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Weltmissionskonferenz in Arusha mit Friedensappell eröffnet

Genf/Arusha (epd). Der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, hat im tansanischen Arusha die Weltmissionskonferenz mit einem Aufruf zur Versöhnung der vielen internationalen Konfliktparteien eröffnet. Die Welt brauche dringend friedliche und gerechte Lösungen für die bewaffneten Auseinandersetzungen, sagte Tveit vor fast 1.000 Teilnehmern der Weltmissionskonferenz.

Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) bezeichnete die Konferenz als Meilenstein der Kirchengeschichte. An der Tagung, die bis zum 13. März dauert, nehmen Delegierte von protestantischen, orthodoxen, römisch-katholischen, evangelikalen sowie pfingstkirchlichen Kirchen und Gemeinschaften teil. Die Konferenz soll einen christlichen Beitrag für mehr globale soziale Gerechtigkeit und Frieden leisten. Unter dem Leitwort „Im Geiste voranschreiten: Zu verwandelnder Nachfolge berufen“ soll in Arusha zudem über eine Neuausrichtung der Mission beraten werden.

„Einheit aller Völker im Staunen über ihre gottgegebene Vielfalt“

Mit dem Austragungsort solle betont werden, dass der afrikanische Kontinent eine der lebendigsten Regionen des Weltchristentums ist, hieß es. Die Konferenz in Tansania solle die „Einheit aller Völker im Staunen über ihre gottgegebene Vielfalt“ feiern. Sie befasst sich mit verschiedenen Aspekten missionarischer Praxis und sucht den Veranstaltern zufolge neue Möglichkeiten, „Gottes Auftrag in der Welt zu erfüllen“. Die letzte Weltmissionskonferenz in Afrika fand 1958 in Ghana statt.

Weltmissionskonferenzen werden etwa alle zehn Jahre abgehalten, die erste Konferenz fand 1910 in der schottischen Hauptstadt Edinburgh statt. Diese Tagung gilt als Beginn der ökumenischen Bewegung. Teilnehmer waren damals vor allem Vertreter von Missionsgesellschaften aus dem Protestantismus und der anglikanischen Kirche.

Starker Wandel in der Missionsarbeit

In den vergangenen 100 Jahren hat sich die christliche Missionsarbeit stark gewandelt. „Ging es bei der Missionsarbeit zunächst darum, die Menschen zum Christentum zu bekehren, haben die Kirchen in späteren Zeiten ihre Aufgabe vorwiegend in der Arbeit für Menschen in Regionen gesehen, die von Konflikten oder dem Klimawandel betroffen sind oder in Situationen leben, in denen ihr wirtschaftliches Überleben bedroht ist“, merkte der Weltkirchenrat an.

Die Konferenzen für Weltmission und Evangelisation werden ausgerichtet vom Internationalen Missionsrat und der Kommission für Weltmission und Evangelisation (CWME) des ÖRK. Gastgeber in Tansania ist die Evangelisch-Lutherische Kirche des Landes.

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