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Aktuelles, Kirchenmusik

Orgelkonzert am Sonntag, 23.08.2020, in der Ev. Friedenskirche zu Erftstadt-Liblar

Langsam kehrt auch die Kirchenmusik wieder zu Normalität zurück: am 23. August findet in der Evang. Friedenskirche in Erftstadt-Liblar ein Orgelkonzert statt. Da sich im Augenblick nur 50 Personen gleichzeitig in der Kirche aufhalten dürfen, wird es zwei Durchgänge geben: jeweils um 17:30 Uhr und um 19:00 Uhr. Das Konzert dauert ca. 35 Minuten. Thema des Konzertes wird die Passacaglia sein, ursprünglich ein spanischer Volkstanz. Passacaglia heißt übersetzt: die Straße überqueren, über die Straße gehen. Die spanischen Wurzeln sind bisher nur durch die zeitgenössische spani-sche Literatur überliefert, erste einfache musikalische Beispiele stammen aus Italien und datieren von 1606. Die Passacaglia ist also eine Variationsform des Barocks und steht im Dreivierteltakt. Sie erklingt meistens in einer Moll-Tonart und hat einen weichen oder melancholischen Ausdruck. Typisch ist eine meist vier- oder achttaktige feste Basslinie, der Basso ostinato, der beliebig oft wiederholt werden kann und als Basis für eine Folge von Variationen dient.

Die 1. Passacaglia ist von Dietrich Buxtehude, dem berühmten Organisten an der Marienkirche in Lübeck. Seine Passacaglia besteht aus 4 gleichlangen Abschnitten, in denen das Thema jeweils siebenmal erscheint. Zwischen den Abschnitten moduliert Buxtehude in eine andere Tonart: d – F – a – d. Buxtehudes Passacaglia war ein direktes Vorbild für unser 2. Werk, nämlich Joh. Seb. Bachs Passacaglia und Fuge c-moll. Das Thema der Passacaglia ist gleich- zeitig auch das Thema der Fuge, die Passacaglia geht geht ohne Unterbrechung in die Fuge über. Bach’s Passacaglia wiederum hatte einen enormen Einfluß auf unser 3. Stück, Introduktion und Passacaglia d-moll von Max Reger. Reger stellt seiner Passacaglia eine Introduktion, also eine „Einführung“ bzw. Einleitung voran. Reger komponierte sie im Auftrag von Ludwig Sauer, der ein Orgel-Album zugunsten des Orgelneubaus in Schönberg im Taunus herausgab. Es gilt als eines der meistgespielten Orgelwerke von Max Reger.

Der Eintritt zum Konzert ist wie immer frei. Am Ausgang bitten wir um eine Kollekte zur Förderung der Kirchenmusik.

Bilderverzeichnis

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