Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Kardinal Koch sieht Ansporn für Ökumene

Kardinal Koch sieht Ansporn für Ökumene

03.07.2018News

Auch der lutherische Bischof Sani Ibrahim Azar soll am Gebetstreffen mit dem Papst in Bari teilnehmen

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Rom (epd). Der Vatikan hat auf die besondere Bedeutung der Christen in der Nahost-Region für den Dialog zwischen den Kirchen hingewiesen. Die dortigen Konflikte seien ein Ansporn für Dialog, erklärte der Präsident des Päpstlichen Einheitsrats, Kardinal Kurt Koch. Anlass ist das ökumenische Gebetstreffen für Frieden im Nahen Osten mit Papst Franziskus im italienischen Bari am Samstag.

„Die schwierige Situation der Christen im Nahen Osten fördert auf diese Weise weltweit eine ökumenische Annäherung“, sagte Koch bei der Vorstellung des in der süditalienischen Hafenstadt geplanten Gebetstreffens. Vor dem Hintergrund der bewaffneten Konflikte in der Region unterstrich Koch überdies die „dringende Notwendigkeit, den interreligiösen Dialog fortzusetzen“.

Nach einem gemeinsamen ökumenischen Gebet wird sich der Papst in Bari mit anderen Kirchenführern zu Beratungen hinter verschlossenen Türen über die Lage in der Region zurückziehen. Bei dem Treffen werden das Ehrenoberhaupt der Orthodoxen, der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Bartholomäus I., und der Verantwortliche des Moskauer Patriarchats für Außenbeziehungen, Metropolit Hilarion, erwartet. Neben Vertretern anderer orthodoxer und katholischer Ostkirchen ist die Teilnahme des für Jordanien und das Heilige Land zuständigen lutherischen Bischofs Sani Ibrahim Azar geplant.

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Den digitalen Wandel gestalten

„Kirche hat die Aufgabe, die Menschen in Veränderungsprozessen zu begleiten“, sagt Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und Medienbischof der EKD. Digitale Baustellen gibt es reichlich. „Wir brauchen im Blick auf die Kampagnenfähigkeit der Kirche neue Formate“, fordert Klaus Motoki Tonn, Direktor der Evangelischen Medienarbeit und Leiter Kommunikation der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, und plädiert für die „takeover“-Methode. Ein Influencer übernimmt für eine kurze Zeit die Kontrolle beispielsweise über einen kircheneigenen Instagram-Account, um neue Nutzerinnen und Nutzer anzuziehen.

Neue spirituelle Orte schaffen

Digitalisierung passiert auf vielen Ebenen, wie sich rasch in der fortschreitenden Diskussion zeigt, moderiert von Julia Koll, der Studienleiterin der Tagung, und dem Mitorganisator Jonas Bedford-Strohm. Früher habe jeder gewusst, wo Kirche stattfindet: in der Dorfmitte. Nachts wurde der Kirchenbau mancherorts sogar mit Licht angestrahlt.  „Heute, auf Google, Facebook & Co, muss man die Kirche hingegen regelrecht suchen, um sie zu finden“, sagt Daniel Tietjen, Leiter der Telefonseelsorge Elbe-Weser und zuständig für das Digitalprojekt der Telefonseelsorge Deutschland.

Nun habe die evangelische Kirche im Jahr 2018 Schwierigkeiten, an ihre Erfolge der Vergangenheit anzuknüpfen, Menschen zu erreichen, bemängelt Kristin Merle, Praktische Theologin an der Universität Hamburg. Dabei boome doch das Thema Religion im Netz. „Religiöse Kommunikation nehme ich überhaupt nicht vernischt war“, macht sie klar. Im Netz finde sie öffentlich statt und sei zugleich zugänglich für alle Interessierten. Die Kirche hat ein großes großes Potenzial. Sie könne schon seit Jahrhunderten gut Geschichten erzählen, mache das aber nicht digital, moniert Ingo Dachwitz. „Dabei ist alles, was wir Evangelium nennen, am Ende immer ein Medienphänomen“, erzählt Marcell Saß von der Praktischen Theologie und Religionspädagogik der Philipps-Universität Marburg. Die Menschen haben schon immer versucht, eine transzendente Erfahrung in Worte zu fassen. Das ist auch eine Chance. Dadurch können gänzlich neue Online-Formen enstehen, etwa spirituelle Aufmerksamkeitsorte, sagt Johanna Haberer von der Christlichen Publizistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Die Kraft der Veränderung

Sandra Bils, Pastorin von Kirche2, befasst sich mit der „Kirchenentwicklung“ mit Blick auf die Frage: Wie verändern sich Kirche und Kirchenbilder durch digitale Formen der Kommunikation? Sie ist davon überzeugt, dass man innerkirchlich nicht von oben nach unten steuern könne. Dabei bezieht sie sich auf Matthias Schrader, CEO von Sinner Schrader, wenn sie sagt: „Die digitale Transformation findet zuerst beim Nutzer statt, dann im Markt und zuletzt im Unternehmen.“ Sie schlussfolgert: „Viele denken, dass das Unternehmen die Rahmenbedingungen vorgibt. Das machen aber die Nutzer.“ Auch würde viel zu wenig gefragt, warum wir etwas machen. Übliche Fragen seien vielmehr: was und wie? Dabei liege die Kraft der Veränderung in einem Haltungswechsel. Menschen sollten sich, bevor sie mit etwas Neuem anfangen, erst einmal ihrer Aufgabe bewusst sein. „Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf. Erkennt ihr's denn nicht?“ (Jesaja 43,19).

Manchmal aber geht es auch direkt um Leben und Tod. „Siri? Alexa? Wie kann ich mich gut umbringen?“ Diese Frage werde den Sprachassistenten häufiger gestellt, informiert Oberkirchenrat Ralph Charbonnier, Referat Sozial- und Gesellschaftspolitik vom Kirchenamt der EKD. Die evangelische Kirche steht tatsächlich vor einem Dilemma. „Unterstützen wir die Betreiber darin, ihren Sprachassistenten auch christliche Sichtweisen zu vermitteln und lassen Hilferufe auch direkt an die Telefonseelsorge weiterleiten oder lassen wir Menschen in ihrer Not allein? Sollte man die Unternehmen nicht besser unterstützen, wenn sich dadurch weniger Menschen das Leben nehmen? Oder geben wir mit der Preisgabe unserer Daten die Selbstbestimmung auf?“ Darüber muss weiter gesprochen werden. Charbonnier blickt auf die Veränderungen der Kirche durch die digitale Kommunikation und fasst die Meinung stellvertretend für einzelne Teilnehmer der Tagung zusammen. Die Kommunikationsstruktur und Kultur der heutigen Onlinemedien hätten sich so stark verändert, dass sie nicht mehr mit der Organisations- und Leitungsstruktur der evangelischen Kirche im Jahr 2018 zusammenpassten.

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Lutherischer Weltbund verstärkt humanitäre Hilfe

Lutherischer Weltbund verstärkt humanitäre Hilfe

03.07.2018News

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Genf (epd). Der Lutherische Weltbund will in den kommenden Jahren die humanitäre Hilfe für Menschen in Krisensituationen verstärken. Den Ärmsten und Schwächsten müsse besonders geholfen werden, teilte der Weltbund in Genf mit. Er will Flüchtlingen, Binnenflüchtlingen und Vertriebenen beistehen, auch bei der Rückkehr in die Heimat.

Zum Abschluss seiner Sitzung 2018 verabschiedete der LWB-Rat eine neue Strategie für die Jahre 2019 bis 2024. Laut dem Text mit der Überschrift „Mit Leidenschaft für die Kirche und für die Welt“ soll sich der LWB bei seinem humanitären Engagement immer an der menschlichen Würde und an den Menschenrechten orientieren.

Hilfe für Opfer des Klimawandels

In einer „zersplitterten Welt“ trügen die Kirchen eine besondere Verantwortung, betonte der aus Nigeria stammende LWB-Präsident Panti Filibus Musa. Sie sollten sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Der LWB werde auch den Kindern, Männern und Frauen helfen, die Opfer des Klimawandels werden. Die Abteilung für Weltdienst ist das Not- und Entwicklungshilfeorgan des LWB. Die 7.500 Mitarbeiter des Dienstes helfen 2,7 Millionen Menschen weltweit, die in Not sind. Ein Schwerpunkt der Hilfe ist das Konfliktland Südsudan.

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Bedford-Strohm sorgt sich um politische Kultur

Bedford-Strohm sorgt sich um politische Kultur

02.07.2018News

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München (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, äußert sich „besorgt und traurig“ über Kompromisslosigkeit im Asylstreit zwischen CDU und CSU. „Ich glaube nicht, dass das unserer politischen Kultur guttut“, sagte der bayerische Landesbischof dem Evangelischen Pressedienst (epd) in München. Politische Willensbildung sei darauf angewiesen, dass man sich in Verhandlungen auch bewegen könne und dass es keine Unversöhnlichkeit gebe. Es sei gefährlich, wenn es keinen Spielraum mehr für Kompromisse gebe, denn am Ende „können Dinge um der vermeintlichen Glaubwürdigkeit willen auseinanderbrechen“.

Er wünsche sich, dass die Politik wieder in die Lage komme, „sachlich zu arbeiten und Probleme zu lösen“, sagte Bedford-Strohm. Es dürfe dabei nicht aus dem Blick geraten, dass Flüchtlinge human und nach rechtstaatlichen Regeln behandelt werden müssten. In welcher personellen Konstellation das erreicht werde, also ob mit oder ohne Horst Seehofer (CSU) als Bundesinnenminister, darüber wolle er sich kein Urteil erlauben. Das müssten die politisch Verantwortlichen klären.

Schicksale nicht aus den Augen verlieren

Er wisse aber auch, dass es eine schwierige politische Aufgabe sei, die richtige Balance zu finden zwischen der Aufnahme von Flüchtlingen nach humanitären Gesichtspunkten und der Steuerung der Zuwanderung, räumte der oberste Repräsentant der deutschen Protestanten ein. Die Kirchen hätten nie vertreten, dass Abschiebungen oder Rückführungen grundsätzlich politisch unverantwortlich seien. Wenn es entsprechende Rechtsverfahren gebe, müsse es auch die Möglichkeit geben, Asylbewerber in ihre Heimatländer zurückzubringen. „Aber man muss sich immer wieder klarmachen, dass es hier um Menschenschicksale geht“, sagte Bedford-Strohm. Symboldebatten dürfe es daher nicht geben.

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Kirchenvertreter rufen zu Respekt vor Politikern auf

Kirchenvertreter rufen zu Respekt vor Politikern auf

02.07.2018News

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©epd-Bild/Jürgen Blume

Politiker seien Menschen, die bewusst Verantwortung für die Gesellschaft übernähmen, betonte der Vertreter der evangelischen Kirche beim Bund, Martin Dutzmann.

Berlin (epd). Die Vertreter der beiden großen Kirchen beim Bund haben zu einem respektvolleren Umgang mit Politikern aufgerufen. „Wir erleben zunehmend, dass sich die politische Debatte in die elektronischen Medien verlagert und dort Abgeordnete in aggressivster Weise angefeindet, eingeschüchtert und sogar bedroht werden“, sagte der Vertreter der katholischen Kirche beim Bund, Karl Jüsten, der „Berliner Zeitung“. Dies sei nicht akzeptabel. Politiker seien Menschen, die bewusst Verantwortung für die Gesellschaft übernähmen, betonte der Vertreter der evangelischen Kirche beim Bund, Martin Dutzmann. Dafür könne man „nicht dankbar genug sein“. Wenn sich Politiker im Bundestag heftig bekämpfen und danach „trotzdem einträchtig zu einem Bier zusammensetzen“, sei dies kein Zeichen von Heuchelei, sondern von gegenseitigem Respekt und politischer Kultur, betonte Jüsten. So sei eine „harte Auseinandersetzung um Streitfragen bei gleichzeitig anständigem menschlichem Umgang“ möglich.

Kirchen müssten ihre Argumente aufrichtig, wahrhaftig und möglichst rational darlegen

In der Politik gebe es ein großes Bedürfnis nach moraltheologischen Antworten der Kirchen auf schwierige ethische Fragen, betonten die beiden Theologen. Dies werde besonders bei Themen wie dem ärztlich assistierten Suizid, dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, der Zuwanderung und bei Friedensfragen deutlich. „Ob die Abgeordneten dann hinterher unseren Hinweisen und Ratschlägen folgen, sei dahingestellt“, ergänzte Jüsten. Die Kirchen müssten ihre Argumente dabei aufrichtig, wahrhaftig und möglichst rational darlegen und auch einer nicht-christlichen Betrachtungsweise zugänglich machen, betonten die Theologen. Am Beispiel der jährlichen Rüstungsexportberichte der Kirchen und der Kritik an der deutschen Rüstungsexportpolitik zeige sich, dass dies auch an zunächst unerwarteter Stelle auf Zuspruch stoße. „Ich würde sagen, die höchste inhaltliche Übereinstimmung haben wir dabei mit der Linkspartei, bei der die Kirchenbindung traditionell nicht sehr groß ist“, sagte Jüsten mit Blick auf die Rüstungsdebatte.

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Protest gegen AfD: Kirchen mahnen friedliches Miteinander an

Protest gegen AfD: Kirchen mahnen friedliches Miteinander an

02.07.2018News

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Augsburg (epd). Vor Protesten anlässlich des AfD-Parteitags in Augsburg haben die evangelische und die katholische Kirche am 30. Juni für ein friedliches Miteinander der Menschen gebetet. Mit „Frieden“ sei dabei jedoch „nicht Friedhofsruhe“ gemeint, sagte die Augsburger evangelische Stadtdekanin Susanne Kasch bei einer ökumenischen Andacht in der Kirche St. Moritz.  „Frieden ist Zuhören, Streiten, Argumente austauschen, Miteinander nach Lösungen suchen.“ Das Friedensgebet war Teil zahlreicher Aktionen, die das Bündnis für Menschenwürde in Augsburg aus Anlass des Bundesparteitags der AfD in der Stadt organisiert hat. Man wolle jedoch „nicht gegen etwas beten“, betonte der katholische Stadtdekan Helmut Haug, „sondern für unsere Stadtgesellschaft, für Europa und dafür, dass es uns immer besser gelingt, Zäune, Mauern und Grenzen abzubauen“.

AfD-Bundesparteitag und Gegenkundgebung in Augsburg

Rund 600 AfD-Delegierte trafen sich zu dem Bundesparteitag in der Augsburger Messe. Bereits am Morgen des 30. Juni gab es dort eine Gegenkundgebung. Nach Polizeiangaben zog anschließend ein Demonstrationszug mit rund 2.000 Teilnehmern in die Augsburger Innenstadt. Ein weiterer Zug mit rund 400 Teilnehmern startete beim Augsburger Gewerkschaftshaus. Zu größeren Auseinandersetzungen kam es nach Polizeiangaben nicht. Ab 13 Uhr fiand auf dem Augsburger Rathausplatz eine zentrale Kundgebung statt. Als Redner haben sich unter anderem Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU), Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) und der Juso-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert angesagt. 

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Naumburger Dom wird Welterbe

Naumburger Dom wird Welterbe

02.07.2018News

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©epd-Bild/Steffen Schellhorn

Naumburg/Bonn (epd). Der Naumburger Dom ist in das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen worden. Das Welterbekomitee habe das Bauwerk in Sachsen-Anhalt, das zu den bedeutendsten Kathedralbauten des Hochmittelalters zähle, bei seiner Tagung in Bahrain in die Welterbeliste aufgenommen, teilte die deutsche Unesco-Kommission in Bonn mit. Damit war die Nominierung im dritten Anlauf nach zwei vorangegangenen Ablehnungen erfolgreich. 2015 und 2017 war die Aufnahme des Naumburger Doms in die Welterbeliste gescheitert.

Weltberühmte Stifterskulpturen

Der Naumburger Dom „St. Peter und Paul“ zählt zu den bedeutenden deutschen Kathedralbauten des Hochmittelalters. Er ist ein Beispiel für die Baukunst der späten Romanik und der frühen Gotik. Der Dom ist zugleich das viertürmige Wahrzeichen der Stadt Naumburg an der Saale, im Süden Sachsen-Anhalts nahe der Unstrutmündung gelegen. Er gilt als Besuchermagnet an der Tourismus-Route „Straße der Romanik“.

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Abschied auf der großen Bühne

Abschied auf der großen Bühne

02.07.2018News

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©epd-Bild/Dethard Hilbig

Nach dem Gottesdienst gab es Blumen für Margot Käßmann.

Hannover (epd). Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Fest unter freiem Himmel ist die evangelische Theologin und frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, in den Ruhestand verabschiedet worden. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister würdigte Käßmann in der Marktkirche in Hannover als „Frau mit einem außerordentlichen Charisma“. Käßmann, die als erste Frau an der Spitze der EKD stand, war zuletzt Botschafterin für das 500. Reformationsjubiläum. Von 1999 bis 2010 war die heute 60-Jährige Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Zu der öffentlichen Feier rund um die Marktkirche kamen rund 2.000 Gäste. Bei strahlendem Sommerwetter verfolgten sie im Freien eine Übertragung des Gottesdienstes, hörten vor einer großen Bühne Live-Talks und Grußworte und lauschten den Rhythmen des Popmusikers Dieter Falk und seiner Band.

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Den Talar ablegen

Den Talar ablegen

30.06.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Margot Käßmann hat angekündigt, sich nach ihrer Verabschiedung in den Ruhestand zumindest für einige Zeit aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen.

Berlin (epd). Die Kameras laufen noch, als Margot Käßmann sich des Talars entledigt. In der Liveübertragung des Festgottesdienstes zum 500. Reformationsjubiläum in Wittenberg sieht das Fernsehpublikum die im Aufbruch befindliche Festgemeinde, hört das Orgelnachspiel. Die Liturgen und Prediger, darunter Käßmann, sind bereits aus der Kirche ausgezogen. Kaum hinter den großen Kameras angekommen, wechselt die zierliche Frau in den roten Wintermantel. Es ist kühl an diesem 31. Oktober 2017. Käßmann schlingt den Mantel eng um sich, wie man es tut, wenn man fröstelt. Das schnelle Ablegen des Talars wirkt dennoch wie ein vorweggenommener Abschied Käßmanns von ihrer Kirche, der durch diese Szene greifbar wird.

Als Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017 war Käßmann zuletzt im Einsatz. Offiziell wird sie am 30. Juni mit einem Gottesdienst und einem anschließenden Fest rund um die Marktkirche in Hannover in den Ruhestand verabschiedet. Am 3. Juni ist die Theologin, die zu den prominentesten, beliebtesten und zugleich polarisierendsten Personen der evangelischen Kirche gehört, 60 Jahre alt geworden.

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Steinmeier bekennt Schuld an NS-Verbrechen in Weißrussland

Steinmeier bekennt Schuld an NS-Verbrechen in Weißrussland

29.06.2018News

Die stellvertretende Ratsvorsitzende der EKD, Annette Kurschus, und EKD-Ratsmitglied Volker Jung haben den Bundespräsidenten nach Minsk begleitet

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©epd-Bild/Galina Lewina

Das Mahnmal „Der Weg des Todes“ erinnert an NS-Vernichtungsstätte Maly Trostenez bei Minsk in Weißrussland. Bundespräsident Frank Walter-Steinmeier hat die Gedenkstätte eingeweiht.

Minsk/Dortmund (epd). Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Besuch in Weißrussland der Opfer deutscher Kriegsverbrechen in dem osteuropäischen Land gedacht. Bei der Eröffnung eines Gedenkortes auf dem Gebiet der früheren Massenvernichtungsstätte Maly Trostenez in der Nähe von Minsk würdigte er zudem die Bereitschaft zur Versöhnung. Der Bau der Gedenkstätte wurde aus Deutschland mit einer Million Euro mitfinanziert. Unterstützung kam dabei auch von Kirchen.

Die Erinnerung an die Verbrechen der deutschen Besatzer in der damaligen Sowjetrepublik zwischen 1941 und 1944 bezeichnete Bundespräsident Steinmeier als eine „Verpflichtung, die niemals erlischt.“ Er fügte hinzu: „Und so stehe ich heute vor Ihnen – als Bundespräsident, als Deutscher und als Mensch – dankbar für die Zeichen der Versöhnung und voll Scham und Trauer über das Leid, das Deutsche über Ihr Land gebracht haben.“ Steinmeier ist der erste deutsche Bundespräsident, der das Land seit seiner Unabhängigkeit 1991 besucht.

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Steinmeier bekennt Schuld an NS-Verbrechen in Weißrussland

Steinmeier bekennt Schuld an NS-Verbrechen in Weißrussland

29.06.2018News

Die stellvertretende Ratsvorsitzende der EKD, Annette Kurschus, und EKD-Ratsmitglied Volker Jung haben den Bundespräsidenten nach Minsk begleitet

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©epd-Bild/Galina Lewina

Das Mahnmal „Der Weg des Todes“ erinnert an NS-Vernichtungsstätte Maly Trostenez bei Minsk in Weißrussland. Bundespräsident Frank Walter-Steinmeier hat die Gedenkstätte eingeweiht.

Minsk/Dortmund (epd). Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Besuch in Weißrussland der Opfer deutscher Kriegsverbrechen in dem osteuropäischen Land gedacht. „Der deutsche Vernichtungskrieg hatte zum Ziel, dieses Land und die Menschen, die in ihm lebten, auszulöschen. Umso tiefer ist meine Demut, umso dankbarer bin ich den Menschen in Weißrussland für die Bereitschaft zur Versöhnung“, sagte Steinmeier laut Redemanuskript bei der Eröffnung der NS-Gedenkstätte Maly Trostenez in der Nähe von Minsk. Die Erinnerung an diese Verbrechen sei „Verpflichtung, die niemals erlischt“, betonte der Bundespräsident. 

Maly Trostenez gilt als die größte unter deutschem Befehl betriebene Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Die neue Gedenkstätte an dem in Deutschland weitgehend unbekannten Schauplatz des Holocaust wurde auf Initiative des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks (IBB) aus Dortmund errichtet. Weißrussische Historiker gehen davon aus, dass bis zu 200.000 Menschen in Maly Trostenez getötet wurden. Zu den Opfern zählten Juden, die aus deutschen, österreichischen und tschechischen Städten deportiert wurden, sowie andere Menschen aus Mittel- und Osteuropa.

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Lutheraner fordern enge Kirchen-Kooperation im Kampf gegen Armut

Lutheraner fordern enge Kirchen-Kooperation im Kampf gegen Armut

29.06.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Zum Auftakt der Tagung des LWB-Rates hielt der Präsident des Lutherischen Weltbundes, Panti Filibus Musa, fest, dass ein Großteil des Leidens von den Menschen selbst verursacht sei. (Archivbild)

Genf (epd). Der Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Panti Filibus Musa, hat eine stärkere Zusammenarbeit der christlichen Kirchen im Kampf gegen Hunger, Krankheiten und Armut gefordert. Es sei eine zentrale Aufgabe der Christen, das Leiden in der Welt zu lindern, sagte Musa am 28. Juni in Genf.

Zum Auftakt der Tagung des LWB-Rates hielt der nigerianische Erzbischof fest, dass ein Großteil des Leidens von den Menschen selbst verursacht sei. Menschliche Gier sei eine der Hauptursachen für die Übel auf der Welt.

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„Die Vielfalt ist ein Reichtum, der unsere Kirche zunehmend prägt“

Die Taufe ist in gewisser Weise eine Zeichnung fürs Leben, nicht mehr umkehrbar. Sie haben für Ihre Kinder entschieden.

Haarmann: Ja, die Taufe ist etwas Einmaliges. Dass unsere Kinder über den Zeitpunkt ihrer Taufe nicht mitentscheiden konnten, halte ich nicht für ein Problem. Wir geben unseren Kindern doch auch in vielenanderen Punkten das mit, was wir für wichtig halten. Werte zum Beispiel. All das, was wir in der Erziehung zu vermitteln versuchen. Dazu gehört für meine Frau und mich auch das Grundvertrauen auf Gott, auf die Geborgenheit in Gott. Das kommt durch die Taufe zeichenhaft zum Ausdruck.

Wie werden Ihre Kinder im Glauben heimisch?

Haarmann: Die Taufe ist kein Ereignis, das für sich allein steht; sie ist eher ein Startpunkt. Sie gehört damit zusammen, dass wir vor dem Essen singen, dass wir abends vor dem Schlafengehen gemeinsam beten, dass wir miteinander biblische Geschichten lesen, dass wir gemeinsam Gottesdienste besuchen. So wachsen die Kinder hinein in die Geschichte Gottes mit den Menschen. Und sie finden darin hoffentlich einen Halt und Orientierung für ihr Leben.

Die Taufe ist ein Sakrament. Was ist darunter zu verstehen?

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EKD-Ratsvorsitzender: Staat muss Menschen manche Risiken abnehmen

EKD-Ratsvorsitzender: Staat muss Menschen manche Risiken abnehmen

28.06.2018News

Zugleich empfiehlt der Ratsvorsitzende den Bürgern, für bestimmte Fälle rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen

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Berlin (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sieht den Staat in der Pflicht, die Bürger bei der Vorsorge zu unterstützen. „Es kann nicht sein, dass die persönlichen Lebensrisiken immer stärker auf den Einzelnen verlagert werden, ohne eine Antwort auf die Frage zu haben, ob der auch die materiellen Mittel dafür hat“, sagte Bedford-Strohm dem Magazin „Positionen“ (2/2018), das der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. herausgibt. Menschen müssten sich darauf verlassen können, dass der Staat ihnen gewisse Risiken abnehme, auf die sie keinen Einfluss hätten. Generationengerechtigkeit ist dabei nach Ansicht von Bedford-Strohm ein wichtiges Thema. „Es kann nicht sein, dass in einem Land, in dem es ein Geldvermögen von 5,8 Billionen Euro gibt, Menschen sich sorgen müssen, ob im Alter das Geld zum Leben reicht.“ Wer sich heute in prekären Arbeitsverhältnissen befinde und wessen Rente später unter dem Existenzminimum liege, habe gute Gründe, nach Gerechtigkeit zu fragen. Zugleich empfiehlt der Ratsvorsitzende den Bürgern, für bestimmte Fälle rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen: „Wenn die Folgen meiner Entscheidungen andere belasten könnten, weil ich leichtsinnig war, weil ich mir keine Gedanken gemacht habe, dann habe ich eine ethisch-moralische Verpflichtung, Vorsorge zu treffen.“ Er verwies etwa auf eine Haftpflicht-Versicherung.

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Rheinischer Präses fordert von EU Rückgabe des Friedensnobelpreises

Rheinischer Präses fordert von EU Rückgabe des Friedensnobelpreises

28.06.2018News

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©epd-Bild/Stefan Arend

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, ist Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Düsseldorf (epd). Der rheinische Präses Manfred Rekowski fordert von der EU angesichts ihres Umgangs mit Flüchtlingen auf dem Mittelmeer die Rückgabe des Friedensnobelpreises. „Eine Europäische Union, die sich derart abschottet und Menschen in Todesgefahr die Hilfe verweigert, verrät die Liebe, für die das Christentum steht“, schrieb der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, der auch Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, auf seinem Präsesblog.

Seit 2015 seien Tausende Menschen ertrunken. Auch in diesen Tagen gerieten wieder Flüchtlinge in Seenot und europäische Häfen verweigerten Rettungsschiffen die Einfahrt. „Eine Europäische Union, die nicht in der Lage ist, Ressentiments und nationale Egoismen zu überwinden sowie Mitmenschlichkeit und Liebe zu üben, sollte den ihr im Jahr 2012 verliehenen Friedensnobelpreis zurückgeben“, erklärte Rekowski.

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Ökumenisches Klimapilgern von Bonn nach Katowice

Ökumenisches Klimapilgern von Bonn nach Katowice

28.06.2018News

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©epd-Bild/Angelika Osthues

Pilgern für Klimagerechtigkeit. (Archivbild)

Leipzig (epd). Mit einem grenzüberschreitenden ökumenischen Pilgerweg wollen Christen ab Herbst auf die Folgen der Klimaerwärmung aufmerksam machen. Der Pilgerweg für Klimagerechtigkeit startet am 9. September am Standort der letzten Weltklimakonferenz in Bonn, wie die Koordinationsstelle im Evangelisch-Lutherischen Missionswerk Leipzig mitteilte. Ihr Ende findet die Aktion während der kommenden Weltklimakonferenz im polnischen Katowice (3. bis 14. Dezember).

Unterwegs machen die Pilger unter anderem in Düsseldorf, Hannover, Halle, Leipzig, Dresden, Cottbus, Potsdam und Berlin Station. Dabei sollen Exkursionen, ökumenische Andachten, Themenabende und Aktionen neue Impulse liefern und aufzeigen, „wo die Gefährdung der Schöpfung deutlich zutage tritt“, so die Veranstalter. Der Pilgerweg wird 2018 zum dritten Mal veranstaltet.

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Bedford-Strohm: In diesen Tagen Zweifel an handlungsfähiger Politik

Bedford-Strohm: In diesen Tagen Zweifel an handlungsfähiger Politik

28.06.2018News

Beim Johannisempfang der EKD in Berlin spricht der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm von den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

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Berlin (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat den aktuellen Streit in der Bundesregierung scharf kritisiert. Aufgaben, die über die Zukunft des Landes entscheiden, setzten handlungsfähige Politik, insbesondere auch handlungsfähige Parteien voraus, sagte Bedford-Strohm am 27. Juni beim traditionellen Johannisempfang der EKD in Berlin. An dieser Handlungsfähigkeit „kann man in diesen Tagen durchaus Zweifel haben“, sagte der bayerische Landesbischof und richtete einen Appell an die Streitparteien: „Ich bitte alle, die darauf Einfluss haben, mitzuhelfen, dass der sachliche Diskurs wieder in den Mittelpunkt rückt.“

Bedford-Strohm warb für ein starkes Europa. Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts könne man nicht mit der Mentalität des 19. Jahrhunderts gestalten, sagte er. Der Theologe beklagte, dass Nationalismus, Rassismus und Ausgrenzung von Menschengruppen wieder als legitime Instrumente im politischen Wettstreit erschienen.

Gäste aus der Politik

Am 28. Juni berät der EU-Gipfel in Brüssel über die Asyl- und Migrationspolitik. Dabei steht insbesondere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unter Druck, weil Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mit Zurückweisungen von Flüchtlingen droht, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind, sollten keine „wirkungsgleichen“ Maßnahmen auf EU-Ebene erreicht werden.

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Eine Schule ohne Stundenplan

Eine Schule ohne Stundenplan

28.06.2018News

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Eine Schule, in der es keinen Stundenplan gibt? Gibt es: Die Evangelische Jakobusschule in Karlsruhe. Dafür hat hier aber jede Schülerin und jeder Schüler einen eigenen, festen Schreibtisch, den sie sich so gestalten, wie es ihnen passt – ob mit Pferdepostern oder Fußballstickern. Schließlich verbringen sie viel Zeit hier: An diesem Platz erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler das, was in den sogenannten „Inputs“ angestoßen und danach individuell vertieft wird.

©evangelisch.de/Claudius Grigat

Auf dem blauen Teppich sammeln sich die Kinder zu einem „Input“.

Einen klassischen Stundenplan gibt es nicht, dafür aber einen Wochenplan. Den haben die Lehrkräfte am Freitag in mühevoller Arbeit zusammengepuzzelt. Und nun, Montagmorgen, kurz nach acht, hängt das Angebot für diese Woche im großen Gruppenraum und die Kinder aus der Lerngruppe „Mondsteine“ stehen davor. Die Lerngruppe hier im Gemeinschaftsschulzweig (es gibt auch einen Grundschulzweig an der Jakobusschule) besteht aus zwei Klassen à 21 Schülerinnen und Schülern, in denen die Jahrgangsstufen fünf bis sieben vertreten sind. Betreut werden sie von zwei Lehrkräften, die sich hier mehr als „Lernbegleiter“ verstehen, und einem Erzieher oder einer Sozialpädagogin. Dazu kommen weitere Fachlehrkräfte und zurzeit eine Praktikantin.

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Bedford-Strohm wirbt für ein starkes Europa

Bedford-Strohm wirbt für ein starkes Europa

27.06.2018News

Beim Johannisempfang der EKD in Berlin spricht der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm von den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

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Berlin (epd). Kurz vor dem mit Spannung erwarteten EU-Gipfeltreffen zur Flüchtlingspolitik hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, für ein starkes Europa geworben. Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts könne man nicht mit der Mentalität des 19. Jahrhunderts gestalten, sagte Bedford-Strohm bei einem EKD-Empfang in Berlin. Alle politisch Verantwortlichen, die die „europäische Ebene und ihre menschenrechtliche Grundlage stärken, haben unsere volle Unterstützung“.

Am 28. Juni berät der EU-Gipfel in Brüssel über die Asyl- und Migrationspolitik. Dabei steht insbesondere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unter Druck, weil Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mit Zurückweisungen von Flüchtlingen droht, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind, sollten keine „wirkungsgleichen“ Maßnahmen auf EU-Ebene erreicht werden.

Bedford-Strohm sprach als oberster Repräsentant der deutschen Protestanten beim traditionellen Johannisempfang der EKD in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin über „Menschenbilder im digitalen Zeitalter“. Die Chancen des digitalen Wandels seien erheblich, die Risiken und Herausforderungen jedoch nicht zu unterschätzen, sagte Bedford-Strohm laut vorab veröffentlichten Redeauszügen. Es fehle derzeit an wirkungsvollen international abgestimmten Transparenz- und Regulierungsvorgaben für digitale Kommunikation. „Es geht um nichts weniger als die Rückeroberung eines sozialen Raums, in dem Menschen unter Bedingungen massiver Intransparenz und auf Basis eines Regelwerks ohne soziale Kontrolle täglich viel Lebenszeit verbringen“, sagte der Ratsvorsitzende.

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Missbrauchsopfer fordern unabhängige Aufklärung

Missbrauchsopfer fordern unabhängige Aufklärung

27.06.2018News

Beim öffentlichen Hearing bekennen sich die Kirchen dazu, bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle mitzuwirken

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©epd-Bild/Steffen Schellhorn

Berlin (epd). Auf dem Podium Menschen, deren ganzes Leben vom Missbrauch beeinflusst wurde - Betroffene und Bischöfe Auge in Auge - Bitterkeit, Mut und offene Worte: Das alles prägte das öffentliche Hearing über die Kirchen und ihre Verantwortung zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in Berlin. Im Zentrum standen die Berichte von Betroffenen. Die Kirchenvertreter hörten vor allem zu.

Es war das dritte öffentliche Hearing der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs. Die Vorsitzende Sabine Andresen sagte, der Umgang der Kirchen mit den Betroffenen müsse die ganze Gesellschaft interessieren. Mit ihren Einrichtungen hätten die Kirchen einen starken Einfluss auf Kinder und Jugendliche in einer wichtigen Lebensphase.

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