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Digitale Souveränität: Die Macht der User im Blick

Digitale Souveränität

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Dieser Facebook-Skandal führe die Verletzlichkeit des Datengeheimnisses vor Augen, heißt es in der Einladung zur sechsten Tagung in der Reihe „Mehr digitale Souveränität gewinnen“. Der Titel diesmal: „User an die Macht!? Datenschutz digital – ein aktuelle Standortbestimmung aus theologischer, ethischer und rechtlicher Perspektive“.

Vielen bekannt ist das Kürzel DSGVO. Und damit das zweite vieldiskutierte Netzthema dieses Jahres: Die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union (EU), die im Mai in Kraft getreten ist. Hinzu kommt das neue Kirchengesetz über den Datenschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Ihre Ziele: Persönlichkeitsrechte von Usern stärken. Gesetzeswerke also, die feinerweise die User-Macht hochheben – oder doch eher Chaosmaximierungsungetüme?

Facebook-Skandal und DSGVO – diese Stichworte bilden die Hintergründe der Tagung, die am 11. Oktober im Haus der Evangelischen Kirche in Köln stattfindet. Anmeldungen sind willkommen und erbeten bis 4. Oktober. Der Hashtag zur Tagung: #digitaleSouveränität

Rechtlich korrekt? Entseelt?

Zum Programm: „Mehr digitale Souveränität gewonnen?“ fragt Sascha Kremer, Fachanwalt für IT-Recht und Lehrbeauftragter für Internetrecht bzw. IT- und Datenschutzrecht an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

„Entseelte Entscheidungen“ lautet der Titel des Vortrags von Tobias Krafft. Er arbeitet am Lehrstuhl für Algorithmenforschung der Technischen Universität Kaiserslautern und zeigt, wie Algorithmen im Netz die Wahrnehmung beeinflussen.

Die Theologin Dr. Frederike van Oorschot von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg wird über „Datenschutz zwischen User und Algorithmenlogik“ unter ethischen Aspekten sprechen.

Vertiefung in Workshops

Datenschutzrecht, freie Software, Daten und Nutzeranalysen in Social Media sowie die Wirkungsweise von Algorithmen im Alltag sind Themen in den Workshops, die am Nachmittag angeboten werden. Sie bieten praktische Tipps und zeigen Wege, wie Nutzerinnen und Nutzer mehr Einfluss auf die Datenlage im Netz gewinnen können.

Die Einladung zur Tagung und zur Tagungsreihe kommt von der Evangelischen Akademie im Rheinland, dem Arbeitsbereich Kommunikation im Dezernat 4.3 im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie von der Melanchthon-Akademie Köln.

 

ekir.de / neu; Foto: zapp2photo – fotolia.com / 25.09.2018


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