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Weltmissionskonferenz in Afrika will Zeichen für Frieden setzen

Der erloschene Vulkan Mount Meru im Arusha-Nationalpark, Tansania

©pixaba/goyaale

Der erloschene Vulkan Mount Meru im Arusha-Nationalpark, Tansania.

Frankfurt a.M./Arusha (epd). Im tansanischen Arusha beginnt am 8. Märzg die Weltmissionskonferenz. Zu der Tagung bis 13. März werden mehr als 700 Delegierte aus protestantischen, orthodoxen, römisch-katholischen, evangelikalen sowie pfingstkirchlichen Kirchen und Gemeinschaften und weiteren Freikirchen erwartet. Die Konferenz soll einen christlichen Beitrag für mehr globale soziale Gerechtigkeit und Frieden leisten, wie der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf mitteilte. Unter dem Leitwort „Im Geiste voranschreiten: Zu verwandelnder Nachfolge berufen“ soll in Arusha zudem über eine Neuausrichtung der Mission beraten werden.

Eine der lebendigsten Regionen des Weltchristentums

Mit dem aktuellen Austragungsort solle betont werden, dass der afrikanische Kontinent eine der lebendigsten Regionen des Weltchristentums ist, hieß es. Die Konferenz in Tansania solle die „Einheit aller Völker im Staunen über ihre gottgegebene Vielfalt“ feiern. Sie befasst sich mit verschiedenen Aspekten missionarischer Praxis und sucht laut Veranstaltern neue Möglichkeiten, „Gottes Auftrag in der Welt zu erfüllen“. Die letzte Weltmissionskonferenz in Afrika war im Jahr 1958 in Ghana.

Weltmissionskonferenzen werden etwa alle zehn Jahre abgehalten, die letzte fand im Sommer 2010 im schottischen Edinburgh statt. Dort wurde an die Anfänge der ökumenischen Bewegung vor 100 Jahren erinnert, denn auch die erste Weltmissionskonferenz im Juni 1910 wurde in der schottischen Hauptstadt abgehalten. Die Tagung gilt als Ausgangspunkt der Zusammenarbeit zwischen den Konfessionen und als Beginn der ökumenischen Bewegung. Teilnehmer waren damals vor allem Vertreter von Missionsgesellschaften aus dem Protestantismus und der anglikanischen Kirche.

Starker Wandel in der christlichen Missionsarbeit

In den vergangenen 100 Jahren hat sich die christliche Missionsarbeit stark gewandelt. „Ging es bei der Missionsarbeit zunächst darum, die Menschen zum Christentum zu bekehren, haben die Kirchen in späteren Zeiten ihre Aufgabe vorwiegend in der Arbeit für Menschen in Regionen gesehen, die von Konflikten oder dem Klimawandel betroffen sind oder in Situationen leben, in denen ihr wirtschaftliches Überleben bedroht ist“, merkt der Weltkirchenrat an.

Konferenzen für Weltmission und Evangelisation werden ausgerichtet vom Internationalen Missionsrat und der Kommission für Weltmission und Evangelisation (CWME) des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). Gastgeber in Tansania ist die Evangelisch-Lutherische Kirche des Landes.

Motiv Weltmissionskonferenz 2018

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