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Gebetsaufruf: „Die Hölle auf Erden...“

Zerstörte Häuser in Ghouta bei Damaskus (22.2.2018, picture alliance / Samer Bouidani/dpa)Zerstörte Häuser in Ghouta bei Damaskus (22.2.2018, picture alliance / Samer Bouidani/dpa)

Gebetsaufruf

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In der syrischen Region Ost-Ghouta spitzt sich die Lage seit Monaten zu: Abgeschnitten von Nahrungsmittel- und Hilfslieferungen hungern und sterben die Menschen, die medizinische Versorgung der Verletzten und Kranken ist zusammengebrochen. Da die Menschen in der Region östlich der Hauptstadt Damaskus eingeschlossen sind, gibt es keine Möglichkeiten zur Flucht.

Die Präsidentin der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen und Pfarrerin der Evangelischen Nationalsynode von Syrien und Libanon, Najla Kassab, hat der rheinischen Kirche geschrieben: „Die Lage im Vorort Ghouta von Damaskus wird als ,Hölle auf Erden‘ beschrieben. Die Zahl der Getöteten ist unglaublich hoch. Die unschuldige Zivilbevölkerung zahlt den Preis. Wir verurteilen das Morden auf beiden Seiten und alle Gruppen, die beide Seiten durch Waffenlieferungen in das Gebiet unterstützen.“

Die rheinische Kirche erklärt ihre Solidarität mit den Opfern des Bürgerkriegs und  appelliert an die politisch Verantwortlichen, alle Möglichkeiten zu nutzen, sich für ein Ende der Gewalt und eine politische Lösung des Konflikts einzusetzen,  insbesondere auf eine sofortige Waffenruhe hinzuwirken, um Hilfstransporte zur Versorgung der Verletzten und Kranken und der gesamten Bevölkerung zu organisieren.

Angesichts dieser dramatischen Lage bittet Präses Manfred Rekowski die Kirchengemeinden der rheinischen Kirche um besondere Fürbitte für die Menschen in Syrien:   

Herr, unser Gott,

wir bringen Dir unsere Ohnmacht und unsere Wut angesichts der Gewalt und der Menschenverachtung in Syrien. So viele werden Opfer des Bürgerkrieges. So viel Leid, das neuen Hass sät und Zukunft verhindert. So viel Unrecht und sinnlose Zerstörung.

Du hörst die Schreie der Verletzten, Trauernden und Geflüchteten. Du kennst ihre Not, ihre Angst, ihre Hoffnung auf Frieden. Zeig ihnen, dass Du sie nicht verlässt.

Wir bringen alle vor Dich, die Einfluss haben, dass sie ihre Macht nutzen, um die Gewalt zu beenden.

Wir beten für die Menschen, die die Not öffentlich machen, und für die, die ihr Leben einsetzen, um sie zu lindern. Bewahre sie vor Resignation und stärke sie durch Deine Nähe und die Solidarität vieler Menschen.

Zusammen mit den Kirchen im Nahen Osten bitten wir Dich:

Schaffe endlich Frieden in Syrien und überall in der Welt!

Amen.

 

Gemeindemitglieder im Rheinland können den Menschen in Syrien auch direkt über die sozialen Medien ihre Anteilnahme zeigen. Hier der Link zur Facebook-Seite der Evangelischen Nationalsynode von Syrien und Libanon: https://www.facebook.com/SynodSL

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ekir.de / / 23.02.2018


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