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Friedensdienst: Eirene mit Evangelischem Friedenspreis ausgezeichnet

Friedensdienst

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Freiwillige und Fachkräfte engagierten sich gemeinsam mit Partnerorganisationen weltweit für soziale Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung, erklärte der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms. "Hier macht die EKD deutlich, dass die pazifistische Tradition evangelischer Friedensethik ein bedeutender Teil ihrer kirchlichen Identität ist."

Der Menschenrechtsaktivist Peter Steudtner betonte in seiner Laudatio, dass der Förderpreis Mut machen solle. Er sei eine "Anstachelung und gibt Kraft für die weitere Arbeit von Eirene", sagte er. Es sei wichtig, dass der Friedensdienst auch weiterhin Räume für Entwicklung, Frieden und zivilgesellschaftliches Engagement schaffe. Dabei solle Eirene weiterhin unbequem sein, Risiken in Kauf nehmen und Frieden global und lokal fördern, erklärte Steudtner.

Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Eirene, Charlotte Eisenberg, bezeichnete den Preis als Bestätigung für die bisher geleistete Arbeit. Zudem sei er ein "Ansporn, unserem Anspruch zu entsprechen, ein internationaler Friedensdienst mit christlichen Wurzeln zu sein, auf dem mühsamen, aber auch lohnenden Weg des Friedensdienstes", sagte sie.

Seit der Gründung des ökumenischen Friedens- und Entwicklungsdienstes im Jahr 1957 haben der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) zufolge mehr als 3.000 Menschen einen Friedensdienst mit der Organisation absolviert.

Der erstmals als Evangelischer Friedenspreis verliehene Friedrich Siegmund-Schultze-Förderpreis der EAK ist mit 5.000 Euro dotiert. Der Friedrich Siegmund-Schultze-Förderpreis wird den Angaben zufolge seit 1994 in unregelmäßigen Abständen vergeben. Er erinnert an das friedensethische Wirken des evangelischen Theologen Friedrich Siegmund-Schultze (1885-1969), der 1914 zu den Gründern des Weltbundes für Freundschaftsarbeit gehörte.

Mit ihrer Unterstützung des Preises will die EKD nach eigenen Angaben die Bedeutung der pazifistischen Tradition evangelischer Friedensethik für die kirchliche Identität unterstreichen. Die Auszeichnung sei zudem ein Teil ihrer Aktivitäten zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.

 

epd / 10.10.2018


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