Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

EKD-Ratsvorsitzender mit Hamm-Brücher-Förderpreis geehrt

EKD-Ratsvorsitzender mit Hamm-Brücher-Förderpreis geehrt

14.06.2018News

Der evangelische Theologe sei „ein Streiter für die Demokratie“, erklärte der Förderverein Demokratisch handeln

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Hamburg (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, ist am 13. Juni in Hamburg mit dem „Hildegard-Hamm-Brücher-Förderpreis für Demokratie lernen und erfahren“ ausgezeichnet worden. Der evangelische Theologe sei „ein Streiter für die Demokratie“, erklärte der Förderverein Demokratisch handeln nach Angaben der EKD. Als Laudator war der Pfarrer und Politiker Steffen Reiche angekündigt.

Bedford-Strohm erklärte, es sei eine Ehre für ihn, einen Preis zu bekommen, der mit dem Namen von Hildegard Hamm-Brücher verbunden ist. „Es gibt wenige Persönlichkeiten im Nachkriegsdeutschland, die ich so sehr mit dem Engagement für die Demokratie verbinde“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende.

Durch eine von der FDP-Politikerin Hamm-Brücher (1921-2016) gestiftete Dotation wurde dem Förderverein Demokratisch Handeln ermöglicht, den Förderpreis einzurichten. Er wurde 2009 erstmals ausgelobt.

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Fußball-Tipps aus der Bibel

Fußball-Tipps aus der Bibel

14.06.2018News

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Hoffentlich finden die WM-Fußballer in ihren russischen Hotelzimmern Bibeln. Denn darin können sie wertvolle Tipps und hilfreiche Stärkung für die bevorstehenden Spiele finden.

©epd-Bild/Norbert Neetz

Das Kirchenfenster der evangelischen Dorfkirche in Möhra zeigt Jesus beim Predigen. Eine seiner Botschaften war die Feindesliebe.„Zum Laufen hilft nicht schnell sein, zum Kampf hilft nicht stark sein, sondern alles liegt an Zeit und Glück.“

Nein, liebe Fußballer, dieser Tipp bedeutet natürlich nicht, dass ihr nicht schnell laufen oder den Gegnern keine starken Kämpfe liefern sollt. Gemeint ist: Ohne eine gehörige Portion Glück hilft auch schnelles Laufen und hartes Kämpfen nicht. Diese Einsicht könnte auch Trost spenden, wenn‘s mal trotz größter Anstrengung nicht geklappt hat. Helfen wird in jedem Fall ein Gebet vor dem Spiel – zum Beispiel mit den Worten der mutigen Witwe Judit: „Denke, Herr, an deinen Bund, und gib mir ein, wie ich vorgehen soll, und gib mir Glück dazu.“ Und wenn das Glück hold und die Punkte sicher sind, empfiehlt sich ein Dankgebet: „Danke dem Herrn für dein Glück und preise den ewigen Gott.“

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KD-Bank legt Wachstumszahlen vor

KD-Bank legt Wachstumszahlen vor

13.06.2018News

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Dortmund (epd). Die Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) ist im zurückliegenden Geschäftsjahr in mehreren Bereichen gewachsen. Die Bilanzsumme stieg um 7,3 Prozent auf knapp 5,7 Milliarden Euro, wie der Vorstandsvorsitzende der KD-Bank, Ekkehard Thiesler, bei der Generalversammlung in Dortmund vor rund 200 Mitgliedern aus Kirche und Diakonie sagte. Die bilanziellen Einlagen nahmen um 7,9 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro zu. Das betreute Anlagevolumen, zu dem neben den Einlagen auch Kundenwertpapiere gehören, stieg um 7,8 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro.

Der Überschuss für das vergangene Geschäftsjahr liegt bei knapp 8,04 Millionen Euro. Daraus wird unter anderem eine Dividende von vier Prozent an die Mitglieder ausgeschüttet.

„Kein Erfolg auf Kosten Dritter“

Die KD-Bank hat zudem im vergangenen Jahr insgesamt 1,7 Milliarden Euro an Krediten vergeben, das waren fast fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Davon wurden 250 Millionen Euro im vergangenen Jahr neu ausgegeben. Das sei ein neuer Höchstwert, hieß es. Die Kredite werden vor allem an soziale Einrichtungen von Kirche und Diakonie vergeben, darunter Krankenhäuser, Kindergärten sowie Pflegeeinrichtungen für ältere oder behinderte Menschen.

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„Ich bin Musiker, kein Star“

„Ich bin Musiker, kein Star“

13.06.2018News

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©epd-Bild/Matthias Schumann

Dresden (epd). Seit Jahrzehnten behauptet er sich in der Musikwelt: Der Dresdner Trompeter Ludwig Güttler. Er zählt zu den erfolgreichsten Virtuosen der Gegenwart. Bis heute mache es ihn glücklich „Teil einer Aufführung zu sein“, sagt er. Dafür übt der Frühaufsteher mehrmals am Tag. Am 13. Juni wird Güttler 75 Jahre alt.

Als Solist auf der Trompete und dem Corno da caccia ist er nach wie vor gefragt. 2017 spielte er rund 100 Konzerte, in diesem Jahr sollen es etwas weniger werden. Das habe er sich vorgenommen. „Aber es werden wohl mindestens 75“, sagt der groß gewachsene Mann mit einem verschmitzten Lächeln unter dem Schnauzbart. Er arbeite ständig mit seinem Instrument. „Es gibt keinen Besitz an Können“, bemerkt er dazu. Dafür brauche es vor allem „eine innere Verfasstheit“.

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Konversion zum Christentum im Kontext des Asylverfahrens

Wie werden Menschen mit muslimischem Hintergrund auf dem Weg zur Taufe begleitet? Was ist, wenn staatliche Behörden die Glaubwürdigkeit der Konversion bezweifeln? Und welche Gefahren drohen Konvertiten in ihren Heimatländern? Wenn Flüchtlinge aus islamisch geprägten Ländern Christen werden, berührt dies eine ganze Reihe wichtiger Fragen: seelsorgliche, aufenthaltsrechtliche, existentielle. Immer häufiger werden Taufe und Konversion Gegenstand des Asylverfahrens. Die Vielschichtigkeit der Thematik verdeutlichte eine Fachtagung, die das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz und das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gemeinsam mit der Akademie Franz Hitze Haus am 11. und 12. Juni 2018 in Münster veranstaltet haben. Unter den insgesamt 80 Teilnehmern waren Seelsorger, Praktiker der kirchlichen Flüchtlingsarbeit, Rechtsanwälte, Richter und Mitarbeiter staatlicher Behörden.

Zu Beginn der Tagung beleuchtete Prof. Dr. Klaus von Stosch (Professor für Systematische Theologie am Institut für Katholische Theologie der Universität Paderborn) das Phänomen der Konversion im Christentum und Islam aus vergleichender Perspektive. Während Konvertiten zum Islam oftmals das Hören des Korans als Gotteserlebnis gilt, steht für Konvertiten zum Christentum die Begegnung mit einer konkreten Person im Mittelpunkt: In Jesus Christus erfahren sie Gottes Gegenwart. Prof. von Stosch plädierte für Formen der Taufvorbereitung, die achtsam mit der religiösen Prägung von Konvertiten umgehen und ihnen die Entwicklung eines versöhnten Verhältnisses zum früheren Glauben ermöglichen.

 

In seinem Vortrag zum Taufverständnis der christlichen Kirchen hob Prof. Dr. Christian Grethlein (Professor für Praktische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster) den inklusiven Charakter der Taufe hervor: Grundsätzlich ist jeder Mensch zur Taufe eingeladen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Stand. Jenseits konfessioneller Grenzen stellt die Taufe die Grundlage und das Zentrum des Christseins dar. Für die Identität von Kirche und Christentum ist sie wesentlich. Prof. Grethlein erinnerte daran, dass in den beiden großen Kirchen in Deutschland über Jahrhunderte hinweg die Kindertaufe der Normalfall war. Durch die Taufbegleitung von Geflüchteten kommen Gemeinden nun wieder verstärkt mit Fragen der Erwachsenentaufe in Berührung.

In dem sich anschließenden Podiumsgespräch tauschten sich katholische, evangelische und freikirchliche Seelsorger über Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der pastoralen Praxis in der Taufvorbereitung aus. Betont wurde, dass der Taufe eine intensive Vorbereitungsphase vorausgeht, die es dem Taufbewerber ermöglicht, die christliche Botschaft immer besser verstehen zu lernen und in die kirchliche Glaubenspraxis hineinzuwachsen. Die Zeit der Vorbereitung bietet nicht zuletzt auch die Gelegenheit, die eigenen Motive für den Taufwunsch zu reflektieren. In der katholischen Kirche sieht das Kirchenrecht für erwachsene Taufbewerber einen gründlichen Katechumenat vor, der in der Regel mindestens ein Jahr dauert. In den evangelischen Landeskirchen gibt es ähnliche Regelungen. Der Austausch zeigte, dass sich die Kirchen und ihre Seelsorger der hohen Verantwortung, die sie durch die Taufe von Geflüchteten übernehmen, bewusst sind.

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Diakoniepräsident fordert mehr Engagement für die Pflege

Diakoniepräsident fordert mehr Engagement für die Pflege

13.06.2018News

Ulrich Lilie schlägt eine Reform der Pflegefinanzierung vor und kritisiert das Sofortprogramm des Gesundheitsministers

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©epd-Bild/Thomas Lohnes

Berlin (epd). Diakonie-Präsident Ulrich Lilie erwartet von der Bundesregierung deutlich mehr Engagement für die Pflege. Lilie sagte dem Evangelischen Pressedienst, es gebe viele Beispiele dafür „wie verrückt das System ist“. Die Ausgaben, die auf Pflegebedürftige zukämen, die einen stationären Pflegeplatz brauchen, lägen in der Spitze inzwischen bei 2.400 Euro im Monat, im Durchschnitt bei 1.800 Euro monatlich. „Es ist ein echtes Risiko, pflegebedürftig zu sein“, sagte Lilie, „und wir nennen das Sozialversicherung. Das ist ein Fake!“

Tatsächlich müsse bei jedem dritten Heimbewohner der Staat mit Sozialhilfe einspringen. Der Diakonie-Chef forderte die Politik auf, die Finanzierung der Pflege grundlegend zu überdenken: „Wir müssen über Geld reden – aber wir müssen auch über die Verteilung reden“, sagte er.

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Kirchenpräsident Jung warnt vor Instrumentalisierung der WM

Kirchenpräsident Jung warnt vor Instrumentalisierung der WM

13.06.2018News

Der Sportbeauftragte der EKD wünscht sich, den Sport und die Sportler nicht aus dem Blick zu verlieren

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©Foto:

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Darmstadt (epd). Vor Beginn der Fußball-WM in Russland hat der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung vor einer Vereinnahmung des Sports durch die Politik gewarnt. Sportliche Großveranstaltungen würden auch instrumentalisiert und zur nationalen Inszenierung genutzt, sagte der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Bei dem Besuch des für Sport zuständigen Bundesinnenministers in Russland sei wichtig, ob er schwierige politische und sportpolitische Fragen anspreche und Bilder vermeide, mit denen er vereinnahmt werde.

„Gleichzeitig finde ich es wichtig, bei aller berechtigten politischen Kritik nicht den Sport und die Sportler aus dem Blick zu verlieren“, sagte der Kirchenpräsident. An die Sportler und die Funktionäre dürften keine „übertriebenen Erwartungen in aktuellen Fragen“ gerichtet werden: „Sie können politische Versäumnisse nicht aufarbeiten.“

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Public Viewing in Kirchen ist gefragt

Public Viewing in Kirchen ist gefragt

13.06.2018News

Zur Fußball-WM beantragen viele Kirchengemeinden Gema-Lizenzen und profitieren von besonderen Tarifen

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©epd-bild/Stefan Arend

Fans beim Public Viewing während der WM 2014 im evangelischen Weigle-Haus Essen.

Berlin/München (epd). Zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland werden bundesweit auch zahlreiche Kirchen Public Viewing anbieten. Die dafür notwendigen Gema-Lizenzen seien gut nachgefragt, sagte Gema-Fußballexpertin Gabi Schilcher dem Evangelischen Pressedienst: „In Kirchengemeinden ist das Interesse natürlich auch groß, weil Public Viewing für ein Gemeinschaftsgefühl sorgt.“

Die Gesamtzahlen der unter anderem auch von Firmen, Organisationen, Vereinen und Kneipen beantragten Lizenzen für das öffentliche Zeigen der Spiele sollen aber erst zum Start der Fußball-WM ausgewertet werden. „Wobei Anmeldungen während der gesamten Dauer der Fußball-WM möglich sind, etwa wenn jemand nur eine Lizenz für ein einzelnes Spiel beantragen möchte“, betonte Schilcher.

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EKD-Friedensbeauftragter bewertet Korea-Treffen zurückhaltend

EKD-Friedensbeauftragter bewertet Korea-Treffen zurückhaltend

12.06.2018News

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Bremen/Bonn (epd). Der Friedensbeauftragte der EKD, Renke Brahms, bewertet die Ergebnisse des Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zurückhaltend. „Das Treffen in Singapur war historisch, ohne Zweifel. Aber was ist die Vereinbarung zwischen Trump und Kim wert angesichts der Sprunghaftigkeit des US-Präsidenten?“, sagte der Bremer Theologe dem Evangelischen Pressedienst.

„Und was ist, wenn es hakt? Und es wird haken.“ Der Teufel stecke im Detail, sagte der Friedensbeauftragte und gab ein Beispiel: Ein zentraler Begriff in der gemeinsamen Erklärung von Trump und Kim sei „eine vollständige Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel“. „Aber ist das auch ein beidseitiger Prozess?“, fragte Brahms. Es stelle sich die Frage, ob das auch die Militärbasen der USA betreffe. „Wir wissen nicht, was die Amerikaner alles in Südkorea stationiert haben.“

Kritik an Kampfdrohnen

Wenn es gut laufe, wäre das Treffen in Singapur der Beginn eines Friedensprozesses in der Region, fügte Brahms hinzu. „Das müsste Zug um Zug passieren – beispielsweise mit dem Ende von Militärmanövern und dem Abzug US-amerikanischer Truppen aus Südkorea.“ Zweifellos sei es gut, wenn sich die Vertragspartner verpflichtet hätten, die Bestimmungen ihrer gemeinsamen Erklärung vollständig und zügig umzusetzen. „Doch am Ende geht es immer wieder um die Frage: Bleibt Trump bei dieser Vereinbarung?“

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Friedensbeauftragter ist gegen die Anschaffung von Kampfdrohnen

Friedensbeauftragter ist gegen die Anschaffung von Kampfdrohnen

12.06.2018News

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Bonn (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat sich kritisch zur Anschaffung von waffenfähigen Drohnen für die Bundeswehr geäußert. „Hier sind völkerrechtliche, aber auch ethische Fragen in Bezug auf Kampfdrohnen noch völlig ungeklärt, um eine solche Entscheidung zu treffen“, warnte Brahms. Zudem stehe damit längerfristig auch im Raum, dass Deutschland dem Trend zu automatisierten und autonomen Waffensystem Vorschub leiste. Hier seien aber internationale Vereinbarungen über eine Ächtung dieser Waffensysteme nötig, sagte Brahms.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will für 895 Millionen Euro israelische Kampfdrohnen des Typs „Heron TP“ für neun Jahre anmieten. Wenn der Haushaltsausschuss zustimmt, würde die Luftwaffe der Bundeswehr erstmals ein unbemanntes Flugzeug erhalten, das groß genug ist, um auch Waffen zu tragen. Die Entscheidung wird für diese Woche erwartet.

„Kriege werden leichter führbar“

Zwar wolle die Bundeswehr die Drohnen zu Aufklärungszwecken einsetzen, sehr kritisch seien jedoch die weiteren Entwicklungen im Blick auf die neuen Waffentechnologien zu bewerten, fügte Brahms hinzu: „Noch hat die Bundeswehr keine 'Killerroboter' im Einsatz, es droht aber ein Schritt hin zu einer neuen Qualität von Waffen. Dann besteht die Gefahr, dass Maschinen über Leben und Tod entscheiden. Und damit werden Grenzen überschritten.“

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Trauer um Susanna F.

Trauer um Susanna F.

12.06.2018News

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©epd-Bild/Maik Reuss

In der Mainzer Innenstadt zeigen Menschen ihre Anteilnahme.

Mainz (epd). Rund 150 Menschen sind am Abend des 11. Juni in die Mainzer Innenstadt zu einer Trauerkundgebung für die ermordete Schülerin Susanna F. gekommen. Sie folgten einem Aufruf des DGB und versammelten sich bei Dauerregen auf dem Platz vor dem Gutenberg-Denkmal. Nur wenige hundert Meter entfernt standen sich vor dem Mainzer Dom rund 25 Demonstranten der rechtsgerichteten Initiative „Kandel ist überall“ mit Deutschlandfahnen in den Händen und etwa 100 lautstarke linke Gegendemonstranten gegenüber.

Bei der vom DGB angemeldeten Kundgebung sagte der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD), zunächst gehe es darum, Trauer und Menschlichkeit zu zeigen. Für Diskussionen über politische Konsequenzen sei noch nicht die Zeit. Die Menschen in Mainz empfänden Schmerz und Wut über die Brutalität des Verbrechens. Allerdings gebe es viele Fragen in dem Fall, die beantwortet werden müssten, etwa die, warum die Familie des Tatverdächtigen Deutschland so leicht verlassen konnte.

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Engagement für die Demokratie

Engagement für die Demokratie

12.06.2018News

Zum „Tag der offenen Gesellschaft“ ruft Diakonie-Präsident Ulrich Lilie zum Mitdiskutieren aber auch zum Zuhören auf

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Beim „Tag der offenen Gesellschaft“ am 16. Juni will auch die Diakonie als Mitinitiator für Toleranz werben. Im Interview erklärt Präsident Ulrich Lilie, wo für ihn die Gesprächsbereitschaft endet und warum er manche Empörung über die AfD nicht mitmachen will.

Am 16. Juni rufen Initiativen und Verbände zur Beteiligung am zweiten „Tag der offenen Gesellschaft“ auf, darunter auch die Diakonie. Was werden Sie an diesem Samstag machen?

Ulrich Lilie: Ich werde an einer Tafel in der Mitte Berlins sitzen und mit hoffentlich vielen Menschen darüber diskutieren, welches Land wir sein wollen in einer ungleicher, älter, diverser, digitaler werdenden Gesellschaft. Die Tischrede an unserer großen Tafel wird Altbundespräsident Joachim Gauck halten. Ich hoffe, dass es bundesweit Hunderte solcher Tafeln gibt.

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Bedford-Strohm wirbt für friedliche Konfliktlösung

Bedford-Strohm wirbt für friedliche Konfliktlösung

11.06.2018News

Der Ratsvorsitzende der EKD ruft beim Altmärkischen Kirchentag zum Einsatz für Frieden und Versöhnung auf

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Schönhausen (epd). Vertreter der beiden großen Kirchen in Deutschland haben die Christen aufgerufen, sich für Frieden und Versöhnung in der Gesellschaft einzusetzen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, sagte auf dem Altmärkischen Ökumenischen Kirchentag in Schönhausen an der Elbe (Sachsen-Anhalt) laut Redemanuskript, es gebe viele Beispiele, wie Menschen aus der Überzeugung heraus, das Frieden möglich ist, die Welt verändert hätten. Dabei verwies der bayerische Landesbischof auf den US-Bürgerrechtler Martin Luther King und die Friedensgebete, die zur „Keimzelle einer friedlichen Revolution“ in der DDR geworden seien. Zu dem zweitägigen regionalen Kirchentag kamen bis zu 700 Menschen. Er stand unter dem Motto „Frieden geht“.

Der Magdeburger katholische Bischof, Gerhard Feige, sagte laut Redemanuskript, die Aufforderung Jesu, Frieden zu stiften, sei „keine weltfremde Utopie, sondern die Gabe, die Wirklichkeit mit anderen Augen zu sehen“. Deshalb müsse alles dafür getan werden, die Ursachen von Neid, Hass, Zwietracht und Gewalt zu überwinden, sagte der Ökumene-Bischof der katholischen Deutschen Bischofskonferenz beim Abschlussgottesdienst. Dauerhafter Friede hänge davon ab, wie sehr Menschen in Würde leben könnten.

Konzerte, Diskussionen und Bilbelarbeiten

Auf dem Programm des zweitägigen Kirchentages standen unter anderem Konzerte, Diskussionsrunden und Bibelarbeiten. Eröffnet wurde der Kirchentag von den Superintendenten der Kirchenkreise Stendal und Salzwedel, Michael Kleemann und Matthias Heinrich. Kleemann erklärte mit Blick auf das Kirchentagsmotto, es sei von zeitloser Aktualität, aber auch sperrig und mehrdeutig. „Wir leben in der Sorge, dass Frieden geht, er sich verabschiedet und dem Krieg Platz macht.“

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19.000 Biker feiern Gottesdienst

19.000 Biker feiern Gottesdienst

11.06.2018News

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©epd-Bild/Stephan Wallocha

Hamburg (epd). „35 Jahre Gänsehaut“ lautete das Motto des diesjährigen Hamburger Motorradgottesdienstes (Mogo), der am 10. Juni am Hamburger Michel gefeiert wurde. Rund 19.000 Biker zählte die Polizei. Zuvor waren 30.000 erwartet worden. Schlechtes Wetter hatte die PS-Gemeinde jedoch um ein Drittel schrumpfen lassen. Mogo-Pastor Lars Lemke zeigte sich dennoch hochzufrieden: „Die angekündigten Unwetter sind ausgeblieben, die Stimmung ist ausgezeichnet“, sagte er dem Evangelischen Pressedienst.

„Motorradfahren ist eine Lebenseinstellung“, sagte Lemke in seiner Predigt, die er gemeinsam mit zwei Helfern hielt. Immer gehe es dabei auch um die Herausforderung, „Strecke und Tempo und eigenes Temperament im Einklang zu halten“. „Gänsehaut“ entstehe dann, wenn Zehntausende ihre Maschinen anlassen, der Konvoi sich in Bewegung setzt und man sich gemeinsam mit vielen anderen auf den Weg macht.

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Vertreter der Weltreligionen beten für Frieden

Vertreter der Weltreligionen beten für Frieden

11.06.2018News

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©Pixabay/balt

In allen Religionen gehe es um Friedfertigkeit, Demut und Achtsamkeit, sagte die evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs. (Foto: Symbolbild)

Hamburg (epd). Bei einem gemeinsamen Friedensgebet haben Vertreter aller Weltreligionen am 10. Juni in Hamburg die Dringlichkeit friedlicher Gemeinschaft beschworen. Niemand, der Terror und Hass verbreite, könne sich dabei auf die Religionen berufen, sagte die evangelische Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs. In allen Religionen gehe es um Friedfertigkeit, Demut und Achtsamkeit. Dabei gelte es, Unterschiede mit Freundschaft aufzuwiegen, fügte sie hinzu. Kurze Statements, Beiträge und Gebete kamen auch von den Aleviten, Bahai, Buddhisten, Hindus, Juden und Muslimen. Wolfram Weiße, Ex-Direktor der Akademie der Weltreligionen in Hamburg, nannte es den zentralen Auftrag aller Religionen, für den inneren Frieden und den der Gemeinschaft einzutreten. Beides sei „untrennbar miteinander verbunden“, sagte er. Veranstaltungsort war eine Bühne auf dem Stadtteilfestival „altonale“, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Beteiligt waren rund 350 Besucher, die mit der Bischöfin auch in den Kanon „Dona nobis pacem“ (lat. Gib uns Frieden) einstimmten.

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70.000 Menschen bei „Luthers Hochzeit“ in Wittenberg

70.000 Menschen bei „Luthers Hochzeit“ in Wittenberg

11.06.2018News

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©epd-Bild/Christina Özlem Geisler

2017 zählte das Stadtfest auch zu den Höhepunkten im Jahr des 500. Reformationsjubiläums. (Archivbild)

Wittenberg (epd). Bis zu 70.000 Menschen haben am Wochenende in Wittenberg das Stadtfest „Luthers Hochzeit“ besucht. Wegen der extremen Hitze seien vor allem tagsüber weniger Menschen gekommen als in den Vorjahren, sagte ein Sprecher der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH am 10. Juni auf Anfrage. Dennoch sei die Stimmung wunderbar gewesen. Im vergangenen Jahr wurden zu dem dreitägigen Stadtfest rund 90.000 Schaulustige gezählt. Höhepunkt war am 9. Juni der historische Festumzug mit rund 1.800 Menschen, den „offiziellen Hochzeitsgästen“ von Luthers Hochzeit. Bei hochsommerlichen Temperaturen säumten rund 7.000 Zuschauer die Straßen. Der Umzug führte die Darsteller des Lutherpaares, Katharina von Bora und Martin Luther, begleitet von den Hochzeitsgästen in prächtigen Gewändern durch die Altstadt.  Neben mehr als 300 „Lagern“ und Verkaufständen von Wirten, Handwerkern und historischen Vereinen gastierten 45 Musikformationen auf neun Bühnen, auf Straßen, Plätzen und in Höfen. Auch in den Kirchen wurde zu Konzerten eingeladen. In der Altstadt waren Gaukler, Stelzenläufer, Puppenspieler und Feuerschlucker unterwegs.

„Luthers Hochzeit“ wird seit 1994 gefeiert

Das Lutherpaar wurde in diesem Jahr von zwei Wittenbergern dargestellt. Katharina von Bora wurde von Ivette Winkler verkörpert, die inzwischen in Kemberg lebt. Sie spielte die Figur bereits schon einmal 2002. Martin Luther wurde dargestellt von Klaus Pohl aus Wittenberg, der seit Jahren auch als Stadtführer arbeitet. Das Fest „Luthers Hochzeit“ wird seit 1994 gefeiert und die beiden Hauptrollen werden immer von wechselnden Einwohnern der Stadt oder der Region dargestellt. Anlass ist die Hochzeit des ehemaligen Mönchs und der aus dem Kloster geflohenen Nonne im Juni 1525. Katharina war zur Hochzeit 26 Jahre alt, ihr Bräutigam 41 Jahre. Im vergangenen Jahr zählte das Stadtfest auch zu den Höhepunkten im Jahr des 500. Reformationsjubiläums. 1517 hatte Martin Luther seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht, die er der Überlieferung nach am 31. Oktober an die Tür der Wittenberger Schlosskirche nagelte. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.

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Leipziger Bachfest eröffnet

Leipziger Bachfest eröffnet

08.06.2018News

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©epd-Bild/Jens Schulze

Grabstätte von Johann Sebastian Bach in der Leipziger Thomaskirche.

Leipzig (epd). Mit einem Konzert in der Thomaskirche ist in Leipzig das diesjährige Bachfest eröffnet worden. Unter Mitwirkung von Thomanerchor und Gewandhausorchester kamen unter anderem Bachs F-Dur-Messe und das „Te deum“ von Johann Hermann Schein zur Aufführung. Bei dem Musikfestival zu Ehren von Barockkomponist Johann Sebastian Bach stehen bis zum 17. Juni rund 160 Veranstaltungen auf dem Programm. Bach war im 18. Jahrhundert 27 Jahre lang Thomaskantor in Leipzig.

Das Motto des diesjährigen Bachfestes 2018 lautet „Zyklen“. Herzstück ist ein Kantaten-Ring. Dabei führen fünf der international renommiertesten Bach-Ensembles innerhalb von 48 Stunden zehn Konzerte mit 33 ausgewählten Bach-Kantaten auf. Geleitet werden die Ensembles von Bach-Archiv-Präsident Sir John Eliot Gardiner, Maasaki Suzuki aus Japan, dem Niederländer Ton Koopman, Hans-Christoph Rademann und Thomaskantor Gotthold Schwarz.

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Karlsruhe und Kapstadt bewerben sich um Treffen des Weltkirchenrates

Karlsruhe und Kapstadt bewerben sich um Treffen des Weltkirchenrates

08.06.2018News

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©Pixabay/WikimediaImages

Das Wahrzeichen der Stadt: Das Karlsruher Schloss.

Genf (epd). Karlsruhe bewirbt sich als Austragungsort für die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im Jahr 2021. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, werde die Kandidatur vor dem Zentralausschuss des ÖRK am 16. Juni vorstellen, teilte die Evangelische Landeskirche in Baden in Karlsruhe mit.

Die Mitglieder des Gremiums fällen die Entscheidung dann am 20. Juni. Einziger weiterer Bewerber ist das südafrikanische Kapstadt. „Die badische Landeskirche würde sich außerordentlich freuen, die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Karlsruhe willkommen zu heißen“, sagte Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh. Er wies darauf hin, dass im Jahr 2021 zugleich das 200. Jubiläum der badischen Kirchenunion gefeiert werde, die wegweisend für die Ökumene in Baden und darüber hinaus gewesen sei.

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Präses Kurschus: Kirchenasyl ist kein rechtsfreier Raum

Präses Kurschus: Kirchenasyl ist kein rechtsfreier Raum

08.06.2018News

Der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche sind derzeit 445 Fälle von Kirchenasyl bekannt

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©epd-Bild/Heike Lyding

Die iranische Flüchtlingsfamilie Shapouri lebte sieben Monate lang im Kirchenasyl.

Bielefeld (epd). Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, hat das Kirchenasyl verteidigt. „Wenn Flüchtlinge abgeschoben werden sollen und ihnen dann Gefahr für Leib und Leben droht, kann es geboten sein, nochmals alle rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen“, sagte die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am 8. Juni in Bielefeld. Ein Kirchenasyl könne eine Atempause gewähren und ein notwendiges Zeitfenster öffnen.

Damit entstehe kein rechtsfreier Raum. Das Gegenteil sei der Fall: Das Kirchenasyl könne den Rechtsstaat sogar stärken, weil es in vielen Fällen dem Recht zum Durchbruch verhelfe. Gemeinden gewährten diesen Schutz aus der christlichen Überzeugung, „dass da Menschen sind, denen geholfen werden muss und für deren Recht wir unseren Mund auftun müssen“. Der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche sind derzeit 445 Fälle von Kirchenasyl bekannt.

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Expertin: Deutschland nicht länger Vorreiter bei Nachhaltigkeit

Expertin: Deutschland nicht länger Vorreiter bei Nachhaltigkeit

08.06.2018News

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©Pixabay/annca

Imme Scholz, stellvertretende Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, wies darauf hin, dass es beim Thema Nachhaltigkeit vor allem im Umwelt- und Sozialbereich Defizite in Deutschland gibt.

Hofgeismar (epd). Experten sehen Deutschland beim Thema Nachhaltigkeit nicht mehr als Vorreiterland. Defizite in Bezug auf die Agenda 2030 der Vereinten Nationen zum Thema Nachhaltigkeit gebe es vor allem im Umwelt- und Sozialbereich, sagte Imme Scholz, stellvertretende Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, am 7. Juni beim ersten Nachhaltigkeitsforum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hofgeismar. Als Beispiel nannte sie die zurückgehende Artenvielfalt sowie den anhaltenden Verbrauch von Kohle.

Scholz, die auch Mitglied der EKD-Kammer für nachhaltige Entwicklung ist, mahnte in dieser Frage mehr Führungsverantwortung des Kanzleramtes an. Es genüge nicht, zwischen den Ministerien nur zu moderieren. Ein Bezug zur UN-Agenda finde sich im Koalitionsvertrag zudem nur in den Ausführungen zur Umwelt- und Entwicklungspolitik. Notwendig sei aber eine breite Verankerung, da das Thema Nachhaltigkeit nicht isoliert betrachtet werden könne.

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