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Veranstaltungen

Ist mit dem Tod alles aus? Vom Umgang mit Sterben und Tod.

Am Freitag, dem 29.10.2010, stellten sich 45 Jugendliche im Rahmen des Konfirmandenunterrichts die Frage: “Ist mit dem Tod alles aus? Vom Umgang mit Sterben und Tod.” Sie besuchten in Kleingruppen das stationäre Hospiz in Frauenthal, den Friedhof in Liblar bzw. ein Bestattungsinstitut vor Ort. Im Anschluss mussten sie ihre Gedanken und Eindrücke schriftlich festhalten und  vortragen sowie anhand von Fotos von den Exkursionsorten berichten.Hier einige Gedanken der Jugendlichen:

Hospiz “Haus Erftaue”: 1. Ich finde gut, dass die Menschen dort als Gäste und nicht als Patienten angesehen werden. 2. Wir haben einen guten Eindruck über die Wohnräume der Gäste bekommen. 3. Das Hospiz in Erftstadt gibt es bereits seit 4 Jahren, und die Gäste werden von Ehrenamtlichen betreut. 4. Im Haus Erftaue werden keine Kinder aufgenommen, da es nicht möglich ist, die Räume für Kinder zu gestalten. 5. Außerdem finde ich gut, dass die Gäste Haustiere haben dürfen und rund um die Uhr Besuch empfangen können. 6. Insgesamt finde ich, dass die Menschen dort ein gutes restliches Leben haben.

Ich fand den Besuch im Hospiz sehr interessant. Das Hospiz ist eine Einrichtung, wo schwerkranke, hauptsächlich krebskranke Menschen hingehen. Diese haben nur noch wenig zu leben und werden begleitet. Es gibt acht Zimmer mit Duschbad. Die Gäste werden wie Gäste, nicht wie Patienten, behandelt und dürfen mit den Angehörigen den Tagesablauf selbst bestimmen. Frau Oppenberg erzählte uns, dass es sehr unterschiedliche Stimmungen gibt und oft zusammen gelacht wird. Beim Aufenthaltsraum war ein Baum, an dem alle Verstorbenen Blätter von den Angehörigen bekommen haben. Wenn ein Mensch stirbt, dann steht eine Kerze vor dem Zimmer, allerdings nur, wenn dieser noch dort ist. Das war sehr traurig sich vorzustellen, aber heute war keine Kerze da.

Im Hospiz habe ich gelernt, dass das Leben schnell vorbei sein kann, dort gab es schon 20 Jahre alte Gäste. Außerdem habe ich Fotos von schwerkranken Menschen gesehen, die trotzdem glücklich waren, das hat mich beeindruckt. Ich habe gelernt, dass die kleinen Sachen, wie ein Besuch von Tieren, Menschen glücklich machen. Ich habe gesehen, dass es nette Ehrenamtliche gibt, die sich liebevoll um die Menschen kümmern.

Bestattungsinstitut: Ich fand es sehr interessant zu erfahren, wie eine Bestattung abläuft, wie die Leute mit den Toten umgehen und was es für Bestattungsmöglichkeiten gibt. Der Besuch dort war auch überhaupt nicht traurig, sondern zwischendurch schon fast “lustig”, als wir z.B. über Designersärge gesprochen haben. Interessant war auch, was mit Leuten passiert (z.B. Obdachlosen), die keine Angehörigen haben, um welche sich dann das Ordungsamt kümmert. Insgesamt war es ganz anders, als ich erwartet hatte, einfach wie ein ganz normaler Beruf.

Frau Hosdorf führte uns durch das Bestattungsinstitut, dabei hat sie uns alles erklärt und unsere Fragen beantwortet. Sie hat uns von vielen Bestattungsmöglichkeiten. Danach sind wir mit ihr in den Keller gegangen, wo die Sargausstellung und der Verabschiedungsraum war. Im Verabschiedungsraum kann die Familie noch einmal Abschied von dem Verstorbenen nehmen.

Friedhof: Auf dem Friedhof haben wir viele Menschen gesehen, da am Montag Allerheiligen ist. Sie besuchen die Gräber, und richten diese her. Es gibt viele Möglichkeiten, einen toten Menschen beizusetzen, z.B. in einem Sarg, einer Urne oder auf einem anonymen Friedhof. Es gibt Familiengruften, Einzelgräber, Tiefengräber und Urnengräber. Außerdem kann jede Familie einen individuellen Grabstein anfertigen lassen, wo üblicherweise Namen, Geburtstag und Todestag draufstehen. Es gibt Gräber, die mit einer Steinplatte komplett zugedeckt sind, manche Gräber sind mit Blumen oder Kerzen geschmückt. Außerdem gab es auf unserem Friedhof auch einen Militärfriedhof, wo für Menschen, die im Krieg gestorben sind, Gedenkkreuze stehen.

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass der Friedhof nicht nur ein Ort der Trauer ist. Für manche ist er auch ein Ort, wo sie ihre Familie besuchen und sich verabschieden. Trotzdem hat er auf mich sehr bedrückend gewirkt. Vor allem bei den Kindergräbern fand ich es ziemlich traurig. Bei manchen war ich echt geschockt, als ich die Todesursache erfuhr.

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