Mit den einen dann etwas mehr, mit den anderen weniger.“ Zu großen Konflikten sei es aber bislang nicht gekommen.

Im Gegenteil, die Erfahrungen waren bislang so positiv, dass die Landeskirche nun weitere Projekte in Angriff nimmt. Zunächst die Errichtung weiterer Windanlagen, um den eigenen Strombedarf zu decken. Dabei muss sie allerdings anders kalkulieren als bisher. Denn durch eine Novelle des Erneuerbaren Energiengesetzes sollen die Förderkosten für den Ökostrom, die jeder Stromkunde über die so genannte EEG-Umlage bezahlt, begrenzt werden. Das funktioniert grob gesagt so: Die Bundesnetzagentur schreibt Strommengen aus, für deren Erzeugung sich die Betreiber von Windanlagen oder Solarkraftwerken bewerben können. Das preisgünstigste Angebot erhält den Zuschlag, und der jeweilige Betreiber muss dann innerhalb einer bestimmten Frist die Windanlage errichten. Für den Stromverbund bedeutet das, dass mit einem sehr spitzen Bleistift gerechnet werden muss und dass nur mit überdurchschnittlichen Ertragsstandorten ein wirtschaftlicher Betrieb abgesichert werden kann.

Doch in Magdeburg denkt man noch einen Schritt weiter. Bisher wird der produzierte Strom ja nur ins Netz eingespeist, künftig will die EKM diesen über einen externen Dienstleister selbst vermarkten. Zum Jahreswechsel soll ein eigenes Stromprodukt vorgestellt werden, das dann von interessierten Kunden genutzt werden kann. Grüner Strom aus regionalen kirchlichen Windmühlen - das könnte vor allem Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen in Mitteldeutschland interessieren. „Mit 50 bis 60 Millionen Kilowattstunden produzierten Stroms sind wir eine kleine Nummer im Bereich der Direktvermarktung“, sagt Wick. Dennoch ergäben erste Berechnungen und Erhebungen, dass man den kirchlichen Abnehmern „ein attraktives und konkurrenzfähiges Stromprodukt anbieten kann.“

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Bundesweit Demonstrationen für Seenotrettung im Mittelmeer

Bundesweit Demonstrationen für Seenotrettung im Mittelmeer

09.07.2018News

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©epd-Bild/Christian Ditsch

Berlin (epd). Tausende Menschen haben in mehreren deutschen Städten für die Seenotrettung auf dem Mittelmeer demonstriert. In Berlin gingen am 7. Juli nach Veranstalterangaben mehr als 12.000 Bürger auf die Straßen. Viele trugen orange Rettungswesten. Sie forderten sichere Fluchtwege nach Europa und eine Entkriminalisierung der zivilgesellschaftlichen Seenotretter. Unter dem Banner "Stoppt das Sterben im Mittelmeer" zogen sie vom Alexanderplatz zum Bundeskanzleramt. Die Polizei sprach von mehreren tausend Teilnehmern. Auch in Bremen, Hannover, Heidelberg, München und weiteren Städten fanden Aktionen und Proteste gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik statt.

Zu den bundesweiten Protesten hatte ein Bündnis „Seebrücke“ aus 13 Flüchtlingsinitiativen und zivilgesellschaftliche Gruppen aufgerufen, darunter „Sea-Watch“, „Mission Lifeline“, „Sea-Eye“, „Gesicht zeigen!“ und das „Peng Collective“.

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Kirche fordert Regierung zu Annahme von Atomwaffenverbot auf

Kirche fordert Regierung zu Annahme von Atomwaffenverbot auf

09.07.2018News

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©epd-Bild/Jürgen Blume

Büchel (epd). Der evangelische Friedensbeauftragte Renke Brahms hat an die Bundesregierung appelliert, sich dem Atomwaffensperrvertrag anzuschließen. Es müsse alles dafür getan werden, dass die letzten Atomwaffen aus Deutschland abgezogen werden, sagte der Theologe am 7. Juli in Büchel. In seiner Predigt zum Aktionstag von Friedensaktivisten am rheinland-pfälzischen Luftwaffenstützpunkt sagte er: „Wir wehren uns gegen ein ‚Weiter so‘ auf dem Weg der atomaren Abschreckung und Aufrüstung durch Modernisierung dieser schrecklichen, unvorstellbar zerstörerischen Massenvernichtungswaffen.“ Es sei wichtig, die alten Denkmuster der atomaren Abschreckung zu überwinden, sagte der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). „Was mit den B- und C-Waffen gelungen ist, muss auch mit den Atomwaffen durchgesetzt werden. Wer sie besitzt, mit ihnen droht oder gar einsetzt, begeht ein Verbrechen gegen die Menschheit.“ Auf dem Fliegerhorst werden 20 US-amerikanische Atombomben vermutet.

Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel

Etwa 500 Menschen waren dem Aufruf von Aktivisten aus sieben evangelischen Landeskirchen und der katholischen Friedensorganisation Pax Christi gefolgt, um bei einem Aktionstag am Luftwaffenstützpunkt ihre Stimme für ein Verbot und eine weltweite Ächtung von Atomwaffen zu erheben. Symbolisch wurde ein Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterzeichnet. „Wir müssen die Bundesregierung weiterhin fragen, warum sie nicht an den Verhandlungen teilnahm. Und wir müssen dafür sorgen, dass alle, die Ohren haben, auch hören können: Atomwaffen, nukleare Abschreckung und nukleare Teilhabe sind unser selbstverschuldetes Gefängnis“, sagte der Programmdirektor des Ökumenischen Rates der Kirchen für Friedensförderung und Abrüstung in Genf, Jonathan Frerichs.

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Erste christlich-muslimische Kita startet im August

Erste christlich-muslimische Kita startet im August

06.07.2018News

Zu den Trägern des Projekts zählen die katholische Pfarrei St. Altfrid, die türkisch-islamische Gemeinde zu Gifhorn und die evangelische Dachstiftung Diakonie

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©Pixabay/congerdesign

Gifhorn (epd). Die nach Angaben der Initiatoren bundesweit erste christlich-muslimische Kindertagesstätte eröffnet nach zweijähriger Planungsphase Anfang August im niedersächsischen Gifhorn. In der Einrichtung mit dem Namen „Abrahams Kinder“ gehe es darum, im Alltag kulturelle Vielfalt zu entdecken und Unterschiede genauso wie Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten, sagte der Vorsitzende des Planungskomitees, Martin Wrasmann, dem Evangelischen Pressedienst (epd). So sollten sich die Kinder beispielsweise nicht nur mit den unterschiedlichen religiösen Feiertagen befassen, sondern könnten auch gemeinsame Feste wie Erntedank feiern oder gemeinsame Lieder singen.

Ab August betreuen in den Räumen einer früheren katholischen Kindertagesstätte vier Erzieherinnen insgesamt 17 Kinder, die etwa zur Hälfte aus muslimischen und christlichen Familien stammen. Ein ähnliches Projekt sei bislang nur in Berlin geplant, sagte Wrasmann. Dort soll im Jahr 2021 eine christlich-jüdisch-muslimische Kindertagesstätte eröffnen. Eine feste jüdische Gemeinde, die sich ebenfalls beteiligen könnte, gebe es allerdings in Gifhorn nicht.

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Kirchlicher Agrarbeauftragter Dirscherl legt Amt nieder

Kirchlicher Agrarbeauftragter Dirscherl legt Amt nieder

06.07.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Ingelfingen (epd). Der Agrarbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Clemens Dirscherl, legt zum 1. August sein Amt nieder. Das teilte der 59-Jährige im baden-württembergischen Ingelfingen mit. Er ist seit Anfang des Jahres beim Unternehmen Kaufland für das Tierwohl-Qualitätsfleischprogramm und Nachhaltigkeit zuständig und hatte bereits angekündigt, seine kirchlichen Ehrenämter in diesem Themenbereich aufgeben zu wollen. Seit 2004 vertrat Dirscherl die EKD zu den Themen Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Räume unter anderem in Gremien wie der Deutschen Tierschutz-Kommission und der Agrarsozialen Gesellschaft.

Der promovierte Agar- und Ernährungssoziologe arbeitete an der Universität Freiburg und der Technischen Universität Berlin, ehe er 25 Jahre Geschäftsführer des Evangelischen Bauernwerks in Württemberg war. Im Frühjahr 2017 trennte sich das Bauernwerk überraschend von ihm und organisierte sich um. Dirscherl ist auch Lehrbeauftragter an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen.

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„Tag der Autobahnkirchen“ am 22. Juli

„Tag der Autobahnkirchen“ am 22. Juli

06.07.2018News

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©epd-Bild/Gustavo Alabiso

Kassel (epd). Fast alle Autobahnkirchen in Deutschland beteiligen sich auch in diesem Jahr wieder am „Tag der Autobahnkirchen“ am 22. Juli. Um 14 Uhr werde in den Kirchen überall eine Andacht mit Reisesegen stattfinden, teilte die Akademie der Versicherer im Raum der Kirchen am 5. Juli mit. Zudem übertrage das ZDF um 9.30 Uhr einen Gottesdienst aus der Autobahnkirche Baden-Baden.

Die Autobahnkirchen, für die sich die Akademie bundesweit engagiert, sind tagsüber mindestens von 8 bis 20 Uhr geöffnet, manche sogar rund um die Uhr. Sie laden insbesondere Autofahrer zu Besinnung und Andacht ein. Die Kirchen stehen entweder an Autobahnraststätten, an Autohöfen oder in unmittelbarer Nähe einer Autobahnabfahrt.

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Den Spaß am Lernen entdecken

Den Spaß am Lernen entdecken

07.07.2018News

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Chronisch Kranke, Nachwuchssportler und Kinder mit Lernstörungen zusammen unterrichten geht nicht? Geht doch – mit individueller Begleitung und Unterstützung! Das zeigt die Mittelschule der CJD Christopherusschulen in Berchtesgaden.

©evangelisch.de/Lena Ohm

Vornübergebeugt sitzt Leander am Tisch und füllt sein Arbeitsblatt aus. Er soll Anfangssilben erkennen. „Wenn ein Wort auf –keit endet, dann ist es ein Nomen und ich muss es immer groß schreiben, richtig?“, fragt der Achtklässler. „Das hast du sehr gut erkannt. Und wenn du dir das merkst, macht es die Rechtschreibung gleich viel leichter, weil du gar nicht mehr überlegen musst“, antwortet Martin Klocke lobend. Die beiden lachen und scherzen, es ist eine angenehme Atmosphäre, in der Leander seine Aufgaben bearbeitet – keine Spur von Druck oder Angst, eine angeblich dumme Frage zu stellen.

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Anonyme Kritik ist vernichtend

Anonyme Kritik ist vernichtend

06.07.2018News

Der Vorsitzende des Rates der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, über ehrliche und identifizierbare Kommunikation in einer offenen Gesellschaft

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Gerüchte sind ein heimtückisches Gift. Sie verbreiten sich unkontrolliert. Und die Betroffenen haben kaum eine Chance dagegen, weil sie nicht wissen, wer alles die Falschinformationen erhalten hat. Und von wem sie stammen. Und das Schlimmste ist: Selbst wenn sie mit Fakten widerlegt sind, bleibt etwas hängen.

©epd-Bild/Norbert Neetz

Vor vielen Jahren erzählte mir jemand von einer außer­ehelichen Liebesbeziehung einer prominenten Person. Die Geschichte gipfelte in einer pikanten Ohrfeigen-Szene zwischen den Eheleuten. „Ich weiß es von einer hundertprozentigen Quelle“, so wurde mir versichert. Als ich dem Betroffenen davon erzähle, seufzt er und erklärt, warum diese über ihn verbreitete Geschichte gar nicht wahr sein kann.

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Bischof Meister will Partnerschaft zur anglikanischen Kirche stärken

Bischof Meister will Partnerschaft zur anglikanischen Kirche stärken

05.07.2018News

Der evangelische Bischof ist bis zum 8. Juli Gast bei der Generalsynode der anglikanischen Kirche im englischen York

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©epd-Bild/Jens Schulze

Hannover/York (epd). Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat die ökumenische Zusammenarbeit der Kirchen in Europa betont. Allgemein sei dieser Tage mehr von Spaltung und Trennung als von einer Wiedervereinigung oder neuen Partnerschaften zu hören, kritisierte Meister vor einer Reise zum Treffen der Generalsynode der anglikanischen Kirche im englischen York. „Wir als Christen müssen uns diesen Tendenzen entgegenstellen.“

Der evangelische Bischof ist bis zum 8. Juli Gast bei der Synode. Meister ist gemeinsam mit dem anglikanischen Bischof von Leeds, Nicholas Baines, Vorsitzender der Meissen-Kommission. In der „Meissener Erklärung“ haben sich die Evangelische Kirche in Deutschland und die anglikanische Kirche 1991 zur Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft verpflichtet und ihre Partnerschaft bestärkt.

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Orthodoxe und EKD: Trost für Sterbende Kernaufgabe der Kirchen

Orthodoxe und EKD: Trost für Sterbende Kernaufgabe der Kirchen

05.07.2018News

Die beiden Kirchenbünde stellten in München eine Handreichung zur Seelsorge an Sterbenden und ihren Angehörigen vor

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©epd-Bild/Jens Schulze

Hannover/München (epd). Die Begleitung von Sterbenden und ihren Angehörigen ist eine Kernaufgabe der christlichen Kirchen. Menschen dürften in der „Grenzerfahrung des Todes“ nicht alleine gelassen werden, betonten die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD). 

Die beiden Kirchenbünde stellten in München eine Handreichung zur Seelsorge an Sterbenden und ihren Angehörigen vor. Jedes Kapitel enthält Gebete und Lieder aus der orthodoxen und evangelischen Tradition. Die EKD führt seit den 50er Jahren theologische Gespräche mit orthodoxen Kirchen.

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Bundeskanzlerin Merkel besucht Altenhilfe-Station in Paderborn

Bundeskanzlerin Merkel besucht Altenhilfe-Station in Paderborn

05.07.2018News

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©epd-Bild/Detlef Heese

Um sich ein Bild von den aktuellen Herausforderungen in der Pflege zu machen, besucht Angela Merkel das Pflegeheim St. Johannisstift. (Foto: Symbolbild)

Paderborn (epd). Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich am 16. Juli in Paderborn ein persönliches Bild von der Arbeitssituation in der Pflege machen. Die CDU-Chefin folgt der Einladung eines Mitarbeiters im Evangelischen Pflegeheim St. Johannisstift, wie die Stiftung mitteilte. Der Altenpfleger Ferdi Cebi hatte Merkel im September vergangenen Jahres in der ZDF-Wahlsendung „Klartext, Frau Merkel“ nach Paderborn eingeladen. Die Bundeskanzlerin, die überraschend zugesagt hatte, macht nun ihr Versprechen wahr, um sich als „Schatten des Pflegers“ vor Ort zu informieren, wie es hieß.

Cebi schreibt in einem Online-Blog über seine Arbeit als Altenpfleger. Gegenüber Merkel hatte er kritisiert, dass immer mehr am Personal gespart werde und ein Altenheimplatz mit durchschnittlich 3.000 Euro für viele nahezu unbezahlbar sei. Die Pfleger und älteren Menschen fühlten sich „von der Politik im Stich gelassen“. Merkels Gegenargument war, dass gerade in den letzten Jahren in der Politik im Zusammenhang mit Pflege einiges auf den Weg gebracht worden sei.

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Bundesverteidigungsministerium bekommt Kirchenorgel

Bundesverteidigungsministerium bekommt Kirchenorgel

05.07.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Das Bundesverteidigungsministerium in Berlin hat eine eigene Kirchorgel vom Orgelbauer Karl Schuke, der ebenso diese Orgel in der evangelisch-lutherischen Marktkirche St. Cosmas und Damian in Goslar errichtet hat (Bild).

Berlin (epd). Das Bundesverteidigungsministerium in Berlin überrascht mit einer neuen Sonderausstattung. Als einziges Bundesministerium in der Hauptstadt verfügt es neuerdings über eine eigene Kirchenorgel, wie der Sprecher des evangelischen Militärbischofs, Roger Töpelmann, am 4. Juli dem Evangelischen Pressedienst (epd) bestätigte. In der Bonner Dienststelle des Bundesverteidigungsministeriums gibt es dagegen seit mehr als 30 Jahren ein solches Instrument. Auch die Kapelle des Deutschen Bundestags ist mit einer Orgel ausgestattet. 

Das neue Instrument im Bundesverteidigungsministerium in der Berliner Stauffenbergstraße soll 5. Juli eingeweiht werden. Dazu wird auch der evangelische Militärbischof Sigurd Rink als Redner erwartet. Künftig soll die Orgel vor allem bei den regelmäßig stattfindenden Gottesdiensten zum Einsatz kommen. Diese werden in der Regel von Militärdekan Peter Schmidt gehalten und von Ministeriumsmitarbeitern und Soldaten besucht.

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Rettungsflieger „Moonbird“ muss am Boden bleiben

Rettungsflieger „Moonbird“ muss am Boden bleiben

04.07.2018News

Präses Manfred Rekowski kritisiert politisches Vorgehen gegen Menschenrechtsorganisationen im Mittelmeer scharf

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Berlin/Frankfurt a.M. (epd). Die zivile Seenotrettung im Mittelmeer beklagt eine immer lähmendere politische Kampagne gegen ihren Einsatz. Nach der Blockade mehrerer Schiffe sei nun auch das Aufklärungsflugzeug „Moonbird“ auf Malta festgesetzt worden, erklärte die Seenotrettungsorganisation Sea-Watch in Berlin. Das auf Malta stationierte Flugzeug wird von Sea-Watch und der Schweizer Humanitären Piloteninitiative (HPI) betrieben und von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unterstützt.

Die maltesischen Behörden hätten ab sofort alle weiteren Flüge in das Suchgebiet vor der libyschen Küste untersagt, teilte Sea-Watch mit. Dabei sei das Flugzeug im vergangenen Jahr an der Rettung von 20.000 Menschen beteiligt gewesen. „Mehr als 1.000 Menschen wären fast sicher gestorben, hätte die 'Moonbird'-Crew die sinkenden Boote nicht in letzter Sekunde gefunden“, betonte die Organisation.

Die „Moonbird“ habe über ein Jahr lang fast täglich von Malta aus Einsätze geflogen, „stets in bester Zusammenarbeit mit den maltesischen Behörden und der italienischen Küstenwache“. Das einmotorige Flugzeug vom Typ Cirrus SR22 erfülle alle gesetzlichen Voraussetzungen. „Den politisch Verantwortlichen sollte klar sein, was dieses Flugverbot bedeutet: Die Menschen auf den Booten werden nicht gerettet, sondern ertrinken ungesehen“, sagte Pilot und HPI-Gründer Fabio Zgraggen. „Seitdem die zivilen Rettungskräfte nicht mehr helfen dürfen, erleben wir einen massiven Anstieg der Opferzahlen.“

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Kollekte per Kreditkarte

Kollekte per Kreditkarte

04.07.2018News

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©epd-Bild/Jürgen Blume

Berlin (epd). Das bargeldlose Bezahlen soll künftig auch in Kirchen möglich sein. So könnte die traditionelle Kollekte im Gottesdienst schon bald auch per Kredit- oder EC-Karte erfolgen. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) präsentierte dazu jetzt den ersten „digitalen Klingelbeutel“. Er hat die Form eines herkömmlichen Klingelbeutels. Im Griff des neuen Modells sind allerdings die nötige Bezahltechnik sowie ein Akku integriert.

Der "digitale Klingelbeutel" unterscheide sich äußerlich kaum vom bisherigen Modell, um das traditionelle Kollektesammeln „als liturgisch wichtigen Bestandteil des Gottesdienstens“ nicht zu verändern, betonte Bischof Markus Dröge. Das neue Modell könne also sowohl für die Bargeld-Kollekte als auch für die „digitale Kollekte“ genutzt werden. Es handle sich um ein zusätzliches Angebot für Gottesdienstbesucher, sagte Konsistorialpräsident Jörg Antoine.

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Naumburger Dom soll Besucher anlocken

Naumburger Dom soll Besucher anlocken

04.07.2018News

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Naumburg (epd). Nach der Aufnahme des Naumburger Doms in die Unesco-Weltkulturerbeliste erwartet Sachsen-Anhalt mehr internationale Besucher und weitere Impulse für die Region. Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra (CDU) sagte, dass das Bundesland nun über fünf solcher Unesco-Welterbestätten verfüge, sei ein Alleinstellungsmerkmal. Nirgendwo sonst folgten so dicht auf 100 Kilometern Entfernung so viele Weltkulturerbestätten. Ein neues Autobahnschild an der A 9 soll künftig darauf hinweisen, dass dort sozusagen die „Weltkulturerbe-Autobahn“ beginne. In Naumburg ist der Bau eines Informationszentrums geplant.

Robra verwies auf ein großes touristisches Potenzial. Wenn im kommenden Jahr das 100. Gründungsjubiläum des Bauhauses, ebenfalls Weltkulturerbe, gefeiert wird, sollen auch die anderen Weltkulturerbestätten im Land in den Fokus gerückt werden. Über die Aufnahme des Naumburger Doms in die Unesco-Liste könne sich die ganze Region freuen. Der dritte Antrag aus Naumburg war allerdings nur ohne die Einbeziehung der Saale-Unstrut-Region erfolgreich. Minister Robra sicherte zu, dass das Land Sachsen-Anhalt bereitstehe, das Welterbe angemessen zu präsentieren und zu erhalten. Vier Millionen Euro sind bereits für die Sanierung der Domkurie vorgesehen.

Das Welterbekomitee hatte den Naumburger Dom, der zu den bedeutendsten Kathedralbauten des Hochmittelalters zählt, am Sonntag bei seiner Tagung in Bahrain in die Welterbeliste aufgenommen. Zuvor waren 2015 und 2017 bereits zwei Anläufe gescheitert. Die Delegation aus Naumburg berichtete davon, dass lange um die Entscheidung in Bahrain gerungen und diskutiert wurde.

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Aktion gegen Pflegenotstand

Aktion gegen Pflegenotstand

04.07.2018News

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©epd-Bild/Rolf Zöllner

Die Minister Jens Spahn, Franziska Giffey und Hubertus Heil (v.l.) starten eine Initiative für die Pflegeberufe.

Berlin (epd). Mit einer gemeinsamen Initiative wollen die Bundesministerien für Gesundheit, für Arbeit und für Familie den Pflegenotstand abwenden. Mit der „Konzertierten Aktion Pflege“ sollten mehr Menschen dazu gebracht werden, „diesen verantwortungsvollen Beruf zu ergreifen“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zum Start der Initiative. An der Aktion, zu der auch eine Ausbildungsoffensive gehört, beteiligen sich neben den drei Ministerien seinen Angaben nach auch mehr als 40 Repräsentanten, die aus der Branche kommen oder für sie zuständig sind.

„Es muss zu einer spürbaren nachhaltigen und strukturellen Verbesserung für Kranke und Pflegebedürftige, für das Pflegepersonal und die betroffenen Angehörigen kommen“, forderte Diakonie-Präsident Ulrich Lillie. Wenn die Bundesregierung halte, was sie verspricht, „sind wir als Diakonie sehr gerne bereit, Teil der Lösung zu sein“. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz lobte die Aktion. Doch warnte der Stiftungsvorstand Eugen Brysch: „Das alles wird Geld kosten. Jedoch ist klar, die Pflegebedürftigen können das nicht zahlen.“ Die Initiative dürfe nicht zulasten der Pflegebedürftigen gehen.

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„Mama, ich habe eine gute Nachricht“

„Mama, ich habe eine gute Nachricht“

04.07.2018News

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©EKiR/Ulrike Klös

Svea ist ein aufgewecktes Mädchen mit wachen dunklen Augen und langen blonden Haaren. Sie geht in die vierte Klasse der Grundschule im saarländischen Spiesen und nachmittags in den Hort im evangelischen Gemeindezentrum. Als sie vor ein paar Monaten abends nach Hause kommt, überrascht sie ihre Eltern mit einem besonderen Wunsch. Mutter Barbara Titze erinnert sich noch genau: „Mama, ich habe eine gute Nachricht. Ich habe mir überlegt, ich möchte mich taufen lassen“, habe ihre Tochter verkündet. „Dabei hat sie übers ganze Gesicht gestrahlt“, ergänzt Vater Marc.

Eltern hatten sich der Kirche entfremdet

Die Eltern sind erfreut und gerührt. Sie hatten entschieden, ihre Kinder nicht als Babys taufen zu lassen. „Wir waren damals viel zu weit weg vom Thema Kirche, deshalb haben wir beschlossen, dass unsere Kinder selbst entscheiden sollten, ob sie dazugehören wollen“, erklärt Marc Titze. Denn mit Kirche hatten Sveas Eltern in ihrer Jugend keine guten Erfahrungen gemacht.

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„Mama, ich habe eine gute Nachricht“

„Mama, ich habe eine gute Nachricht“

04.07.2018News

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©EKiR/Ulrike Klös

Svea ist ein aufgewecktes Mädchen mit wachen dunklen Augen und langen blonden Haaren. Sie geht in die vierte Klasse der Grundschule im saarländischen Spiesen und nachmittags in den Hort im evangelischen Gemeindezentrum. Als sie vor ein paar Monaten abends nach Hause kommt, überrascht sie ihre Eltern mit einem besonderen Wunsch. Mutter Barbara Titze erinnert sich noch genau: „Mama, ich habe eine gute Nachricht. Ich habe mir überlegt, ich möchte mich taufen lassen“, habe ihre Tochter verkündet. „Dabei hat sie übers ganze Gesicht gestrahlt“, ergänzt Vater Marc.

Eltern hatten sich der Kirche entfremdet

Die Eltern sind erfreut und gerührt. Sie hatten entschieden, ihre Kinder nicht als Babys taufen zu lassen. „Wir waren damals viel zu weit weg vom Thema Kirche, deshalb haben wir beschlossen, dass unsere Kinder selbst entscheiden sollten, ob sie dazugehören wollen“, erklärt Marc Titze. Denn mit Kirche hatten Sveas Eltern in ihrer Jugend keine guten Erfahrungen gemacht.

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Forscherin untersucht gemischt-religiöse Ehen

Forscherin untersucht gemischt-religiöse Ehen

03.07.2018News

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Hannover (epd). Die Theologin Aliyah El Mansy erhält den Hanna-Jursch-Preis der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Marburger Wissenschaftlerin habe in ihrer Doktorarbeit den Umgang von christlichen Gemeinden mit gemischt-religiösen Ehen in den Mittelpunkt gestellt, teilte die EKD mit. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und zeichnet wissenschaftlich-theologische Arbeiten aus der Perspektive von Frauen aus. Der alle zwei Jahre vergebene Preis erinnert an die Jenaer Kirchenhistorikerin Hanna Jursch (1902-1972), die sich 1934 als erste Frau an einer deutschen Theologischen Fakultät habilitierte.

El Mansys 2016 veröffentlichte Arbeit „greift eine Thematik auf, die auch gegenwärtig hochaktuell ist“, erklärte die Vorsitzende der Jury, Elisabeth Naurath: „In einer Lebensgemeinschaft mit einem Partner oder einer Partnerin einer anderen Konfession, Religion oder Weltanschauung geht es immer auch um die Frage, wie die eigene religiöse Identität gelebt und gewahrt werden kann.“ Der EKD-Rat vergab zudem zwei Hanna-Jursch-Nachwuchspreise an Friederike Luise Arnold und Dorothee Charlotte Heise für Seminararbeiten aus dem Bereich Bibelexegese aus der Sicht von Frauen.

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