Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Adventssammlung: Mit Diakonie und Caritas Hoffnung geben

Adventssammlung: Mit Diakonie und Caritas Hoffnung geben

 

Service

Adventssammlung

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Die Sammlung steht in diesem Jahr unter dem Motto "Hoffnung geben". Mit den Spenden an die ökumenischen Sammlungen werden soziale Maßnahmen finanziert, die sonst nicht angeboten werden könnten. Als Beispiel nannte die Caritas Hilfen für Obdachlose, Alleinerziehende, Kranke oder Menschen mit Behinderung.

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Ende des Ersten Weltkriegs 1918: Gedenken an das Kriegsende vor 100 Jahren

Ende des Ersten Weltkriegs 1918: Gedenken an das Kriegsende vor 100 Jahren

Beobachtungsposten mit damals bewaffnetem und drehbarem Kopf auf dem Lehrpfad des deutsch-französischen Museum "Historal" auf dem Hartmannsweilerkopf im Süd-Elsaß. Auf dem Bergkamm brachten sich im Ersten Weltkrieg Deutsche und Franzosen um. Foto epd

Ende des Ersten Weltkriegs 1918

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Remembrance Day 2014 in Halifax. Foto: Caren Braun

Aachen

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Novemberpogrome vor 80 Jahren: Gegen Antisemitismus eintreten

Novemberpogrome vor 80 Jahren: Gegen Antisemitismus eintreten

Davidsstern im zeltförmigen Glaskuppeldach der Bergischen Synagoge in Wuppertal: Die benachbarte Barmer Synagoge ist 1938 niedergebrannt worden. Foto: epd-bild / Friedrich Stark

Novemberpogrome vor 80 Jahren

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Eine Gedenkstunde im Aachener Rathaus. Eine Stolpersteinverlegung in Alsdorf. Eine Filmnacht in Andernach - sie gehören zu den Veranstaltungen anlässlich des 80. Jahrestages der Novemberpogrome, bei denen Jüdinnen und Juden gedemütigt, verhaftet oder ermordet wurden. Auch christliche Gemeindemitglieder hatten sich an den Verbrechen beteiligt oder sie hingenommen, nur wenige widerstanden, klagt Präses Rekowski.

Das Gedenken im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland umfasst ökumenische Gottesdienste, darunter in Essen, Neuwied, Wetzlar und Mönchengladbach, Lesungen und Konzerte, zum Beispiel in Köln, Dinslaken, Stolberg und Wuppertal, sowie Ausstellungen, etwa in Aachen, Alsdorf und Wermelskirchen. In Saarbrücken führt ein Weg des Gedenkens in fünf Stationen durch die Innenstadt bis zur Synagoge. In der Gemarker Kirche Wuppertal startet die rheinische Kirche am 8. November das #widerstandsgebet. Im Düsseldorfer Landtag wird in einer zentralen Gedenkfeier an die Gräuel der Pogromnacht gedacht.

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Novemberpogrome vor 80 Jahren: Ein mutiger Pfarrer

Novemberpogrome vor 80 Jahren: Ein mutiger Pfarrer

Hermann Barnikol (1890-1952)

Novemberpogrome vor 80 Jahren

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Er wolle nachsehen, was draußen los ist, hörte Hanns-Christoph Barnikol seinen Vater erklären. Lic. theol. Hermann Barnikol, Pfarrer in Jülich, schloss hinter sich die Haustüre. Und das Kind blieb wach, sah, dass am Nachthimmel ein heller, rötlicher Schein aufflackerte. "Dann klirrten irgendwo zersplitternde Fensterscheiben. Rufe waren zu hören."

Alsbald wurde klar: Der Lärm kam von nebenan. Die Synagoge brannte. Hermann Barnikol lief hin, um löschen zu helfen.

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Vor 100 Jahren unterschrieb Matthias Erzberger die Kapitulation des Deutschen Reiches: "Gerettet, was überhaupt zu retten war"

Vor 100 Jahren unterschrieb Matthias Erzberger die Kapitulation des Deutschen Reiches: "Gerettet, was überhaupt zu retten war"

Vor dem Zug bei Compiegne nach Unterzeichnung der Kapitulation, die den Ersten Weltkrieg beendet. Foto: Wikicommons

Vor 100 Jahren unterschrieb Matthias Erzberger die Kapitulation des Deutschen Reiches

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"Der nationale Leidensweg nach Compiègne war das Schwerste und Bitterste, was mir in meiner amtlichen Tätigkeit auferlegt worden ist", schrieb Matthias Erzberger rückblickend. Eine Alternative zur bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg sah der Zentrumspolitiker und Chef der Verhandlungsdelegation im November 1918 nicht. Im Gegenteil: "Ich habe das Bewusstsein, für unser teures Vaterland gerettet zu haben, was überhaupt zu retten war."

Die rechtsradikalen Feinde der jungen Republik sahen in dem Erstunterzeichner der erniedrigenden Waffenstillstandsvereinbarung vom 11. November, die bereits in wesentlichen Zügen den Friedensvertrag von Versailles vorwegnahm, dagegen einen Verräter. Sie nannten ihn "Novemberverbrecher". 1921 schlug der Hass in die Tat um: Rechtsradikale Offiziere erschossen Erzberger bei Bad Griesbach im Schwarzwald.

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Religiöse Identität: Willkommen zuhause

Religiöse Identität: Willkommen zuhause

Trugen zum Thema religiöse Identität bei (v. l.): Michael Rubinstein, Sabine Federmann, Gesa Ederberg, Volker Haarmann und Christoph Nötzel.

Religiöse Identität

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Aber der Reihe nach. Macht man es nicht zu kompliziert, lässt sich religiöse Identität als religiöse Praxis und religiöses Selbstverständnis definieren. Kurz zusammengefasst ist gemeint: an Gott glauben, beten, biblische Geschichten kennen. „Ich bin im Judentum zuhause“, so klar definiert Michael Rubinstein seine religiöse Identität. Integraler Bestandteil dieser so beschriebenen Identität ist die Auseinandersetzung mit seiner Religion, mit den Gesetzen und der Tradition, und damit dann auch das Leben oder Umsetzen der Inhalte. Michael Rubinstein ist Geschäftsführer  des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, hat gerade eine Tagung über religiöse Identität mitgeleitet. 

Das Bild eines Zuhauses verwendet auch Dr. Volker Haarmann, Leitender Dezernent für Theologie im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland und einer der weiteren Veranstalter dieser Tagung in der Reihe „Impulsives. Jüdisch-christliches Lehrhaus“: „Religiöse Identität ist für mich das Bewohnen einer bestimmten Perspektive, die Gott für unsere Sicht auf die Welt in Anspruch nimmt.“

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Zwangsarbeit: Ein Beispiel kollektiver Verdrängungskunst

Zwangsarbeit: Ein Beispiel kollektiver Verdrängungskunst

Für die Installation "Die Zwangsarbeiter" bilden schwarze Hosen und Jacken inmitten von metallenen Archivkästen in der Völklinger Hütte einen Kleiderberg. Foto: epd-bild / Oliver Dietze

Zwangsarbeit

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„Das Thema Zwangsarbeit war lange Zeit ein Beispiel kollektiver Verdrängungskunst und ein Lehrbeispiel dafür, wie Unfassbares nicht thematisiert wird“, sagte Hofmann in seiner Ansprache zur Eröffnung des Erinnerungsorts im Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Auch in Kirche und Diakonie habe vielerorts das Bewusstsein für die Problematik gefehlt.

„Viel zu lange ging man auch in den Kirchen davon aus, dass man nicht am nationalsozialistischen System der Zwangsarbeit teilgenommen habe“, bekannte der Beauftragte der Evangelischen Kirchen für das Saarland und Sprecher der saarländischen Landesarbeitsgemeinschaft Erinnerungsarbeit. Erst mit dem im Jahr 2000 in Kraft getretenen Gesetz zur Errichtung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ zur Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern hätten auch die Kirchen nach dem eigenen Mitwirken geforscht und Erschreckendes gefunden. Verschleppte Menschen seien unter diskriminierenden Rahmenbedingungen auch von kirchlichen Stellen beschäftigt worden, so Hofmann.

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Benefizkonzert: Musikunterricht für Flüchtlingskinder erspielen

Benefizkonzert

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Begeistertes Publikum. Mehr als 1.700 Euro Spendeneinnahmen - am ersten Novembersamstag hat Kevin Hunder-Conolly gemeinsam mit Freunden ein Benefizkonzert für Flüchtlingskinder in Düsseldorf gegeben. Mit den erspielten Spenden wird Musikunterricht für Flüchtlingskinder finanziert. Die Kids stammen aus Afghanistan, Syrien und anderen Ländern, geflüchtet vor Krieg und Terror. Nun lernen sie beispielsweise Geige oder Flöte. Und erhalten damit auch unbeschwerte Stunden.

Beim Konzert am 3. November in der evangelischen Tersteegenkirche standen Klavierstücke, darunter auch eine Eigenkomposition von Kevin Hunder-Conolly, Gesangseinlagen, Flötenstücke und ein Rap auf dem Programm. Auch Geige-und Cellostücke. Sogar Abba.

Der Schüler des Düsseldorfer St. Ursula-Gymnasiums, der im nächsten Jahr in seiner Gemeinde konfirmiert werden wird, erzählt im ekir.de-Video, dass er vor einiger Zeit seine Eltern nach der Bedeutung eines Wortes gefragt hat, das ihm begegnet war: Benefizkonzert. "So kam die Idee zustande."

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Reformationstag 2018: Freiheit - wichtig und gefährdet

Reformationstag 2018: Freiheit - wichtig und gefährdet

Luther-Bildnis von Lucas Cranach der Ältere, ca. 1529

Reformationstag 2018

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Bonn: Lebensthema Freiheit

Mehr als tausend Menschen waren wieder gekommen: zur zentralen Bonner Reformationsfeier am Abend des Reformationstages in der Kreuzkirche. Die Bonner Theologieprofessorin Cornelia Richter predigte im Festgottesdienst über die Freiheit. „Freiheit ist geschenkt, bedroht und umkämpft zugleich“, so Richter. Für viele Menschen heute sei sie selbstverständlich, das aber sei trügerisch. Andere wieder überfordere die Freiheit, sie sei aber „elementar für menschliches Leben“.

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Stolpersteine: „Es sind 70.000 Steine zu viel“

Stolpersteine: „Es sind 70.000 Steine zu viel“

Der Künstler Gunter Demnig (70) beim Verlegen des 70.000. Stolpersteins in Frankfurt am Main. Der Stolperstein in der Rotlintstraße 41 im Frankfurter Nordend erinnert an Willy Zimmerer, der 1944 in Hadamar den nationalsozialistischen Behindertenmorden zu

Stolpersteine

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Vor dem Haus aus rotem Sandstein haben sich rund 20 Leute versammelt, Mitglieder der Initiative Stolperstein Frankfurt am Main und Journalisten. Ein Mann steigt aus einem roten Kastenwagen vor der Rotlintstraße 41, blaues Hemd, braune Weste, Cowboyhut und Handschuhe. Der Kölner Künstler Gunter Demnig (70) schleppt drei Eimer an. Zwei Mitglieder der Initiative entfalten ein Transparent „Steine gegen das Vergessen“, eine Frau hält Rosen in der Hand, aus einem Lautsprecher klingen ernste Geigentöne.

Demnig stemmt mit einem Eisen aus dem Bürgersteig einen Pflasterstein heraus, den die Stadt vorher schon lockern ließ. Er spachtelt Erde aus dem Loch und setzt einen Betonwürfel mit zehn Zentimetern Kantenlänge ein. Auf dessen Oberseite glänzt eine Messingplatte golden. Mit einem Hammer klopft er den Würfel fest, füllt das Loch mit kleinen Pflastersteinen und Sand auf und fegt die Stelle sauber. Auf der Messingplatte ist ein Name eingraviert, Willy Zimmerer. Ebenso dessen Lebensdaten, das letzte lautet: „Heilanstalt Hadamar ermordet 18.12.1944“. Der Gedenkstein ist der 70.000 Stolperstein, den Demnig verlegt hat.

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Save the date: Missionale 2019: "Tu, was du glaubst"

Save the date: Missionale 2019: "Tu, was du glaubst"

Save the date

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Mit anderen Worten, und zwar von Missionale-Pastor Christoph Nötzel: Die Foren geben Anregungen "für eine Gemeinde, die Jesus folgt, die über sich hinausgeht und in der Welt für ein gutes Leben engagiert". Im Weltverwandler-Forum werden ökologische und entwicklungspolitische Fragen besprochen. Das Forum "Gemeinde mit Geflüchteten" wird zusammen von deutschen und fremsprachigen Gemeinden vorbereitet. Und im Forum "Diakonisch Gemeinde sein" werden u. a. Projekte aus Groß-Britannien über Community Organizing in London und aus dem Kirchenkreis Leverkusen über Gemeindediakonie vorgestellt.

Im Forum "miteinander unterwegs" lernen die Teilnehmenden sogenannte neue Kommunitäten kennen, konkret: das Projekt für eine neue Form von Kirche in der Reformationskirche in Berlin-Moabit und die "Cumpaney" in Hannover.

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#widerstandsgebet: Ein stilles Gebet in lauten Zeiten

#widerstandsgebet: Ein stilles Gebet in lauten Zeiten

Lauter schweigen: Am #widerstandgebet am 8. November könne sich alle Gemeinden beteiligen.

#widerstandsgebet

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Der 9. November ist ein denkwürdiger Tag in der deutschen Geschichte: 1918 – Ausrufung der Republik, 1938 – Reichspogromnacht, 1989 – Fall der Mauer. Er erinnert an das Wüten der Übel von Krieg, Rassismus, Antisemitismus und Teilung in der deutschen Geschichte. Er steht aber auch für Menschlichkeit, Demokratie und Verständigung. Heute muss wieder darum gestritten werden, wenn demokratische Freiheitsrechte in aller Öffentlichkeit infrage gestellt werden.

Dazu kann man nicht schweigen, aber auch nicht noch lauter schreien, finden die Organisatoren von #widerstandgebet, einer glaubensreich-Initiative aus dem Zentrum Gemeinde und Kirchenentwicklung der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Freundschaftsmedaille für Bodelschwingh-Gymnasium: Völlig andere Welt

Freundschaftsmedaille für Bodelschwingh-Gymnasium: Völlig andere Welt

Die mongolische Steppe gehört zu den Zielen bei Partnerschaftsbesuchen des Bodelschwingh-Gymnasiums Herchen.

Freundschaftsmedaille für Bodelschwingh-Gymnasium

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Als Merle Gerhards (17) den ersten Fuß aus dem Flugzeug auf den Boden in Ulaanbaatar - nach russischer Schreibweise Ulan Bator - setzte, da ahnte sie schon: „Das ist eine völlig andere Welt.“ Schon Zuhause im Bodelschwingh-Gymnasium, dessen Trägerin die Evangelische Kirche im Rheinland ist, hatte sie viel gehört von dem fremden Land zwischen Russland und China. „Aber man muss dort gewesen sein, um diese Dimensionen zu verstehen“, sagt Merle Gerhards, „man fühlt sich plötzlich so klein“.

Wüste, empfunden wie eine Mondlandschaft

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Kirchliche Anlaufstelle für Flüchtlinge in Marokko: Jugendlichen eine Perspektive geben

Kirchliche Anlaufstelle für Flüchtlinge in Marokko

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Darin engagieren sich der Kirchenkreis Jülich, der Rheinische Verband für Kindertagesstätten, die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Rund 104.000 Euro fließen in die Arbeit. Wie Sannig weiter dem Evangelichen Pressedienst (epd)  erklärte, hilft das Projekt unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die an der EU-Außengrenze in Marokko auf ihrem Weg nach Europa nicht weiterkommen.

Zu dem angemieteten Appartement mit bis zu 16 Schlafplätzen seien bereits zwei weitere Appartements für Jugendliche in Ausbildung gekommen, berichtete der Superintendent, der die Anlaufstelle "La Maison Vivre L'Espoir" (Haus Hoffnung leben) kürzlich besucht hat. Das Projekt, das mit der evangelischen Kirche in Marokko, der Église Évangélique au Maroc (EEAM), und der katholischen Kirche realisiert werde, habe bereits mit rund 140 jungen Menschen Kontakt gehabt.

Junge Flüchtlinge besuchten die Anlaufstelle mit sehr unterschiedlichen Verweilzeiten und Anliegen, erläuterte der Jülicher Theologe. Manche suchten nur für wenige Tage Zuflucht, andere nutzten die Chance, Französisch zu lernen, die Schulbank zu drücken und für anderthalb Jahre in Marokko eine anerkannte duale Ausbildung zu absolvieren. Es gebe Kooperationen mit marokkanischen Betrieben in den Bereichen Kfz, Elektrik, Konditorei sowie Bau und Montage von Solarmodulen. Die Projektleitung hat der Aachener Friedenspreisträger, Theologe und Sozialarbeiter Azarias Zacarias Lumbela.

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Als Arzt bei der Seenotrettung: Handeln statt reden, helfen statt posten

Als Arzt bei der Seenotrettung: Handeln statt reden, helfen statt posten

Dr. Christoph Zenses, Internist aus Solingen, bei seinem Einsatz in der Schiffsklinik.

Als Arzt bei der Seenotrettung

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Plötzlich stand er auf diesem Schiff. Es war kleiner als er erwartet hatte. Das Team verbrachte die Nacht im Hafen, am nächsten Morgen sollte die Sea-Watch II auslaufen. „Wir hatten kleine Schlafkojen ohne Fenster und da wurde man sich noch mal bewusst, dass es unterwegs kein Zurück geben würde“, erzählt Dr. Christoph Zenses. Einer verschwand noch in der gleichen Nacht, ließ keinen Zettel und keine Begründung zurück, schrieb sich nur beim Hafenmeister aus. Der Solinger Arzt blieb.

Dr. Christoph Zenses war im Sommer 2017 aus seiner Praxis Richtung Süden aufgebrochen, hatte seinen Jahresurlaub genommen, Kurse zur Vorbereitung besucht und so auch das Team kennengelernt, mit dem er in See stechen würde. Drei Wochen lang wollte er auf dem Rettungsschiff, das später „Lifeline“ getauft wurde, retten, helfen und vor allem behandeln.

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Vor 80 Jahren starb der Künstler Ernst Barlach: "Allertiefste Menschlichkeit"

Vor 80 Jahren starb der Künstler Ernst Barlach: "Allertiefste Menschlichkeit"

Ernst Barlachs "Schwebender" ist in der Kölner Antoniterkirche zuhause.

Vor 80 Jahren starb der Künstler Ernst Barlach

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Seine Plastiken, Zeichnungen und auch seine nicht so bekannten zahlreichen Dramen spiegeln die soziale Not der Zeit wider und widersetzen sich bürgerlichen Konventionen. Viele Barlach-Plastiken befinden sich heute in katholischen oder protestantischen Kirchen, unter anderem in Köln, Marburg, Bremen, Lübeck, Kiel, Münster, Magdeburg - und natürlich im mecklenburgischen Güstrow, wo Barlach seit 1910 lebte. Vor 80 Jahren, am 24. Oktober 1938, starb er in Rostock an den Folgen eines Herzinfarkts.

Im Kirchenschiff des Güstrower Doms hängt eine seiner bekanntesten Bronzeplastiken, der "Schwebende", die Barlach ursprünglich als Ehrenmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges geschaffen hatte. Bei dem Werk in Güstrow handelt es sich mittlerweile um einen Abguss: Das Original war 1937 aus der Kirche geholt und während des Zweiten Weltkriegs für neue Kanonen eingeschmolzen worden.

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Kirchenasyl: Große Erleichterung

Kirchenasyl: Große Erleichterung

Kirchenasyl

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Zuvor war bereits bekanntgeworden, dass die für Mittwoch geplanten ersten Rückführungen von Sudanesen, die im Rhein-Hunsrück-Kreis im Kirchenasyl sind, im letzten Moment gestoppt wurden. Um das Kirchenasyl für die ursprünglich neun sudanesischen Flüchtlinge hatte es zuvor einen monatelangen Konflikt gegeben.

Die Asylbewerber waren über Italien nach Deutschland gelangt, nach geltenden EU-Bestimmungen wären für ihr Asylverfahren demnach die italienischen Behörden zuständig. Wegen der desolaten Versorgungslage für Flüchtlinge in dem Land hatten mehrere Kirchengemeinden im Hunsrück Kirchenasyl gewährt.

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Pflegemuseum: Die Geschichte der Pflege entdecken

Pflegemuseum: Die Geschichte der Pflege entdecken

Viele Ausstellungsstücke wie die aufwendig genähte weiße Haube erzählen vom Leben der Diakonissen.

Pflegemuseum

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Die Treppe im Haus Tabea.

Eine breite Steintreppe im „Haus Tabea“ auf dem Diakoniegelände in Kaiserswerth führt in den ersten Stock. Auf den rot-orange gestrichenen Stufen stimmen Wörter die Besucherinnen und Besucher auf das Thema ein: „retten“, „unterstützen“, „beistehen“ steht beispielsweise auf der linken Treppenseite oder „hoffen“, „gedulden“, „bitten“ auf der rechten. Die einen sind aus der Sicht des Pflegenden geschrieben, die anderen aus der Sicht des Kranken.

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Wuppertal: Ganz wunderbar

Wuppertal: Ganz wunderbar

Begeisternd: Eine Auswahl der Aktfotografien des Seniorentreffs sind in der Ausstellung der Kirchengemeinde Uellendahl-Ostersbaum zu sehen.

Wuppertal

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Großes Interesse an dem Projekt, starker Vernissage-Besuch.

Sie gehören dem Seniorentreff der Evangelischen Kirchengemeinde Uellendahl-Ostersbaum an. Bei dem Projekt gehe es darum, einen anderen Blick auf sich selbst zu bekommen - "abseits des Schönheitsideals von Makellosigkeit und Jugend", erklärte Gemeindepfarrer Dr. Holger Pyka schon im Spätsommer im Beitrag der Westdeutschen Zeitung unter dem Titel "Alte Körper und ihre schönen Lebensspuren". Auf der Gemeindewebsite steht dieser Gedanke: dass gerade die Spuren eines gelebten Lebens einen Körper erst richtig schön machen. Die Älteste wird dieser Tage 100.

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Bonn: Ein Kreuz gegen die Angst vor dem Atomkrieg

Bonn: Ein Kreuz gegen die  Angst vor dem Atomkrieg

Im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland jetzt ein Ausstellungsstück: das Hunsrücker Friedenskreuz.

Bonn

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Denn das Kreuz ist eins der Exponate in der Ausstellung „Angst. Eine deutsche Gefühlslage?“. Die Ausstellung, die ab 10. Oktober gezeigt wird, beschäftigt sich mit kollektiven Ängsten, Ängste, die in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder die deutsche  Gesellschaft bewegten: Zuwanderung, Umweltzerstörung, Überwachung und Atomkrieg.

Die Angst vor einem Atomkrieg auf deutschem Boden beherrschte in den 1980er Jahren die deutsche Öffentlichkeit. Auslöser waren der Nato-Doppelbeschluss und die damit einhergehende Stationierung von US-Atomwaffen in Westdeutschland. Es kam zu vielfältigen Protesten, aus denen sich die Friedensbewegung formierte.

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