Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Badischer Landesbischof wirbt für Verständigung

Badischer Landesbischof wirbt für Verständigung

16.07.2018News

Deutsch-französischer Gottesdienst in Kehl erinnert an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren

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©epd-Bild

Kehl (epd). Der badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh hat für Verständigung und Versöhnung über Grenzen hinweg geworben. „Versöhnung gelingt nur, wenn einer den ersten Schritt tut, wenn ich den ersten Schritt tue”, sagte der Theologe in einem vom ZDF übertragenen Gottesdienst in Kehl. Es müssten Wege gefunden werden, die aus dem Teufelskreis „Wie du mir, so ich dir” herausführten, erklärte Cornelius-Bundschuh in dem deutsch-französischen Versöhnungs-Gottesdienst. Anlass war das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.

„Die deutsch-französische Versöhnung gelang, weil es viele Partnerschaften vor Ort gab und gibt und vor allem viele Begegnungen zwischen Jugendlichen”, unterstrich Cornelius-Bundschuh laut Predigtmanuskript. Durch Austausch und Freiwilligendienste würden Menschen mutiger und trauten sich mehr zu. „Sie lernen, sich in andere hineinzuversetzen, auch wenn sie ihnen ganz fremd sind”, sagte der Bischof.

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Bischöfin Junkermann wirbt für solidarische Flüchtlingspolitik

Bischöfin Junkermann wirbt für solidarische Flüchtlingspolitik

16.07.2018News

Junkermann unterstützt eine Online-Petition, die bis zum Nachmittag des 15. Juli mehr als 38.300 Menschen unterzeichnet haben

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Die Bischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann.

Erfurt (epd). Die mitteldeutsche Bischöfin Ilse Junkermann hat sich gegen eine Abschottung der EU und für eine christliche und solidarische Flüchtlingspolitik in Europa ausgesprochen. Die Fluchtursachen, nicht die Flüchtlinge müssten bekämpft werden, erklärte Junkermann am 15. Juli in Erfurt. Dabei warb sie für eine Online-Petition, die sie selbst und bis zum Nachmittag des 15. Juli mehr als 38.300 Menschen unterzeichnet haben.

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Frieden feiern – Frieden stiften

Frieden feiern – Frieden stiften

13.07.2018News

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©epd-Bild

Die Fußgängerbrücke „Passerelle des deux Rives“ verbindet Kehl und Straßburg.  Gemeinsam mit der Europabrücke ist sie Ausgangs- und Endpunkt des ökumenischen „Weg der Versöhnung“. 

„Die deutsch-französische Versöhnung verdankt sich nicht nur Politikern, sondern auch den Kirchen diesseits und jenseits des Rheins“, erklärt Dekan Günter Ihle (Kehl) im Vorfeld. Bereits vor 100 Jahren hätten sich die evangelischen Christen vor Ort der Kriegspropaganda widersetzt und der Kehler Stadtkirche den neuen Namen „Friedenskirche“ gegeben, heißt es seitens der Organisatoren des Gottesdienstes. Leider habe es noch 40 Jahre gedauert, bis aus den einstigen Erzfeinden Deutschland und Frankreich endlich verlässliche Freunde geworden seien.

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Rote Linien für die AfD, Rückenwind für die Ökumene

Rote Linien für die AfD, Rückenwind für die Ökumene

13.07.2018News

Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm zum Rechtspopulismus und dem Stand der Ökumene in Deutschland

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©epd-Bild/Norbert Neetz

München (epd). Im Umgang mit der AfD sieht der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, rote Linien. Dazu gehörten Antisemitismus, Rassismus und die „pauschale Abwertung ganzer Menschengruppen“, sagte der bayerische Landesbischof dem Evangelischen Pressedienst. Es gebe in der AfD führende Leute, die Gedankengut aus der Zeit des Nationalsozialismus wieder salonfähig zu machen versuchten. Diese Politiker bekämen auch von den Menschen Legitimation, die zwar nicht so dächten, sich aber in der AfD engagierten.

Die bayerische Landeskirche wolle bei den Wahlen zum Kirchenvorstand im Herbst nicht von vornherein Menschen ausgrenzen, ihr gehe es vielmehr um die Inhalte. Denn es könne nicht sein, „dass jemand im Sonntagsgottesdienst für unser christliches Menschenbild und die von Gott gegebene Ebenbildlichkeit jedes Menschen zu stehen meint, sich die restlichen sechs Tage der Woche aber für das genaue Gegenteil einsetzt“, sagte der bayerische Landesbischof und oberste Repräsentant der deutschen Protestanten.

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Die Kirche will Abschottung Europas nicht hinnehmen

Die Kirche will Abschottung Europas nicht hinnehmen

13.07.2018News

Protestantische Spitzenvertreter laufen Sturm gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik und stellen sich hinter die Seenotretter

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©epd-Bild/Christian Ditsch

Frankfurt a.M. (epd). Der Protest aus der evangelischen Kirche gegen die europäische Abschottung gegenüber Flüchtlingen wird lauter. Der Migrationsexperte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Rekowski, äußerte sich entsetzt über die Kriminalisierung humanitärer Rettungseinsätze im Mittelmeer. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister sagte, „so hoch kann man Mauern und Zäune gar nicht bauen, dass wir verzweifelte Menschen in Not abhalten können, zu uns zu kommen“. Erst in der Nacht durften 67 gerettete Bootsflüchtlinge der „Diciotti“ nach tagelangem Ausharren in Italien an Land gehen.

„Seenotrettung ist nach internationalem Recht eine humanitäre Verpflichtung“, sagte Rekowski.  Der EKD-Migrationsexperte will Anfang der kommenden Woche das von den maltesischen Behörden festgesetzte Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ im Hafen Vallettas besuchen. „Indem europäische Regierungen Seenotrettungseinsätze von Schiffen wie 'Sea-Watch' im Mittelmeer verhindern, erzwingen sie gewissermaßen eine unterlassene Hilfeleistung“, sagte Rekowski.

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Vom „Fußballgott“ und anderen Wundern

Vom „Fußballgott“ und anderen Wundern

15.07.2018News

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Fußball, die inzwischen durch und durch kommerzialisierte Sportart, wird von Fans oft mit religiöser Inbrunst gelebt. Auch bei der WM ist das alle vier Jahre zu beobachten. In der Tat erinnert vieles, was sich in der Fankultur entwickelt hat, an religiöse oder religionsähnliche Elemente. Ist das alles nur eine Form von kollektiver Ironie und Selbstinszenierung – oder steckt da mehr dahinter?

©Pixabay/picselweb

Ein bekannter Popsong lautet in der deutschen Übersetzung ungefähr so: „Wenn du durch den Sturm gehst, geh' erhobenen Hauptes und habe keine Angst vor der Dunkelheit, am Ende des Sturms gibt es wieder einen goldenen Himmel.“ Es endet mit den Worten: „Geh' mit Hoffnung im Herzen und du wirst niemals alleine gehen.“ Das Original stammt von Gerry And The Pacemakers. Man singt es in Fußballstadien, es kam aus England herübergeschwappt und wurde unter dem Titel „You'll never walk alone“ bekannt. Man meint, eine späte Übersetzung von Psalm 23 entdeckt zu haben, wo es ja bekanntlich heißt: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“

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Rekowski ist empört über Kriminalisierung der Seenotrettung

Rekowski ist empört über Kriminalisierung der Seenotrettung

13.07.2018News

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©epd-Bild/Christian Ditsch

Der EKD-Migrationsexperte Manfred Rekowski ist entsetzt über die Kriminalisierung humanitärer Rettungseinsätze im Mittelmeer. „Seenotrettung ist nach internationalem Recht eine humanitäre Verpflichtung“, sagte der Vorsitzende der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dem evangelischen Pressedienst. „Indem europäische Regierungen Seenotrettungseinsätze von Schiffen wie 'Sea-Watch' im Mittelmeer verhindern, erzwingen sie gewissermaßen eine unterlassene Hilfeleistung.“

Rekowski besucht Anfang der kommenden Woche das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ im Hafen der maltesischen Hauptstadt Valletta, das dort von den Behörden festgesetzt wurde. Er wolle sich von der Crew und den auf dem Schiff mitarbeitenden Freiwilligen von ihren Erfahrungen bei der Rettung von Flüchtlingen berichten lassen, sagte der leitende Geistliche der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Wieder Roggenernte auf ehemaligem Todesstreifen

Wieder Roggenernte auf ehemaligem Todesstreifen

13.07.2018News

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©epd-Bild/Jürgen Blume

An der Kapelle der Versöhnung auf dem einstigen Todesstreifen der Berliner Mauer ist die traditionelle Roggenernte eingebracht worden.

Berlin (epd). An der Kapelle der Versöhnung auf dem einstigen Todesstreifen der Berliner Mauer ist am 10. Juli die traditionelle Roggenernte eingebracht worden. Wie in den Vorjahren kam ein Mähdrescher vom Versuchsgut Domäne Dahlem zum Einsatz. Das Korn des knapp einen halben Hektar großen Getreidefeldes an der Bernauer Straße in Berlin-Mitte soll für verschiedene Projekte eingesetzt werden, wie die Stiftung Berliner Mauer ankündigte. Unter anderem sollen aus dem Mehl Oblaten für kirchliche Abendmahls-Feiern hergestellt oder zu besonderen Anlässen Brot gebacken werden.

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Diakonie-Präsident: Seehofer-Äußerungen zu Afghanistan „Tabubruch“

Diakonie-Präsident: Seehofer-Äußerungen zu Afghanistan „Tabubruch“

12.07.2018News

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©epd-Bild/Heike Lyding

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie.

Berlin (epd). Die Kritik an der Äußerung von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) über eine Sammelabschiebung nach Afghanistan reißt nicht ab. Diakonie-Präsident Ulrich Lilie bezeichnete die Aussage als „unsäglichen Tabubruch“. „Diese Äußerung ist der Sprache eines deutschen Innenministers unwürdig“, erklärte der Präsident des evangelischen Wohlfahrtverbandes in Berlin.

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Zehntausende unterstützen Petition für humanere Flüchtlingspolitik

Zehntausende unterstützen Petition für humanere Flüchtlingspolitik

12.07.2018News

Gestartet wurde die Petition von Sven Giegold, Beatrice von Weizsäcker und Ansgar Gilster, die dem Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags angehören

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©epd-Bild/Christian Ditsch

Am 7. Juli haben Tausende Menschen in Berlin für die Seenotrettung demonstriert. Auch dem Aufruf der Internetpetition für eine humanere Flüchtlingspolitik sind mehrere Tausend Menschen gefolgt.

Berlin (epd). Zehntausende Menschen unterstützen eine Internetpetition, die Politik und Kirchen zum Einsatz für eine humanere Flüchtlingspolitik auffordert. „Die Regierungen in Europa dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen, indem sie Grenzen schließen und Menschen in Not abwehren“, heißt es in dem auf der Plattform „change.org“ veröffentlichten Aufruf, den bis zum Nachmittag mehr als 30.000 Menschen unterzeichnet haben. Es sei richtig, durch Grenzkontrollen festzustellen, wer nach Europa einreist. „Aber es ist völkerrechtswidrig, Menschen in Seenot nicht zu retten“, heißt es darin.

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Von Weizsäcker: Klares Wort der Kirchen in Asylpolitik vermisst

Von Weizsäcker: Klares Wort der Kirchen in Asylpolitik vermisst

12.07.2018News

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©epd-Bild/Christian Ditsch

Das private Rettungsschiff „Sea-Watch-2“ bei seinem Einsatz zur Rettung von Flüchtlingen vor der libyschen Küste.

Berlin (epd). Die selbst in der evangelischen Kirche engagierte Publizistin Beatrice von Weizsäcker hat die christlichen Institutionen zu deutlicherem Einspruch gegen die Pläne in der europäischen Asylpolitik aufgefordert. „In der ganzen Debatte um die Flüchtlingspolitik habe ich oft ein klares Wort der Kirchen vermisst“, sagte die Tochter des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker dem Evangelischen Pressedienst (epd).

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EKD erhält zum vierten Mal das Zertifikat audit berufundfamilie

EKD erhält zum vierten Mal das Zertifikat audit berufundfamilie

12.07.2018News

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Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und sieben unselbständige Einrichtungen mit Standorten in Berlin und Hannover haben zum vierten Mal das Zertifikat des audits berufundfamilie für familienbewusste Personalpolitik erhalten.

Die Zertifikatsverleihung stand unter dem Motto „Es bleibt alles anders ...“

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey betonte: „Starke Familien brauchen familienfreundliche Unternehmen, in denen Wert auf eine familienfreundliche Unternehmenskultur gelegt wird. Eine familienfreundliche Unternehmenskultur ist ein zentraler Hebel zur Fachkräftesicherung und Fachkräftegewinnung.“

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Flaggen des Internationalen Gospelkirchentages in Karlsruhe gehisst

Flaggen des Internationalen Gospelkirchentages in Karlsruhe gehisst

12.07.2018News

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©Stiftung Creative Kirche/Karsten Socher

Sängerinnen und Sänger auf dem Gospelkirchentag 2016. 

Karlsruhe (epd). Zum Internationalen Gospelkirchentag kommen im September Tausende Sänger nach Karlsruhe. Bislang gebe es 4.600 Anmeldungen, erklärte der evangelische Dekan Thomas Schalla. „Ich kann mir jetzt gut vorstellen, dass wir die 6.000-Marke erreichen.“ Gemeinsam mit dem Pfarrer der Karlsruher Gospelkirche, Joachim Oesterle, hisste Schalla nun die beiden Fahnen des Events.

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Evangelische Allianz: Dürfen dem Sterben im Mittelmeer nicht zusehen

Evangelische Allianz: Dürfen dem Sterben im Mittelmeer nicht zusehen

12.07.2018News

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©epd-Bild/Christian Ditsch

Die Crew der „Sea-Watch“ rettet Flüchtlinge aus dem Mittelmeer. 

Bad Blankenburg (epd). Angesichts der Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer hat die Deutsche Evangelische Allianz einen Appell an die Europäische Union und die Regierungen der europäischen Länder gerichtet. Es müssten noch entschlossener gemeinsame Lösungen gesucht werden, die sich an der Not der Menschen und dem Rechtsstaatsgebot orientierten, erklärte die Evangelische Allianz in Bad Blankenburg. Eine Abschottung Europas oder einzelner Länder gegenüber schutz- und hilfsbedürftigen Flüchtlingen könne keine Lösung sein: „Wir sind davon überzeugt, dass auch unser Wohlstand in Europa Gottes Gabe ist, die wir in Verantwortung einzusetzen haben und uns selbstverständlich zur Hilfe und zum Teilen verpflichtet.“

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Eine Glocke auf Wanderschaft

Eine Glocke auf Wanderschaft

12.07.2018News

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Die Replik der historischen Glocke reist – begleitet von vielen Menschen – auf dem alten Pilgerweg von Berlin nach Bad Wilsnack im Sprengel Prignitz an ihren Bestimmungsort: Die Wunderblutkirche.

©Foto:

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Die Wilsnacker Wunderblutkirche war nach einem angeblichen Hostienwunder vom Ende des 14. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts ein Wallfahrtsziel von europäischem Rang. Mit der Reformation beendete der erste evangelische Pfarrer von Wilsnack, Joachim Ellefeld, im Jahr 1552 das Ganze, indem er das Blut auf den angeblichen Wunderbluthostien vor Zeugen verbrannte. Die Wilsnacker Glocke wurde von Kurfürst Albrecht III. in Auftrag gegeben, noch als die Wallfahrten nach Wilsnack auf ihrem Höhepunkt waren. 1471 kam die Glocke in Wilsnack an, wurde aber nie in die Kirche eingebaut. Nach dem Ende der Pilgerfahrten wurde sie nach Cölln, einem Ort im späteren Berlin, gebracht und später dem Geläut des Berliner Doms hinzugefügt. Deshalb kommt nun eine Nachbildung nach Bad Wilsnack, bei einer ganz besonderen „Wallfahrt“, bei der Traktoren, Pferde und sogar Boote zum Einsatz kommen.

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Bedford-Strohm beklagt Mangel an Empathie bei Abschiebungen

Bedford-Strohm beklagt Mangel an Empathie bei Abschiebungen

12.07.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Hannover (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, beklagt fehlende Empathie in der Debatte über Abschiebungen. „Immer mehr Menschen, besonders auch in den christlichen Kirchen, wollen den Auszug der Empathie aus den öffentlichen Diskussionen um die Flüchtlingspolitik nicht länger hinnehmen“, sagte Bedford-Strohm dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. „Die Entwicklungen der letzten Tage machen dieses Anliegen umso dringlicher.“

Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte mit Äußerungen über Abschiebungen nach Afghanistan zum Teil scharfe Kritik geerntet. Zu Beginn der Vorstellung seines „Masterplans Migration“ hatte der CSU-Chef am 10. Juli in Berlin gesagt, dass „ausgerechnet“ an seinem 69. Geburtstag vor einer Woche 69 Menschen nach Afghanistan zurückgeführt worden seien. „Das war von mir nicht so bestellt“, sagte er. Am 11. Juli wurde bekannt, dass einer der Abgeschobenen leblos in einer Zwischenunterkunft in Kabul aufgefunden wurde. Offenbar hatte er sich selbst das Leben genommen.

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EKD-Migrationsbeauftragter Rekowski besucht Seenotretter auf Malta

EKD-Migrationsbeauftragter Rekowski besucht Seenotretter auf Malta

11.07.2018News

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©epd-Bild/Christian-Ditsch.de

Hannover (epd). Der EKD-Migrationsexperte, der rheinische Präses Manfred Rekowski, will in der kommenden Woche festgesetzte Seenotretter auf Malta besuchen. Vom 16. bis 18. Juli seien Besuche auf von Behörden festgesetzten zivilen Seenotrettungsschiffen, Begegnungen mit Helfern und ein Gedenken der Verstorbenen geplant, teilte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover mit.

Rekowski, Vorsitzender der EKD-Kammer für Migration und Integration, will am Montag, 16. Juli, das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ im Hafen von Valletta besuchen und Gespräche mit der Crew sowie den Helfern an Bord führen. Für Dienstag sei ein Flug mit der „Moonbird“ vom Flughafen in Luqa aus geplant, um sich ein Bild von den Rahmenbedingungen der Rettungsmissionen zu machen. Am Dienstagnachmittag will Rekowski der ertrunkenen Flüchtlinge auf dem Friedhof Santa Maria Addolorata in Paola bei Valletta gedenken. Für Mittwochvormittag steht ein Besuch des Büros von Sea-Watch in Kalkara auf dem Programm.

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Evangelisches Magazin „chrismon“ erreicht 1,59 Millionen Leser

Evangelisches Magazin „chrismon“ erreicht 1,59 Millionen Leser

11.07.2018News

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Frankfurt a.M. (epd). Das evangelische Monatsmagazin „chrismon“ erreicht 1,59 Millionen Lesern und damit so viele Menschen wie nie zuvor. Das geht aus den Zahlen der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) 2018 hervor. Seit 2014 steigerte „chrismon“ seine Reichweite um mehr als 50 Prozent, wie das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) in Frankfurt am Main mitteilte. Im Vergleich zur AWA 2017 lag der Zuwachs bei sechs Prozent. Das Magazin liegt verschiedenen Tageszeitungen bei, dazu gehören die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die „Süddeutsche Zeitung“, „Die Welt“, „Welt am Sonntag“, die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ und „Die Zeit“.

Das Magazin „chrismon“ erscheint im Hansischen Druck- und Verlagshaus (HDV), einer hundertprozentigen Tochter des GEP. Die zentrale Medieneinrichtung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) trägt unter anderem die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd), die Rundfunkarbeit der EKD und das Onlineportal „evangelisch.de“.

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Nächstenliebe im Netz

Nächstenliebe im Netz

11.07.2018News

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©pixabay/StruffelProductions

Deutschland wird schleichend islamisiert, die Ehe für alle ist einen Gefahr für die Ehe zwischen Mann und Frau, Flüchtlinge kommen nur aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland – solche Thesen werden nicht nur von rechten Verschwörungstheoretikern im Internet verbreitet, auch viele Christen teilen diese Ansichten und begründen sie mit ihrem Glauben. Die Evangelische Akademie zu Berlin hat das Projekt „Netzteufel“ ins Leben gerufen, um christlich motivierten Hass im Netz zu untersuchen. Die Gruppe fand heraus, dass sich vor allem ein Szenario durch die meisten Hasskommentare zieht: Wir werden bedroht, das Ende naht.

Zu menschenfreundlicher Kommunikation beitragen

„Argumentativ dagegenzuhalten reicht nicht aus“, erklärt Projektleiter Timo Versemann. Kirchen und Gemeinden könnten zum Beispiel zeigen und erzählen, wie ein Männerpaar mit adoptierten Kindern eine wunderbare Familie bildet. Oder ein Video von der Gemeindearbeit mit Flüchtlingen ins Netz stellen – und so zu einer menschenfreundlichen Kommunikation beitragen. Als Nächstes will die Projektgruppe Pastoren, Jugendarbeiterinnen und Jugendlichen in Seminaren vermitteln, wie das im Detail aussehen kann. Versemann plädiert für Mut: „Die Kirchen können mehr tun als schöne Fotos mit einer Tageslosung zu posten.“

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Seehofers „Masterplan Migration“ stößt auf Kritik

Seehofers „Masterplan Migration“ stößt auf Kritik

10.07.2018News

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©epd-Bild/Lukas Barth

Berlin (epd). Der von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vorgestellte „Masterplan“ zur künftigen Asyl- und Migrationspolitik stößt bei Hilfswerken und Kinderschutzorganisationen auf scharfe Kritik. Sie vermissen in dem Maßnahmenkatalog ein Bekenntnis zum Schutz von Menschen und sehen vor allem Kinder in Gefahr, die womöglich einen längeren Zeitraum in Sammellagern verbringen müssen.

Die Vertretung des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) in Deutschland kritisierte einen „bedenklichen Grundtenor“ in dem Papier. Dominik Bartsch, Repräsentant des Hochkommissars in Deutschland, erklärte in Berlin: „Der Plan konzentriert sich nur auf Verschärfungen bei der Verwaltung und in Verfahrensfragen und vernachlässigt das Wichtigste: den Menschen.“ Ein Bekenntnis zum Schutz von Menschen, die in ihrem Herkunftsland bedroht seien, fehle völlig, kritisierte Bartsch.

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